Beiträge von Brzi

    Zitat von seppelpeter


    Ist die BWWP anrechenbar? Das wäre mein erster Gedanke dazu.
    Gibt es Alternativen zu Thermie, Heizstab oder Luft-WP?


    Natürlich ist die anrechenbar, wenn der dafür benötigte Strom über eine PV-Anlage selbst produziert wird.
    Bloß was kostet so eine BWWP ?


    Die einzigste übrig gebliebene Alternative ist eine sogenannte "Ersatzmaßnahme", worunter man eine bessere Dämmung
    versteht. Also bessere Fenster, Dach dicker isolieren usw... Mein Energieberater ist gerade am Rechnen, ob ich auch ohne Heizstab die EnEV einhalte, da meine Gebäudehülle schon ordentlich "gedämmt" ist...

    Zitat von Red5FS


    Wieviel Dämmung wird verbaut?
    Die möglichen Konsequenzen einer nicht vorhandenen Lüftungsanlage sind bekannt?
    ...
    Hast du eine Heizlastberechnung für dein Haus?


    Konsequenzen sind bekannt.
    Haben uns lang genug mit dem Thema auseinandergesetzt, wir wollen keine KWL.


    EFH, 150 qm Wohfläche, 80 qm Nutzfläche Keller


    Keller 24 cm WU-Beton, 12cm Außendämmung
    Wohnhaus 36,5 cm Thermoziegel, MZ8, keine zusätzliche Dämmung


    Fußböden:
    Keller 8cm EPS + 3cm Takkerplatte (keine Untersohlendämmung)
    EG 5 cm EPS + 3 cm Takkerplatte
    OG 5 cm EPS + 3 cm Takkerplatte


    Dach:
    24 cm Zwischensparrendämmung 032, Pavatex 35 mm (evtl. sogar 60 mm)


    Heizlastberechnung ist noch nicht fertiggestellt, kommt aber die nächsten Tage...


    Zitat von Weidemann

    Es ist schon pervers, dass die EnEV das Verheizen von Solarstrom belohnt... und sowas nennt sich Energiesparen :shock:


    Musst du auch im laufenden Betrieb nachweisen, dass du bestimmte Mengen Solarstrom verheizt (was Geldvernichtung und Umweltverschmutzung wäre), oder reicht die ordnungsgemäße Installation und "Wartung"? Dann könntest du den Heizstab nach der Abnahme heimlich auf 70%-weich-Überschussverwertung umstellen.
    Aber selbst dann wird sich der größere WR kaum finanziell lohnen, es bleibt eine Bauchentscheidung welchen du nimmst.


    Genau das dachte ich mir auch.
    Es ist teilweise echt pervers, was "belohnt" wird.


    Ich schalte nach der "Endabnahme" einfach den Heizstab aus und gut ist.


    Zitat von Red5FS

    Ich hab gestern im Netz eine PowerPoint gesehen, in der Stand man müsse quasi "Buchführen" über den Verbrauch. Das sogar über einige Jahre und die Belege entsprechend auch aufbewahren.
    Gruß Red5FS


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das gefordert wird.
    EnEV fordert zwar eine Bilanzierung, aber die wird zu Beginn einmalig gemacht, also quasi eine theoretische Hochrechnung.

    Zitat von seppelpeter


    Reicht der PV Strom an sich nicht, um den erforderlichen Anteil an regenerativer Energie im Haus zu haben/verbrauchen.


    Was soll dieser Heizstab inkl. Einbau kosten?
    Wie groß ist der Speicher?


    In der EnEV wird nur der Anteil angerechnet, der zum Heizen und WW-Erzeugung benötigt wird.
    Heizstab 150 Euro, Brauchwasserspeicher = 200L


    Zitat von Red5FS

    Wie ist das mit ner Lüftungsanlage (kontrollierte Belüftung), die wird doch auch zur EnEV gezählt und kann alternativ zur Solarthermie genutzt werden....Hast Du (k)eine?
    Aus Eigeninteresse: der wassergeführte Kamin wird nicht angerechnet? Wieviel kW hat der wasserseitig? Welcher Hersteller?
    Gruß
    Red5FS


    Lüftungsanlage wird zwar angerechnet, aber wir wollen keine.
    Der Kamin wird angerechnet (2ter Heizstrang, 10% Anrechnung). Reicht aber noch nicht ganz, dass ich die EnEV Forderung einhalte.
    Dachte an den Hersteller Gerco (http://www.gerco.de/produkte/wasserfuehrende_kaminoefen) mit 7 kW wasserseitige Leistung, der einen 800 L Pufferspeicher bedient.


