Beiträge von krebs8

    "Veranlagte Gewinne und Verluste aus zurückliegenden Veranlagungszeiträumen, die verfah-rensrechtlich einer Änderung noch zugänglich sind (z. B. bei unter dem Vorbehalt der Nach-
    prüfung oder vorläufig durchgeführten Veranlagungen), sind nicht mehr zu berücksichtigen.",


    Bedeutet " nicht mehr zu berücksichtigen", dass einem dann die Gewinne/Verluste verbleiben und nicht mehr korrigiert werden, oder?

    Hier wird gerade mein vermeintliches "Grundwissen" zu den (PV-) Steuerangelegenheiten erschüttert.

    Wie gesagt, dachte ich u.a. bisher, nach Ende des 5-jährigen Verzichts auf die KUR fällt die Pflicht zur UStE weg!



    Habe ich für mich als PV-Betreiber aber folgende Auflistung nun richtig erstellt?


    1. Ich muss immer jährlich eine EÜR in meiner EStE machen (egal ob KUR oder nicht)

    2. Ich muss immer jährlich eine UStE machen (egal ob KUR oder nicht)

    3. Der Verzicht auf die KUR bringt mir diese Vorteile

    - Vorsteuer für die Anlage ziehbar

    - Vorsteuer für Reparaturen, Ersatz defekter WR, ... ziehbar

    - u.a.?

    4. Die KUR bringt mir diese Vorteile

    - Wegfall der USt auf die unentgeltliche Wertabgabe für den Eigenverbrauch

    - u.a.?


    Wenn korrekt, bitte möglichst mit Ja antworten, nicht dass ich noch weiter verwirrt werde. Oder zumindest "zu 1." usw. Danke.

    Vorsteuer für die erste Anlage ist natürlich erledigt, es geht um die der zweiten Anlage.


    "Die Liebhaberei bzw. die neue Verordnung dazu aus 2021 ist Thema EÜR/ESt und hat nichts mit der USt zutun.":

    Ja, deswegen habe ich ja geschrieben

    "Oder ist der Antrag auf Liebhaberei für die erste Anlage von 2015 die Lösung?

    Ich müsste in der EStE nur noch Angaben zur zweiten Anlage ab Mitte 2020 machen."

    Mit dem Rauslassen aus der EStE wollte ich die Liebhaberei für diese alte Anlage simulieren.


    "Du musst immer eine USt-Erklärung abgeben, egal ob KUR oder nicht.":

    Echt? Das wusste ich nicht. Habe die UStE bisher halt immer gemacht.

    Ich dachte, nach dem Ende des Verzichts auf die KUR fällt die Pflicht zur UStE weg.

    Wenn das nicht so ist: Was hat dann der Verzicht auf die KUR bei PV überhaupt noch für Vorteile? (außer Vorsteuer für die Anlage)

    Wegfall unentgeltliche Wertabgabe für den Eigenverbrauch, Vorsteuer für Reparaturen, u.a.?


    "Bist du nicht bei KUR kannst du aber immer die Vorsteuer aus einer WR-Reperatur/Tausch ziehen.":

    Zusätzlich zur Betriebsausgabe in der EStE/EÜR?

    Bin gerade dabei meine Steuererklärungen für 2020 fertig zu machen.

    Der Finanzbeamte sagte mir heute, ich könne einen Antrag auf Liebhaberei vorab oder auch einfach im Freitext in der Steuererklärung machen.


    Wenn ich in der Steuersoftware die alte 9.88kWp-Anlage weglasse/rausrechne, hat das für 2020 immerhin einen Effekt von 94€ weniger Erstattung. (Bisherige Bescheide sind hinsichtlich PV nicht vorläufig. Neue Anlage kam in 2020 dazu. UStE will ich daher weiterhin machen. Wie es in 2021 sein wird? In 2021 Nachberechnungen wg viel zu geringer Einspeisevergütung in 2020, außerdem kommt die Erstattete USt für die neue Anlage in die EStE.)


    Dagegen steht, dass ich

    - in der EStE dann immer bei "Eingespeister Strom", "Eigenverbrauch" und "Betriebsausgaben-Abgeführte USt" nicht einfach die (Zähler-) Werte nehmen kann, sondern diese immer noch kWp-anteilig runterrechnen muss

    - einen Ersatz-WR bei Defekt nicht als Betriebsausgabe ansetzen kann


    Jetzt weiß ich nicht so recht, ob ich Liebhaberei wählen soll oder nicht. Oder z.B. erst nä. Jahr.

    Gibt es noch andere Vor-/Nachteile, die eine Entscheidung erleichtern?

    Da ich nun ewig auf korrigierte Angaben des Netzbetreibers Bayernwerk gewartet habe, die nun immer noch nicht eingetroffen sind, muss ich mich noch schnell die letzten Tage an die Steuererklärungen machen.

    Leider habe ich immer noch keinerlei Ahnung, wie ich das nun mit den 2 Anlagen eingeben soll.

    Hat jemand noch eine Idee?


    Oder ist der Antrag auf Liebhaberei für die erste Anlage von 2015 die Lösung?

    Ich müsste in der EStE nur noch Angaben zur zweiten Anlage ab Mitte 2020 machen.


    Aber die UStE für beide Anlagen ist doch wieder nötig, da ich mir ja die MWSt zurückholen will.

    Nur hat didimausi ja was von nötigen "unsauberen" Eingaben in der ESt für die UStE gesagt.

    Ich weiß jetzt gar nichts mehr und die Zeit drängt.