Beiträge von cephalotus

    Den größten Sinn sehe ich bei Militärfahrzeugen. Jedes Laufrad unabhängig mit einem e-Motor bestückt erhöht die Weiterfahrfähigkeit unter Beschuss oder in vermintem Gelände bei Verlust einzelner Räder. Auch kann man den Dieselmotor als Generator (kurzzeitig) gegen Wärmeabstrahlung besser abschirmen, was den Gefechtsköpfen wärmesuchender Raketen das Treffen erschwert. Besser die schießen sich auf die heißen Laufräder ein als auf den Innenraum mit der Besatzung oder den Verbrennungsmotor.


    Für normale Fahrzeuge auf unseren Straßen mit vier Rädern würde ich meinen dass Radnabenmotoren schon immer ziemlicher Unfug waren und noch immer sind. Bei 2-Rädern haben sie Vorteile, aber gerade bei Pedelec greift der Markt heute fast ausschließlich zu e-Motoren die die Kraft über die filigrane und anfällige Fahrradschaltung übertragen.


    MfG

    Vegetarische Ernährung ist ein anderes Thema, hier stand die Behauptung dass die Erzeugung von Bio Fleisch einen höheren Energieverbrauch habe

    Das ist teilweise schon richtig.


    Ein Biohühnchen braucht z.B. deutlich mehr Futter und somit Resourcen bis zur Schlachtreife als ein konventionelles Huhn, das entsprechend sehr schnell und ohne Bewegungsmöglichkeit heran gemästet wird.

    Auch die Methanemissionen von Rindern können in Realation zu den erzeugten Produkte bei "Bioprodukten" höher sein.


    Das ist dennoch kein Grund dagegen, denn in der Konsequenz muss man dann aber weniger davon essen.


    Ich bin keineswegs ohne Schuld. Ich war ein ziemlich starker Fleischesser, weils mir halt geschmeckt hat. Ich habe mir immer vorgestellt weniger Fleisch zu essen würde mich nicht satt machen und wäre einfach ein zu großer Verzicht.

    Mittlerweile habe ich den Wurstkonsum quasi eingestellt (die Schlachtabfälle können gerne andere essen, ich sag das ohne Zynismus, denn auch das ist Nachhaltigkeit, wenn Leute ganz freiwillig die durchgedrehten "Abfälle" verzehren) und bei Fleisch beschränke ich mich eben auf 2-3 Portionen pro Woche und das dann eher kleine Portionen. Ein Steak ist dann eher mal die Ausnahme.

    Milchprodukte habe ich abgesehen von Käse schon immer wenig gegessen.

    Erstaunlicherweise ist das für mich tatsächlich kein Verzicht, das hatte ich so nicht erwartet.


    Man sollte es zumindest mal für sich ausprobiert haben.


    Wir müssen in Deutschland nicht 100% Veganer haben und es müssen auch nicht 100% fleischarme Ernährung sein, am Ende kommt eben das raus, was alle 80 Millionen Leute zusammen essen. Aber irgendwie müssen wir da meiner Ansicht nach einen Trend hinbekommen. Freiwillig oder halt mit sanftem Druck (z.B. über den Preis oder Aufklärungskampagnen) *)


    (und vielleicht sollte man in dem Zusammenhang auch mal über die Anzahl an Katzen und Hunde in unserem Land nachdenken, die ebenfalls einen ziemlich hohen Ressourcenverbrauch haben und die Millionen streunenden Katzen verursachen auch erhebliche Schäden an Ökosystemen, weit mehr als z.B. Windkraftanlagen)


    MfG


    *) Es ist ja nicht so, dass eine Ernährungsumstellung in Deutschland Verzicht und Leid bedeuten würde. Ganz im Gegenteil befinden sich gefühlt wenigstens 50% der Leute in diesem Land über 50 Jahre in einem eher bedauernswerten körperlichen Zustand, Hauptursache für diesen körperlichen Verfall breiter Bevölkerungsschichten ist Bewegungsmangel und die aktuelle Ernährung.

