Beiträge von cephalotus

    Man soll Module nicht nach Preis pro Wp kaufen, sondern nach Preis pro kWh pro Jahr.
    Solche Daten können natürlich nicht in Datenblatt stehen, dazu muss man eben auf die Erfahrungen anderer leute zurückgreifen.


    Für die Finazierung ist außerdem nicht nur wichtig, was die Module im ersten Jahr leisten, sondern auch, was sie im 20. Jahr leisten.


    Hier beginnt dann die Raterei bzw das Hoffen.


    Als ich mich vor Jahren mit Photovoltaik zu beschäftigen begann, standen noch solche Sätze in den Büchern: "In Europa speisen jetzt über ein Dutzend solarer Stromversorgungsanlagen ihre Energie ins Netz ein" (Praxis mit Solarzellen, Muntwyler)


    Langzeiterfahrungen existieren also kaum. Seinerzeit galten z.B. amorphe Module als extrem alterungsanfällig.
    Da hat sich aber in der Zwischenzeit wohl einiges getan.


    Ich persönlich würde Module mit 5kWp für 5000€, die mir im Jahr 5000kWh bringen Module mit 5kWp für 4800€ vorziehen, die mir im Jahr nur 4600 kWh liefern.


    Außerdem wäre ich bereit, für hochwertige Markenmodule beaknnter Firmen etwas mehr Geld auszugeben als für nonames. Die können für weniger Geld durchaus genauso gut sein, vielleicht sogar besser. Sie könnten es aber auch nicht sein.


    Nur möchte ich nicht derjenige sein, der diesen Langzeitversuch mit seinem Geld durchführt.


    Auch hier würde ich also auf alle Fälle auf Erfahrungen anderer leute zurückgreifen wollen, die solche Module wenigstens für 1 Jahr verwendet haben. Langzeiterfahrungen existieren eh nicht.


    Nur wenn der Platz begrenzt ist spilet der Modulwirkungsgrad eine wichtige Rolle. Ansonsten ist er nahezu egal. Man braucht eben entsprechend mehr Fläche und etwas mehr Montagematerial und -zeit. Ansonsten würde ich natürlich jederzeit die Anlage mit 10500 kWh pro Jahr und 8% Wirkungsgrad der Anlage mit 10000 kWh pro Jahr und 15% Wirkungsgrad vor ziehen, vorausgesetzt beide kosten dasselbe und die Fläche reicht aus.


    Entscheidend ist aus meiner Sicht für den Ökonomen einzig und alleine das Verhältnis aus Ertrag in kWh pro Jahr und Preis. Für den Ökologen spielt dann noch der Erntefaktor eine wichtige Rolle, er wird also Anlagen bevorzugen, die möglichst wenig Energie bei der Herstellung verbraucht haben. Außerdem würde ich keine Zellen verwenden, deren Entsorgung problematisch ist. (Cadmium, Arsen, ...)


    mfg

    So funktioniert es aber nicht. Ein Photon kann maximal ein (Valenz-)Elektron aus dem Verband loslösen.
    Ist das Photon zu eneregiearm (infrarot z.B.), dann wird seine Energie nur in Wärme umgewandelt (ca. 24% der Strahlungsenergie), ist es zu energiereich, dann wird ein Teil umgewandelt, der andere Teil geht verloren. (ca. 30% der Strahlungsenergie)


    Diese beiden Faktoren sind neben den Temperaturverlusten bei kristallinen PV Zellen aus Silizium hauptverantwortlich für den recht schlechten Wirkungsgrad von derzeit max ~20% und mit ein Grund, warum es solche Zellen niemals mit wirklich hohen Wirkungsgraden geben kann.


    mfg


    PS: Die Reflektionsverluste moderner Zellen bewegen sich im Bereich einiger weniger Prozente, eine blaue Zelle wird also trotz allem auch einen Großteil des "blauen Lichts" absorbieren.

    Hallo,


    ich möchte ein paar Sachen zu diesem alten thread ergänzen.


    Monokristaline Zellen werden aus einem zylinderförmigen Block geschnitten, die bewährteste Form des Zuschnitts der runden Scheiben (bester Kompromiss aus Materialkosten/Verschnitt und Modulwirkungsgrad/vergeudete Fläche) ist dann später idR die einer quadratischen Zelle mit fehlenden Ecken, also genau das, was wir hier auch sehen.


