Beiträge von tl431er

    >> ordentliche Insel-Wechselrichter gibt es bei den üblichen Verdächtigen, sprich Studer, Steca oder Victron.

    Im Vergleich zu fernöstlichen Herstellern spielen deren Preise aber in einer anderen Liga, sprich eher Champions-League.


    >> Widerstand = https://www.ebay.de/sch/i.html…1313&_nkw=33Kohm&_sacat=0

    Du mußt den Widerstand aber an einen Randsteckverbinder (Lumberg 3518 02, im üblichen Handel eigentlich nicht zu bekommen) anschlagen oder alternativ auf die Kontaktflächen des Randsteckverbinders im Laderegler anlöten.


    tl431er

    hier

    https://www.steca.com/index.php?Steca-PR-de#productdownload

    die Beschreibung über des Menue der Ladespannungen runterladen und alle drei Arten der Ladeschlußspannungen runtersetzten.

    Zusätzlich durch einen 33KOhm Widerstand am Anschluß des externen Tempertursensor dem Laderegler eine feste Umgebungstemperatur vorgeben.

    Damit ist dann auch die Ladeschlußverschiebung über die Temperatur außer Kraft gesetzt.

    Zur Zeit sind eher niedrige Umgebungstemperatur so daß der Laderegler die Ladeschlußspannungen hochkompensiert.

    Ist das alles gemacht sollten auch die Ladeschlußspannungen niemals mehr über die für Deinen Wechselricher "gefährlichen" 29V kommen.

    Nicht unterschlagen möchte ich hier aber daß Du damit Deine Batterie nie mehr richtig vollladen bzw. ausreichend pflegen wirst.

    :(

    Der unglückliche Wahl Deines Wechselrichters ist wohl eher der Ursprung allen Übels.

    Kauf Dir lieber gleich einen "gscheiten" oder alternativ halt öfters 'mal neue Batterien...

    ;)


    tl431er

    die Studer AJ-Geräte haben laut Datenblatt einen PWM-Laderegler der nach dem Shuntprinzip funktioniert.

    Bei dieser Art Laderegler ist das Solarmodul stetig über eine Diode (oder einen Transistor mit entsprechender Funktion) an die Batteriespannung "geklammert".

    Ist die erzeugte Solarmodulspannung höher als die Batteriespannung fließt Ladestrom in die Batterie.

    Falls die Batterie aber voll ist wird das Solarmodu dagegen durch einen weiteren Transistor kurzgeschlossen.

    Damit wird die Solarmodulspannung soweit verringert daß dann kein bzw. weniger Ladestrom fließt.

    Das Ganze passiert dann eben PWM-gesteuert.

    Im Gegensatz zu Serienladeregler steht die Leerlaufspannung damit im Betreibszustand nie am Laderegler an (vom Moment des Anschließens einmal abgesehen).

    Die ganzen Hochrechnungen über die Leerlaufspannungen bei tiefen Temperaturen sind damit im Betrieb nicht relevant.

    Hat der Laderegler einmal das Anschließen überlebt gibt es danach prinzipbedingt und erfahrungsgemäß keine Probleme mehr mit Leerlaufspannungen.

    Studer verbaut in Ihren Geräten sicher handelsübliche Halbleiter mit mindestens 50V Sperrspannung oder darüber.

    Damit ist da oberhalb der angegebenen 46V sicherlich noch etwas Luft bei diesen Bauteilen (etwa mindstens weitere 10%).

    Eventuelle Überspannungschutzelemente am Solarmoduleingang (Varistoren) haben auch eine überschaubar steile Kennlinie so daß diese bei etwas mehr Spannung nicht gleich überbeansprucht werden.

    Das A und O bei Shuntladereglern ist eine stetige und beständige Verbindung zur Batterie.

    Also immer zuerst die Solarmodule freischalten bevor die Batterie abgehängt wird und umgekehrt immer zuerst die Batterie anklemmen.

    Dann kann hier eigentlich nicht viel passieren...


    Gruß

    tl431er

    besagte Diode DZ1 ist eine gewöhnliche 1,3W-Zenerdiode die parallel zu den Batterieklemmen geschaltet ist.

    Diese Diode kann selbstredend die dahinterliegende Elektronik wegen der überschaubaren Leistungsfähigkeit wenig schützen, dient aber zur Erkennung verschiedenere unerwünschter bereits "vorübergegangenen" Betriebszustände.

    Schließt man nämlich die Batterie verpolt an ist die Zenerdiode in Durchlassrichtung und wird von der Batterie umgehend "weggebrannt".

    Auch wird eine zu hohe Akkuspannung durch das Ableben dieser Diode (dann eben in Sperrrichtung und als Überspannugsindikator) erkannt.

    Das kommt gerne einmal im Verbund mit Variostring -Geräten und/oder unstetigen Verbindungen zur Batterie vor.

    Die oben gezeigten Brandflecken an den verbauten Y1/X1-Kondensatoren sind keine Sekundärschäden des Zenerdiodenbrandes sondern kommen von Reparturversuchen mit ungeeigneten Lötgeräten bzw. ungeübten "Lötkolbenführern".