    Stichwort Veganer und Vegetarier...würde ich dann der Stelle nochmal drüber nachdenken. Bio Fleisch ist vom Energie und Ressourcen Verbrauch noch schlechter als konventionell erzeugtes Fleisch, nur das das Tier halt nicht mit Antibiotika und Hormonen gespritzt wurde und anstatt nur im Stall auch mal eine Wiese gesehen hat.


    Viele Menschen die umweltfreundlich und ökologisch korrekt handeln wollen essen daher meistens einfach kein Fleisch, es ist eine Art Oxymoron, daher verkauft sich "Biofleisch" so schlecht, weil Leute die wirklich konsequent handeln wollen es weg lassen....

    Da ist teilweise was dran.


    Dennoch wird es Leute wie mich geben, die sehr wohl auch Fleisch essen und das teilweise auch für sinnvoll erachten. So muss z.B. der Wildbestand bejagt werden, auch Vegetarier nehmen idR Milchprodukte zu sich und Fleisch von Weidetieren mag z.B. bei Rindern bzgl Klimawirkung schädlich sein, steht aber nicht in direkter Nahrungsmittelkonkurrenz.


    Für mich lautet die Lösung eben maßvoller Konsum von Fleisch, darunter auch wenig Rindfleisch und eher weniger Milchprodukte und das was ich dann kaufe halt "Bio", soweit wie möglich. Esse ich z.B. Fleisch in der kantine dann ist das konventionell. Ich hatte mich darum bemüht auch hier Biofleisch zumindest gelegentlich optional anzubieten, aber dafür gibt es kein Verständnis (und den Leuten die dort essen mangelt es nicht an Geld).


    Nichts muss 100% perfekt sein und im Grundsatz wünsche ich mir, dass die Leute essen können und sollen was sie wollen, am Ende zählt was unterm Strich rauskommt.


    In Deutschland kommt derzeit unterem Strich eben 1,15kg Fleisch pro Nase und Woche raus, darunter fast ausschließlich Billigfleisch produziert unter Bedingungen, bei denen niemand seinen Hund halten würde, was wir aber für Schweine vollkommen okay finden, obwohl Schweine wohl klüger sind als Hunde.

    Auch die schiere menge ist weder gesund (siehe die Epidemie unserer Volkskrankheiten, natürlich auch durch übermäßigen Konsum anderer Produkte wie Zucker hervor gerufen und enormem Bewegungsmangel) noch ist das nachhaltig für unser Grundwasser, unser Klima und unsere Ökosysteme.


    Ich verstehe nicht, warum man so ein Verhalten verteidigen will.


    Würden wir uns durchschnittlich auf meinetwegen 300-500g Fleisch pro Woche einpendeln und dafür Biofleisch essen, mehr Geflügel als Rind und Schwein, dann wären das große Vorteile bzgl. Ökosysteme, Gesundheit und auch im Umgang mit eben diesen Tieren. Wenn dann einer das doppelte davon isst und der andere nichts passt der Schnitt ja immer noch.


    Meine Frage: wie kommen wir da hin?


    Ich würde sagen, Billigstfleisch darf nicht mehr so billig sein, da stecken viel zuviele versteckte Subventionen drin.


    Ich habe nichts gegen Landwirte. Die sollen natürlich auch leben und Geld verdienen, das ist ihr Beruf. Sie sollen das aber tun können, ohne unsere Ökosysteme zu zerstören und ohne die Tiere wie "Dinge" in einer Fabrik behandeln zu müssen, um dem Handeln und dem Konsumenten den Billigstpreis ermöglichen zu können.


    Hat man die Tierzucht dementsprechend reduziert ist automatisch auch mehr als genug Fläche übrig um Landwirtschaft weniger effizient und dafür nachhaltiger zu gestalten. Das Argument mit dem Hartz IV Empfänger sehe ich nicht. Ich glaube kein Land der Welt gibt prozentual weniger für Lebensmittel aus als die Deutschen. Sollten durch nachhaltige Landwirtschaft (und weniger Fleischkonsum) die Lebensmittelpreise für eine gesunde Ernährung dann doch insgesmat leicht ansteige erhöht man halt den ALG II Satz.

