Beiträge von cephalotus

    Ich hätte nicht erwartet, dass die Tesla Akkus trotz SC relativ langsam altern und Fahrzeuge trotz häufiger Nutzung des SC selbst nach 300.000km noch fahrbar sind. Angesihcts dessen was man gekauft hat ist das Jammern auf hohem Niveau. Tesla hat sich ja damals den Weg der anderen OEM gespart und ist gleich mit Hochkapazitäts "Consumer"zellen in die Fahrzeuge gegangen und das hat besser funktioniert als die meisten (mich eingeschlossen) glaubten.


    Tesla hat nie eine Kapazitätsgarantie für die damaligen Akkus gegeben.


    Wahrscheinlich würde man die Akkus heute auf Kulanz tauschen, WENN der Markthochlauf so schon exponentiell funktioniert hätte wie man sich das damals erträumte. 100 neue Kunden erzeugen genug Gewinn um Fehler bei einem Altkunden auszubessern, aber der Markterfolg war halt doch nicht ganz so hoch.

    Ich glaube beim Tesla Roadster hatte man das noch gemacht, da wurde ja angeblich ziemlich viel auf Kulanz getauscht.


    Zur Panasonic PD (einer der Zelltypen im Tesla Roadster) gibt es eine sehr ausführliche Alterungsanalyse. Wer es nicht lesen will: Kalendarische Lebensdauer ist gut, Zyklenlebensdauer auch gut, kurze aber hohe Rekuperationsströme sind kein Problem. Was die Zelle aber schädigt ist Schnellladen, egal ob U-I, gepulst, Tesla SC Version (auch getestet) oder sonstwas. Das können diese Zellen einfach nicht ab.


    Die Zellen im Tesla S sind eine Nachfolgergeneration. Es wäre natürlich besser dazu auch Alterungstest zu haben, solche sind aber nicht publiziert. Man kann aber zumindest vermuten, dass sich die grundlegenden Eigenschaften nicht wesentlich verändert haben. An der Anode ist etwas Silizium dazu gekommen, typischerweise erhöht das die Energiedichte aber zu Lasten der Zyklenzahl.

    Des Tesla Argument war zumindest in meiner Wahrnehmung, dass Kühlen den Zellen beim Schnellladen hilft.

    Tut es ja offensichtlich auch, aber dennoch scheint Schnellladen halt doch die Alterungsprozesse zu verstärken. Zaubern können sie bei Tesla scheinbar halt auch nicht.


    Ob es die anderen OEM besser können wird man sehen. Wobei Zellen wie im Ionic z.B. trotz "nur" 70kW ja bei den eher kleinen Zellpack auch schon gequält werden. Es sollte da also von Vielfahrern auch bald mal Erfahrungen geben.


    Hier die Analyse zum Alterungsverhalten der Panasonic NCR18650PD im Automobilbereich:


    https://mediatum.ub.tum.de/doc/1355829/file.pdf


    Ab S. 85 geht es um Alterung der Zellen beim Laden.


    mfG

    Tesla rechnet sich wie viele andere einfach die gefertigten PV Module &/ Projekte weltweit an an. Wer die dann bezahlt und wo verbaut hat, ist ja unerheblich. Das machen wir auch so. von den Gesellschaftern ist nur einer bei, der mit PV Strom etwa anfangen kann (Umwelt-Bilanz) . Selbstverständlich speisen wir allen Strom ein, aber zurechnen tut sich das nur ein Gesellschafter....

    Es spricht nichts dagegen, sich den Strom aus eigenen(!) PV Anlagen anzurechnen. Aber natürlich rechnet man sich nicht verkaufte Module an, das macht niemand.

    - Wo also stehen die PV Anlagen, die Strom für Tesla erzeugen?

    - Wieviel Strom braucht die Gigafactory 1? (eigentlich schreibt er ja sogar von "Energie", nicht von Elektrizität). Also ergänzend: wieviel Gesamtenergie braucht die Gigafactory 1?

    - Man kann doch nicht einfach solche Behauptungen raushauen "100% Tesla Solarstrom" ohne das nachzuweisen. Und die ganze Welt erstarrt vor Erfurcht, wie geil der Musk doch ist.


    Hätte er gesagt 100% "Ökostrom" hätte man das glauben können, dann kauft er sich halt irgendwas zertifiziertes ein, das machen die deutschen Unternehmen auch so. Aber das ist im ja nicht genug. 100% Tesla Solarstrom.

