Beiträge von Mege66

    Kleine Korrektur, es ist ein Landis+Gyr E350.
    Hier die Spezifikation: http://www.landisgyr.ch/webfoo…D000028915_E350_c_de1.pdf


    Netzbetreiber gibt es in der Schweiz nur noch einen, die Swissgrid. Man nannte diese vor ein paar Jahren beschlossene Monopolisierung 'Entflechtung von Netz und Energie' zum Wohle der Konsumenten. Bis dato ist aber eine Strommarktliberalisierung erst für Grosskunden eingeführt worden und die für 2016 geplante Marktöffnung für Klein- und Privatkunden wird offenbar schon kräftigst in Frage gestellt. Klar, wo käme man den hin wenn sich der Kunde seinen Anbieter selber aussuchen dürfte.


    Das EVU ist die CKW (Zentralschweizerische Kraftwerke), eines der grosszügigeren Werke. Aber der Grundtenor ist auch bei uns im Schweizerländle stets der gleiche: Immer weniger für die Einspeisung, der Strom wird aber nicht wirklich billiger bis auf gelegentlich Augenwischerei. Der in deutschen Landen subventionierte PV Strom wird billigst am Markt eingekauft und hier gönnerhaft für das zigfache weiter verkauft. Ein Bekannter sagte mal treffend, dass die Gewinnspanne im Stromhandel vermutlich grösser ist als die im Drogenhandel, aber das Risiko in den Bau zu wandern sei etwas kleiner :lol:

    Schluss damit, Nebenthread zu. Als User eines Energiemanagementsystems kann ich glücklicherweise auf die Änderungen im Strommarkt mit einer Anpassung meiner Verbraucherstrategie reagieren. Wie gesagt, mit der Gavazzi Wellenpaketsteuerung geht dies wirjklich prima und dank meiner beiden Speichern in der Erdwärmepumpen-Anlage (600l Boiler und 800l Heizkreispuffer) kann ich eine ganze Menge Energie thermisch speichen. Den Sommer über natürlich nur im Boiler, in der Übergangsphase und im Winter auch im Pufferspeicher. Der muss dazu allerdings zuerst noch mit einem Einschraubheizstab versehen werden. Dies kommt allerdings erst, wenn der Einspeisetarif noch weiter gesenkt werden sollte und vermutlich reichen die kanpp 7kWp eh nur um das Wasser knapp warm zu behalten.


    Meine derzeitige Warmwasserstrategie ist übrigens noch bis 47°C aufheizen mit der WP und alles was darüber hinausgeht (Legionellenschutz) mit dem Heizstab fahren.


    Gruss Mege66

    Tag allerseits,


    irgendwo weiter vorne in diesem Thread habe ich gestern Abend gelesen, dass die korrekte Verrechnung der Einspeisung beim Einsatz einer Pulspaketsteuerung (auch Vollwellensteuerung / Wellenpaketsteuerung u.ä. genannt) in Frage gestellt wird.


    Als Besitzer eines PowerDog mit genau einer solchen Steuerung (Gavazzi RGC3P60V30C1AM) habe ich mir die gleichen Fragen auch gestellt und diese vor der Anschaffung des Energiemanagers mit meinem Elektroinstallateur besprochen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Es funzt so, wie es sein sollte. Offenbar wird tatsächlich nicht Vollwelle um Vollwelle 1:1 verrechnet, sondern es muss eine Art Tiefpass in der Software des elektronischen Stromzählers (Landis & Gyr E300) vorhanden sein.


    Beispiel von heute Mittag:
    PV Leistung rund 5kW, Eigenverbrauch 0.5kW --> Überschuss also 4.5kW. Da der Heizstab aber 6kW aufnimmt wenn er am Netz hängt, macht die Wellenpaketsteuerung - auf Geheiss des PowerDogs über die Analogschittstelle - nun folgendes: 3 Vollwellen werden durchgeschaltet (=Stab am Netz), 1 Vollwelle wird gesperrt (= Stab nicht am Netz). Dadurch ist die gemittelte Leistungsaufnahme 3/4 von 6kW, also genau die überschüssigen 4.5kW.


    Soweit die Theorie, nun zur Praxis.


