Beiträge von cephalotus

    Und? Da sind sie nicht alleine.

    Was macht man sonst mit Überschusstrom, der bei normalen Wetterlage anfällt und den keiner abnehmen will? Abregeln? Speichern? Irgendwann sind die Speicher voll.

    Solange das nur wenige hundert Stunden pro Jahr sind.


    Verheizen (Widerstandsheizung) oder abregeln. Man muss nicht jede kWh "retten".


    Gerade bei der PV gehe ich davon aus, dass man jenseits der 100GW dann halt 5-10% des Stroms einfach wegwirft (oder für Klimaanlagen verschenkt). Ich seh darin kein Drama.


    Es macht keinen Sinn, für nur ein paar hundert Stunden im Jahr Netze, Speicher und/oder Elektrolyseure zu bauen.

    Erstmal haben!

    :thumbup:


    Güterverkehr auf die Schiene - dann braucht man weder Oberleitungen noch BE-LKW oder Brennstoffzeller.

    Personennahverkehr kann man mit BEV-Bussen idealerweise autonom fahrend lösen.


    genau. Wir weiten mal eben den Gütertransport auf der Schiene um das 10fache aus und legen noch ein paar Schienen bis zum letzten Aldi.


    das wird im Wutbürgerland sicherlich vorzüglich funktionieren, wenn dann in jedem zweiten Hinterhof nachts ein Güterzug durchrumpelt. Personenverkehr auf der Schiene können wir dann auch einstellen, denn Güter- und Personen teilen sich hierzulande ein Schienensystem.


    Es wäre schon, wenn man keine "Phantasien" diskutieren würde sonder reale Optionen.


    Bauen wir die Bahn doch beim Personenverkehr bis 2050 so aus, dass man von Hamburg nach Frankfurt oder von München nach Paris lieber mit der Bahn fährt als mit dem Flugzeug fliegt.

    H2 Import...Hm...und wer wird uns bis dahin die notwendigen Anlagen irgendwo auf der Welt bauen bzw. finanzieren und das H2 mit was zu uns transportieren? Mit bestimmt kostengünstigen Frachtern?

    Die Studie hat wie schon andere vor ihr einen massiven Konstruktionsfehler.

    Es wird einfach das bestehende Wirtschaftssystem mit anderen Energieträgern weitergeführt. Und das wird nicht funktionieren.

    Die Produzenten von Wasserstoff werden sich schon finden, sobald es eine Nachfrage gibt, das ist wirklich das allerkleinste Problem


    Mit was sollen denn im Jahr 2050 Länder wie Saudi Arabien oder Russland ihr Geld verdienen? Es muss Lösungen geben, damit diese Länder das Öl und Gas freiwillig im Boden lassen und der naheliegenste Ansatz ist natürlich der, für 1kWh grünen Wasserstoff mehr zu bezahlen als für 1kWh Erdöl.


    Der Transport per Schiff ist vom Geld und Energieaufwand peanuts. Japan z.B. bezieht sein LNG aus der ganzen Welt via Tankschiffen.


    Selbstverständlich ist der Ansatz das bestehende Wirtschaftssystem zu erhalten. Stell Dich auf den Parkplatz Deines Arbeitgebers und erzähle Deinen Kollegen nur die klitzekleine Änderung, dass sie künftig doch bitte mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren sollen und das Auto abschaffen sollen.

    Das gibt Dir einen klitzekleinen Einblick darauf, wie gut die Idee ankommt, das bisherige System über den Haufen zu werfen.


    FREIWILLIG kannst Du für Dich gerne das alles umsetzen, nur mitmachen tun die wenigsten und eine "100%-Lösung", die dann nur 0,1% umsetzen ist unbrauchbar. Wir brauchen eine 99% Lösung, die 99% umsetzen.


    Ich nehme mich da nicht aus. Bevor ich nie wieder in meinen Leben fliegen darf fliege ich selbstverständlich lieber mit einem synthetischen CO2 neutralen Kerosin, auch wenn es dann 3s soviel kostet wie das heutige.


    MfG

    Hallo,


    für wieviele Vollaststunden im Jahr legen wir denn die H2-Elektrolyseur aus, damit die teuren Anlage sich lohnen?


    ...

    Und zur "CO2-freien Stromerzeugung" zählt sich auch die Kernkraft, zumal Areva in Franken ja auch mit H2-Speicherversuchen in Trägeröl arbeitet. Der H2-Elektrolyseur wäre doch der für die mit dem Rücken zur Wand kämpfende, niemals freiwillig nachgebende Branche der ideale und dringend benötigte Grundlastverbraucher!


    Vereinfacht ergeben sich die Kosten aus den Stromkosten und der Auslastung.