    Die Zwischenräume schwarz zu machen wäre aus technischer Sicht reichlich blöd, damit heizt man sich das Modul ja unnötig zusätzlich auf, also macht bzw lässt man sie eben weiß.


    Extra gewollt sind diese Zwischenräume keinesfalls, ideal wäre es, die Module komplett zu füllen (siehe Module aus polykristallinen Zellen).


    Es ist eine Notlösung bzw ein Kompromiss, mehr nicht.


    Zum Kühlen mit Bachwasser:


    Diese Wasserentname mittels Pumpe ist in den meisten Fällen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit genehmigungspflichtig und ich bin mir ebenfalls sehr sicher, dass diese Genehmigung nicht erteilt wird.


    Das genaue Maß der Bestrafung, falls es zu einer Anzeige einer illegalen Wasserentname kommt, kann ich pauschal nicht sagen, es ist aber anzunehmen, dass es dann ganz schnell vorbei ist mit der Rentabilität Eurer kompletten PV Anlage.


    Und das völlig zurecht!


    Im Hochsommer Wasser in großen Mengen aus Bächen zu entnehmen um damit seine Anlage zu kühlen ist alles andere als ökologisch unbedenklich.


    Wenn dann schon Regenwasser sammeln und im Kreislauf führen, wenn man seine Module unbedingt mit Wasser kühlen will.


    mfg


    PS: Ich halte herzlich wenig davon, mit 0,35kW "deutschem Strommix" für die Pumpe 0,28kW extra Leistung einer PV Anlage zu erhalten. Aber man sieht, dass auch bei den PV Betreiber viele Ökonomen dabei sind, denen jedes noch so (ökologisch) unsinnige Mittel recht ist, solange nur das Geld stimmt.

    Es ist auch eine ökologsiche Frage. Mehr Schienen = mehr Aluminium = mehr Rohtsoff und Energieverbrauch der Anlage selbst.


    Weiß jemand zufällig auswändig wieviele kWh in 1kg Aluminium(schiene) stecken ?


    mfg

    Wer die Anlage aus rein finanziellen Motiven baut (möglichst hohe Rendite) sollte da dann aber schon genau rechnen, ob sich das noch rentiert. Bei 6000€ pro kWp kann das schon arg knapp werden, selbst bei 1000kWh pro kWp und Jahr.


    Wer noch andere Motive hat, keinen Kredit aufnehmen muss und das alles auch ein bißchen als Hobby sieht, der kann so eine Anlage trotzdem noch kaufen und dann nach 20 Jahren auch mit ner schwarzen Null und einer funktionierenden aber abbezahlten Anlage auch zufrieden sein.


    mfg


    Die Frage ist halt, ob diese -angeblichen- 10% Minderertrag auf 10% geringer Wp Zahlen zurückzuführen sind oder darauf, dass die Module einfach übers Jahr gesehen weniger Ertrag liefern.


    Wenn letzteres der Fall sein sollte, nützt Dir die Abrechnung nach den gemessenen Wp recht wenig.

    Zitat von Betatester

    ...gehen wir mal vom wert 990 aus (was nach meiner einschätzung mind. möglich ist), sind es schon 33000 €


    ist an der rechnung grundlegend was falsch ?


    Wo genau soll denn die Anlage stehen und wie wären die sonstigen Voraussetzungen? Hab ich das überlesen?


    Davon hängt ja der Ertrag ziemlich stark ab.


    Ansonsten darf man natürlich nicht übersehen, dass sich die Einkünfte aus der Anlage auf 20 Jahre erstrecken, der Kredit aber auf 15 Jahre getilgt werden muss.


    Man rutscht also nach 15 Jahren erst einmal in die Schuldenzone, trotz positivem errechneten Ergebniss nach 20 Jahren.


    mfg


    PS: Was hast Du als laufende Kosten angesetzt? 0,84% der Anlagenkosten pro Jahr?
    PPS: Der o.g. Rechner scheint das "21. Jahr" (also die verbleibenden Monate der Inbetriebnahme) garnicht zu berücksichtigen?