    Der Betreiber (= Schreiberling :wink: ) geht nach draussen, wo der Zähler im Aussenkasten untergebracht ist, und liest dort Werte zwischen 0.2kw Einspeisen und 0.2kW Bezug ab, was in etwa de Schwankung der Erzeugung entspricht.Also genau so wie es sein soll. Ein Teil der Schwankung ist auch noch der Regelung im PowerDog zu zuschreiben, dessen Reglerbaustein ich so programmiert habe, dass er rund 200 Watt Regeltoleranz aufweisen darf (damit nicht jede LED Lampe oder Elektrozahnbürste die angeht gleich zu Netzbezug führt). Alles also läuft wie gewünscht.




    Nun noch schnell die Neunerprobe gemacht und die Einspeisung seit Monatsbeginn kontrolliert. Und auch die stimmt mit dem was der PowerDog anzeigt gut überein (der EVU Zähler zeigt sogar etwas mehr an als der PD).


    Alles in allem darf ich sagen, dass die Leistungsregelung über eine Wellenpaketsteuerung hervoragend funktioniert. Kostet zwar ein Stück, aber seit der gestern bekanntgewordenen Reduktion der Einspeisevergütung nächstes Jahr um 35% wird ganz klar auch bei mir der Eigenverbrauch im Vordergrund stehen. Bei den dann noch ausbezahlten 8 Cent pro kWh (wohne in der Schweiz) wird das Verheizen im Boiler bald zur Warmwassererzeugung mit der Wärmepumpe konkurrenzfähig.


    Schöne Grüsse, Mege66

    Tag allerseits,
    ich habe vor kurzem einen Fronius Symo 7.0-3-M mit einem PowerDog Datenlogger verbunden. Zuerst erkannte der Logger den über die DATCOM Schnittstelle verbundenen Symo nicht. Nach längerem Suchen und Probieren habe ich dann versuchsweise die WLAN Karte ausgesteckt und siehe da, die Kommunikation kam zustande und funktioniert seither störungsfrei.
    Eine Anfrage beim Hersteller des Loggers ergab, dass beim Symo die WLAN Karte ausgesteckt werden muss damit die RS422 Schnittstelle funktioniert. Das selbe sagt der Installateur meiner PV Anlage. Nun würde ich aber schon gerne die mitbezahlte WLAN Karte in Betrieb nehmen, und sei es nur für gelegentliche Firmware Updates.
    Habt Ihr ähnliche Erfahrungen mit dem Symo? Gibt es einen Workaround um diese Problematik zu umgehen?
    Freundliche Grüsse, Mege66

    Werte PowerDog Gemeinde,
    ich habe anfang Woche einen Fronius Symo Wechselrichter mit dem PowerDog verbunden. Zuerst wurde der über die SolarNet / DATCOM Schnittstelle mit dem PD verbundene Wechselrichter nicht erkannt. Nach längerem Suchen und Probieren habe ich dann versuchsweisem die WLAN Karte ausgesteckt und siehe da, die Kommunikation kam zustande und funktioniert störungsfrei.
    Eine Anfrage bei Herrn Hütter wurde prompt beantwortet. Beim den neuen Fronius ist es scheinbar so, dass das WLAN abgesteckt werden muss damit die RS422 Schnittstelle funktioniert. Mit dieser Aussage kann ich vorerst leben, doch es wäre natürlich schon nett, wenn die mitbezahlte WLAN Karte in Betrieb genommen werden könnte, und sei es nur für gelegentliche Firmware Updates.
    Habt Ihr ähnliche Erfahrungen mit dem Symo? Gibt es einen Workaround um diese Problematik zu umgehen?
    Freundliche Grüsse, Mege66

    Hallo miteinander,
    ich will auf meinem PowerDog Hintergrundbilder für die Custom Views verwenden.
    Kennt jemand die genaue Auflösung der Bitmaps in Pixel und das Seitenverhältnis? Hintergrund: Ich möchte die Vorlagen gleich in der richtigen Auflösung erstellen damit sie beim Skalieren nicht verzerrt werden.
    Schöne Grüsse, Mege66

    Die Kommunikation läuft gemäss PowerDog Handbuch über die RS422, welche beide Geräte, Fronius Symo und Powerdog, besitzen. Ob's dann läuft ist eine andere Sache. Ansonsten heisst's warten und weiter den eingebauten Logger des Symo benutzen. Für die Überschussberechnung wird allerdings schon eine funktionierende Kommunikation zwecks Übertragung der aktuellen WR EInspeiseleistung benötigt, das schleckt keine Geiss weg...


