Beiträge von elektronxyz

    Hallo,


    ich würde gern wissen, ob ich die gesamte PV-Anlage dem Betriebsvermögen zuordnen sollte, oder nur zum geschätzten Anteil der Einspeisung?


    Als Selbstständiger muss ich dabei eine Umsatzregelbesteuerung über die gesamten 20 Jahre annehmen.


    Das Thema wurde 2014 schon diskutiert. Seit dem hat sich jedoch die Einspeisevergütung und der Strompreis des Energieversorgers als Grundlage

    der Umsatzsteuerberechnung des Eigenverbrauchs deutlich geändert, sodass ich das Thema gern nochmal aufwärmen möchte.


    Hat dazu bereits jemand Erfahrungen?


    Vielen Dank

    Elektron

    Hallo,


    wenn Ihr die Anlage als GbR aufbaut, habt Ihr nur die Möglichkeit den "Hausstrom" als Eigenverbrauch abzurechnen, da nur in diesem Fall eine Personenidentität gegeben ist.


    Für den Strombedarf der einzelnen Wohnung könnt Ihr dann nur auf die "Mieterstromregelung" des EEG zurückgreifen. Es wird die volle EEG-Umlage fällig. Allerdings, bekommt Ihr einige Cent als Zuschuss für jede an die Wohnungen gelieferte Kwh. Zudem müsst Ihr dann als Energie GbR auch den Reststrombedarf beliefern. Der Papierkrieg dürfte nicht ohne sein.
    Allerdings kann man dann auch die vermieteten Wohnungen rechtskonform mit einbeziehen.


    Ob es sich unter diesen Rahmenbedingungen rechnet auch das NW Dach zu belegen, musst du nach Angebotslage entscheiden.


    Viele Grüße
    Elektron


    P.S.: Könntest du noch mitteilen, welche Leistung auf den einzelnen Dachflächen nach deiner Vorplanung installiert werden kann?

    Hallo,


    ich stand vor einem ähnlich gelagerten Problem.


    Mein Baubegleiter hat mich darauf hingewiesen, dass viele Kabel nur eine gewisse Länge ohne Befestigung hängen dürfen.
    Je nachdem wie deine Leerrohre liegen, könnte das zum Problem werden.


    Falls das Risiko besteht, dass die leitenden Teile deiner PV-Anlage von einem Blitz getroffen werden, muss das Kabel zum Potenzialausgleich (Haupterdungsschiene) blitzstromtragfähig sein. Das heißt, dass du 16mm² als Einzelader benötigst. Daher ist NYY-J 1x16 genau die richtig Wahl.


    Da sich dieses Kabel im Nachhinein schlecht verlegen lässt, würde ich es schon bei Bau mit verlegen und einfach in der Nähe des Hausanschlusskastens und auf dem Dachboden liegen lassen. Im Zweifel solltest du ruhig ein paar Meter mehr einbauen. Zudem lassen sich in während des Baus die Näherungsabstände auch einhalten. Optimaler Weise sollte das Kabel 80cm von anderen Kabeln oder Rohren entfernt liegen, um Überschläge zu vermeiden.


    Hast du schon eine Idee, wo die Wechselrichter aufgestellt werden soll? Wenn dies im Keller sein sollte, musst du beachten, dass die PV-Kabel brandgeschützt verlegt werden müssen, oder du brauchst zusätzlich einen Feuerwehrschalter im Dachboden. Soweit ich das richtig in Erinnerung habe, darf PV-Kabel nur einen 1m ohne Brandschutz im Gebäude verlegt werden, um Einsatzkräfte bei der Bandbekämpfung nicht zu gefährden.