    Die eingesparten Kosten im Gesundheitsystem und die eingesparten Folgekosten für Schäden am Ökosystem dürften das um Größenordnungen übersteigen.


    So ein Wandel ist möglich, wenn man will. Man sehe sich Vegatarier und Veganer an. Vor 10 Jahren waren das ein paar Spinner, die irgendwo im Ökoladen einkaufen mussten. Heute kann ich solche Produkte im Supermarkt us Eck kaufen, weil es ca. 7 Millionen Vegetarier und 1 Million Veganer gibt.

    Ich bin weder das eine noch das andere, profitiere aber dennoch davon. Ich kann auch ein Chili Con "carne" mit (Bio)Soja essen und das schmeckt auch gut oder mir Humus aufs Brot schmieren statt Wurst.


    Das sind reale und funktionsfähige und simple (und gesunde) Lösungen für die Ernährungsproblematik des 21. Jahrhunderts. Freiflächen PV mit Wiese unten drunter verbieten zu können zum Erhalt von Ackerflächen ist zumindest aus ökologischen Nachhaltigkeitsaspekten betrachtet (andere Gründe mag es ja geben) einfach nur dumm. Das kann und soll man auch nicht beschönigen.


    MfG

    Deutschland hat 20% die die Grünen wählen, geschätzt 50% Tierschützer und Tierliebhaber und vermutlich 80% finden die industrialisierte Massentierhaltung und Tierquälerei doof.


    Der Anteil an Biofleisch am gesamt verkauften Fleisch liegt in Deutschland bei 1 Komma irgendwas Prozent.


    So wichtig ist das Tierwohl dann doch nicht. Für den eigenen Hund und die Katze (die um Größenordnungen mehr Vögel töten als Winkraftanlagen) werden Milliarden ausgegeben, die intelligenteren Schweine halten wir in engen Käfigen.


    Muss halt billig sein.


    Vielleicht nur 1/3tel des Fleisches essen und dafür das dreifache ausgeben? Das würde gewaltige Vorteile beim Umwelt und Klimaschutz bringen, man könnte problemlos 90% Ökolandbau betreiben und soviel PV Freiflächen bauen wie man lustig ist.

    Und gegenüber den Tieren wäre es ethisch ein signifikanter Gewinn.

    Wir würden dadurch länger und deutlich gesünder leben.


    Aber man kann sich halt nicht jeden Tag drei Portionen Wurst für ein paar Cent reinpfeffern und 2x die Woche 1kg Billigfleisch auf den Grill werfen und fressen bis sich die Wampe über den Gürtel wölbt.


    Das macht nicht jeder, aber es beschreibt schon das Verhalten von zig Millionen...

    Deutschland produziert auf grob 6 Millionen ha Anbaufläche jährlich zwischen 40 und 50 Millionen Tonnen Getreide.


    Die 6 Mio ha entsprechend dabei nur etwas weniger als 1/3 der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland.


    Pro 80 Mio Einwohner ernten wir also 500kg bis 625kg Getreide pro Jahr mit einem Nährwert von ca. 1,5Mio bis 2 Mio kcal.


    Das macht mal eben runde 5000kcal pro Tag und Nase nur an deutscher Getreideernte, genügt also um doppelt soviele Menschen satt zu bekommen.


    auf den anderen 2/3tel der landwirtschaftlichen Fläche ernten wir auch noch allerhand und könnten so in Summe alleine mit unserer aktuellen Ernte durchaus 200 bis 300 Mio Menschen ernähren.


    Unterm Strich ernähren wir uns bilanziell gerade mal so selbst, unter Berücksichtigung der Futtermittelimporte sind wir sogar Nettoimporteur von Agrarfläche.


    Wie kommt es? Einen Teil davon macht die Erzeugung von Biomasse zur energetischen Verwertung aus, "Biodiesel" und Ethanol zu erzeugen und dann im Verbrennungsmotor zu verfeuern ist einfach nun mal eine unglaublich ineffiziente Technologie. Die Photovoltaik mit Elektroauto ist da mehr als hundertfach überlegen, wenn es darum geht Sonnenlicht in Bewegung zu wandeln.


