Beiträge von Solar-User

    Hallo Leute,


    ich habe nochmal nachgerechnet:


    in Wikipedia steht: Regelarbeitsvermögen: 13.000.000 kWh/Jahr
    Mein 5 kWh Speicher zu Hause Arbeitsvermögen: 1.500 kWh/Jahr (das habe ich gemessen, es stimmt)


    Definition des Regelarbeitsvermögens laut Wikipedia: Das Regelarbeitsvermögen (kurz: RAV) wird in der Energieversorgung als Maß für die Stromerzeugung verwendet. Es gibt an, wie viel elektrische Energie in einem bestimmten Zeitraum (meist einem Jahr) von einem Kraftwerk geliefert werden kann. Sie stellt damit eine mittlere Leistungsgröße dar, die im gewählten Zeitraum erbracht wurde. Sie wird meist in den gleichwertigen Einheiten GWh pro Jahr oder Millionen kWh pro Jahr angegeben.


    13.000.000 / 1.500 = 8666. Mit Aufrunden auf 15.000.000 kWh/Jahr ergeben sich genau die 10.000 Kleinspeicher. Also stimmt was nicht mit der Angabe des Arbeitsvermögens in Wikipedia, oder bin ich jetzt ganz gaga???


    Die Nennkapazität des Akkus von 5 kWh führt im Jahr zu 1.500 kWh Durchsatz bzw. Ein- und Ausspeicherung, Das macht ja auch Sinn, wenn ich ihn an 300 Tagen im Jahr be- und entlade. Das entspricht genau der Definition beim Pumpspeicherwerk.


    Einzig spitzb hat den Finger in die Wunde gelegt. Da kann was nicht stimmen mit der Angabe in Wikipedia. Aber wenn wir einen Größenordnungsfehler mit Faktor 1.000 annähmen, käme dabei raus, dass das Kraftwerk dann 13.000.000 MWh mit 1.400.MW Leistung erbrächte. Das wären dann 9285 Stunden, mehr als das Jahr überhaupt hat.


    Was stimmt hier nicht?????


    Solar-User


    PS: Lasst uns das evtl. woanders klären, dass führt sonst zu weit vom Thema weg

    Hallo spitzb,


    da bin ich auch schon drüber gestolpert und habe versucht, die Daten nachzuvollziehen. Gemeint ist, wenn überhaupt, die installierte Turbinenleistung mit 1.400 MW (siehe Wikipedia). Diese wahnsinnige Leistung wird dort als Engpassleistung spezifiziert. Das kann von der Größenordnung her schon sein. Hier ist eine Liste der deutschen Wasserkraftwerke: https://de.wikipedia.org/wiki/…raftwerken_in_Deutschland


    Das unterstützt ja nur meine These, dass das Teil völlig überdimensioniert ist.


    Solar-User

    Hallo Leute,


    ich werfe hier mal einen Gedanken in die Diskussion, der die Frage, ob sich Speicher lohnen oder nicht, von einer ganz anderen Seite beleuchtet. Da alle Welt sich einig ist, dass Speicher benötigt werden, gibt es hier bei uns Pläne ein gigantisches Pumpspeicherwerk zu bauen.
    (Detaillierte Infos gibt es hier https://de.wikipedia.org/wiki/Pumpspeicherkraftwerk_Atdorf )


    Meinen folgenden Text hat die lokale Zeitung, wenn auch verkürzt, veröffentlicht. Ihr kommt nun in den Genuss des Gesamttextes:



    Man sollte die Wirksamkeit des Prinzips Kleinvieh macht auch Mist, eben nicht unterschätzen. Ob Großspeicher sich dagegen lohnen bzw. jemals rechnen?? Sicher nur, wenn dann irgendwer für die Spitze einen Euro oder mehr für die kWh zahlt. Aber genau das wird mit zunehmender Anzahl von Kleinspeichern nicht mehr zu erzielen sein. Und ich meine mit Großspeichern nicht nur die Pumpspeicherwerke, auch die anderen fantastischen Großspeicherprojekte werden daran scheitern, dass sie am Tag nur 1 oder 2 Stunden in Betrieb sein können. Wenn man dann in Zukunft mittags zum Kochen 1 Euro/kWh zahlen muss, rechnen sich die individuellen Kleinspeicher allemal und machen mangels Abnehmern die Großspeicher nochmal unrentabler.


