Beiträge von jdhenning

    Man findet oft die Behauptung, man dürfe nur Batterien exakt des gleichen Typs und gleichen Alters miteinander verschalten. Das haben Leute gesagt, die keine Ahnung haben, aber trotzdem etwas zum Thema beisteuern wollen. Zellen/Batterien mit gleichen Leistungsfähigkeit (in Ah) kann man in Reihe schalten und solche, die die gleiche Spannung liefern, kann und darf man parallel schalten. Solche Verschaltungen werden auch vom Hersteller gemacht, denn der hat keine Lust, für jede Ah-Angabe verschiedene Elektroden zu fertigen. Da es, rein technisch gesehen, überhaupt keinen Unterschied macht, ob parallel geschaltete Elektroden im gleichen Gefäß dümpeln oder in verschiedenen, sind externe Verschaltungen absolut üblich und ´legal´.


    Das eizige Problem bei der Angelegenheit ist, dass Zellen/Elektroden niemals identisch aufgebaut sein können. Dies ist nicht nur eine Frage der Herstellung, sondern auch der Vorgeschichte, also vorheriger Nutzung. Als Konsequenz erfolgt das Abdriften von Zellen/Baterien und dem kann man beispielsweise sehr wirksam mit einem Balancer begegnen. Da solche Driftvorgänge in einer größeren Batteriebank ziemlich langsam ablaufen, genügt als Balancer ein einfaches kleines Tetzteil (Kurzschlussfestigkeit sorgt bei Fehlbedienungen für ehebliche Ersparnisse). Wenn eine Zelle also etwa um 0,1 Volt zu niedrig liegt (egal ob ge- oder entladen), dann kann man das in Ah umrechnen und wenn das Netzteil ein Ampere liefert, dann hat man auch gleich die Anzahl der Stunden, die der Balancer braucht.


    Wenn man also seine eigene Batteriebank komponiert, dann tauscht man günstige Preise gegen Wartungsaufwand. Ob sich das finanziell lohnt, muss man selbst ermitteln.


    Im Winter solltest du die Anlage einmotten. PV, Laderegler und Batterien bleiben verbunden und der WR wird abgeschaltet. Auf diese Art wird das, was von der PV kommt, für eine Ladeerhaltung genutzt bzw für eine eventuelle Desulfatierung.

    Zitat von Jepe

    Jo stimmt wenn man aber keine Stromquelle hat wo man den Lader anschliessen kann siehts schon wieder bescheiden aus. Das wär bei mir der Fall. Und 30 Euro für den Aktivator mit Praxistest bestanden - was will Mann mehr. Ich finde dass es eine gute Möglichkeit ist die Lebensdauer von Billigakkus bei häufiger Teilentladung- also wenn die Akkus lange teilentladen rumstehen- zu erhöhen. Mit Megapulser und Konsorten hab ich leider kein Vergleich-ist mir zu teuer.


    Sorry, aber da stehen sich mal wieder Beobachtung und Naturwissenschaften gegenüber. Sulfat entsteht immer dann, wenn eine Bleibatterie entladen wird. Idealerweise sind dies alles sehr kleine Kristalle, nur haben diese die starke Tendenz, sich umzulagern (ohne Nutzung der Batterie -also Batterie nur teilgeladen). Hierbei werden kleinere Kristalle aufgelöst und ihr Material lagert sich bei den größeren Kristallen an; dies liegt letztlich am Krümmungsradius der Kristalle und der Vorgang der Sulfatierung lässt sich nur durch vollständiges Laden (alle Kristalle umgewandelt!) verhindern.


    Beim Megapulser heißt es, dass die Sulfatkristalle ´aufgebrochen´ werden; kein Schwein hat irgendeine Ahnung, wie das funktionieren könnte. Dein Gerät geht da noch deutlich drüber hinaus, denn es unterscheidet größere von kleineren Kristallen. Wenn Wissenschaftler wissen wollen, wie die Größenverteilung bei solchen Kristallen ist, dann ziehen sie die Elektroden und betrachten die Oberfläche durchs Mikroskop. Dein Aparillo macht das für 20 Euro und bringt gleichzeitig alles wieder in Ordnung. Possible but not probable!