    Der noch größere Verbraucher von Lebensmitteln in Deutschland ist aber die Tierhaltung. Die Produktion von Milchprodukten, Rindfleisch (mit Futtermitteln gemästet), Schweinefleisch & Co verschlingt den mit Abstand allergrößten Teil unserer Ernte. Geflügel ist etwas effizienter, zumindest wenn man die in wenigen Wochen ohne Auslauf heran mästet.

    Biofleisch ist bzgl. Futtermittelbedarf ineffizienter als das Fleisch aus "industrialisierter Produktion" mit Hormonen & Co...


    Daran gibt es wenig zu rütteln, es ist nun mal wie es ist.


    Genauso wie auf diesem Planeten nun mal 8 Mrd. Menschen leben und es in diesem Jahrhundert wohl 10Mrd +x sein werden.


    ein Teil des Bevölkerungsanstiegs basiert schon rein darauf, dass derzeit aufgrund der Demographie und verbesserten Lebensbedingungen weniger Menschen sterben als auch bei nachhaltiger Geburtenrate geboren werden.


    Selbstverständlich haben einige afrikanische und nahöstliche Länder massive Probleme mit einer nach wie vor viel zu hohen Geburtenrate und das wird diesen Ländern massiv schaden bis hin zu Krieg und Völkermord.

    Global betrachtet haben diese "in Zukunft zu viel geborenen" aber keine große Relevanz. Entscheidend für die Übernutzung des Planeten sind WIR und nicht das in 10 Jahren geborene Kind in Nigeria.


    Geburtenkontrolle ist immens wichtig (bzw als bekanntlich maximal erfolgreichen Weg dahin die Rolle der Frau in der Gesellschaft zu stärken), aber es ist nicht mal im Ansatz eine Lösung für unsere Hauptprobleme.


    Ziel für das 21. Jahrhundert muss sein, 10 Mrd Menschen einen guten bis wenigstens passablen Lebensstandard zu ermöglichen. Ich hoffe sehr, dass niemand das ernsthaft abstreiten möchte.

    Dazu gehört auch individuelle Mobilität und eine gesunde und reichhaltige Ernährung.


    Neben den 10 Mrd Menschen werden wir im 21. Jahrhundert 2 Mrd. PKW sehen. Das ist immer noch deutlich weniger als das was wir uns an PKW pro Kopf gönnen.

    Diese PKW werden keine Verbrennungsmotoren haben. Sollte es nicht so kommen und wir in den kommenden Jahrzehnten 2 Mrd PKW haben, die alle jedes Jahr pro Stück rund 1 Tonne Erdölprodukte verfeuern, dann werden unsere Ökosysteme kollabieren. Jeder Politiker und Wähler mit einem Minimum an Gehirn (ich erwarte noch nicht mal Empathie) muss zu der Einsicht kommen, dass es dazu einer anderen technologische Lösung bedarf.


    Vergleichbares gilt für das Essen. Der durchschnittliche(!) Deutsche konsumiert pro Woche 1.150g Fleisch, überwiegend Schweinefleisch.

    Auch andere Nationen streben "uns" nach, sie kopieren auch unseren westlichen Ernährungsstil, so unglaublich bescheuert das auch sein mag: Die Produkte des Coca Cola Konzerns alleine töten meiner Meinung nach deutlich mehr Menschen pro Jahr als alle Terroristen zusammen.


    Ich habe oben die Lancet Studie zitiert, wo sich Fachleute genau damit auseinandergesetzt haben, was einerseits gesund und reichhaltig, andererseits aber auch nachhaltig für 10 Mrd Menschen produziert werden könnte und das verglichen mit dem was die Leute in einzelnen Weltregionen heute so essen.


    Die Empfehlung ist keine fleischlose Ernährung, aber eine fleischarme.


    Dass so eine Art der Ernährung zu hoher Gesundheit und sehr langem Leben führen kann zeigt z.B. die traditionellen Ernährung der Leute auf Okinawa.