    Siemens hat dazu eine sehr spannende Tabelle hier:


    https://windenergietage.de/201…_F13_Wind_Wasserstoff.pdf (Seite 19)


    Wenn ich ein neues Kernkraftwerk nehme mit Stromerzeugungskosten von 10ct/kWh dann lande ich bei einer Auslastung von 8000h im Jahr bei einem Wasserstoffpreis von 6,27€/kg


    Habe ich einen Strompreis von 5ct/kWh aus Solar oder Windkraftanlagen genügen bereits 2000h im Jahr um diesen Preis zu unterbieten.


    Wenn ich hingegen nur 1000 Volllaststunden habe muss der Strom schon kostenlos sein, damit es sich noch rentiert, bei 500 Volllaststunden rentiert es sich selbst dann nicht. Also nix mit "ein bissl Überschussstrom" verwerten.


    es deutet sich also an, dass Wind-Wasserstoff der billigste sein wird, danach Atomstrom-Wasserstoff und zuletzt unter den o.g. Annahmen (bei uns) Solar-Wasserstoff. Am billigsten ist vermutlich eine Kombi aus Wind+Solar, idealerweise dort wo es beides reichlich gibt wie z.B. in Marokko, da kann man dann für vielleicht 4ct/kWh mit 5000-6000h pro Jahr rechnen, da landet man dann um die 3-4€/kg, das ist auch der Preisbereich, den die eingangs verlinkte Studie für Eigenerzeugung und Importe annimmt.

    Volllaststunden für Elektrolyseure sind 2600h bis 2900h (der Wert steht in der Kurzfassung), die Dinger stehen überwiegend in Norddeutschland.


    Dass man die nicht "jetzt" braucht ist doch weitgehnend bekannt.


    Der geringe Anteil der BEV könnte damit zusammen setzen, dass die mangels Prognosemodelle die Anschaffungskosten für BEV, FCEV sowie ICE jeweils gleich gesetzt haben.

    Vermutlich erfolgt die Kostenoptimierung Systemweit und da hat man beim FCEV eben den Vorteil, dass der Wasserstoff in der Zwischenstufe als Speicher dient und das volkswirtschaftlich tatsächlich Sinn ergeben kann.


    Das ist trotzdem mMn fern der Praxis, weil in der Realität die Käufer nur den Eigennutz sehen und nicht das Gesamtsystem und da kostet Wasserstoff in der Produktion eben 10ct/kWh (Wert aus der Studie) und PV und Windstrom eben 5ct/kWh 8Wert vn mir), dazu braucht das FCEV mindestens 2x soviel Energie auf 100km.


    Ca. die Hälfte des Wasserstoffs wird jeweils importiert, somit kommt man für -95% THG auch mit "nur" 1000TWh im Jahr aus bei übrigens nur geringem Batteriespeicherbedarf (hier wäre interessant welche Kosten dafür angestzt wurden)


    Angesichts der massiven Widerstände hallte ich so ein Szenario mit 1000TWh/a und Importen auch für glaubwürdiger als eins, das davon ausgeht, dass wir die gesamte Energie im Jahr 2050 dann im eigenen Land erzeugen.


    MfG

    https://www.fz-juelich.de/iek/…Strategies2050/_node.html


    "...Ziel der vorliegenden Studie ist es, die kosteneffizientesten CO2-Minderungsstrategien zur Erreichung der Klimaschutzziele Deutschlands bis zum Jahr 2050 zu identifizieren. Hierzu werden zwei CO2 Reduktionsszenarien analysiert, die sich ausschließlich an den Minderungszielen für das Jahr 2050 von -80% (Szenario 80) und -95% (Szenario 95) orientieren. Mit Ausnahme des beschlossenen Kernenergieausstiegs sowie des anstehenden Kohleausstiegs bis zum Jahr 2038 werden keine weiteren Zielsetzungen der Bundesregierung übernommen..."


    Im Wesentlichen unterschreibe ich fast alles darin.


    - Zubau von PV und Wind muss deutlich ausgebaut werden

    - Rolle von Wasserstoff muss definiert werden

    - Technologische Sackgassen muss man vermeiden

    - Minus 95% ist was völlig anderes als -80%

    - Es bleibt bezahlbar

    - Importe sind eine Option und sollten (müssen) genutzt werden


    Fragezeichen habe ich vor allem beim PKW Sektor. Die Autoren ermitteln einen erstaunlich geringen Anteil an BEV in beiden Szenarien. Warum das so ist ist mir nicht ganz klar. Evtl rechnen die mit heutigen Kosten für BEV?


    MfG

    Der Marktwert von Solarstrom ist die letzten Jahre angestiegen, aber halt auf dem Level von 3-4ct/kWh


    Für die Zukunft ist eine Prognose schwer, grundsätzlich sollten die Strompreise steigen durch Anstieg der CO2 Kosten und Wegfall der letzten Krenkraftwerke, andererseits gibt es selbst kanibalisierende Effekte, denn den Solarstromüberschuss hat man meist dann, wenn ihn alle anderen auch haben, das senkt den Marktwert.


