Beiträge von Ilchi

    Ok, danke für die Erläuterung. Dann habe ich das jetzt verstanden und warte auf die Meldung von ComMetering ab, ob Awattar auch über ComMetering funktioniert.


    Wenn ich das richtig sehe, wäre der Commetering-Vertrag ja nicht nur umsatzsteuertechnisch interessant, sondern man kann dies doch dann auch als Kosten für die PV-Anlage ansetzen. Dies würde den Gewinn schmälern und wäre demnach auch Richtung Ertragssteuer interessant.


    Zur Rentabilität: Das sehe ich genauso. Definitiv können die PV-Haushalte die Mittagssenke nicht mitnehmen bzw. hier haben wir ja bei aktuellen Einspeisetarifen eine deutlich stärkere Senke. Mit einem kleinen Akku wäre aber dann ggfls. schon der teure Abendpeak abgedeckt. Nachts dann wieder Strom zu verbrauchen wäre dann wieder nicht so teuer. Diese Nachtsenke, insbesondere eben mit BEVs und WPs, kann man dann gut mitnehmen. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Insbesondere sind ja stärkere Ausschläge mit einem weiteren Ausbau der EEGs zu erwarten.

    Ich kann dir schon bestätigen, dass wir das NICHT im Sommer haben werden.

    Hallo Falko Schmidt,


    vielen Dank fürs Einklinken.


    Mir ist klar, dass das kein kleines Update ist und bis Sommer das auch nicht umsetzbar ist. Gibt es aber seitens SMA schon Entscheidungen, ob dies überhaupt umgesetzt werden soll?

    Wir sind - wie gesagt - sehr zufrieden mit der Steuerung unserer Verbraucher durch den SHM. Rein gedanklich rundet das doch die Sache extrem ab, Weiters erschließt sich dann m.E. auch eine weitere Kundengruppe. Immerhin ist der SHM dann auch für diejenigen ohne PV interressant, welche mindestens zwei größere verschiebbare Verbraucher haben. Das ist aber schon mit 1 x BEV und 1 x WP oder 2 x BEV erreicht, was schnell die Anzahl an PV-Anlagen übersteigen dürfte. Wenn SMA dann auch ggfls. noch in den Wallboxmarkt einsteigen würde, wird das ein schönes rundes Produkt... Man darf ja mal träumen :-)


    VG

    Ilchi

    Awattar hat derzeit noch den Nachteil, dass sie erst einmal die höheren Kosten für das Smartmeter verrechnen müssen, welcher dann über die Stromkosten wieder reingespielt werden muss.


    Aber meine klare Meinung ist: Mir geht hier nicht nur um den Preis. Meines Erachtens wird die Energiewende nur klappen, wenn wir den Verbrauch der Produktion anpassen. Bei EEGs ist nun mal die Erzeugung nicht immer dann, wenn wir den Verbrauch standardmäßig haben. Gerade im Sektor der Wärme und der Emobilität lässt sich der Verbrauch aber sehr gut verschieben - wir machen das seit Jahren mit unserem SHM. Energie, die direkt verbraucht wird, muss nicht abgeregelt oder zwischengespeichert werden. Und gleichzeitig wird der Stromverbrauch dann wirklich ökologisch, da es ja a) in jedem Fall mit einem hohen EEG-Anteil einhergeht und b) es sogar ggfls. ansonsten abgeregelter EEG-Strom ist.


    Insofern ist für mich dieser Vorstoß hoch politisch und ich werde diesen unterstützen - sogar dann, wenn der Preis leicht teurer sein sollte. Und wenn in ein paar Jahren die Pflicht für uns PVler zum Smartmeter wirklich umgesetzt wird, dann relativieren sich vermutlich auch wieder die derzeit teuren Grundkosten.

    Wenn ein derartiges Vorgehen politisch wirklich dann sogar gewollt wäre, wäre es doch auch denkbar, dass die heuten fixen Sätze der Netzentgelte auch dynamisiert werden. Immerhin werden so ja auch Lastspitzen gemildert und eben so Netzausbauten nicht notwendig. Ich bin sehr gespannt, was hier die Zukunft bringt und ich bin der festen Meinung, dass es nur in diese Richtung vorwärts gehen kann, wenn man derartige Vorstöße unterstützt.


    Da ich aber gerne eine Automatik habe und diese ja durch den SHM nach meiner Erfahrung zwischen festen Strombezugskosten und der Kosten für den eigenen Sonnenstrom super umgesetzt wird, würde es mich sehr freuen, wenn es eben diese Erweiterung des automatischen Abgleichs der Stromkosten im SHM gäbe. Gerade im Winter ohne PV-Bezug oder bei unserem BEV könnten hier eben super auch die dynamischen Strompreise respektive der EEG-Überschuss bevorzugt genutzt werden. Deshalb auch meine Frage zur möglichen Umsetzung im SHM.

    Hallo SSpoerle,


    zu Deinen Fragen:


    Die Verlegung der Heizlast auf die Tageszeit funktioniert sehr gut, wenn Du die Dämpfung auf 24 h stellen kannst. Dies muss aber das Haus auch mitmachen! Nur so vermeidest Du, dass bei der abendlichen Abkühlung die Heizkurve zu höheren Soll-Temperaturen führt. Daneben kanns Du mit Nachtabsenkungen arbeiten. Das bringt aber eigentlich gerade bei EMI nichts, da Du das ja durch die Tagesüberhitzung hier sowieso hast. Das bringt eher was, wenn es eben keine Sonne hat und Du dennoch bei warmen Tagestemperaturen Deine Wärme erzeugen willst (besserer Wirkungsgrad).