    Zur Frage der finanziellen Sinnhaftigkeit ist hier nochmal meine Stellungnahme: Meine Anlage produziert ca. 75% des Jahresverbrauchs selbst und das zu Kosten, die im Bereich zwischen 25 und 30 ct/kWh liegen, also genau zum aktuellen Marktpreis. Ganz grob kalkuliert teilt sich der Verbrauch in Drittel auf, ein Drittel ist Direktverbrauch, ein Drittel kommt aus den Akkus und ein Drittel wird zugekauft. Für mich ist das lohnend genug, und es ist sicher vor Zugriffen auf meine Ersparnisse durch Steuern und Negativzinsen sowie gegen zukünftige Strompreiserhöhungen. Von der Notstromfunktion mal ganz abgesehen, die hier bei uns ja nicht wirklich so wichtig ist.


    Euer Solar-User


    PS: Details über meine Anlage gibt es hier: https://www.photovoltaikforum.…trieb-genomm-t102178.html.


    Hallo Dringi,
    Hier sind die gewünschten Daten meiner 4 kWp-Halbinsel-Anlage mit OPZV Akkus.


    für 2015 guckst Du hier, ziemlich weit unten auf der Seite:
    https://www.photovoltaikforum.…-genomm-t102178-s200.html


    für 2016 guckst Du hier, so mittig auf der Seite:
    https://www.photovoltaikforum.…-genomm-t102178-s230.html


    Ich hoffe, die Zahlen sind klar genug dargestellt.


    Übrigens, bisher war das Jahr 2017 spitzenmäßig,
    Januar 30% Autarkie,
    Februar 59% Autarkie
    März 72% Autarkie
    April bis heute 97%.Autarkie


    Sonnige Tage wünscht Dir
    Solar-User

    Hallo Relativ,


    mit dem 3-Phasenbetrieb hast Du aus ökonomischer Sicht recht. Es gibt da ja noch eine andere Lösung. Wenn es nur darum geht, dass einmal im Monat oder in der Woche eine Säge betätigt wird, dann betreibt man die mit ein wenig Umverdrahtung doch am Netz. Und den Herd kann man auf einphasig umklemmen (ja ich weiß, Nullleiter angeblich zu schwach, aber wer hat wirklich alle Platten parallel laufen, außerdem gibt das der WR sowieso nicht her.) Für die Kosten der beiden zusätzlichen WR kann man ne Menge Bretter sägen, auch dicke bohren, wenn es sein muß.


    Mit dem Standbyverbrauch kann das so nicht stimmen, der Victron braucht wesentlich weniger. Meiner braucht 0,7 A bei 24 V, das sind 17 W, am Tag macht das 400 Wh.


    Gruß
    Solar-User

    Zitat von jossel

    [list][*]Ich möchte unbedingt das Drehstromnetz im Haus erhalten, da ich auch ein paar Drehstromverbraucher habe (Drehbank, Fräsmaschine, Herd)


    Die Lösung mit 3 x Victron Multiplus 48/5000VA würde mir zwar besser gefallen, liegt aber preislich kaum noch im machbaren.


    Wieviel KW willst Du denn betreiben?? 3 x 5 kW Drehstrom ist ganz schön viel Holz !!
    3 x 3 KW sollte doch reichen


    Solar-User

    Zitat von kalle bond


    Alle Anlagen benötigen natürlich zusätzlich eine zweite Stromquelle, da vor allem das Verhältnis PV Erzeugung vs Verbrauch in den Wintermonaten nicht annähernd abgedeckt werden kann. Die Ursachen sind ganz unterschiedlich, zu kleiner PV Generator, zu kleine Batterie, zu hoher Verbrauch oder später gestiegener Verbrauch.
    Deshalb schon in der Planungsphase genauer hinschauen.
    Täglichen Stromverbrauch in den Wintermonaten so gut wie möglich ermitteln.
    Falls möglich, danach den PV Generator und die Batterie planen.


    Kalle Bond,


    danke, dass war jetzt zeitliche Überschneidung


    Solar-User

    Hallo Jossel,


    erstmal danke, dass Du meine Anlage als "Vorbild" für Dein Vorhaben bezeichnest. Deine Aufgabenstellung ist für mich völlig klar, weil ich auch so ähnlich gedacht habe. Ich fasse hier nochmal für alle zusammen, wie ich es verstanden habe:


      Aufgrund der vorhandenen Dachfläche kannst Du nicht mehr als die genannten 4 kWp installieren. Deshalb führen die Diskussionen über Jahresvollversorgung nicht weiter. es reicht niemals.