    Bilanziell lasse ich mir das natürlich auch eingehen, aber Mengenmäßig sollte es schon auch passen.

    Kann mir mal jemand diese "wir versorgen uns künftig rein mit Solarstrom" Geschichte von Musk erklären?


    Hier mal ein paar Zahlen:


    https://www.auto-motor-und-sport.de/...-fotos-fakten/



    Die Fläche ist 530.000m² und die installierte Leistung soll 70MWp sein. Die Module müssen also wohl ziemlich flach montiert werden.

    Die Produktionskapazität sollte 54GWh an Zellen pro Jahr erreichen. (Dass es derzeit einen Baustopp gibt ignorieren wir mal)



    Wenn ich Ertragszahlen aus PVGIS für Reno bei 10° Neigung nach Süden nehme macht das im Jahr ca. 112GWh an Solarstromproduktion für eine 70MWp Anlage. Nehmen wir mal an, Tesla geht es nur um die jährliche Bilanz und nicht um den tatsächlichen Nutzen des eigenen Solarstroms macht das ziemlich genau einen Stromerzeugung von 2kWh Strom für 1kWh Akkupack (inkl. dem was sonst noch in der Fabrik so gebaut wird)


    Die hier sprechen aber auf S. 44f von derzeit ca. 100kWh Stromverbrauch für die Produktion von 1kWh Akkupack und künftig von 50kWh für 1kWh Akkupack.


    https://www.agora-verkehrswende.de/f...oautos_WEB.pdf


    Entweder ist da jetzt an irgendeiner Stelle ein erheblicher Fehler oder eine falsche Annahme oder ich hab was übersehen, oder die Tesla Angaben sind einfach nicht glaubwürdig. Dass Tesla beim Strombedarf 25x effizienter ist als die neu gebauten Fertigungsstätten der Konkurrenz kann man sicherlich ausschließen.


    Ich finde es trotzdem gut, wenn sie dann eine PV Anlage drauf bauen (WENN sie es jemals tun), aber dass man einen Energie intensiven Fertigungsprozess wie eine Batteriezellfertigung nur mit dem Solarstrom von Dach betreiben kann hätte mich schon arg gewundert.


    Meinungen dazu oder wurde das gar hier schon mal durchgerechnet?


    Edit:


    Hier gibt es schon eine Rechnung und man sieht auch ein Bilder von ein paar Modulen:

    http://euanmearns.com/powering-the-tesla-gigafactory/


    Vor allem der Strombedarf dort für die Zellproduktion weicht extrem ab von sonstigen Angaben und das ohne weitere Quellenangabe.


    Interessant am Rande übrigens auch der Parkplatz, siehe:


    https://www.teslarati.com/tesl…del-3-battery-production/


    Wenn man in den USA so eine Fabrik irgendwo mitten in die Wüste setzen kommen die Angestellten natürlich überwiegend mit ihren fetten Autos angefahren. Das rechnet sich natürlich niemand in die Ökobilanz rein (auch nicht die deutschen OEM), kann einem aber schon auch zu denken geben.


    MfG

    Vom Akku geht keine Leitung zum Motor, da sitzt noch ein Controller dazwischen.


    zwischen Akku und Controller kannst Du gehen, außer das spezielle System kann das nicht leiden. Dazu müsstest Du aber erstmal erzählen womit Du fährst. Zwischen Controller und Motor an die Phasenstromleitung kannst Du garantiert NICHT gehen.


    Ein simples Stepup DC Boost Gerät funktioniert übrigens idR nicht. Dieser erwartet einen Mindeststrom am Eingang, bekommt er den nicht bricht die Modulleistung auf Null zusammen. Gute Boost Laderegler baut Genasun.


    MfG

    Naja, ich bin auch dafür PV und Wind weiter bzw viel mehr auszubauen, aber wir haben jetzt schon etwa 60GW Wind und fast 50GW PV installiert, so langsam müssen wir uns - ob wir wollen oder nicht - gerade wenn wir den Ausbau erhöhen/beschleunigen wollen - Gedanken machen über irgendeine Form von Speicher bzw Verwertung der Lastspitzen die über dem liegen was gebraucht wird,

    2-3% der Stromerzeugung aus Sonne und Wind kann man am besten auch einfach nur wegwerfen. Es macht überhaupt keinen Sinn, die Stromnetze auf Spitzenerzeugungszeiten auszulegen und es macht auch keinen Sinn z.B. Elektrolyseure für 100 Stunden im Jahr zu bauen.

