Beiträge von pharmajoe

    Nach nochmaligem Nachfragen bei IBC seitens meines Solateurs gab es jetzt gerade eine Stellungnahme, die sich auch auf die Log-Daten der SD-Karte bezog und einen konkreten Mess-Plan und eine Vorgehensweise beschreibt. Insofern nehme ich meine Kritik an IBC weitgehend zurück - lediglich die Reaktionszeit ist nicht so ganz befriedigend, zumal das Problem schon seit Monaten besteht.


    Ich werde später berichten, was die jetzt angeforderten Messungen ergeben und zunächst keine Änderungen der Parameter vornehmen.


    Danke für die technisch fundierten Kommentare hier im Forum!

    Zitat von ecopowerprofi


    Deswegen wirst Du daraus auch kein Gewährleistungsfall für IBC machen können. SMA gibt eine Garantiezusage für den SI. Falsch eingestellte Parameter generieren keinen Garantiefall für SMA. In Deinem Fall fällst Du durchs Raster. Da musst Du selbst ran. Stell einfach den Widerstand mal auf 10 mOhm und reduziere die Batteriekapazität um 10%. Nur so mal um zu sehen was passiert.


    pharmajoe
    Mit der Gewährleistung / Garantie war auch mehr für quattro1975 gemeint.


    Danke für den Tipp! Es geht mir wie gesagt weniger um eine Schuldzuweisung als um Hilfe von Fachleuten, die ich bei Firmen wie IBC (oder SMA, aber die sind noch nicht direkt einbezogen) zu finden erwarte.


    Den Leitungswiderstand hochzudrehen kann ich gerne versuchen, ebenso auch die Kapazität zu senken - wobei ich nicht riskieren möchte, die Zeitwertersatzgarantie der Batterie zu gefährden, wenn ich die Kapazität falsch einstelle. Andererseits sollte eine kleinere Kapazität keinen Schaden machen.


    Nochmal zum Fall zurück: Die Rekalibrierungen treten nachts auf, in der Regel zwischen 0 und 6 Uhr. Die Entladebelastung liegt zu dieser Zeit bei 300 bis 600W, im Mittel bei 450W. Ich habe jetzt noch nicht erkennen können, ob durch den früheren Sonnenuntergang im Herbst eine Verschiebung nach vorne stattfindet. Ich würde mich wundern, wenn der Leitungswiderstand auf diese Art Fehler einen Einfluss haben sollte.

    Zitat von ecopowerprofi

    Das mit der Garantie und Gewährleistung wird oft verwechselt. Im Gesetz ist nur von einer Gewährleistung die Rede. Da muss der Verkäufer innerhalb der ersten 6 Monate der Fehler/Mangel bei Übergabe der Anlage nicht vorhanden war. Danach die nächsten 1,5 Jahren muss der Käufer nachweisen, dass der Fehler/Mangel bei der Übergabe vorhanden war.


    Mir sind - als ebenfalls im Handel Tätigem - die Unterschiede zwischen Garantie und Gewährleistung bekannt. Das Problem ist, dass die Kommunikation mich nicht befriedigt. Seit 3-4 Wochen keine Antwort finde ich nicht erfreulich.
    Außerdem soll ich ein Messprotokoll unter Last anfertigen - am besten wenn so ein Einbruch passiert. Unter Last passiert kein Einbruch, dieser passiert dann, wenn normale Menschen schlafen und die Haustechnik auch - bis auf Kühlschränke - aus ist.
    Protokolle unter Last habe ich angefertigt, als wir die Einbrüche unter Last hatten und letztlich die Eingabe des Leitungswiderstandes geholfen hat.

    Zitat von creapy

    Ich hatte auch mal solche größeren SOC Sprünge nach unten.
    Zieh mal Deine ganzen Zellverbinder nach und geb mal einen Leitungswiderstand ein.
    Parameter 221.06. evtl. mal mit 0,02 Ohm probieren.
    Bei mir hats geholfen. seitdem keine derartigen Sprünge mehr. Nur noch max 5%


    Ich hatte anfangs solche Sprünge unter Last. Daraufhin habe ich den Leitungswiderstand nach SMA-Angaben errechnet (kam auf 5mOhm) und eingegeben. Danach war dieses Problem behoben ud tritt auch jetzt nicht wieder auf. Ich kann die Batterie kurzzeitig mit 18kW entladen ohne Zusammenbruch. Dieser tritt nachts auf - und im Sommer waren diese Spitzenentladungen die absolute Ausnahme. Die Durchlauferhitzer sind geregelt und haben bei warmem Zulauf deutlich weniger Leistung. Die Probleme nachts bestehen aber schon seit ca. Juni.



    Dass sich IBC überhaupt nicht rührt, begeistert mich nicht. Zumindest die Aussage "kein Garantiefall" wäre möglich und noch weit von "after sales support" entfernt.