      Der Jahresverbrauch liegt bei 4.000-4.500 kWh, das sind ca. 12 kWh pro Tag, von dem Du möglichst viel per Eigenerzeugung decken willst


    Daraus ergibt sich Folgendes:
    Im Winter reicht es sicher nicht zur Autarkie, wie hier auch schon bemerkt wurde. Also wird im Umkehrschluss dann auch keine Einspeisung möglich sein. Um es allen hier nochmal klar zu machen, in den Herbst- und Wintermonaten (Oktober bis März) werden nahezu 100% des Solarstroms genutzt, 90% sind es allemal, das hängt ein wenig von der Größe des Akkus und dem Verbrauchsverhalten ab.


    Im Sommer von April bis September hast Du eine Überdeckung. Wie hoch die sein wird, hängt auch wieder von Deinem Verbrauchsverhalten und der Akkugröße ab. Wenn Du zum Beispiel elektrisch kochst, kann es sehr wohl sein, dass auch im Hochsommer fast nichts mehr zum Einspeisen übrig bleibt.


    Welche technische Lösung ist nun am effizientesten? Du kannst Die Anlage wirkungsgradmäßig auf Einspeisung, mit AC- gekoppeltem Akku, oder auf Eigenverbrauch optimieren, das wäre dann ein DC-gekoppelter Akku. Da bestenfalls 10-20% der jährlichen Erzeugung für eine evtl. Einspeisung zur Verfügung stehen, ist die Entscheidung klar, oder??? Das mit den Umwandlungsverlusten von 20%, wie hier einer schreibt, ist Quatsch und trifft, wenn überhaupt, dann nur auf AC-Gekopplete Systeme zu.


    Was Du jetzt für Geräte nimmst, musst Du selbst entscheiden. Aufgrund der DC-Koppelung ist die Auswahl aber nicht mehr so groß, da wirst immer bei den Herstellern der Schiffsausrüstung wie Victron oder Mastervolt landen. Such mal im Internet nach Schiffselektrik, da wirst Du am ehesten fündig. Diese Hersteller zeichnen sich alle durch extreme Langlebigkeit und Zuverlässigkeit aus. Die klassischen PV-Ausrüster sind alle aufs Einspeisen optimiert.


    Ich kann nach zweieinhalb Jahren Betrieb noch einige Ratschläge geben. Ein größerer Akku ergibt längere Lebensdauer und mehr Autarkie, weil Du damit länger die Schlechtwetterperioden überbrücken kannst. Ich würde 8-10 kWh nutzbare Kapazität nicht unterschreiten. Wenn Du elektrisch kochst, geht das auch in Richtung größerer Akku. Ein Akku von 48V ist dann auch sicher die technisch bessere Lösung,weil beim Kochen doch über längere Zeit hohe Ströme gefordert werden (bei 24V über 100A, bei 48V eben nur die Hälfte). Ob Li-Ionen oder Blei-Akku ist nicht leicht zu entscheiden, für mich war der Preis das Kriterium. Das kann heute aber schon ganz anders aussehen


    Überlege, ob Du die sommerliche Überdeckung nicht zur Brauchwasserwärmung benutzen kannst, dann erledigt sich die Gewissensfrage nach der Einspeisung von selbst.


    Eine allpolige manuelle mechanische Umschaltung von 3-Phasen-Betrieb am VNB Netz auf 1-Phasen Eigennetz ist als Notschalter erforderlich und sehr einfach zu realisieren. Im Normalfall hängt das Haus aber ganzjährig immer nur am Wechselrichter, der bei Bedarf intern auf Netzversorgung umschaltet, die von einer Phase des VNB Netzes vor dem Umschalter kommt. Baue Dir in an einem oder mehreren geeigneten Plätzen Steckdosenleisten mit FI-Schutzschalter, die vor dem Umschalter immer am externen Netz hängen, das kann ganz praktisch sein, wenn doch mal was defekt ist.


    Ich wünsche ich Dir viel Erfolg


    Gruß Solar-User


    PS: Falls Du mehr Informationen benötigst, gern per PN