Beiträge von MFunited

    Hallo,


    Burgenlaender Ja, ich hab bereits eine 20kWp Anlage am Dach. Was jetzt der Engpass konkret ist kann ich aber nicht sagen. Da auch bei den Nachbarn sehr viele PV Anlagen laufen, dürfte auch der Trafo bereits ziemlich am Limit sein.


    Pauline@sonnenschein Danke für den Link, aber eine Vermietung meines Daches kommt für mich nicht in Frage.


    Ich habe auch mal ein Statement von der Regulierungsbehörde eingeholt. Als nächsten Schritt werde ich mich jetzt an den Netzbetreiber wenden.

    Hier das Statement der E-Control:

    Guten Tag! Die Netzzutrittskosten für die Verbindung zum technisch geeigneten Anschlusspunkt müssen Sie als Anschlusswerber in der Regel zur Gänze tragen, außer der Netzbetreiber hat selbst ein Interesse daran und beteiligt sich an den Kosten. 200 kW ist typischerweise ein Netzeben-6-Anschluss, sowohl einspeise- als auch bezugsseitig. Bezugsseitig ist für Netzebene 6 die Mindestleistung 100 kW, dafür muss auch ein Netznutzungsrecht vereinbart werden. Liegt der technisch geeignete Anschlusspunkt im Mittelspannungsnetz, muss der Anschlusswerber die Transformatorstation zahlen oder zumindest mitzahlen, es wird jedoch bei dieser Leistungskategorie in der Regel trotzdem ein NE-6-Anschluss. Der Netzanschluss, insbesondere die dafür notwendigen Maßnahmen und Kosten, sowie die Netzebene, ist mit dem Netzbetreiber abzustimmen. Diesbezüglich ist zu empfehlen, direkt mit dem Netzbetreiber Kontakt aufzunehmen. Wir hoffen Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben und schicken freundliche Grüße!



    Eigentlich ja ziemlich so wie erwartet, bis auf den Punkt mit der Mindestleistung. Liest sich für mich so als müsste ich mir ein Bezugsrecht für 100kW kaufen wenn ich die Anlage als Überschusseinspeiser betreiben möchte.

    Hotte84 : Wir haben 30kV Mittelspannung, zwar nicht generell in AT, aber die bei mir ist eine. Ist Kupfer-Trafo noch immer der Standard? Ich dachte die werden mittlerweile schon von Aluminium Trafos abgelöst.

    Du meinst ich sollte die Kabel alle in HT-Rohre legen? Ist das nicht wieder unnötig teuer? Was spricht gegen eine direkte Verlegung in der Erde? Oder meinst du nur direkt beim Trafo um später noch was einzuziehen?

    Kannst du eine Größenordnung für Trafo+Mittelspannungsschaltanlage nennen?


    karo1170 Danke, das ist mal eine Ansage! Sind signifikante Preisunterschiede zwischen 250 und 400kVA? Ob Niederspannungsseitig oder Mittelspannungsseitig gemessen wird weiß ich jetzt nicht. Muss ich erst beim VNB anfragen. Ich vermute aber mal dass die MS Messung deutlich teurer kommen wird. Oder täusche ich mich da?

    Große PV sollte man aus der Hüfte geschossen auch in AT unter 1000,- netto pro KWp hin bekommen.

    Vielleicht auch mal bei Solarteuren im Forum nach Erfahrungswerten fragen ... Angebot in AT einholen .... Du brauchst vor allem Leute, die sich mit sowas auskennen, um nicht Schiffbruch zu erleiden.

    Ich habe ja nicht weit nach Bayern. Werde daher auch dort mal anfragen. Dort gibts auch mehr Erfahrung mit Anlagen in dieser Größe. 1000€/kWp wäre mir ehrlich gesagt zu teuer. Die Materialkosten für alles bis inkl. Wechselrichter werden zirka 500€/kWp betragen. Für Planung und Montage sollten auch nicht mehr als 200€/kWp fällig werden.