    Zitat von solarteur0502

    Wow, jetzt weiß ich, warum ich das Bleizeitalter für Speicher der DEV übersprungen habe und nur die Lithium-Speicher installiere, die stabil laufen und deren Wartungsaufwand um ein "Vielfaches" geringer ist...


    Bleibatterien (z.B. PzS) werden seit Jahrzehnten in der Industrie eingesetzt und liefern dort nur sehr selten Gründe für Beschwerden. Dann fing man an, solche Batterien in PVAs einzusetzen und die Batterien machen sehr viele Probleme. Der Grund ist mangelnde oder fehlerhafte Wartung, nur ist das wohl nicht das Problem der Technologie ´Bleibaterie´. Und genau der gleiche Sachverhalt liegt vor, wenn Solateure ohne Ahnung die Parameter des Ladegerätes einstellen. Bleibatterien sind ziemlich robust, aber monatelange Misshandlungen bewirken den Exitus. Aber das muss ein Fehler der Batterie sein, denn der Umgang mit ihr erfordert intellektuelle Fähigkeiten, die man von einem Solateur nicht erwarten darf.


    Wie phantastisch ist es doch jetzt: Bei den meisten Systemen ist vorgegeben, welcher Akku mit welchem WR/LR zusammn arbeiten kann und man braucht daher eigentlich nichts mehr einstellen. Das ist jedoch auch eine praktikable Lösung, denn der Endkunde zahlt zwischen zwei und viermal mehr, als für eine traditionelle Lösung erforderlich wäre. Dann muss der Verkäufer nur noch lernen, was an Lixxxx so phantastisch ist und an den Bleibatterien so dermaßen schlecht und das geht natürlich viel einfacher, als etwas über die Technologie selbst zu lernen.

    Moin PV-Insel, es ist wirklich sehr höflich, dass du die Kommentare von Photönchen als wertekonservativ auffasst. Ich würde seine Kommentare oftmals eher in der Ecke Altersstarrsinn verorten. Immer wieder kommt er mit Behauptungen, von denen er wissen müsste, dass sie (zumindest in der Form) schlicht falsch sind (siehe Post von e-zepp).


    Von mir aus kann er auch mit seinen geliebten LiFePo-Zellen ins Bett gehen, ist mir völlig egal! Aber wir sollten dazu übergehen, wenn Photönchen sich über Bleiakkus auslässt und seine Meinung nicht vollständig korrekt ist, diese Meinung als sachlich/fachlisch falsch kennzeichnen. Da Photönchen seit zwei Jahren immer wieder mit den gleichen fehlerhaften Behauptungen kommt und keinerlei Lernkurve erkennbar ist, kann man sich wohl Erklärungen komplett bei ihm sparen, was natürlich der eigenen Freizeit zugute kommt.

    Moin Christian123, du solltest mal hier im Forum nach dem Thema Hybridwechselrichter blättern. Interessant für dich ist die Untergruppe, die PV-Strom und Netz-Strom mischen, jedoch nicht einspeisen kann. Wenn du den Grundverbrauch kennst (einmal die Woche die Waschmaschine über PV betreiben bringt recht wenig; Server, Routerr, Umwälzpumpen sind ideal), kannst du mittels PVGIS ermitteln, wieviele Panele du brauchst. Ein Kostenminimum erreicht man, wenn die Anlage für den Sommer etwas zu groß ist, zum Ausgleich deckt man die Übergangszeiten mit ab.


    Die Anlage würde ich privat betreiben und die Energie zum Selbstkostenpreis (Abschreibung, Wartung, Versicherung etc. ist im Preis enthalten) abgeben, wobei eine Mischkalkulation aus Netzstrom und Eigenerzeugung gemacht wird. Das Ergebnis davon ist, dass man keine Steuern oder Abgaben zahlen muss, denn es liegt objekiv keine Gewinnerzielungsabsicht vor.

