Beiträge von MFunited

    Nein, ich hab auch nicht wirklich mehr Informationen als das was letzten Dezember im Ministerrat bekannt gegeben wurde. Ich hatte zwar einmal kurz die Gelegenheit mit Frau BM Köstinger zu reden, allerdings wurde da auch nicht viel Preis gegeben.

    Fix scheint dass die Tarifförderung in Zukunft für 20 Jahre gewährt wird und ab ca 250kW der Fördertarif über Ausschreibungen ermittelt wird. In Zukunft wird es wohl auch wieder Förderungen für Freiflächenanlagen geben.


    Natürlich sind die Fördertarife in den letzten Jahren aufgrund der fallenden Anlagenpreise stark gefallen. Dennoch wird der neue Fördertarif sicher über dem Marktpreis liegen. Zum Marktpreis einspeisen wäre mir persönlich einfach zu riskant. Ich hab vor ein paar Wochen einen Vortrag vom Regelzonenführer der APG und einem Professor des Energieökonomieinstituts der TU Wien gehört. Da rechnen beide damit dass der Strompreis in den nächsten Jahren wieder etwas fallen wird, aber höher bleibt als die letzten Jahre. Er wird sich also wo zwischen 40 und 50€ bewegen.


    Du rechnest in deiner Wirtschaftlichkeitsberechnung halt auch nur den best Case mit dem aktuell historisch hohen Strompreis durch. Inwiefern hast du Reparaturen und Betriebskosten (Versicherung, Zählergebühr) berücksichtigt?

    Das Risiko für ein paar Tausend Euro Gewinn auf 20 Jahre wäre mir beim Marktpreis einfach zu hoch.


    Meine Meinung: Besser noch dieses Jahr abwarten. Zum Marktpreis einspeisen kannst du auch noch nächstes Jahr. Die Investitionskosten sinken vielleicht noch etwas, und ob du ein Jahr früher oder später die Anlage am Netz hast ist in diesem Fall egal.


    Bezüglich der Optierung: Wie meinst du das genau? Willst du mit dem ganzen Betrieb optieren oder nur die PV Anlage?

    Hallo Vollmilch,


    finde dein Projekt sehr interessant. Bin auch aus Österreich und ebenfalls am überlegen eine neue Anlage zu installieren.

    Ich möchte allgemein zu deinem Projekt ein paar Punkte anmerken:

    1. Warum hast du keine ÖMAG Förderung beantragt sondern nimmst die Förderung für Landwirtschaft? Der Marktpreis ist zwar zur Zeit sehr hoch, aber da bin ich sehr skeptisch ob der in den nächsten 10 oder 20 Jahren so hoch bleiben wird. Bei der ÖMAG hättest du für 13 Jahre einen garantieren Einspeisetarif. Du musst da zwar einen Eigenverbrauchsanteil bekannt geben, allerdings wird nicht überprüft ob du den auch erfüllst. Das heißt wenn du 20% angegeben hättest bekommst du für 80% des Stroms Einspeisetarif und für 20% (wenn du nichts selber verbrauchst) den Markpreis.
    2. 2020 wird das Fördersystem umgestellt. Die entsprechenden Gesetze (Erneuerbaren Ausbaugesetz und Ökostromgesetz) sind gerade in Ausarbeitung. Da bin ich mir sicher dass du damit besser fahren wirst als wenn du heuer baust und nur den Markpreis bekommst.
    3. Du hättest ja viel mehr Dachfläche zur Verfügung. Hast du überlegt ein Kabel zur nächsten Trafostation zu legen? Dann könntest du auch 100kWp aufs Dach bauen. Wie weit ist denn die nächste Trafostation entfernt?
    4. Bei Anlagen in der Größe würde ich mir nochmal genau anschauen ob das die Pauschalierung bei dir tatsächlich noch abdeckt. Vom BMF gibt es einen Erlass dass ein Gewerbe vorliegt wenn du nicht mehr als die Hälfte des erzeugten Stroms selbst in der Landwirtschaft verbrauchst.
    5. Soweit ich weiß ist die ÖMAG Förderung für heuer bereits ausgeschöpft. Es gibt aber meist zirka im August eine neuerliche Möglichkeit aus dem Resttopf (aus Anlagen die eine Förderzusage bekommen haben aber dann nicht realisiert wurden) eine Förderung zu beantragen. Das würde ich an deiner Stelle umbedingt machen da du dann 7,7 cent/kWh bekommst.