    Zitat von Dragonsword1981

    Wenn du Neu baust, würde ich über eine Wärmepumpe nachdenken und den Strom dafür nehmen... Heizstab würde ich nicht machen.


    Du kannst später, wenn die Speicherpreise weiter sinken, einen Stromspeicher dazu nehmen und den Strom über z.B. 50% Generatorleistung in den Speicher packen... So kannst du alles oberhalb der 70% (mit der weichen Regel) an Stromerzeugung nutzen.


    PS.: Im Fronius Symo ist ein Datenlogger drin, wenn du magst, kann ich dir per PN einen Gastzugang zum Webportal meiner Anlage geben, damit du mal gucken kannst...


    Ich darf nur Luft-WP nehmen, da Wasserschutzgebiet. Halte aber von einer Luft-WP nichts. Dürfte ich Erdwärme nutzen, würde ich mich wahrscheinlich dafür entscheiden. Deswegen klasisch Gas-Brennwerttherme.
    Sehr gern, mich würde mal die Maske des Datenloggers interessieren, wie das ganze ausschaut.


    Grüße

    Zitat von seppelpeter


    Schmeiß doch mal ein paar Zahlen in den Raum.
    Voraussichtlicher Stromverbrauch im Jahr?
    Gasheizung für WW oder Wärmepumpe?


    Ich rechne mit ca. 4.000 kWh Stomverbrauch pro Jahr.
    Gasheizung.
    Wasserführender Kaminofen (Stückholz) im Wohnzimmer.


    Wegen der EnEV muß der Neubau bestimmte Kriterien einhalten, also ein Teil in regenerative Energien.
    Da ich keine Solarthermie wünsche, sind wir auf die Idee mit dem Heizstab gekommen, da der PV-Strom
    zur Warmwassererzeugung mit in die EnEV eingerechnet werden kann.

    Zitat von Weidemann

    Da ein Mittags-Verbrauch von mehr als 7,8 kW unwahrscheinlich ist (vier Herdplatten und Backrohr gleichzeitig?), würde mir der 8.2 genügen.


    :?:
    Generatorleistung = 9,36 kWp, also kann ich max 70% einspeisen, = 6,55 kW
    WR - Leistung beim Symo 8.2 = 7,8 kW


    Somit habe ich "nur" 1,25 kW zum Eigenverbrauch zur Verfügung, obwohl es theoretisch 2,8 kW sein könnten, wenn ich den Symo 10.0 wähle.


    Und genau da dachte ich an einen 2 kW Heizstab für Warmwasser.

    Zitat von hgause

    Frag´ doch mal nach dem Preisunterschied des 8.2 und 10-er Symo und entscheide dann aus dem Bauch raus ...


    Preisunterschied online ca. 130 Euro.
    Dachte da wiederrum an meinem Heizstab:
    Wenn Anlagenleistung am WR größer 80% oder 85 %, dann Heizstab einschalten und Warmwasser machen :D

    noch 2 kurze Fragen:


    - brauche ich mit dem Fronius Symo bei 70% weich den SL oder hat der Symo einen integrierten Datalogger ?
    - reicht der Symo 8.2 bei Generatorleistung 9,36 kWp und 70% weich ? Bei Idealbedingung (mittags) und ensprechend hohem Eigenverbrauch zum Zeitpunkt der Idealbedingung kann ich die theoretisch zu erzeugende Generatorleistung doch nicht ganz nutzen, da der WR hier zu unterdimensioniert ist ?


    Wahrscheinlich theoretisch richtig, aber praktisch wegen den Kosten nachteilig, wenn man den Symo 10.0 wählt. Denn wie oft nutzt man wirklich zur Idealbedingung die restlichen ganzen 30 %...


    Korrigiert mich wenn ich auf dem Holzweg bin.