    Bis 2025 gibt es nur ein Bundesland, bei dem Stromüberschüsse aus EE an wenigstens 1500 Stunden im Jahr auftreten werden und das ist S-H.


    Erstmal gehen wir aus den AKW raus, dann ist wieder etwas Luft. Auch ein paar GW Kohlekraftwerke kann man schnell abschalten und schon passt wieder sehr reichlich Solar- und Windstrom in die Netze.


    Außerdem gehört ein Großteil der Biogasanlagen aus der Grunderzuegung 24/7 rausgenommen.


    Was wir brauchen ist ein zügiger Ausbau von Wind und PV, eebnso brauchen wir einen zügigen Ausbau von Netzen. Der Kohlausstieg erfolgt automatisch in kürzester Zeit, sobald CO2 einen angemessenen Preis bekommt. Das sieht man wunderbar an UK. Ganze 5 Jahre hat es gedauert.


    Zum Ausgleich der Volatilität brauchen wir keine großartigen neuen Speicher sondern hoch flexible Residuallast, das macht man derzeit am besten mit Methan.


    Das ist wirklich alles kein unlösbares Hexenwerk, man muss aber schon wollen.


    MfG

    Ich bin dem Link gefolgt, diese Grafik zum Beitrag ist zumindest für mich eher beunruhigend - roten Balken (Global - current intake) sprechen doch eine sehr deutliche Sprache. Das kann so wohl eher nicht gutgehen. Inwieweit da schon die aktuellen und absehbaren klimatischen Veränderungen "eingeflossen" sein mögen ???


    Werden "wir" diese so selbstverständlichen Verhaltensweisen nach ein paar erklärenden Worten einfach aufgeben ? Wir, wenn es tatsächlich ans verhungern geht, lassen doch nachweislich den "Anderen" den Vortritt.

    Ich probiere eine sehr ähnliche Diät seit Anfang 2019 aus. Ursprünglich aus Gesundheitsgründen basierend auf dem "Ernährungskompass" von Bas Kast (mein Ziel ist mit 80 noch einen Marathon laufen zu können) und diese Diät, obwohl aus einem anderen Ansatz stammend, stimmt ziemlich genau mit den Ernährungsvorschlägen von Lancat überein.


    Vor allem hat mich interessiert wie schlimm es mir wohl fallen würde, meinen Fleischkonsum auf 300-400g pro Woche zu drosseln. Da ich ein starker Fleischesser bin dachte ich mir das wäre schon extremer Verzicht. Tatsächlich ist es bisher total easy, hätte ich so nicht gedacht und ih kann mir vorstellen, das auch den Rest des Lebens dann so durchzuziehen.


    MfG

    Moin liebe Community,

    im Rahmen meiner Bachelorarbeit ( Thema Elektromobilität) beschäftige ich mich auch sehr viel mit der "Energiewende", dabei stoße ich immer wieder auf das Thema Eigenstromproduktion. Nach meinem logischen denken, wäre die Eigenstromproduktion eine wirklich sinnvolle Möglichkeit die Energiewende zu bestreiten, der Strom wird dort produziert, wo er auch gebraucht wird, dadurch entfallen viele Infrastrukturelle neubauten und somit auch kosten.

    Die nötige Infrastruktur bemisst sich am Höchstbedarf, nicht am durchschnittlichen.


    Angenommen die Höchstlast bei einem Haushalt liegt an einem Dezmeberabend um 20:00 Uhr dann bringt einer Solarstromanlage keinerlei Reduktion der Infrastrukturkosten.


    Hat man mehrerer Häuser mit PV Anlagen, dann ist augrund deren gleichzeitiger Erzeugung unter Umständen die Netzbelastung in Zeiten maximaler Einspeisung höher als die bisherige Jahreshöchstlast beim bezug, die sich bei meheren häsuern meist gut glättet (Summenlastprofil).

    Das bedeutet, das durch dezentrale Solarannlagen neue Kosten entstehen.


