Beiträge von tl431er

    leider beziehe ich kein Managergehalt, wobei auch meine Vergütung schon einen gewissen "Schmerzensgeldanteil" beinhaltet.

    Beim Reparieren geht erstmal viel Zeit zum (Kennen-)Lernen drauf.

    Da ich im "Domino-Reparieren" nie keine Schulung hatte macht man naturgemäß nicht alles immer optimal bzw. mit einem guten Plan.

    Das liegt aber in der Natur einer "Fremdgerätereparatur".

    Einen weiteren Domino könnte ich aber bereits in der halben Zeit reparieren.;)

    ja, einen Sunways NT10000 hatte ich selbst auch einige Jahre in meiner privaten Solaranlage.

    Als diese Firma dann insolvent gewesen ist habe ich meinen noch funktionsfähigen Wechselrichter in Anbetrach des sich aufzeigenden Servicevacuumes noch funktionsfähig verkauft und mir drei fabrikneue STECA-Wechselrichter zugelegt.

    Die hatten dann sogar noch einen etwas besseren Wirkungsgrad und wieder 7x Jahre Garantie durch den Hersteller.

    Das habe ich bis heute nicht bereut denn der NT10000 wäre jetzt über 10x Jahre in Betrieb und ich halte (fast) jede Wette daß ich in dieser Zeit damit meinen Ärger (bzw. Freude beim Reparaturversuch ;)) gehabt hätte.

    Ich freue mich aber auch immer wenn ich vorübergehend ein paar Kilo Elektronikschrott vermeiden konnte denn meine Fußabdrücke auf unser Erde sind auch so schon viel zu groß...

    Dieser Tage habe ich einen älteren Fabrimex/ASP-Wechselrichter "TC Domino III 24" von einem befreundeten Elektriker zur Reparatur bekommen.

    Um es gleich auf den Punkt zu bringen das Gerät selbst ist fast 20x Jahre alt (hergestellt in 06/2000) und hat in dieser Zeit schon einiges erlebt.

    Es war daher entsprechend verschmutzt und auch sonst etwas "runtergeritten".

    Die darin verbaute Leiterplatte hatte altesbedingt und wegen ab Werk fehlender Lackierung auch schon merkliche Korrosionsspuren.

    Das war auch die eigentliche Ausfallursache.

    Zwei Leiterbahnen bzw. auch eine Durchkontaktierung auf der Leiterplatte waren "verschwunden".

    Das mußte ich erst aufwändig "rekonstruieren" und dann auch noch den daraus resultierenden Sekundärschaden, einen defekten Mosfet ersetzten (die verbauten Originaltypen IRF1010N war dabei nicht verfügbar so daß ich gleich alle 8x Mosfet's in der H-Brücke durch etwas bessere IRF3205 ersetzt habe).

    Wie man unschwer erkennen kann hätte ich diesem Wechselrichter aus Nachhaltigkeits- und monetären Gründen eigentlich nicht reparieren dürfen.

    Es hat aber durchaus Spass gemacht und ich habe mir dabei vor Augen geführt wie die Schweizer vor 20x Jahren ein solch wertiges Produkt designt haben.

    Respekt !!!:thumbup:

    Der finale Funktionstest lief jedenfalls zufriedenstellend und der Eigenverbrauch wurde wie folgt und analog der Werksangaben ermittelt.

    OFF = 26V x 0,06A = 1,56W

    ON = 26V x 0,33A = 8,58W

    Eigentlich noch ganz i.O. für ein Gerät mit einer Nennleistung von 700W.
    Trotzdem möchte ich hier diskutieren ob solch ein Wechselrichter heutzutage überhaupt noch seine Daseinsberechtigung hat.

    Ist er überhaupt noch zeitgemäß und kann man solch ein Gerät noch ohne Bedenken weiterverwenden?

    Was meint Ihr dazu?

    vergiss den MPP-Laderegler für Dein Vorhaben.

    Diese Geräte brauchen grundsätzlich eine Batterie an Ihren Batterieklemmen und funktionieren nicht wenn man stattdessen weitere Solarmodule bzw. eine Moduleingang eines weiteren Ladereglers dafür anklemmt.

    MPPT-Laderegler belasten das angeschlossene Solarmodul genau auf die Weise dass dann der max. Strom in die angeschlossene Batterie fließt.

    Ohne diese Batterie fehlt dem Laderegler völlig die Orientierung...

    das könnte klappen, ist aber wegen der geringen Ladung in einem Kondensator ist das relativ "unspannend".

    Hintergrund: 1x Farad ist per Definition lediglich 1x Amperesekunde/V.

    Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Farad

    Die Kapazität von Batterien gibt man normalerweise in Amperestunden an (ist dann um den Zeitfaktor gleich 3600x größer) .

    Manche Laderegler erkennen auch die Systemspannung anhand der bei der Inbetriebnahme angelegten Spannung.

    Damit hast Du möglicherweise auch Probleme soweit der PWM-Laderegler einen Microcontroller hat.

    Willst Du aber einen PWM-Laderegler nur testen verwende eine Laborstromversorung die auch Ströme aufnehmen kann wie ein Hameg HM8142 o.ä. als Batterieersatz.

    soweit ich weiß gibt es bei Leitungsschutzschaltern keinerlei Mindestspannungswerte für einen ordnungsgemässen Betrieb.

    Die Auslösung erfolgt immer ausschließlich über den Strom.

    Die max. erlaubte Gleichspannung ist immer durch das Vermögen den unweigerlich beim Trennen entstehenden Lichtbogen löschen zu können irgendwo begrenzt.

    Aus diesem Grund können mehrpolig trennende Leistungsschutzschalter auch höhere Gleichspannungen trennen.