    Schöne Grüße

    Die Anzahl der Postings korreliert nicht mit dem Wissen ;)


    Ich wollte damit nicht sagen dass das Angebot nicht fair ist, aber dass noch Verhandlungsspielraum sein sollte.
    Die 10% Rabatt waren nur für die Module gemeint, nicht für die Gesamtanlage.


    Ist das Angebot bereits verhandelt, oder das Erstangebot? Hast du auch noch andere Angebote angefordert?


    Wenn du sowieso genug Dachfläche hast, weil du unter 30kWp bleiben willst, kannst du ja zu günstigeren Modulen, mit geringerem Wirkungsgrad greifen.

    Möchte mich gerne der Frage anschließen. Überlege auch eine Freiflächenanlage zu bauen und dazu bis zu 4ha zu verwenden.
    Wie das rechtlich ist kann ich für Ba-Wü leider nicht sagen.


    Bezüglich der Leistung pro ha hängt es wohl maßgeblich davon ab, ob man Ost-West oder Süd- Ausrichtung plant.
    Der Solarpark Cestas in Frankreich schafft zum Beispiel 300MW auf 250ha. (Ich weiß nicht ob das jetzt MWp oder MW Wechselrichterleistung sind). Bei Südanlagen ist man da deutlich schlechter.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Solarpark_Cestas


    Ich frag mich hauptsächlich wie bei einer Ost-West Anlage der Bewuchs unter der Anlage ist. Wächst da durch das diffuse Licht noch Gras, oder stirbt alles ab und es kommt zu Erosion?

    Mir kommt das Angebot dennoch etwas teuer vor. Ich denke da sollte noch 10% Rabatt drinnen sein.
    PV Module haben einen Großhandelspreis von etwa 250 € pro kWp. Der Importzoll auf China-Module ist ja gefallen. Vl. haben hier die Händler in Europ bereits verzollte Ware auf Lager und wollen sie deshalb noch relativ teuer weiterverkaufen. Der Großhandelspreis für dein Modul sollte deshalb bei etwa 80€ pro Modul sein.
    Auch der Wechselrichter kommt mir etwas teuer vor. Da sollten auch 10 bis 20% drinnen sein.
    Das Montagesystem kann ich jetzt nicht beurteilen da hier Details fehlen.

    Hallo zusammen!


    Wir sind gerade bei der Planung eines Stallgebäudes. Jetzt stehen wir gerade vor der Frage, welches Dach wir verbauen sollen. Für das Klima im Stall würden wir Sandwichpaneele bevorzogen, allerdings möchten wir auch, dass später einmal eine PV-Anlage installiert werden kann. Für mich stellt sich jetzt die Frage ob das bei Sandwichpaneelen überhaupt möglich ist? Ich befürchte, dass durch das anbohren der Paneele Wasser in die Isolierung eindringt und sich diese dann vollsaugt.
    Hat hier schon jemand Erfahrungen?


    Als Alternative hätten wir Welleternit oder Tondachziegel geplant.
    Auf einem Etneritdach haben wir bereits eine 20kWp PV-Anlage installiert. Das hat sehr gut geklappt. Beim Dachziegel habe ich die Befürchtung, dass sich bei Sturm einzelne Ziegel lösen könnten und das richten der Ziegel unter der PV dann sehr schwierig ist.


    Das neue Gebäude hat übrigens eine Dachfläche von ca. 1200 m².


    Danke vorab für eure Antworten!