    Aktuell verkauft die Branche bevorzugt mit dem Eigenvebrauchsargument. das führtd azu dass PV anlagen zu klein gebaut werden und Geld in Speicher gesteckt werden, die die Netzbelastung nicht reduzieren, dafür das latsprofil erratisch machen und so Zusatzkosten erzeugt bei reduziertem Nutzen für die Energiewende.


    es wäre für die Energiewende wesentlich besser, billiger und umweltfreundlich, wenn die Leute sich 15kWp PV Anlagen aufs Dach schrauben würden statt 5kWp Anlagen mit 10kWh Speicher dazu für dasselbe Geld.


    Ein Lösungsansatz wäre, wenn künftig auch bei Haushaltskunden die Netzkosten nicht über den Arbeitspreis, sondern Lastabhängig (Einspeisen und Bezug) monatsweise abgerechnet würden. Dann gäbe es auch Anreize, die Speicher klüger und vielfältiger zu nutzen. Auf dei vollkommen bescheuerte EEG Umlage auf Eigenverbrauch könnte man dann bei Haushaltsverbrauchern verzichten.

    Du solltest in diesem Fall die Studie lesen, dann wird auch die Position zu CCS wesentlich klarer. -95% ist halt um eiin paar Grödenordnungen schwieriger als -80%. Alleine die Landwirtschaft braucht dann mehr oder weniger das Budget auf, da iwrd es so schwer, wenn auch noch Industrieprozesse dazu kommen.


    Von technischer CO2 Abscheidung aus der Luft wird eigentlich abgeraten, da vie zu teuer. Man muss es aber in vielen situationen tun, weil amn ansonsten nicht auf die -95% kommt. Vor allem fehlen dann schlichtweg die CO2 Quellen aus denen man es sonst nehemn könnte.

    Flugzeuge in 2050 werden mit Kerosin fliegen. Flugzeuge die heute geordert werde, werden 2050 immer noch fliegen.


    Einige der Akteure im Bereich kalter Netze sind mir bekannt. Nicht bekannt sind mir Projekte, bei denen so ein kaltes Netz ökonomisch bessere Ergebnisse bringt im Vergleich dazu, die Wärmepumpen der Haushalte ganz schnöde und einfach mit Wärmequellen aus der unmittelbaren Umwelt zu versorgen.

    Wenn dann machen die Dinger dort vielleicht einen Sinn,wo industrielle Abwärme auf niedrigem Temperaturniveau bedarfsgerecht anfällt und das auch noch garantiert über Jahrzehnte und wo hat man das schon?

    In meinen Augen ist das ein Ding, das für Laien auf den ersten Blick gut klingt, aber wirtschaftlich in der breiten Anwendung einfach nicht funktioniert und auch nie funktionieren wird.


    Eine der Kernaussagen für mich ist, dass viele Technologie,n, die für -80% interessant sein könnten in technologische Sackgassen führen und das -95% Ziel quasi unmöglich machen. Wer heute sein Gebäude so saniert, dass es nicht in eine 0 Emissionswelt passt wird sein Gebäude nicht in 20 Jahren nochmal sanieren.


    Eine weitere Kernaussage ist, dass man zwar in der Überlegung mit Wasserstoff und syn Kraftstoffe spielen kann, in der Praxis es dann aber kaum realitisch ist, diese Mengen in Deutschland zu erzeugen, weil schlichtweg keine Akzeptanz für die dann nötige Infrastruktur besteht. Es erscheint vielversprechender, die Elektrizität aus Wind und Solar möglichst effizient zu nutzen.


    Was mir an Optionen fehlt ist grünen Wasserstoff zu importieren, z.B. aus russischen Erdgas erzeugtes. Den Kohlenstoff des Methans muss man dann in fester Form abspalten und vergraben. Natürlich macht das erst dann Sinn, wenn wir hier in Deutschland aufhören, Kohlenstoff aus der Erde raus zu buddeln und zu verbrennen (also noch fernab des Denkhorizonts der aktuellen Regierung), aber es wäre eine interessante Option.

    Vor allem wäre es ein Pfad, den auch ein Land wie Russland mitgehen könnte.


    -95% in Deutschland macht keinen Sinn, wenn in andren ändern kein ambitionierter Klimaschutz betrieben wird.Dann gibt es nämlich Kohlenstoffeintrag beim Stromaustausch und natürlich Verlagerungseffekte bei der Industrie.


    -80% kann Deutschland auch alleine machen.