    Generell zu Diäten im Wortsinne.


    Ich bin da auch kein Experte und wäre ich einer so gäbe es doch 100 andere die was genau anderes erzählen würden.


    Grundsätzlich ist low carb nicht ungesund, genauso wie auch high carb nicht ungesund ist. Es kommt vielmehr darauf an, welche Kohlenhydrate man isst, genauso wie auch die Qualität der Fette eine Rolle spielt. Homo sapiens ist da sehr vielseitig, allerdings ist unser Körper schlichtweg damit überfordert, mit 100g raffiniertem Zucker auf einem Schlag klar zu kommen, genauso wie Transfette & Co nicht die beste Idee sind, wenn man nicht mit 30 streben will sondern mit 90 und das mit gesundem Herz-Kreislaufsystem.

    Wer heute fettleibig ist oder am metabolischen Syndrom leidet oder an sonstigen "Volkskrankheiten", ist das ganz gewiss nicht weil er früher zu wenig Fleisch gegessen hat, sondern wohl eher zu viel von anderem Zeug bzw sich nicht bewegt hat.


    Low carb hilft definitiv adipösen Leuten gut beim Abnehmen, vor allem denen mit einer durch die Fettleibigkeit und ggf Diabates Typ II vorhandenen Insulinresistenz. Es spricht daher auch nichst dagegen sich so zu ernähren.


    Low carb benötigt keine großen Fleischmengen, auch pflanzliche Produkte haben Eiweiß und Fette. Eine fleischreiche Ernährung gilt idR nicht als gesund, das zuviel an Proteinen belastet z.B. die Nieren ziemlich stark. Den Preis der sehr fleischreichen Ernährung zahlt man nicht sofort sondern später im Alter. Meine Strategie ist nicht nur spät zu sterben, sondern bis dahin dann auch noch gesund zu bleiben.


    Über das kann man sich natürlich streiten und das Them ist viel zu persönlich um hier eine Einigung zu finden. Was man aber nicht großartig diskutieren muss sind die Auswirkungen dieses Flischkonsums auf den Resourcenverbrauch auf unserem Planeten.


    Wer also über den Flächenbedarf von PV Freiflächen schimpft verarztet bei einem Menschen dem gerade das Bein abgetrennt wurde die Schürfwunde am Ellbogen, während er die Blutfontäne aus der zerschnittenen Oberschenkelarterie ignoriert.

    Das ist dummes Handeln.


    Die Schuld für unsere von uns erzeugten Ressourcenprobleme auf ungeborene Afrikaner abwälzen zu wollen ist einfach nur billig.


    MfG

    Eine nur halbwegs gut gemachte PV Freiflächenanlage ist eine Artenschutzoase in unseren heutigen Agrarwüsten.


    1ha PV ersetzt 100ha Maisanbau für Biogasanlagen.


    PV aus Freiflächen ist deutlich billiger als PV auf Dächern.


    Den PV Zubau in Deutschland extra zu begrenzen ist das wahre Verbrechen an der Menschheit.


    Wer sich um die Ernährung von 10 Milliraden Menschen wirklich Sorgen macht der blicke aud den eigenen Teller.


    Man kann 10 Mrd Menschen problemlos nachhaltig ernähren und sogar viel gesünder als heute, aber eben nicht mit der deutschen Durchschnittskost.


    Siehe: https://www.thelancet.com/commissions/EAT


    MfG

    Kommen mit Teilverschattung gut klar. Was heisst das schon?

    Man muss so ein Modul in Kombi mit dem Lader halt mal real verschatten und schauen was passiert.

    Wenn dann das 205W Solarmodul unverschattet 150W liefert was ist dann "gut" mit z.B 15% Schatten? 100W? 50W? 20W?

    Ich kann es Dir nicht sagen was im Einzelfall passiert aber ich fände dann 100W okay und 20W nicht. Mit drei Modulen und drei MPP hast Du dann mehr als 100W wenn nur eins betroffen ist. Mit einem Modul???


