Beiträge von cephalotus

    Nebenbei:

    ca. 600 H2-BSZ-Kfz in D verteilen sich auf ca. 70 öffentliche H2-Tankstellen. Wir haben das dichteste H2-TS-Netz der Welt! Trotzdem will Hr. Scheuer jährlich >50H2-TS zubauen! Die Kosten (1,8Mio.€ ... 12Mio.€) werden zu fast 50% vom Steuerzahler getragen!


    Ich könnte ko ....en. <X

    Wenn man ein H2 Tankstellennetz für H2 LKW aufbauen würde hätte das durchaus meine Zustimmung. Für O-Leitungen EU weit kann man sich ja scheinbar auch nicht erwärmen.


    Natürlich bräuchte es dann auch ein paar H2 LKW, die auch damit fahren.


    Interessant an bisherigen PKW H2 Tankstellen ist übrigens, dass die Tankzeiten von 5 Minuten oft auch nur theoretisch sind und zwar dann, wenn vorher 1h lang keiner getankt hatte und wenn einem nach dem Tankvorgang der Anschlußstutzen nicht vereist und erst wieder auftauen muss.


    Wenn viele Fahrzeuge tanken wollen sinkt der Druck erheblich und dann sind schon mal Tankzeiten von 30 Minuten üblich, so angeblich in Kalifornien.


    Der Hauptvorteil von H2 gegenüber den BEV ist eher auf Systemeben zu sehen, dass man da ein Speicherelement mit sehr hoher Kapazität im System hat. Gesamtwirtschaftlich betrachtet könnte das ein mächtiger Vorteil sein.


    Der zweite Vorteil ist die Importmöglichkeit. Machen wir uns nix vor, ich sehe nicht wie sich die deutschen Wutbürger für 500TWh onshore Wind in Deutschland erwärmen sollen.


    MfG

    Nachts fällt eher selten Solarstrom an.

    Genau das bildet doch der Marktwert Solar ab.


    Das ist der Börsenwert, gewichtet nach der jeweilig eingespeisten Solarstrommenge, daher ist natürlich die Mittagszeit auch überproportional stark vertreten und die Nachtpreise eben garnicht.

    Ich sprach von Börsenpreisen um die Mittagszeit und du kommst mit gemittelten Kursen. Wenn schon, dann bitte über den Zeitraum von 10:00 bis 14:00 mitteln.

    Wenn ich eine PV Anlage ohne EEG betreibe interessiert mich, was ich im Monats- oder Jahresverlauf an Erlösen für meinen Solarstrom bekommen kann. Genau das zeigt meine Grafik mit den gewichteten Mittelwerten.


    Das ist die letzten drei Jahre angestiegen von ca. 2,95ct/kWh in 2016 auf 3,57ct/kWh in 2017 und 4,52ct/kWh in 2018.


    Ob der Trend anhält wird sich zeigen. Der generelle Anstieg der Strompreise spricht dafür, der Zubau zusätzlicher PV Anlagen spräche dagegen. Die Auswirkungen von mehr Solarstrom sieht man ja jetzt schon sehr gut an den Schwankungen im Jahresverlauf.

    Im Januar 2019 war Solarstrom 5,91ct/kWh wert (trotz reichlich Wind), im Juni 2019 nur noch 2,91ct/kWh. Wenn Dutzende GW an Solarstrom im Netz sind fällt eben meistens der Preis. Das wird natürlich nicht besser, wenn man PV stark zubaut, wenn man sich den 100GW PV Leistung nähert (und da wollen wir hin) reicht die Sonne alleine aus, um die Nachfrage bei schönem Sommerwetter bereits komplett zu decken, dann kann man sich den Börsenpreis dazu ja denken.


    Sollte sich der Marktwert längerfristig um oder über 5ct/kWh etablieren werden wir vermutlich auch einen großen Zubau an PV Freiflächenanlagen ohne EEG sehe. Ich hoffe, dass es so kommt, drauf wetten würde ich erstmal nicht.

    Speicher an der PV Anlage helfen da leider so gut wie nix, weil die nur 1-3ct/kWh umgesetzter Energiemenge kosten dürften und das erscheint mir nicht machbar.


    Wenn Dich nur interessiert, was man zwischen 10:00 Uhr und 14:00 Uhr bekommen kann (was machst Du mit dem anderen Solarstrom?) musst Du Dir das eben selber errechnen, mir fehlen dazu die verfügbaren Daten.


    MfG

    Ach ja, es soll deutlich mehr Öl, Gas oder Kohle vebrannt werden aber man bekennt sich zu dem Klimaschutzzielen.


    Das ist ganz große Magie.


    Im Grunde muss man den Leuten dankbar sein, dass das alle solche Trottel sind. Man stelle sich mal vor, die Araber würden mit dem nahezu unendlichen Geld aus der Ölförderung tatsächlich was sinnvolles anfangen und langfristig strategisch denken. Wir Europäer wären demgegenüber vollkommen machtlos.


    Sollen die ruhig glauben, dass die Party ewig weiter geht.


