Beiträge von MFunited

    Ohne die AC Seite rechne ich mit zirka 700€/kWp. Die Maschinenhalle ist landwirtschaftlich genutzt und dient ja nur als Unterstand und Lager und hat daher außer Beleuchtung und ein paar Steckdosen keine Verbraucher.

    Mit selber legen meine ich nicht dass ich das Kabel selber eingrabe sondern ein Unternehmen (nicht den Netzbetreiber) damit beauftrage.

    Hallo zusammen,

    Ich plane in den nächsten 2 Jahren eine PV Anlage auf einer Maschinenhalle zu errichten. Über den Hausanschluss sind leider nur mehr 10kWp Einspeisung möglich. Ich würde das Dach aber gern voll belegen und so zirka 200kWp zubauen.

    Dabei ist mir aber nicht klar wie die Kosten für den Netzanschluss sind. Laut Ökostromgesetz hat jede Ökostromerzeugungsanlage das Recht auf Netzanschluss. Die Kosten dafür trägt aber grundsätzlich der Erzeuger. Netzanschlusspunkt wäre wahrscheinlich ein Trafo in etwa 500m Entfernung.

    Meine Frage ist jetzt:

    Muss ich hier das pauschale Netzzutrittsentgelt laut Tarifen der Netz OÖ zahlen und das erforderliche Kabel wird bis zu meinem Zählerkasten gelegt?

    Muss ich ein Kabel bis zum Tarfo legen und zusätzlich das Netzzutrittsentgelt zahlen?

    Kann ich mich um das Kabel bis zum Trafo kümmern und ich habe keine weiteren Kosten?


    Das ganze ist für mich wichtig, da vor allem im zweiten Fall das ganze sicher nicht wirtschaftlich ist. Im ersten Fall könnte dass auch grenzwertig sein, da das Netzzutrittsentgelt mit zirka 200€/kW Anschlussleistung sehr hoch ist.

    Wenn ich das Kabel selber verlege würde ich mit Kosten von etwa 20.000€ rechnen.


    Ich bedanke mich vorab für konstruktive Beiträge!

    Ich möchte da gerne noch einmal nachhaken.

    Wenn du dein E-Auto schon mit 11kW lädst wird es wahrscheinlich nicht reichen ein Bezugsrecht für 11kW zu haben. Während dein Auto lädt wird im Winter sicher auch die Wärmepumpe laufen, Beleuchtung, ein Herd und Kühlschrank und andere Kleinverbraucher und die PV währenddessen nichts produzieren. Da wirst ohnehin auf 15kW kommen. Dann würde ich auch gleich das Bezugsrecht für diese Leistung kaufen. Immerhin ist das ja nur eine einmalige Angelegenheit. Den produzierten Strom deiner PV würde ich nicht einfach verschenken weil du die Anlage abdrosselst.

    Bei meiner 19kWp PV habe ich von April bis September an einem wolkenlosen Tag immer über 15kW Wechselrichterleistung und das über mehrere Stunden. So viele Verbraucher wirst du da sicher nicht laufen lassen können dass du das nutzt.

    Angenommen du verlierst so 10% deiner Jahreserzeugung, also 100€ pro Jahr wenn du zum Marktpreis einspeist, so sind das nach 10 Jahren bereits 1000€. Damit kannst du dir das Bezugsrecht locker kaufen.

    Die 6 kW Einspeiseleistung hat überhaupt nichts mit dem "Bezugsrecht" zu tun!!! (laut Auskunft der TINETZ)

    Ich habe wesentlich mehr Bezugsrecht bezahlt als 6 kW - nur ist das eben ein Bezugsrecht und kein Einspeiserecht.

    Das 6 kW Einspeiselimit wurde anscheinend erst vor ein paar Jahren eingeführt (bzw. erfunden).

    TINETZ kann doch nicht einfach irgendwelche Gebühren erfinden. Wenn das wirklich so ist würde ich mir das von TINETZ schriftlich geben lassen und mich damit an die E-Control wenden.

    Hallo Sepp!

    Ganz so sehe ich das nicht.

    Das Netzbereitstellungsentgelt ist keine Erfindung der TIWAG sondern per Verordnung (wie auch alle anderen Netzgebühren) festgelegt.


    "Das Netzbereitstellungsentgelt fällt für den zur Ermöglichung des Anschlusses notwendigen Ausbau der vorgelagerten Netzebenen an. Es wird als Pauschalbetrag für den bereits durchgeführten und vorfinanzierten Ausbau jener Netzebenen verrechnet, die entsprechend dem vereinbarten Ausmaß der Netznutzung, jedenfalls im Ausmaß der in der SNE-VO festgelegten Mindestleistung, tatsächlich in Anspruch genommen werden. Die Höhe des Netzbereitstellungsentgelts ist abhängig vom jeweiligen Netzbetreiber."


    Es ist also eine einmalige Gebühr die du zahlst und damit auf ewig diese Anschlussleistung zur Verfügung hast.

    Wie viel du für deine Erweiterung zahlst hängt davon ab welche Bezugsleistung du jetzt schon hast. Wenn du wie der Vorposter nur 6kW hast ist das sehr wenig. Eine 16A CEE Steckdose hat zum Beispiel 11kW Anschlussleistung.


    Wenn du eventuell Mal ein E-Auto bekommst musst du dir dann sowieso mehr Leistung kaufen, wenn du es vernünftig laden willst.


    Zu Awattar: das kommst sehr stark auf deinen Verbrauch an. Die Grundgebühr ist sehr hoch und bei geringem Verbrauch deshalb nicht wirklich sinnvoll. Wenn du in einen Speicher investierst würde ich einen Stromtarif ohne Grundgebühr wählen. Bsp. SWITCH.

    Gibt es eigentlich einen teschnischen Unterschied zwischen Akkus für Solaranwendung und Akkus in E-Autos?

    Der Akku für den Renault Zoe mit 41 kWh kostet beispielsweise 7500€. Bei einem Solarakku bekommt man für das Geld nur ein Viertel der Speicherkapazität.


    Ich kann nicht verstehen wie sich der vierfache Preis rechtfertigen lässt.