    Eine gewisse Einspeisevergütung wird man auch in Zukunft brauchen, wenn man will, dass die Leute keine Winziganlagen zum Eigenverbrauch bauen (statt einfach mal effiziente Technik im Haushalt zu verwenden), sondern wenn man will, dass die die Dächer auch voll machen und so was zur Energiewende beitragen.


    Die aktuell hohe EEG Umlage kommt aber primär aus den PV Altanlagen, so wurden 2020 bis 2012 sehr viele GW an PV Leistung zugebaut, die damals noch vergleichsweise sehr hohe Vergütungen um 30-40ct/kWh bekommen haben.


    Das wird uns noch 20 Jahre lang weh tun.


    Umgekehrt wäre natürlich viel besser gewesen, damals 2GW/a zubauen und dafür heute 10GW/a.


    Ich erinnere mich noch gut an die Diskussionen als ich das vor 10 Jahren hier so vertreten habe.


    MfG

    • Stichprobenartige Kapazitätsmessung (ca 10 von 220 Zellen), um den Streubereich abzuschätzen


    Für Kapazitätsmessung von ein paar Zellen den Spannungsverlauf in Relation zur entnommenen Kapazität messen. Alle Zellen gleich voll laden. Dann Zellen seriell schalten bis ca. 60V (aus Gründen der Sicherheit beim Hantieren, selbst mit 60V kann es schon heftigst knallen, aber idR stirbt man zumindest nicht beim Anfassen) und mit ohmscher Last (z.B. ein paar Tauchsieder in großem Topf o.ä) zu meinetwegen 80-90% herum entladen.


    Nahe dem Entladeende die Zellen dann von der Last trennen und nach einer Weile die Leerlaufspannungen messen. Daraus sollte sich gemäß der Kennlinie die Spannung hoffentlich einer Restkapazität zuordnen lassen, vorausgesetzt der Spannungsverlauf beim Entladen ist stetig abnehmend wie bei typischen 3,6V Li-Ionen Akkus.


    Wer nach 90% Entladen eine Spannung hat, die einer 91%igen Entladung entspricht hat somit 1% weniger Kapazität bei 90%-iger Entladung und ich würde dann annehmen, dass 1,1% Kapazität in Relation zur Gesamtentladung der Referenzzelle fehlen und schon hat man einen Wert.


    Warum eigentlich willst Du LTO Zellen verwenden?


    Langlebigkeit kann es ja eher nicht sein, wenn der Hersteller es scheinbar noch nicht mal schafft die Zellen identisch zu bauen.


    MfG

    Zum Vergleich: Der Stromverbrauch Thüringens liegt bei ca. 18GWh/a


    Korrektur. Natürlich sind es 18TWh/a. (vs. die 10TWh/a, die eine CATL Zellfertigung mit 1000GWh/a bräuchte, wenn denn die aktuellen Studien stimmen würden. Wie bei PV hängen die verfügbaren Ökobilanzdaten der Realität 10 Jahre hinterher.)


    Die zwei größten Ressourcenvorteile der ePKW sind, dass man nahezu alles im Kreislauf fahren kann (Ausnahme Reifenabrieb (beim ePKW leicht erhöht), Bremsenabrieb (um 90% reduziert durch Rekuperation) und Schmierstoffverluste und natürlich Havarien)


    Reifenabrieb, Bremsenabrieb und Schmierstoffe gelangen in die Umwelt und müssen daher idealerweise in einen biologischen oder mineralischen Kreislaufprozess überführt werden. Heute ist Reifenabrieb in D der größte Verursacher von Mikroplastik.


    Der zweite Vorteil ist, dass der Glider vermutlich locker 1 Million km halte könnte. Das sollten die künftigen Akkus schaffen, e-Motor, simples Getriebe und Leistungselektronik sowieso. Dafür muss man aber ganz neue Nutzungskonzepte für PKW erschaffen, denn wer fährt sein Auto heute schon 1 Mio. km?


    Im übrigen hat sich damit auch das Kostenargument erledigt.


    sollten die Kapazitäten wirklich stark streuen kannst Du Tools zum Sortieren verwenden:


    http://repackr.com/


    Sicherlich erheblich besser als trial&error.


    Viel wichtiger ist aber das messen der Selbstentladung. Ich weiß nicht wie sich die Zelle da verhalten, aber hier halte ich es für viel wichtiger, die Ausreißer zu erkennen und auszusondern.


    Einen LTO Akkupack baut man ja nicht weil man den 3 Jahre oder 5 Jahre lang benutzen möchte.


    Ri ist ziemlich egal. Danach zu sortieren ist genauso überflüssig wie es scho immer überflüssig war PV Module nach P (MPP) zu sortieren (auch nach I MPP sortieren ist zwar theoretisch besser, praktisch aber ebenso sinnlos außer bei ganz extremen Streuungen)