    2020 stirbt die Kohleindustrie

    2030 die Ölindustrie

    und in 2040 ist es ein Kriegsgrund, wenn ein Land nooch große Mengen CO2 in die Luft pusten will.

    im Sommer 2018 sah das Anders aus, da waren Börsenpreise von 7-8ct/kWh in der Mittagszeit normal (außer am Wochenende)

    Ich hab mal eine Grafik mit den Marktwerten für Solarstrom in Deutschland gebastelt


    Auf den ersten Blick erscheint das durchaus attraktiv mit steigenden Preisen, aber man hat eben zwei Entwicklungen, die sich überlagern.


    + Vermutlich generell steigende Börsenpreise

    - Selbstkanibalisierung durch weiteren PV Zubau in Zeiten hoher Einstrahlung. Bisher sehen wir die 0ct/kWh bei Soalrstrom erst dann, wenn gleichzeitig noch der Wind weht, so Richtung 100GW braucht es dann dafür aber keinen Wind mehr, dann hat man das jeden Sommertag nur durch die PV alleine.


    Attraktiv sind vor allem Solaranlagen, die häufig dann Strom liefern, wenn es die Konkurrenten nicht tun. Also irgendwo in Süddeutschland, wenn dort bei Föhnwind die Sonne scheint während das restliche Deutschland unterm Hochnebel hockt.


    Das ist aber so hoch komplex, das kann man nicht prognostizieren.


    Ne Insolvenzanmeldung gehört bei den US-Kohlefirmen inzwischen zum guten Ton...

    Ich kenne mich im US Insolvenzrecht nicht aus.


    Ist das eine Möglichkeit, sich vor Krankenversicherungskosten und Pensionszahlungen der (ehemaligen) Mitarbeiter zu drücken? wie war das seinerzeit bei GM?


    Wenn ja wäre das natürlich eine riesen Schweinerei.

    Mit stabilen 7ct/kWh werden no-EEG PV-Freiflächenanlagen der große Hit. Da werden wir schnell wieder in die Regionen von > 10GW/a Zubau kommen.

    Wir werden also wieder einen funktionierenden Merit-Order Markt bekommen.


    7ct/kWh im Schnitt bedeuten nicht, dass das auch der Marktwert für Solarstrom ist. Wir sind da mittlerweile in einem Leistungsbereich wo man klar sieht, dass der Solarstrom in den Sommermonaten deutlich weniger wert wird, das wird sich natürlich noch erheblich verstärken, wenn wir bei PV dann mal Richtung 100GW gehen würden...


    Man muss also über kurz oder lang davon ausgehen, dass in Zeiten hoher Solarstromproduktion der Wert eben dafür Richtung 0ct/kWh marschiert, das muss dann zu anderen Zeiten ausgeglichen werden.


    MfG

    Ja, so einfach ist das.

    Welche Ideen die schwarze Kohlepartei bis dahin wohl entwickelt ... immerhin hängen da hunderttausende von Arbeitdsplätzen dran, es drohen Stromausfälle und überhaupt, ohne Kohle geht das gar nicht! *kotz*

    Wozu so dogmatisch?


    Bei CO2 zählt, was am Ende unterm Strich emittiert wird. Das Kraftwerk wurde nun mal gebaut und steht herum, warum es nicht noch einige Jahre nutzen und stattdessen ein älteres KKW mit schlechterem Wirkungsgrad und weniger Flexibilität weiterlaufen lassen.

    Wir müssen uns erstmal die ersten Winter in den 20er Jahren anschauen, wie die Situation in den Stromnetzen ist, wenn ein paar GW AKW Leistung im Netz fehlen.

    Bei Kraftwerksleistung gilt: Lieber haben und nicht brauchen als brauchen und nicht haben.


    Dass die russischen Propagandablätter gegen Kohle und unsere Regierung anschreiben ist nix neues. Ich finde es schade, wenn man den Seiten auch noch Klickzahlen beschert.


    Ansonsten sieht es zumindest in 2019 schlecht für die Auslastung der deutschen Steinkohlekraftwerke aus:


    https://www.carbonbrief.org/gu…r-is-falling-fast-in-2019


    Für den CO2 Ausstoß ist das fein, man muss hoffen, dass sich CO2 Preise über 30€/t jetzt im europäischen Handel dauerhaft festsetzen.


    MfG

    Es braucht nur die Elektrolyseure. Anschliessend weiter zu Methan synthetisiert sind Netze, Speicher und Verbraucher schon lange vorhanden. Schlechter Wirkungsgrad ist besser als keiner.


    Ich hab doch die Tabelle gezeigt, was das kg Wasserstoff direkt aus dem Elektrolyseur kostet, wenn das Teil nur 500 Stunden im Jahr läuft. Das kostet selbst bei kostenlosem Strom über 10 Euro pro kg und somit grob 30ct/kWh, wenn man's utopischerweise ohne weitere Invest- und Beriebskosten direkt so ins Gasnetz einspeisen würde. Als Methan dann eher 50-60ct/kWh.


    Das ist doch völlig absurd, dann lieber den Strom wegwerfen