    Moin kaflo und willkommen im Forum. Vielleicht ist dieser Thread ein brauchbarer Anfang: https://www.photovoltaikforum.…206&hilit=Spanien&start=0
    Soweit mit bekannt hat sich die juristische Seite der Angelegenheit (noch) nicht geändert. Reine Inselanlagen sind erlaubt und unterliegen keiner Beschränkung. Wenn es eine Verbindung zum Netz gibt, dann wird es schwierig und/oder teuer. Darüber, wie eine Halbinsel definiert wird, besteht noch keine Einigkeit; manche vermuten (ich auch), dass schon die Anwesenheit eines Netzanschlusses auf dem selben Grundstück eine Inselanlage in eine Einspeiseanlage verwandelt, dein Vorhaben also illegal ist.


    Und glaube auf keinen Fall den Beteuerungen eines Verkäufers, dass so eine Anlage zwar nicht absolut legal sei, aber nicht mit einer Bestrafung zu rechnen ist.

    Moin DonCarlos und willkommen im Forum.


    Setz´ doch mal für einen Augenblick die rosarote Brille ab. Fangen wir mit der Börse an; die Spielregeln wurden hier so gemacht, dass ein Großteil der elektrischen Energie direkt verkauft wird (also nicht über die Börse geht) und Schwankungen im Angebot der EE möglichst auf den Börsenpreis durchschlagen. Man liegt wohl nicht völlig falsch, wenn man vermutet, dass hiermit die EE diskreditiert werden sollen/sollten. Die wilden Preis-Schwankungen sind also nicht naturgegeben, sondern so beabsichtigt und könnten auch genauso schnell wieder entfallen.


    Zudem wird auch fast immer ´vergessen´, dass die Speicherung nicht umsonst zu haben ist. Nach aktuellem Stand der Technik ist die Speicherung in Bleiklötzen die wirtschaftlichste Lösung. Eine kWh zu speichert und wieder zu entnahmen kostet hier rund 15 Cent. Der zur Verfügung gestellte Preishub an der Börse muss also höher sein, aber dann hat man noch immer nichts verdient! Da nicht nur die Verkäufer von Speicherlösungen auf diese Differenz scharf sind, arbeiten schon viele daran, den Preis einzuebnen; falls du da Zweifel hast, dann sehe dir mal die Börsenkurse der letzten paar Monate an. Behalte hierbei im Hinterkopf, dass bei zu geringem Preishubkeine Energie eingelagert wird, also nichts verdient wird, der Speicher also nichts mach, außer Zinskosten zu produzieren.


    Und dann muss man sich die Vertragsgestaltung der ´Speicherverwalter´ mal ansehen. Der Kunde kauft den Speicher, also hat der Verkäufer überhaupt kein Interesse daran, preisgünstige Speicher anzuschaffen. Da der Speicher nur mit dem System des Verkäufers einwandfrei funktioniert, hat der Verkäufer einen sehr langen Hebel. Wenn man die Speicherlösung nicht mehr will (etwa, weil man doch mal nachgerechnet hat) dann steht man vor dem Totalverlust des Speichers. Der Verkäufer optimiert seinen Gewinn dadurch, dass der Kunde doch noch vor einem Ende mit Schrecken zurück schreckt.


    Und dann wäre da noch die Gewinnaufteilung. Wenn alles gut läuft, dann nimmt ich der Verkäufer 90% der generierten Gewinne und der Kunde bekommt 10%. Läuft es es normal (Preishub ist nicht groß genug), dann übernimmt der Kunde die gesamten Kosten und der Verkäufer hält sich vornehm zurück.