    Das Verhalten mit den Comfort-Einstellungen kannst Du nicht beeinflussen - leider.


    VG

    Ilchi

    Hallo,


    mit Awattar bietet ja nun auch in Deutschland ein Stromanbieter dynamische Preise für den Strombezug an. Ich finde das Thema sehr spannend, da es m.E. ein wichtiger Baustein zur Nutzung von EEG-Strom ist.

    Jetzt kann ja der SHM mit variablen Stromtarifen umgehen. Dies funktioniert bei mir sehr gut. Wenn ich Abends festlege, dass ich am Morgen 10 kWh Strom in meinem E-Auto haben möchte, dann wird dies auch in der Nebenzeit eingeplant.


    Gibt es Informationen, dass derartige dynamischen Strompreise direkt/ automatisch vom SHM abgerufen und genutzt werden können? Ggfls. liest ja hier ein SMA-Entwickler mit...


    Danke

    Ilchi

    Hallo,


    ich bräuchte eure fachtechnische Hilfe. Ich möchte einen Bosch-Trockner der Serie 8 (WTWH7591) am SHM 2.0 anmelden. Der Trockner ist im Netzwerk und über die Connect-App erreichbar. Ebenfalls ist der EEbus am SHM aktiviert. Ich bekomme es aber nicht hin, dass ich im SHM den Trockner als neues Gerät finde. Ich habe gefühlt alle Optionen am Trcokner angehabt, zigfach einen Reset am SHM ausgeführt - nichts...


    Könnt ihr mir helfen, was ich genau für Schritte an welchem Gerät ausführen muss, dass es funktioniert?


    Danke

    Ilchi

    Wir wohnen im Münchner Osten. Die PV-Anlage ist im Winter nicht optimal: Es ist eine flache O-W-Anlage. Wenn bei uns Schnee liegt, braucht es teilweise mehrere Wochen, bis der wieder weg ist, da er nicht abrutschen kann, sondern schmelzen muss. Dennoch hilft hier Sonne ungemein, da ja durch die solaren Gewinne durch die Fenster alleine schon die Heizlast drastisch senken.

    Ein paar Erläuterungen noch:


    Zum Verbrauch der 1.000 kWh elektrisch:
    Ich habe am 07.01.2016 in diesem Thread einen langen Artikel über das erste Jahr EMI-Optimierung geschrieben (ich kann irgendwie nicht direkt auf diesen verweisen; Seite 7 führt zum Ziel :-)). Hier sind auch die Bildchen drinnen, dass unsere LWP wirklich nur 1000 kWh verbraucht. Ebenso sieht man, dass das Haus natürlich bis auf übliche Urlaubszeiten ganzjährig bewohnt ist.
    Dies ist natürlich nur der WP-Anteil. D.h. die Ventilatoren gehen hier nicht ein. Ebenso gehen auch keine Verbräuche für die Heizpatronen ein. Letzte sind aber ausgesichert bzw. gehen bei uns wirklich nicht an. So kalt kann es gar nicht werden. Natürlich schwankt das ein wenig, aber nur so ca. 10 % in den Folgejahren.
    Ob das jetzt von einigen als nicht möglich hingestellt wird, ist mir relativ egal. Ich glaube hier mal unseren geeichten Stromzählern und dem Wärmeempfinden meiner Frau :-) Letztere würde mir was husten, wenn die Temperatur unter 22 °C fällt oder die tägliche Dusche kalt erfolgen müsste.


    Zum Passivhaus:
    Ja, es ist richtig, dass wir "nur" ein gutes KfW40-Haus haben. Ursprünglich sollte es ein Passivhaus werden. Leider hat es dann im Passivhausnachweis nicht ganz gereicht (teilweise zu starke Verschattung, falsche Eingangstür...), so dass die Einordnung dann nach KfW erfolgen musste. Und hier gab es zumindest in 2014 eben nichts besseres als ein KfW40-Haus. Keine Ahnung, ob das heute anders ist. Nichts desto trotz haben wir viele Konstruktionsgrundsätze der Passivhäuser eben im Haus, wie z.B. der möglichst konsequente Verzicht auf Wärmebrücken (kein Keller, keine Balkone etc.). In Summe führt dies dann offensichtlich zu einem "Performance-Passivhaus" :-).


    Zur 24-h-Einstellung
    Dass die Heizkurve das 24-h-Mittel benutzt, findet man im ISG unter "Einstellungen - Heizen - Grundeinstellung - Dämpfung der Außentemperatur". Aber Achtung: Diese Temperatur wird nach meiner Beobachtung auch für die Umschaltung Sommer/ Winter verwendet. Ebenso ist hier ein 24-Stunden-Wert eben wirklich nur möglich, wenn das Haus auch entsprechend träge ist! Ist das Haus weniger gedämmt und kommt eine Kältefront schneller rein, muss man hier auch mit geringeren Werten arbeiten, um eben keine kalten Füße zu bekommen. Ist es aber möglich, hier mit 24 h zu arbeiten, dann hilft das sehr, die Laufzeiten der LWP auf tags zu verlegen.


    Edit: In Ergänzung zum Artikel auf Seite 7 hier noch die Verbrauchsübersicht über die bisherige Laufzeit, also Stand 01.11.2018. Man sieht gut, dass die LWP immer unter 1.000 kWh/a lag (roter Balken). War sie anfangs der größte Verbraucher, ist sie nun vom Elektroauto abgelöst worden...