    Danke. Ich könnte noch hinzufügen, dass die Batterie von Mai 2014 ist und das Problem in den ersten Tagen nach Voll- oder Ausgleichsladung weniger steil sichtbar ist. Dieser Effekt hält allerdings nur wenige Tage an.
    Die Idee mit der gedriftteten Zelle hatte ich auch schon. Ich werde einmal abends mit definierter Last (1-2 kW) entladen und die 24 Zellspannungen ausmessen.


    Was mich ärgert ist, dass sich IBC trotz Lieferung der Protokolle der SD-Karte sehr träge anstellt - als wenn sie sich mühen, einen Garantiefall möglichst zunächst nicht anzuerkennen.

    Hallo,
    seit Monaten schlage ich mich mit einem eigenartigen Problem herum, mein Installateur kommt selbst nicht weiter und der Lieferant des Komplett-Sets (IBC) reagiert träge bis gar nicht. Anlagenkonfiguration siehe Signatur.


    Das Problem besteht darin, dass immer nachts (fast jede Nacht) der SOC massiv abfällt, jeweils ohne erkennbare Belastung.
    Wenn jetzt der SOC abends schon nahe 50% war, erfolgt eine umfangreiche Zwangsladung. Im Sommer war das weniger auffällig, weil diese Sprünge dann von 85 auf 65% nicht zu einer Ladung geführt haben.
    15. Oktober:


    16. Oktober:



    Kann jemand da etwas zu sagen? Sind eine/einige Zellen defekt? Spielt der SunnyIsland-Master verrückt und interpretiert den SOC vollkommen falsch?

    Hallo Alex,


    Zitat von AlexDD

    Ok, danke. Das erklärt die 18kW. Irgendwo hatte ich mal bei SMA gelesen, dass möglichst immer alle Komponenten auf dem gleichen passenden aktuellsten Stand sein sollen, weil es sonst unter Umständen zu Problemen kommen kann. Vielleicht war das ja bei Dir der Fall.


    Scheint so. Im Moment nutzt er die Sonne nach dem Regengebiet und geht nah an die Abregelung heran, lädt aber nur mit Überschuss.
    Noch gestern hätte er in diesem Zustand mit 4-5 kW geladen.


    Zitat von AlexDD


    3 SI für die vielen Durchlauferhitzer verstehe ich ja. Warum ist dann aber der Akku so knapp ausgelegt worden? Wir reden hier ja über fast 400A also C1,5 bis C2 bei Deinem Akku. Das ist für Blei schon ganz schön viel.


    Ja. Das tritt zum Glück nur Impulsweise auf. Dusche hat einen Wassersparkopf und kommt mit luftverwirbelten 5,5l/min aus, einzig wenn die Kinder in die Badewanne kommen, wird's eng.


    Danke für Deine Kommentare!


    Jörg

    Zitat von AlexDD


    von was für einem (oder mehreren) SI reden wir hier denn und was hängt da für ein Akku dran? 18KW sind schon mal Hausnummer, die mir im EFH ziemlich heftig vorkommt.


    Hallo Alex,


    wie in meiner Signatur sind das 3x SI 8.0H mit ca. 25 kWh Blei-Gel. Leider gibt es hier nur Durchlauferhitzer mit 21 kW Maximal-Leistung (die "dicken" sind geregelt und ziehen je nach einlaufender Wassertemperatur und Durchfluss 8 bis 16 kW). Nur in der Küche gibt es einen kleinen ungeregelten mit 10 kW. Daher die hohe Spitzenleistung. Und wegen der Ersatzstromfunktion wäre das schon sinnvoll.


    Mich wundert(e) nur, dass ohne prognosebasierte Ladung die Entladeleistung genau der im SI hinterlegte Wert ist (210.03 InvChrgCurMax). Mit prognosebasierter Ladung wurde die Entladung auf reproduzierbare 5 kW begrenzt.
    Dass bei 18 kW die Verluste enorm zunehmen, ist mir klar... - das ist nicht das Thema, zumal die 12,7 kWp im Sommer genug Energie liefern. Im Winter begrenze ich die Entladung etwas.


    Das Thema scheint jetzt erledigt zu sein. Ich hatte auf den SIs die Firmware 3.102 installiert und Auto-Update aktiviert (auch im SHM). Offenbar haben die SIs kein Auto-Update gezogen. Gestern abend habe ich dann per SD-Karte die 3.109 eingespielt (Speedwire und SHM waren aktuell) und zumindest bis jetzt kann ich trotz prognosebasierter Ladung voll entladen. Ob die Ladung auch wie gewünscht funktioniert, kann ich wegen Bewölkung heute nicht sehen...
    Vielleicht beziehen sich die "verschiedene Bugfixes" auch auf diese Funktion, wobei ich die Schuld eher beim SHM gesehen hätte.


    Jörg