Beiträge von passra

    zu Punkt 2: Hab ich doch gesagt ;)


    Zu den Energiekosten bei 60°C: "kostet nur die Einspeisevergütung"; schön gesagt, sind aber auch 12 Cent oder mehr. Zusammen mit einem COP von 2 kostet dann das kWh gleich mal 6 Cent, tolles Geschäft 8o

    Bla, bla.

    Die Probleme einer ST sieht man doch bei deiner Anlage auch, grad mal 15m² und dazu 20000 Liter Speicher und im noch Stagnation und Wegheizen, da spricht doch Bände...

    Da hilft auch blödes Daherreden nicht viel. Klar, wenn ich riesige Mengen Wasser auf ein paar m² ST loslasse, dann wird es irgendwann problemlos, aber auch sinnfrei.

    Ich empfehle daher 10m² ST auf 50000 Liter Wasser 8o

    Du hast aber doch selbst eine STA laut Signatur?!

    Bist du eigentlich damit zufrieden?

    Ja, hab ich und MITTLERWEILE (nach 23 Jahren!!!) auch halbwegs im Griff.


    Du hast ja gefragt, also dann mal in Ausführlich:


    ST war 1997 bei der Renovierung die einzige Möglichkeit, regenerativ (gab's da Wort damals eigentlich schon8o8o) Energie zu erzeugen und nicht nur Öl zu verbrennen.

    Also 16m² ST und 800 Liter Puffer installiert. Schon vor dem Einzug flog uns im Sommer das erste Mal ein Tako-Setter und die Ohren und zig Liter 120°C heiße Solarflüssigkeit ergossen (bzw. verdampften) im Heizraum.

    Schon im Jahr drauf wurde der Puffer auf 1600 Liter erweitert, dann ging es im Sommer so halbwegs, ab und an mal im Hochsommer Heizkörper aufdrehen, um Überschuss wegzuheizen, alle paar Jahre Undichtigkeiten, Dampfschläge im Hochsommer (trotz 4 bar) usw. usw. MAn gewöhnt sich an alles ^^Und das trotz WW-Verbrauch von 6 Personen!!!


    Nach 17 Jahren war dann der erste Kollektor hinüber und abgebaut. 1 Jahr drauf der nächste -> Anlage für 1 Jahr stillgelegt.


    2015 dann im Zuge des PV-Baus auf 10m² verkleinert, in den Teilschatten verlegt, beide Pumpen auf PWM-Regelung umgebaut und Heizungssteuerung erneuert (UVR1611).

    Warum wieder ST: Weil der Puffer und die Leitungen schon da waren und über die BAFA-Förderung nur rund, glaub 3000€, nötig waren für die Erneuerung.

    Seither geht es, da die UVR über eine Rückkühlfunktion die Temperatur im Griff behält. Heuer im Herbst wieder undicht, Flüssigkeit muss aufgefüllt werden.


    Benefit: 3000 kWh im Jahr und der Öler läuft nicht von Mai bis September. Zum Öler (oder Pellet) passt das, für eine WP ist das Unfug und viel zu aufwändig und zu teuer.

    Außer man hat Lust an Kontrolle und Pflege technischer Einrichtungen.


    Mach lieber PV, soviel als möglich, Überschüsse verkaufen.

    Was nicht sofort verbraucht wird kommt in den Speicher. Aus dem ziehe ich in der Nacht die kostenlos erzeugte Wärme.

    Und wie lange? Meine Heizung fährt bis zu 1000l/h durch die Heizkörper mit 5K Spreizung. Dein 1000Liter-Speicher ist also bereits nach EINER Stunde um 5K abgekühlt. Wie hoch willst du den am Tag mit der WP aufheizen? 100°C?

    Außerdem ist die Wärme nicht "kostenlos". Der PV-Strom ist 10Cent wert, bei einem COP von 3 kostet die Wärme immer noch rund 3 Cent...

    Wenn es die Gasbüchse mit ST nicht schafft, sollte die LWWP ALLEINE doch kein Problem haben.


    ThermProtect von Viessmann ist eine Beschichtung (hab ich vor 2 Wochen hier gelernt), die angeblich bei ansteigender Temperatur weniger Strahlung durchlässt und dadurch Überhitzung vermeidet; ob das funktioniert???

    Drain-Back oder Steam-Back: Bei Überhitzung wird der Kollektor durch öffnen eines Ventil in einen Behälter entleert und erst bei erneutem Wärmebedarf wieder gefüllt (Drain-Back) oder der entstehende Dampf bei Überhitzung drückt die Flüssigkeit aus dem Kollektor (Steam-Back).

    Da gibt es aber eigene Foren sazu...

    1000 Liter Puffer sind zu wenig für 10m2. Das sollten schon 150 Liter je m2 sein, sonst wirst du im Sommer nicht froh. Oder du baust gleich Drain-Back oder Steam-Back.

    Und ja, ich hab das alles schon hinter mir mit 16m2 auf 1600 Liter und 50° Neigung.


    Aber, versteh ich das richtig, du willst jetzt locker über 10000€ für ST und Puffer ausgeben, um 19000€ zu erhalten?

    Eine LWWP sollte ja von Primärenergiefaktor deutlich besser sein als eine Gasbüchse, das sollte doch bei KfW dann kein Thema sein, oder?