Beiträge von joopy66

    Hallo alle,

    Habe unser Projekt nun leider - trotz sehr gutem Angebot - nicht umgesetzt. Leider waren die rechtlichen und steuerlichen Fragen zum Betrieb einer Anlage auf fremden Dach, das bei O-W-Ausrichtung halt viel Eigenverbrauch benötigt und daher der Hauseigentümer Anlagenbetreiber werden sollte, nicht klären lassen. So wird‘s nix mit der Energiewende...

    Da mich viele nach dem Anbieter des Angebots gefragt haben: es ist von SunForFree aus Troisdorf, ich hatte sehr guten Kontakt und Austausch mit Herrn Fiedler, hatte auch schon mit ihm gebaut und ihn mehrfach weiter empfohlen. Die machen eine tolle Arbeit, sind aber derzeit auch ganz gut ausgebucht.

    Fake? Mein Gott, in welcher Zeit leben wir, dass ein nicht direktes Antworten als Fake interpretiert wird?

    Habe das Angebot noch nicht angenommen, da es noch ein paar Dinge zu klären gibt (siehe meine anderen threats zu "PV-Anlage auf fremdem Dach"). Sobald ich die Anlage in Auftrag gegeben habe und Erfahrungen teilen kann, mache ich es gerne

    HILFE HILFE HILFE


    Dieses Geschäftsmodell müsste doch alle interesieren, die Spaß an Photovoltaik haben und an die grüne Wende glauben!


    Möchte in PV investieren, habe aber kein Dach (mehr) dafür. Also pachte ich das Dach von jemand anderem. Damit sich das bei der heutigen Einspeisevergütung lohnt, muss dieser Dachbesitzer den Strom selbst verbrauchen können, möglichst ohne EEG-Umlage. Also wird es eine Überschuss-Einspeise-Anlage und der Dachbesitzer wird Anlagenbetreiber (womit man auch vermeidet, dass der Investor "Stromlieferant" wird), meldet die Anlage bei der Bundesnetzagentur an und erhält die EEG-Umlage ausgezahlt. Dafür benötigt er ein Gewerbe, entweder als Kleinunternehmer oder mit USt.


    Dachbesitzer und Investor vereinbaren in einem Pachtvertrag, dass der Investor das Dach pachtet und der Dachbesitzer die PV-Anlage. Soweit so gut.


    Nun meine 3 Fragen, bei denen ich hänge:

    1) Damit der Investor für die Anlage Investitionsabzugsbetrag und (vor allem) Sonder-Afa nutzen kann, muss es bei ihm ebensfalls als Gewerbe laufen. Also Anlage G und nicht etwa "Sonstige Einküfte" oder "Vermietung&Verpachtung". Worauf kommt es dann hier beim Pachtvertrag an? Wer muss welches Risiko (Sonnenertrag, Anlagenausfall, Eigenverbrauchsquote, Haftpflichten, etc) tragen, damit dies Anlage G wird?

    2) Ist der Dachbesitzer bereits mit anderem Gewerbe Kleinunternehmer, so erhält er die Einspeisevergütung ausgezahlt ohne USt. Was bedeutet dies, wenn der Investor auf die Kleinunternehmerregelung verzichtet hat und gem.1) das Ertragsrisiko beim Investor sein soll, sprich der Dachbesitzer nach Pachtvertrag die erhaltene Einspeisevergütung an den Investor auszahlt? Dann auch ohne USt beim Investor zu buchen? Oder sollte der Investor dafür ein eigenes Gewerbe anmelden (z.B. als GbR), das dann auch der Kleinunternehmerregelung unterliegt?

    3) Wo - verdammt nochmal - finde ich einen Steuerberater, der sich hiermit auskennt und beraten kann (die ersten 3 angefragten waren hier keine Experten). So neu kann dieses Modell ja nicht sein, betreibt das schon jemand, der hier helfen kann?

    Hi


    Habe ziemlich genau die gleichen Fragen mit dem Auseinanderfallen von Anlagenbesitzer und Betreiber, siehe hier:

    RE: Anlage auf fremden Dach


    EEG sollte sich erledigt haben, Konstrukt verhindert vor allem, dass der Besitzer (hier GbR) zum Energielieferanten mit allen Pflichten und Auflagen wird. Suche derzeit noch einen beratenden StB. Wenn Du hier schon einen hast, würde ich mich über den Kontakt freuen, gerne per PN

    Es ist viel gesagt worden zu den unterschiedlichen Mehrwertsteuersätzen 2020. Jetzt kriege ich die Abrechnung und frage mich, ob es neben den USt-Auswirkungen nicht auch eine EÜR-Implikation hat...