    Mit faltbar meine ich z.B. zerleg- und stapelbar. Also aus 3x 80cmx60cm wahlweise eben 80cmx180cm machen zu können aber auch nur 60cmx80cm.

    Ob mans braucht? Ist konstruktiv halt schwierigee und etwas teurer und schwerer.


    Natürlich ist es Dein Projekt. Mein Senf basiert auch nicht auf realen Einsatzerfahrungen. Gerne kannst Du die fragen die es bereits getan haben...


    Ich muss keineswegs recht haben. Gerne lerne ich noch dazu auch fürs eigene Projekt.


    Die Suntrip Erfahrungen muss man sich mühsam zusammen suchen. Für 2018 müsste Justin eigentlich alle Daten haben. Für mich ist das meuste dort nicht so spannend, da überwiegend andere Fahrzeugkonzepte und auch Philosophien dahinter stecken. Ein Solarmodul am Trike Dach hat nicht die Verschattungsprobleme wie eins am Hänger und auch da spielt die Position eine Rolle. Dafür wäre am Hänger eine automatische 1-Achs Nachführung denkbar...

    10mm dicke Polycarbonat Stegplatten waren mein erster Versuch, da recht leicht und steif und einfach zu verarbeiten. Leider kommen die bei den Temperaturen im Sommer nicht gut klar, die Wärmeausdehnungskoeffizienten sind sehr unterschiedlich und das PC verbiegt sich. Ich wollte die Module darauf schwimmend lagern mit U-Profilen am Rand (Modul nur geklemmt) und einer Kombi aus Magneten und Stahl Unterlegscheiben in den Zellzwischenräumen). Ich war eben nicht zufrieden. Mein nächster Versuch wird Aluflex. Wenn Solbian eine Fertiglösung mit GfK hat und die leicht ist, dann wäre das sicher eine gute Option.


    Ich rate davon ab nur ein Modul zu nehmen. Die Verschattung ist nicht ohne, grob betrachtet kommt nun mal zu 1/4 der Zeit die Sonne von vorne, dann geht Deine Modulleistung auf wenige Prozent zurück. Außerdem hat man mit zusammenlegbaren Modulen mehr Optionen bei Transport und Verstauen oder schwierigem Gelände.


    Im verlinkten Thread von endless sphere gibt es Verschattungsanalysen. Das ist aber für Kalifornien. Bei uns steht die Sonne idR tiefer.


    Unterm Strich musst Du Dir halt klar werden was Du haben möchtest. Soll der Solarhänger vor allem auch als Gesprächsaufhänger dienen und halt ein bissl was dazu liefern, dann kann man da entspannter ran gehen. Willst Du aber wirklich Energieerträge davon haben und bist für die Reise auf diese Energieerträge auch angewiesen, dann würde ich das auch optimieren und zwar so gut wie möglich.

    Man kann sich ja auf der thesuntrip Seite eine gewaltige Vielzahl an Fahrzeugen anschauen. Ich habe die Rennen ein bisschen verfolgt und es sind viele Fahrzeuge dabei, die nicht wirklich schnell sind und nicht sonderlich weit kommen trotz dem ganzen Gedöns.


    Und immer das Gewicht im Auge behalten! Einspuranhänger kann man nicht beliebig beladen, irgendwann wird das ungünstig zu fahren. Der Kleinkram summiert sich sehr schnell auf. Überall wo man auch nur 100g sparen kann würde ich das auch tun.


    PS: Ein paar Tests zum Genasun hatte ich hier mal eingestellt:

    Kleiner, leichter MPP Laderegler für Li-Ionen Akku?


    MfG


    FelzenSolar .


    Kannst Du etwas dazu sagen, wie gut Dein China MPPT beim tracking ist? Ich hab zwei andere angebliche MPPT aus China und die kann man bei wechselnder Verschattung komplett vergessen im Vergleich zum Genasun, die finden ewig nicht den neuen MPP und brechen für mehrere Sekunden auf fast 0W ein. Sowas kann man mobil vergessen. Vielleicht ist dieser hier aber besser.


