Beiträge von Zehndorfer

    Die Blendwirkung hängt vor allem von der Oberfläche also dem Glas ab und nur zu einem Geringen maße von den Zellen darunter.

    Wir haben mehrere derartige Messungen durchgeführt. Die Lötbänder leuchten etwas heller, aber die große Blendwirkung kommt vor allem vom Glas.

    Ich habe spaßeshalber im Immissionsschutzgesetz nachgesehen - von Blendung/Spiegelung steht da nichts...


    Das Ding heißt genau: Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnlicheVorgänge (Bundes-Immissionsschutzgesetz - BImSchG)


    Ich denke nicht, dass Blendwirkung ein "ähnlicher Vorgang" ist....

    Das ist nicht richtig!


    Die folgenden Zeilen liest man, wenn man nicht nur spaßeshalber nachsieht:


    "§5 Bundesimmissionsschutzgesetz:

    (1) Genehmigungsbedürftige Anlagen sind so zu errichten und zu betreiben, dass zur Gewährleistung eines hohen Schutzniveaus für die Umwelt insgesamt

    1. schädliche Umwelteinwirkungen und sonstige Gefahren, erhebliche Nachteile und erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit und die Nachbarschaft nicht hervorgerufen werden können;"


    Eine Lichtimmission kann eine erhebliche Belästigung darstelen. Dies ist dann näher in der entsprechenden Richtlinie spezifiziert (für Sonnenreflexionen maximal 30 Miutne pro Tag).


    Weitere Details findet ihr auf zehndorfer.at

    Eine Blendung ist nach Richtlinie dann erheblich, wenn die Dauer der Lichtemmissionen 30 Minuten pro Tag oder 30 Stunden pro Jahr überschreiten. Wir führen Blendgutachten für Gerichte und zu Glück auch oft schon vor dem Bau der Anlage für Errichter von Anlagen durch.


    Mit Folien haben wir noch keine guten Erfahrung gemacht, da die meist a) die Reflexionen oft nicht genug abmindern, b) die Lichttransmission behindern, also den Energieertrag schmälern und c) durch die UV Bestrahlung keine hohe Lebenserwartung haben.


    Gespräch suchen ist sicher immer ein guter Ansatz.


    In kritischen Fällen ist jedenfalls ein Blendgutachten anzuraten. Mehr darüber erfahrt ihr auf zehndorfer.at

    Für bestehende Anlagen ist (meiner persönlichen Meinung nach) die Berechnung nur dann abgebracht, wenn es irgendwelche Anzeichen von Problemen gibt. Die Behörde kann natürlich eine Blendberechnung veranlassen, wenn Verkehrsteilnehmer gefährdet sind bzw. der Verdacht besteht, dass Nachbarn unzumutbaren Belästigungen ausgesetzt sind.


    Die Richtlinie ist ja, wie gesagt, noch recht jung - es werden also auf allen Seiten noch Erfahrungen im Umgang damit gesammelt. Sie wurde aber bereits vereinzelt in Bauverfahren vor der Errichtung von PV und Solar-thermieanlagen gefordert.


    Für Ihre Fragen zu konkreten Fällen stehen wir gerne zur Verfügung
    office@zehndorfer.at


    Mit freundlichen Grüßen,
    Jakob Zehndorfer

    Der Österreichsiche Verband für Elektrotechnik (ÖVE) hat eine Richtlinie publiziert, die die Blendung durch Photovoltaikanlagen reglementiert. Die OVE R11-3 behnandelt die Blendung durch Reflexion von Sonnenlicht auf PV-Anlagen hinsichtlich Anrainer und den Verkehr.


    Die Vorschrift, die stark an die Hinweise zur Messung, Beurteilung und Minderung von Lichtimmissionen (LAI-2012) erinnert, definiert die maximale Immissionsdauer (30 Minuten pro Tag und 30 Stunden pro Jahr) ab der die Blendung als erhebliche Belästigung eingestuft wird.


    http://www.zehndorfer.at/de/15-presse/57-news-blendung-r11


    Zehndorfer Engineering führt Blendgutachten in der Planungsphase durch, die alle Anforderungen der Richtlinie erfüllen und ermöglicht damit schon vor Baubegin Blendungen kostengünstig zu minimieren. Auch in Deutschland hat Zehndorfer Engineering diverse Gutachten gemäß LAI-2012 durchgeführt.

    Wann brauche ich ein Blendgutachten?
    Dieses Thema ist natürlich stark behörden-abhängig. Mich würden hier die Erfahrungen aus den unterschiedlichen Bundesländern interessieren. Bitte um Rückmeldungen.

    Zitat von Weidemann


    Bist du dir da sicher? Wenn die AR-Beschichtung die Reflexion breiter streuen würde, dann müsste die Helligkeit massiv geringer sein, und nicht nur ein bisschen abnehmen, einfach wegen der Energieerhaltung.


    Daher denke ich, dass ein AR-Glas nur geringfügig mehr streut, als ein normales Glas, und sich damit auch die Blende-Dauer nur unwesentlich verlängert.


    Das Problem bei der Streung ist, dass zwar die Leuchtichte [cd/m²] abnimmt, aber die leuchtende Fläche in gleichem Maß zunimmt. Typische Streuwinkel von prismiertem Glas liegen zwisch +/-5° und +/-10°. Dadurch erscheint die Sonne dann bis zu 40 Mal größer im Durchmesser (=1600 Mal größere Fläche die leuchtet)
    Das AR coating streut tatsächlich nur in geringem Ausmaß.