Beiträge von spitzb

    Das Problem ist, dass der Algorithmus ein paar grundlegende Fehler macht. Diese werden umso schlimmer, je mehr Überschuss in den Akku geladen werden muss. Also bei stärkerer Wirkleistungsbegrenzung (50%, 60%) werden diese immer gravierender sichtbar. Ich habe meine Anlage zum Test mal von 60% auf 70% umgestellt und schon läuft das Ganze viiiieeel besser. Es wird sogar noch die 60% Grenze eingehalten, weil tagsüber immer fleißig der Akku geladen wird.


    Kurz: Bei 60% max. Einspeisung Stundenlange Wirkleistungsbegrenzung und Netzbezug am Morgen wegen zu geringer Akku-Ladung, Bei 70 % so gut wie keine Wirkleistungsbegrenzung, immer voller Akku und dass, obwohl die Einspeisung effektiv so gut wie immer unter der 60% - Hürde bleibt. Es könnte also gehen.


    Ich rede seit drei Jahren auf SMA ein, aber man sieht dort das Problem nicht.


    Falk

    Das stimmt so auch nicht. Du hast z.B. meine Anlage angeschaut und keinen Fehler gefunden. Selbst Sma findet keinen Fehler und trotzdem läuft es nicht.

    Nein.

    Zitat

    Wenn die Werte für Batterieladung und Einspeisung sich so eingependelt haben, dass exakt die maximal Einspeisung anliegt, schaltet man den Verbraucher aus. Jetzt sollte eigentlich die Batterie stärker geladen werden, aber statt dessen wird die Erzeugung begrenzt.

    @spitzb

    Bei uns wird dann die Batterie stärker geladen, ist schon komisch wie groß die Unterschiede sind -> vielleicht liegt das am SBS 3.7 bei uns und SI 4.4 bei euch.

    Bist du sicher, dass das auch so passiert, wenn AktuelleErzeugung - Direktverbrauch > maxEinspeisung?


    Ich habe ja gesagt, dass bestimmt Werte zusammenkommen müssen, ich weiß aber nicht, welche das sind. In Frage kommen: Anlagengröße (kWp), Ausrichtung, Batteriekapazität, max. Ladeleistung, max. Einspeisung.


    Ich sehe nur diese komischen Effekte, aber auch nur dann, wenn wirklich die Batterie geladen werden muss, um eine Überschreitung der max. Einspeisung zu vermeiden. Wenn ich soviel Direktverbrauch habe, dass die Batterieladung eigentlich nicht benötigt wird, wird die Batterie seltsamerweise mit sinnvollen Werten geladen und auch korrekt auf Veränderungen reagiert.


    Falk

    Prognosenladung berrücksichtigt den Verbrauch aus der Vergangenheit. Gestern hattest du einen hohen Verbrauch um die Zeit.

    Selbst wenn das so ist, darf das nicht zu dem Ergebnis führen, wie man es bei stebegg sieht. Angeblich bau der SHM ein Lastprofil über 10..14 Tage auf. Da darf sich ein Tag natürlich nur zu 1/14...1/10 auswirken. Es sei denn, SMA benutzt die schlechteste aller Formeln für den Durchschnitt: (alterDurchnitt + NeuerWert)/2 = neuerDurchschnitt.


    Bei mir sieht das Lastprofil auch gar nicht so schlecht aus. Auch wenn mal ein Tag mit einem stark abweichenden Verbrauch dazwischen ist, stimmen die profnostizierten Verbrauchswerte ganz gut.


    Ich denke eher, dass der SHM bei bestimmten Werten in eine völlig falsche Regel-Strategie verfällt. Er versucht krampfhaft, die Batterieladung so klein zu halten, dass Erzeugung-Direktverbrauch genau die max. Einspeisung ergibt. Leider regelt er den WR ab, wenn die Erzeugung steigt, oder der Direktverbrauch sinkt, statt die Batterieladung anzupassen. Man kann das meistens provozieren:


    In der Zeit, in der Die Batterieladung normalerweise wirklich benötigt wird, lässt man einen größeren Verbraucher laufen, so dass sich ein hoher Direktverbrauch ergibt, der aber immer noch zu gering ist, die Abregelung zu verhindern. wenn die Werte für Batterieladung und Einspeisung sich so eingependelt haben, dass exakt die maximal Einspeisung anliegt, schaltet man den Verbraucher aus. Jetzt sollte eigentlich die Batterie stärker geladen werden, aber statt dessen wird die Erzeugung begrenzt.


    Beispiel: Erzeugung 6,5 kW, max. Einspeisung 4,8 kW, Direktverbrauch 1,5 kW. Die Werte werden den SHM veranlassen, mit 0,2 kW die Batterie zu laden. Wenn sich das eingependelt hat, Direktverbrauch um 1 kW reduzieren. So dass Erzeugung 6,5 kW, Direktverbrauch 0,5 kW, Einspeisung 4,8 kW und Batterieladung 1,2 kW dabei herauskommen müssten. Es wird aber im allgemeinen so sein: Erzeugung 5,5 kW (abgeregelt), Direktverbrauch 0,5 kW, Einspeisung 4,8 kW, Batterieladung 0,2 kW.


    Der gleiche Effekt tritt ein, wenn sich nicht der Direktverbrauch verringert, sondern die Erzeugung ansteigt.


    Falk

    Die Zeitbasis ist wohl richtig eingestellt, jedenfalls bin ich laut Portal jetzt gerade (13:45 MESZ) in der Stunde 13:00...14:00 und ich sehe die Erzeugungsspitze auch in der Zeit, die die Grafik wiederspiegelt.


    Sollte ja auch keine präzise technische Darstellung sein, sondern nur verdeutlichen, dass es mir um den Zeitversatz geht und nicht um die Höhe der Erzeugung im Vergleich zur Prognose. Aber falls es dich beruhigt: Die Einheit auf der Y-Achse lautet kW.


    Aber vielleicht können wir mal zum Thema zurückkommen:


    Hat noch jemand eine Anlage mit einer Ausrichtung nach Süd-West, bei der in der Prognose die maximale PV-Erzeugung um ca. 1,5h früher prognostiziert wird, als es tatsächlich der Fall ist? Voraussetzung natürlich, dass beides für einen wolkenlosen Tag gilt, und möglichst auch noch für den selben Tag.


    Falk

    SW bedeutet -45°. Laut sonnenverlauf.de ist der Sonnen - Höchststand an meinem Standort um 13:25, die Sonne steht um 15:15 in "Blickrichtung der Anlage" (Zeitangaben in mitteleuropäischer Sommerzeit).


    Die Verschiebung der Prognose ist also eher kosmetisch. Und ja, es ist eine selbsterstellte Excel-Tabelle, aber mir den Zahlen aus dem Sunny Portal. Dort gibt es so eine Grafik ja leider nicht.


    Sommerzeit gilt sowohl für die Prognose, als auch für die Erzeugung, das erklärt die Verschiebung also nicht.


    Falk