    Gruss, Mege66

    Christian
    Bei mir beträgt die WP Vorlauftemperatur 60°C um den Warmwasserspeicher auf 53°C aufzuheizen (habe einen 8m2 Wärmetauscher im Speicher, d.h. etwa 3fach überdimensioniert).


    Eigenverbrauch um des Eigenverbrauches willen kommt nicht in Frage. Zumindest einen finanziellen Vorteil muss daraus entstehen. Besser auch noch ein Verbrauchsvorteil. Das Erstere wäre bei mir im Fall der Verheizung des Stroms bereits gegeben, die WP arbeitet jedoch selbstverständlich energieeffizienter.


    Ich habe mir einen PowerDog bestellt um die Verbrauchersteuerung zu optimieren, wobei nicht viel zu machen sein wird. Ich installiere das Ding mehr, um die WP Werte zu loggen. Da gibt es wahrscheinlich noch mehr Optimierungspotential (bin derzeit bei einer JAZ3 von genau 4.69 angekommen im 40 Jahre alten Bestandesgebäue mit moderater Isolation und ohne Bodenheizung :D )

    E-Mobilität ist ein vielversprechender Ansatz, wenn das Auto tagsüber mehrheitlich zu Hause am Hausnetz angeschlossen ist (oder zumindest über die Mittagszeit). Wenn unser alter Zweitwagen aussteigt, dann werde ich ernsthaft ein E-Mobil in Erwägung ziehen, weil mich die selbstproduzierte kWh mit rund Fr. 0.11 deutlich billiger kommt als die kWh fossile Energie (Benzin/Diesel etwa Fr. 0.19/kWh).


    Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit einen Batteriespeicher nachzurüsten. Ich liebäugle da mit dem Knubix System von Knut oder dem Fronius System. Damit kann man die WP dann einfach bedarfsgerecht laufen lassen ohne Energie in Form von höheren Speichertemperaturen einzulagern, weil damit die JAZ deutlich sinkt was ich auchnicht will. Bevor dies jedoch spruchreif wird, muss aber zuerst noch eine weiter Kostensenkungsrunde abgewartet werden.


    Schöne Grüsse,
    Mege66

    Wir wohnen in der Schweiz und kriegen hier derzeit für die eingespeiste kWh Fr. 0.152 vergütet. Dies beinhaltet eine (freiwillige) Vergütung des EVU für den ökologischen Mehrwert des PV Stroms. Ab Frühjahr 2015 werde ich noch rund Fr. 0.05..0.06 pro kWh erhalten. Dann fängt für uns die Phase Eigenverbrauch an. Der bezogene Nachstrom kostet mich heute Fr. 0.132, der Tagstrom Fr. 0.228. Dies wird so bleiben (die Tendenz geht bei uns eher leicht runter als rauf, weil die Deutsche EE Förderung auch hier die Strompreise unter Druck setzt).


    Das Warmwasser machen wir heute seit einem Jahr nachts und mit der Erdwärmepumpe. Die AZ3 der Anlage erreicht dabei genau 3.05 für 53°C heisses Wasser, der WP Vorlauf geht dabei bis 60°C hoch.


    Mit den ab 2015 geltenden Einspeisetarifen sieht die Welt in meinen Augen dann recht einfach aus:
    Die Wärmerzeugung mit Nachstrom und WP kostet mich dann rund Fr 0.043 pro kWh (0.132 / 3.05)
    Bei Direktverheizung über den Heizstab entgehen mir die genannten Fr 0.05..0.06 pro kWh


    Dies ist noch leicht teurer. ABER, wenn ich die verlängerte Lebensdauer der WP mit in Betracht ziehe (60°C Vorlauf belastet den Verdichter deutlich mehr wie die sonst benötigten 35-40°C Vorlauftempertur, das hört man schon am Laufgeräusch), dann wird das direkte Verheizen des PV Stroms günstiger sein als die Warmwassererzeugung über die WP! Aber dies ist nur die Kostenseite, energetisch wird dies leider zu ca 1500 kWh Mehrverbrauch pro Jahr führen. Günstiger Strom vom Dach führt dann zu weniger ökonomischem Umgang damit :?


    Mich dünkt die Rechnung fast schon zu einfach. Ob's da wohl noch einen Pferdefuss hat?


    Schöne Grüsse aus der regnerischen Schweiz