    Viele Grüße
    Elektron

    Hallo,


    ich würde erstmal mit einem Verkauf an Dritte rechnen. Dabei musst du auf die Strommenge EEG + MwSt rechnen. Bei einer Anlage der Größe müsste das wirtschaftlich noch funktionieren. Eine kleinere Anlage zu bauen erhöht dir nur die Kosten pro KWp. Zudem sind deine Bewohner auch die meiste Zeit zu Hause, so dass du einen hohen Eigenbedarf generieren kannst. Da du mit hoher Wahrscheinlichkeit unter 20 MWh bleibst, wärst du auch nach der diskutierten Neuregelung der Stromsteuer nicht betroffen. Wenn diese Kalkulation aufgeht, bist du auf der sicheren Seite, so dass du bauen kannst.


    Trotzdem würde ich die Anlage dann an die Mietergemeinschaft vermieten und versuchen dies als Eigenverbrauch durchzubekommen. Diese würde dann auch als Betreiber auftreten und das wirtschaftliche Risiko des Stromertrages tragen. Also solltest du dann einen PV-Verantwortlichen festlegen, der auch den Zugang zur Anlage hat und die Website abrufen kann.
    Da entsprechend der gesetzlichen Regelung ein Betreiber auch den Betrieb beeinflussen können muss.


    Wenn das durchgeht winkt dir eine ordentliche Mehrrendite. Es habe gelesen, dass dies bei einer Wohnungseigentümergemeinschaft als Betreiber funktionierte hat, den Hausstrom als Eigenverbrauch abzurechnen, da dort die Personenidentität gegeben war. Da bei dir alles "Hausstrom" ist, könnte es klappen.


    Speicher lohnt sich zur Zeit noch nicht. Trotzdem würde ich einen DC gekoppelten Speicher in die Anlagenplanung einbeziehen, so dass du für den Wechselrichter einen Batterie geeigneten Ort wählen solltest.


    Viele Grüße
    Elektron

    Hallo,


    leider bin ich erst jetzt dazu gekommen mich mit dem Problem weiter zu beschäftigen.


    Trabi: Ja, es geht um den Potenzialausgleich des Modulfelds. Bei unserem Dach ist kein Blitzschutz vorhanden und auch nicht Vorschrift. Allerdings soll bei einem Einschlag der Schaden auf die PV-Anlage begrenzt sein und nicht andere Teile des Gebäudes beeinträchtigen. Daher meine Frage nach den Trennungsabständen.


    Bei Sat-Anlagen ist ein blitzstromtragfähiger Potenzialausgleich Vorschrift, daher wollte ich den Querschnitt entsprechend wählen.


    gelig: Der Weg zwischen den beiden Feuerwehrschaltern mit je zwei Strings direkt nach der Dacheinführung und dem Wechselrichter beträgt ca. 40m. Daher würde ich eher zu 10mm² greifen auch wenn 6mm² ausreichend sind.

    Hallo,


    nach meinem Erkenntnisstand musst du den Eigenverbrauch erfassen, auch wenn dieser Steuerfrei ist.
    Daher wirst du zu deinem 1x 2-Richtungszähler zu deinem Netzbetreiber auch einen internen 1x 1-Richtungszähler als Erzeugungszähler benötigen. Hier könnte aber auch ein geeichter Hutschienenzähler ausreichen.


    Viele Grüße
    Elektron

    Hallo,


    zur Vorbereitung der Installation einer PV-Anlage sollen die Kabel zwischen Hausanschlussraum (Wechselrichter) und PV-Modulen gleich mit verlegt werden, da der Schacht noch offen ist.


    Folgende Kabel sind eingeplant:
    1x Blitzschutzpotenzialausgleich NYM-J 1x16mm²
    4x DC-Strang PV1-F 1x10mm²
    1x Strom für Feuerwehrschalter NYM-J 5x2,5mm²
    1x Daten Cat7 (im Leerrohr)


    Habe ich noch etwas vergessen ? Wo ich mir unsicher bin ist, ob ich irgendwelche Trennungsabstände einhalten muss. Insbesondere würde ich gern wissen, ob ich den Blitzschutzpotenzialausgleich und die Stromleitungen als Kabelbündel verlegen darf.


    Vielen Dank
    Elektron