    Ja, mit dem Verteilnetzbetreiber wird ein sogenannter Netzzugangsvertrag geschlossen. Der ist nach Abschluss dann auch verbindlich. Bevor ich aber überhaupt anfrage (ist ja auch mit einem gewissen Aufwand verbunden) habe ich mir hier noch ein paar Erfahrungsberichte zu den Kosten der Mittelspannungseinspeisung erhofft. Denn wenn das deutlich mehr als 50.000 kostet rechnet es sich nicht und ich lasse es bleiben.



    Nach Ablauf der Einspeisevergütung gibts in AT auch nur mehr den Markpreis, der allerdings etwas höher ist als in Deutschland.

    Das ganze steht und fällt doch mit der Vergütung für Einspeisung.

    Bisher habe ich da aus AT nix gutes gehört und die Preise für PV liegen auch eher über dem Preisniveau von DE.

    Mit Trafostation neu ... das wird eng.


    Gibt es Ausschreibungen in AT, jetzt wo die grünen PV vorran treiben wollen?

    Aktuell bekommt man 250€ pro kWp Investitionsförderung und eine Einspeisevergütung von 7,8cent/kWh.

    Ich finde dieses Modell eigentlich gar nicht so schlecht wie manche oft sagen. Im Gegensatz zu Deutschland kommen mir die Regulierungen deutlich einfacher vor. Eigenverbrauch ist in unbegrenzter Höhe von jeglichen Steuern und Abgaben befreit und es gibt auch diese 70% Regelung nicht.


    Laut neuer ÖVP-Grünen Bundesregierung will man die installierte PV Leistung in den nächsten 10 Jahren von 1,4GWp auf zirka 14GWp ausbauen. Die Einspeisevergütung soll dann von 13 auf 20 Jahre verlängert werden. Die Kombination aus Investitionsförderung und Einspeisevergütung will man beibehalten. Genaue Zahlen zu neuen Einspeisevergütungen weiß man noch nicht, aber um das Ziel zu erreichen muss diese eher höher werden.

    Darum plane ich ja auch erst mit einer Installation im nächsten Jahr, ich möchte mich aber bald genug vorbereiten, dass sobald die neuen Fördersätze bekannt sind, der Antrag gestellt werden kann.

    Bis jetzt ist eine dünne Leitung zwischen Haus und 30kV-Trafo gelegt die nur 10 kW aufnehmen kann? Ist das besserer Klingeldraht, hat sich der VNB da vertan oder läuft schon eine größere Anlage darauf?

    Kann der Trafo verlegt werden oder gehen von dort Leitungen in andere Richtungen?

    wjr hat ein ähnliches Szenario - vlt. sind seine Beiträge interessant. Schrankwand, Kartoffellager als Suchbegriffe fallen mir zu ihm ein. Er hat mehrere "dünne" Kabel parallel geschaltet. Reduziert Leitungverlust, das dünnste Kabel bestimmt aber die Sicherung.

    Mit Kosten kenne ich mich nicht aus. Großzügige Rohre verwenden zB Kabuflex oder KG-Rohr statt die Kabel zu begraben.

    Welche Region in AT? Vlt. hat jemand eine Empfehlung= (Da von mir hier nicht mehr viel kommt schonmal gutes Gelingen!)

    Es hängt schon eine 20kWp Anlage die 2011 errichtet worden ist drauf und mein Nachbar hat eine 25kWp Anlage die drauf hängt. 10kWp wären jetzt von mir noch möglich.

    Vom bestehenden Trafo gehen Leitungen in drei Richtungen. Daher ist eine Verlegung nicht möglich.

    Region ist Innviertel in OÖ.

    Danke erstmal für die Anregungen.


    Die Mittelspannungsleitung und auch der bestehende Trafo (an dem ich jetzt angeschlossen bin) sind zirka 600m weg. Es wäre alles auf meinem eigenen Grund.

    Eventuell könnte den Trafo auch mein Nachbar mitbenutzen. Der ist allerdings wieder 200m weg. Müsste ich nachfragen ob da Interesse besteht.

    Ich werde einmal beim VNB anfragen ob er einen Ausbau seines Trafos in Betracht zieht. Soweit ich das aber mal berechnet habe, bräuchte ich vier Kabel mit 500mm² Querschnitt um den Strom die 600m mit 400V zu transportieren.

    Das geht also auch schon ordentlich ins Geld und für die Zukunft könnte ich nicht mehr weiter ausbauen.