    Obigem Themenstarter Martin konnte übrigends in der Zwischenzeit professionell und umfassend geholfen werden...

    ;)

    Gruß

    tl431er

    Hallo Andreas,


    jeden Ausfall eines Wechselrichters muß man einzeln d.h. von Fall zu Fall bewerten.

    Ich sage jetzte einfach 'mal "jedes Fabrikat hat seine Stärken" und Studer-Geräte habe hier eher einen besseren Ruf.

    Oder bin ich mit dieser Meinung hier alleine?

    Zu den Ausfallursachen:

    Dazu muß das ausgefallene Gerät zuerst einmal untersucht werden und erst dann kann man den Ausfall abschließend und im Zusammenhang mit der Anwendung belastbar bewerten.


    Gruß

    tl431er

    Hier kann ich auch was beitragen.

    Defekte Studer-Geräte können von deren QSP-Partnern (QSP = Qualified Service Partner) immer repariert werden.

    Die entsprechenden Adressen gibt es auf der Studer Homepage.

    Das heißt im Garantiefall (Studer gewährt auf viele Produkte 5x oder sogar seit neustem 10x Jahre Garantie) werden die defekten Teile sofort ersetzt.

    Im kostenpflichtigen Reparaturfall außerhalb von Garantieansprüchen werden die defekten elektronischen Baugruppen entweder auch komplett getauscht oder zur etwas langwierigeren Reparatur (nach Kostenvorschlag vorab durch Studer) in die Schweiz geschickt werden.

    Die Austausch-Baugruppen alleine sind aber kein Schnäppchen, denn sie kosten in der Regel ca. 50-60% des Preises eines Komplettgerätes.

    Ob ein Austausch oder eine Reparatur bei älteren Geräten wirtschaftlich ist muß man von Fall zu Fall immer auf's neue abwägen.

    Ist aber wie weiter oben beschrieben das Leistungsteil komplett abgebrannt sieht's da wohl erfahrungsgemäß mit einer Reparatur auf Bauteileebene im doppelten Sinne eher "schwarz" aus?

    ;(

    Da wird wohl nur ein Austausch helfen.

    Ich persönlich weiß auch von einem anderen erfahrenen Elektroniker als Leon der schon einige Studer-Geräte auf Bauteileebene erfolgreich reparieren konnte.

    :thumbup:

    Bestünde hieran Bedarf >> bitte PN senden, dann vermittle ich diesen Kontakt gerne...


    tl431er

    Zitat von Holger Leer


    Ich habe eine ca 1W Stiftsockel LED zum Testen genommen = die 010 bleibt.


    damit sollten eigentlich die korrekten "000" erscheinen.
    ???
    Halogenbirnchen eignen sich nicht als "Versuchsverbraucher" da diese einen sehr niedrigen Kaltwiderstand bzw. hohe Anlaufströme in der Größenordnung des 5-fachen Nennstromes haben.
    War die "1W Stiftsockel LED" auch richtig gepolt, für 12VDC geeignet und lässt sich der Verbraucher auch noch mit der rechten Taste ausschalten?
    Halgenbirnen verwende ich im Zusammenhang mit Ladereglern übrigends immer für Stresstest's.


    tl431er

    don't panic Holger,


    wird bei der einer Firmwareversion vor V2.0 der Selbsttest ohne angeschlossenen Verbraucher durchgeführt erscheint als Ergebnis falscherweise die Fehlermeldung "010" (wie man das mit dem Selbsttest genau macht ist auch im Manual nachzulesen).

    Bis V1.6 einen kleinen Verbraucher oder ersatzweise einen 47K-Widerstand an den Lastausgang anschließen, dann hat der Selbsttest auch Aussagekraft (die Bedienungsanleitung bis V1.6 und ab V2.0 unterscheiden sich daher auch dahingehend).


    Kann man am Laderegler plausible Ströme ablesen ist eh alles in Ordnung, denn meist geht an diesen Geräten der Shuntmosfet kaputt und dann hat man keine Modulstromanzeige bzw. es wird dauernd "Nacht" angezeigt.


    Das ist ja glücklicherweise bei Dir nicht der Fall.


    Deine Hard- und Software könnte man ggf. auch updaten (das würde auch aus anderen Gründen sinnvoll sein).


    Wäre das erwünscht wende Dich bitte an einen STECA-Händler oder schicke eine PN an mich...


    tl431er

    Zitat von surfer09


    .. und ich als „Solaranfänger“ komme jetzt mit der Frage „Was ist eine Ausgleichsladung?“ :wink:


    Eine "Ausgleichladung" dient zur Batteriepflege und ist eine vorübergehende Erhöhung der Ladeschlußspannung für eine gewisse Zeit.
    Die kann periodisch geschehen z.Bsp. alle 14x oder 30x Tage oder sie wird initialisiert wenn einen bestimmter (Ent-)Ladezustand unterschritten wurde.


    Alles klar?

    von diesen neuen STECA-Geräten gibt es aktuell lediglich bedrucktes Papier und Preise.


    Die ersten realen Geräte sollen aber in einigen Wochen verfügbar sein.


    Ich persönlich bin da auch sehr gespannt ob da was wettbewerbsfähiges zu Victron auf den Markt kommen wird.