Beiträge von TheRisingSun

    Das EEG-Konto ist derzeit mit 8,9 Mrd im Plus; mal sehen wie es dieses Jahr weitergeht, aber wenn es so weitergeht könnte man bestimmt nächstes Jahr die Umlage senken. Da wirkt sich wohl der CO2-Preis aus. Kommen jetzt fallende Strompreise, wenn wir nur kräftig die EE zubauen? :)


    edit: sehe gerade 8 Mrd Zahlungen des Bundes ^^

    Bisher konnte noch niemand diese ominösen wochenlangen Flauten ohne Wind anhand realer Daten aufzeigen. Schön, dass du das auch nochmal bestätigst.

    Habe da meine Zweifel, besonders Osteuropa fällt im Winter in ein erneuerbares Loch aus dem wir ohne Langzeitspeicher nicht rauskommen. Polen wochenlanger Dauerfrost, bei Hochdruck, windstille und Nebel ist keine Unmöglichkeit.

    Ok auf und am Atlantik haben wir im Winter mehr Wind, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir nicht mindestens 10% des Jahresstrombedarfs in Wasserstofflangzeitspeichern brauchen, trotz bester Vernetzung.

    Das wäre doch auch keine unlösbare Aufgabe.

    Der Energiehunger im Winter ist leicht zu unterschätzen und Sicherheitsreserven brauchen wir auch.

    Es sei denn, wir akzeptieren Gaskraftwerke die im Winter einige Tage auf Hochtouren laufen.

    Speicher, zB Wasserstoff, mit nur einem Zyklus /a sind extrem teuer, ich sehe nicht, dass das jemand machen möchte, wenn es nicht massiv subventioniert wird. Ich sehe auch nicht, dass wir das bräuchten. Ich sehe auch nicht, wo die dauerhaft anfallenden Überschüsse dafür herkommen sollen. Viele denken halt nur an die eigene PV und dass man etwas "vom Sommer in den Winter" speichern müsste, so eine Art Insellösung bzw Autarkie. Meiner Meinung nach einfach nur abwegig; wird aber von entsprechenden Vermarktern von Speichersystemen oder Wasserstofflobbyisten gerne propagiert. Am Ende muss dann doch auf das Stromnetz zurückgegriffen werden, also kann man sich den Speicher auch gleich sparen und EE-Strom direkt nutzen, der woanders erzeugt wird.


    Zeige doch mal die "wochenlange Windstille" anhand realer Daten auf, dann könnte man das nachvollziehen.

    Dass Reservekraftwerke mit lagerbaren Brennstoffen in seltenen Fällen für wenige Stunden einspringen müssen, wäre auch nichts was besonders schlimm wäre. Aber das ist nicht das Problem der nächsten 10-15 Jahre.

    Schön wie du Wärmegewinnung nur noch aus Strom auslässt damit deine Argumentation stimmt.

    Der Strombedarf steigt im Jahresschnitt vielleicht um 20% bei E Autos, im Winter wird es da aber auch mehr sein im Sommer weniger. Erstens stecken die Batterien Kälte nicht so leicht weg und die Autoheizung frisst auch wieder.


    Alle Busse, alle Lkws, alle Schiffe, alle Flugzeuge, alle industriellen Prozesse CO2 neutral zu handhaben wird den Strombedarf sicher explodieren lassen. Die erneuerbaren Kapazitäten müssen riesig sein um auch weit in den Herbst zu reichen und früh im Frühling zu helfen. An windigen sonnigen Sommertagen werden wir besonders am Wochenende das zehnfache unseres Bedarfs erzeugen. Das sollen wir alles wegregeln um dann im Winter Strom aus dubiosen Quellen zu importieren?

    Was wir brauchen ist längst bekannt, ca 200-300 GW jeweils Wind und Solar. Vernetzung mit allen elektrischen Nachbarn mit deutlich mehr Kapazität als jetzt, kein Verbot von Import und Export; alles kein technisches Problem. Die dubiosen Quellen haben wir jetzt, mit den Öl-/Gasexportländern und Uranexportländern; aber davon wollen wir ja weg.

    Aber was bringt uns denn durch den Winter, wenn alle WP und BEV haben wird der Strombedarf im Winter explodieren ohne das Solar was leisten kann. Besonders kaltes Wetter ist oft in Verbindung mit Windstille.

    Ein EFH bräuchte mit WP und BEV eine 2000 kwh Batterie oder noch mehr um durch den Winter zu kommen.

    Das Ganze hochskaliert aufs ganze Land ist doch mit chemischen Batterien nicht mehr machbar oder?

    Wenn alle E-Autos fahren statt Benziner steigt der Strombedarf um 20%, wenn du das "explodieren" nennst,...?

    Wind erzeugt im Winter mehr Strom als im Sommer. Speicher sind nicht das Problem, auch wenn das immer so dargestellt wird; was ja leider eine sehr laienhafte Vorstellung ist, man müsse den EE-Strom unbedingt speichern statt ihn ganz einfach direkt zu nutzen und seltene Spitzen abzuregeln. Bei guter Vernetzung wird es fast keine Situationen mehr geben in denen nicht genügend EE-Strom vorhanden ist.

    Immer billigere Sonnenstrommodule, viele Sonnentage und ein großer Boom – was zunächst gut klingt, könnte den Kampf gegen den Klimawandel behindern.

    Link zum seriösen Artikel:

    https://www.heise.de/hintergru…gesetzt-sind-6146127.html


    Eure Meinungen?

    Der Artikel beschreibt was passiert, wenn viel Strom auf wenig Leitungskapazität trifft: die Preise sinken. Seit jeher bekannte Sachlagen werden immer wieder von manchen Leuten erst spät erkannt und dann herausposaunt als hätten sie gerade etwas bahnbrechendes entdeckt. Die "Lösung" ist offensichtlich, zunächst kommen neue (Strom-)Verbraucher hinzu, e-Autos, Wärmepumpen etc, dann muss das Netz verstärkt werden, was wiederum neue Verbraucher einbindet, die bereit sind etwas mehr zu zahlen als im Gebiet des "Stromüberschusses" aber weniger als im Gebiet mit Unterdeckung. Lange bekannt ist auch, dass es wirtschaftlicher ist Spitzen abzuregeln als zu speichern. Wenn die Spitzen gehäuft auftreten, wird es irgendwann wirtschaftlich Speicher zu installieren oder das Netz weiter auszubauen . Alles seit Jahren bekannt und völlig logisch.