    Die Leitungen könnte ich selbst vergraben. Wissen Sie mit welchen Materialkosten ich da rechnen muss für ein 3x50mm² 30kV Kabel?

    Hallo zusammen!

    Ich plane 2021 eine PV Anlage auf einer neu gebauten Halle meiner Landwirtschaft in Oberösterreich zu errichten. Über den bestehenen Hausanschluss kann ich leider laut Netzbetreiber nur mehr 10kW einspeisen.

    Ich würde allerdings gerne das ganze Dach belegen, da ich laut meinen Berechnungen durchaus einiges damit verdienen könnte. Die große Frage ist allerdings für mich, mit welchen Kosten ich für die Trafostation und die Verkabelung zur 600m entfernten (30kV) Mittelspannungsleitung rechnen muss.

    Was benötigt so eine Trafostation neben Wandlermessung und Transformator noch? Kommen gebrauchte Transformatoren in Frage?

    Ich habe von Preisen zwischen 20.000 - 100.000 für die Trafostation gelesen. Daher bin ich mir jetzt unsicher, da bei 100.000€ nur für die Trafostation das ganze Projekt nicht mehr wirtschaftlich wäre.


    Auf dem Dach der neu gebauten Halle hätten zirka 200kWp Platz (Ost-West Ausrichtung, 18° Dachneigung, laut PVgis ~1000kWh/kWp Ertrag). Auf anderen Gebäuden nochmal etwa 100 kWp. Allerdings müsste ich da teilweise die Dächer sanieren.

    Mehrere Hundert KVA für Nachtspeicheröfen?


    Und wie ich weiter oben schon mal geschrieben habe. Wenn Sie denken dass der Netzbetreiber Sie, oder Ihre Nachbarn unfair behandelt können Sie sich an die Schlichtungsstelle der E-Control wenden.

    https://www.e-control.at/schlichtungsstelle


    Und wenn Sie so nett wären einmal darzulegen warum genau der Netzbetreiber keine PV zulässt, wäre das ebenfalls hilfreich.

    Grundsätzlich besteht nämlich laut Elwog eine Verpflichtung des Netzbetreibers zum Netzzugang:


    § 15. (Grundsatzbestimmung) Netzbetreiber sind durch die Ausführungsgesetze zu verpflichten, Netzzugangsberechtigten den Netzzugang zu den genehmigten Allgemeinen Bedingungen und bestimmten Systemnutzungsentgelten zu gewähren.



    § 21.

    (1) (Grundsatzbestimmung) Die Ausführungsgesetze haben vorzusehen, dass Netzzugangsberechtigten der Netzzugang aus nachstehenden Gründen verweigert werden kann:


    1.

    außergewöhnliche Netzzustände (Störfälle);

    2.

    mangelnde Netzkapazitäten;

    3.

    wenn der Netzzugang für Stromlieferungen für einen Kunden abgelehnt wird, der in dem System, aus dem die Belieferung erfolgt oder erfolgen soll, nicht als zugelassener Kunde gilt;

    4.

    wenn ansonsten Elektrizität aus fernwärmeorientierten, umwelt- und ressourcenschonenden sowie technisch-wirtschaftlich sinnvollen KWK-Anlagen oder aus Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien trotz Eingehens auf die aktuellen Marktpreise verdrängt würde, wobei Möglichkeiten zum Verkauf dieser elektrischen Energie an Dritte zu nutzen sind.

    Die Verweigerung ist gegenüber dem Netzzugangsberechtigten zu begründen.

    (2) (Verfassungsbestimmung) Die Regulierungsbehörde hat über Antrag desjenigen, der behauptet, durch die Verweigerung des Netzzuganges in seinem gesetzlich eingeräumten Recht auf Gewährung des Netzzuganges verletzt worden zu sein, innerhalb eines Monats festzustellen, ob die Voraussetzungen für die Verweigerung eines Netzzuganges gemäß Abs. 1 vorliegen. Der Netzbetreiber hat das Vorliegen der Verweigerungstatbestände (Abs. 1) nachzuweisen. Die Regulierungsbehörde hat in jeder Lage des Verfahrens auf eine gütliche Einigung zwischen Netzzugangsberechtigtem und Netzbetreiber hinzuwirken.