    Hier kommen ein paar Zahlen - sicherlich haben aber viele eine ähnliche Abrechnung erhalten.


    Situation ist so:

    A) 2020 Abschläge brutto von 2116 EUR erhalten. Da es mit Schreiben von Feb 20 hiess, die Abschläge beinhalten 19% MwSt, habe ich gebucht: netto 1778,20 und 19% MwSt = 337,80 -> dies gebe ich auch so in der UStE und der EÜR für 2020 an


    B) Jetzt kommt die Abrechnung:

    - kwh x EEG-Satz ergibt netto 1487,38, hierauf werden nur 16% MWst angerechnet = brutto 1725,36

    - Abschläge für 1. HJ werden mit 19% abgerechnet: Brutto-Betrag wie vereinnahmt 952 EUR, netto (800) und MwSt (152,-) wie verbucht -> keine Abweichung

    - Abschläge 2. HJ werden mit 16% berücksichtigt: Brutto-Betrag wie vereinnahmt 1116 EUR, netto (1003,45) nun mehr als verbucht, MwSt (160,55) weniger


    Daraus ergeben sich Abweichungen bei der MwSt, die m.E. in der UStE für 2021 zu berücksichtigen sind:

    - 19% MWSt-Satz: -185,80 (337,80 gebucht versus nur 152,- gekriegt in 2020)

    - 16% MWSt-Satz: +160,55 (nichts gebucht, aber 160,55 gekriegt)


    Soweit richtig?


    Das heisst dann auch, dass ich netto als Einnahme aus den Abschlägen 1778,20 in der EÜR 2020 habe, der VNB nun aber in der Abrechnung mir ausweist 1803,45 gezahlt zu haben (800 fürs 1. Halbjahr, 1003,45 im 2.). Ist das in der EÜR 2021 einzeln zu buchen als Abweichung? Insgesamt muss ich brutto 390,64 nachzahlen. Wir das auch wieder auf Netto und MwSt (16/19) aufgeteilt?

    Wer hat denn dieses Konstrukt der Verpachtung der PV-Anlage an den Dacheigentümer schonmal umgesetzt?


    Auch finde ich keinen Steuerberater, der das aus meiner Sicht als Investor und aus Sicht des Anlagenbetreibers beurteilen kann. Wer kennt denn einen Steuerberater, der sich mit solchen PV-Modellen auskennt?

    :danke:

    Genau, daher muss der Plan sein, dass es unter Anlage G läuft, also genauso wie wenn man die Anlage selbst betreibt. Nur konnte mir das bisher keiner bestätigen, auch kontaktierte Steuerberater kannten sich hier nicht aus, wollten sich nicht einlesen oder meinten, „das entscheidet am Ende das Finanzamt“. Wer kann denn hier helfen, betreibt ggf. schon dieses Modell?

    - Ich errichte eine Anlage auf einem fremden Dach, gebe sie in Auftrag, bezahle sie und bin Eigentümer.

    - Dann verpachte ich die Anlage an den Dachbesitzer, dieser wird Anlagenbetreiber mit allen Rechten (Bezug Einspeisevergütung) und Pflichten (Steuerkrams) und trägt das Ertragsrisiko. Pacht ist ein fixer Satz pro Monat.


    Ich habe hier kein Risiko. Königsfrage: Bin ich damit A) Unternehmer (Anlage G) oder ist das B) steuerlich "Vermietung und Verpachtung“?

    Hallo,

    Kenne Deine Bedenken nur zu gut, denn ich habe mich selbst mit der Frage, ob PV auf Stehfalz Dach hält, einige Jahre rumgeschlagen. Bezüglich der Windsoglasten habe ich schließlich ein statisches Gutachten in Auftrag zu geben. Auch für das eigene Gewissen. Heraus kam: Befestigung mit rooftech S5 ist in Ordnung, Anzahl der Haften ausreichend. Wo diese sind ließ sich nicht ersehen oder ertasten. Haben dann auf Schienen montiert und In den Randbereichen noch eine dritte Schiene montiert. Bei uns hält es (bis jetzt).