    Er will damit sagen (vermute ich), dass er es einfach nicht in den Schädel bekommt, dass man die Energiewende voran bringt, indem man einem Händler Komponenten abkauft, die man deutlich günstiger bekommen kann; von wenigen Ausnahmen abgesehen sind Speicher in einer PVA mit Bremsfallschirmen an einem Auto vergleichbar! Aber ich habe es auch nicht begriffen, warum es die Energiewende voran bringt, wenn man 2.000 € pro kWp zahlt statt 1.200 Euro. Wäre es dann nicht besser, wenn man den Preis gleich auf 4.000 € erhöht und den Einspeisetarif auf 5 Cent pro kWh absenkt. Dann macht jeder, der eine neue PVA in Betrieb nimmt, ein ganz sauberes Minus und pusht die erneuerbaren Energien zu neuen Ufern. Man muss nur bereit sein, etwas Geld in die Zukunft der Menschheit zu investieren (ier einzuwenden, dass ja nicht die Menschheit das Geld weder direkt noch indirekt bekommt sondern der Shop-Inhaber, wäre wahrscheinlich kleinlich)!

    So, ich habe mir gerade noch mal die 18 Seiten zu Gemüte geführt und stelle fest, dass es nur einen einzigen Batteriegegner gab, der allerdings die Umweltbilanz von Batterien als solche in Frage stellte. Tscha, GreenAkku, da jagst du wohl einem Hirngespinst hinter her. Was ich gefunden habe sind etliche Leute, die den Einsatz von Batterien im EFH (egal ob Blei oder Lixxxx) für zu teuer halten. Dass Batterien in der Zukunft preiswerter sein werden, wird eigentlich auch nicht bestritten; ich persönlich schätze, dass es rund 20 Jahre dauern wird, bis die Produktion die ganzen neuen eCars versorgen kann und dann sind vielleicht die Häuslebauer dran und dann wird es preiswerter.


    Vielleicht wäre GreenAkku ja gut beraten, wenn er seinen sachlich nicht abgesicherten Verkäufersprech nur seinen Kunden und nicht uns zumutet; ansonsten wird er wohl damit leben müssen, regelmäßig ausgezählt zu werden.


    Noch kurz ein ganz anderes Thema. Wenn man sich seine PV selber aufbauen kann, etwa als kleine Freiflächenanlage, dann kann man auf rund 8 Cent die kWh runter kommen. Dann bestellt man sich eine Bleibatterie, die von der Kapazität her so dimensioniert ist, dass sie nach 10 Jahren auf 60% Restkappa runter ist. Die Batterie wird also ziemlich sicher an Überarbeitung sterben und nicht an sonstigen Fehlern. So kommt man auf einen Preis von 8 Cent pro kWh für die Speicherung. Daraus ergibt sich ein Durchschnittspreis von knapp über 13 Cent pro kWh für die Eigenerzeugung;.


    Man hat also einen entgangenen Gewinn durch Einspeisung von rund 4 Cent pro kWh, jedoch eine Ersparnis gegenüber dem Netzbezug von 8 Cent pro kWh. Wenn von der Anlage nicht mehr genug kommt, dann schaltet man einfach aufs Netz um; das ist zwar im Prinzip dem ALGII-Bezieher gegenüber unfair, nur ist es der Gesetzgeber, der die Spielregeln aufstellt. Also sollte man ihm auch die Schuld geben.


    Ich bin also aus völlig anderen Gründen als ein Verkäufer ein absoluter Batterie-Fan. Also habe ich mich auch etwas intensiver mit Bleibatterien beschäftigt und komme an manchen Tagen bei Lesen in diesem Forum nicht aus dem Kopfschütteln heraus und muss dann immer an eine Plakette denken, die in einer ehemaligen Stammkneipe an einen Pfosten genagelt war: "Wenn du von etwas keine Ahnung hast, warum hälst du dann nicht ganz einfach mal die Fresse?!"

    Moin Chincher75 und willkommen im Forum. Doch zunächst eine Gesinnungsfrage: Willst du die Installation machen, um deine Kosten zu drücken, ist es ein Hobby, bei dem es fast egal ist, was man dafür ausgibt, oder bist du ein ´grüner Gesinnungstäter´? Und noch eine technische Frage: Verfügst du in erreichbarer Nähe zum Teich über einen Netzanschluss oder ließe sich relativ einfach einer legen?