    Wie waren denn die 4 50W Module auf dem Hänger angeordnet. Zumindest dem Modul am nächsten zum Fahrer mit dem meisten Schatten würde ich einen eigenen MPP geben. In Deinem Vergleich hat man quasi nur seriell vs parallel verglichen, aber in beiden Fällen eben nur einen einzigen Modulstrang. Der Witz ist ja vielmehr bei Teilverschattung mehrere Stränge mit eigenem MPP zu haben.


    Hast Du noch Bilder von Hänger und dem gesamten Zugfahrzeug, so dass man die Verschattungssituation besser einschätzen kann? In welchem Zeitraum wurde denn gefahren? (wobei jetzt auch Mittags die Sonne noch recht flach steht)


    Gibt es Aufzeichnungen der Messwerte z.B. via Datenlogger? Kannst Du die zur Verfügung stellen? Oder wenigstens die Gesamtwerte um mal die Grössenordnungen zu sehen. Die Fahrten erfolgten hintereinander um 1.5h verschoben? Wie war denn das Wetter?

    Vergleichbar?


    Ich selbst werde mit meinem eigene Projekt jetzt vermutlich eine Ecke weiter kommen. Gestern bin ich bzgl. Gebrauchtkauf eines weiteren zum Umbau geeigneten Gefährts (ich will welche die ich als 45km/h s-Pedelec versichern kann, Motor bis 25km/h ist mir für ein solche Projekt zu langsam) einig geworden und es zeichnet sich ab, dass ich Zugriff auf einen 3,2kg leichten Direktläufer bekommen kann. Dazu dann die komplette Ausstattung von GRIn mit Phaserunner, Cycle Analyst 3.1 mit spezieller Solar Firmware, Solar Messshunt, NTCE Tretlager, Datenlogger und Cycle Satiator als 360W Netzladegerät (100% Solar strebe ich garnicht an). Das ginge natürlich auch alles mit meinen BionX Räderen, das Problem ist nur, dass ich die für eine lange Reise außerhalb Europas nicht verwenden möchte, da ein Großteil der Technik im Motor selbst steckt und das auf Tour sehr mühsam bis unmöglich wird, hier was zu reparieren bzw. alle Ersatzteile vorzuhalten. Zum Öffnen eine BionX Motors muss man den Motor ausspeichen und braucht dann einen Abzieher. Bei einem externen Controller nehm ich einfach einen zweiten Controller mit 240g mit und stecke den um. 5 Minuten später kann es weiter gehen.


    Derzeit überlege ich, wieviel ich von meinem Modulen am Rand abschneiden darf.


    Gibt es dazu Erfahrungen mit dem Zuschnitt von laminierten Modulen (in meinem Fall ETFE und Fiberglas)? Dass ich keinen Druck ausüben darf ist klar, werde mich mangels Werkstatt dann vermutlich langsam mit dem Dremel durchsägen oder durchschmelzen.

    Bei GRIN gibt es auch einen chinesischen MMPT Boost lader für weniger Geld als die Genasun Teile kosten:


    https://www.ebikes.ca/solar-mppt-boost-converter.html


    Prinzipiell wäre ich da skeptisch, aber eigentlich verkaufen die keinen großen Mist und Justin sowie Ann-sophie sind in 2018 auch einen Teil des Suntrip mit einem ziemlich wilden Tret-Ruder-Tandem und 500W Solarmodul mitgefahren:


    https://endless-sphere.com/forums/viewtopic.php?f=6&t=93482


    Die meisten Sachen von GRIN bekommt man in Deutschland gut über https://www.ebike-solutions.com/, wenn man nichts elber importieren will (was dank CETA aus Kanada mittlerweile schon recht entspannt klappen sollte, für die Schweiz weiß ich es nicht). Einfach anfragen.

    Frag auch nach was sie zur Versteifung empfehlen. Würde mich auch interessieren.


    Auch die billigen Module funktionieren (nur PET würde ich meiden), auch die meinen funktionieren trotz der Zellrisse, es ist halt einfach eine Abwägung.


    Ich halte eine Testreise für wichtiger als das perfekte Modul.