Beiträge von Lesandro

    Hallo Zusammen,


    wie auf der Vorseite kurz angesprochen, würde ich erst mal das Thema Nichtkapitalisierung ansprechen. Aus meiner Erfahrung lenkt dann spätestens jede Bank ein. Sollte die Hausbank es nicht tun, hat sie bestimmt ihren Grund ...


    Zitat von Kollektor

    Der Nutzen einer erstrangigen Dienstbarkeit wird meiner Meinung nach überschätzt. Sie stellt ohnehin keinen absoluten Schutz dar, ich kenne Fälle wo die Anlage trotz Dienstbarkeit aus verschiedenen Gründen abgebaut werden musste. Meistens wird sie nur benötigt wenn man die Anlage als Sicherheit für die finanzierende Bank abtreten muss.


    Ich könnte ohne erst. DiBa nicht ruhig schlafen. 1. 20 Jahre sind ein langer Zeitraum. Auch wenn heute der Verpächter gut darsteht, heißt das noch nichts für eine solange Zeit. 2. Bei Insolvenz kann der (schuldrechtliche) Pachtvertrag durch den Insolvenzverwalter gekündigt werden (der hat ein Sonderkündigungsrecht). Bestenfalls heißt das ohne Dienstbarkeit Abbau. Manche Juristen sehen die Endschaftsklauseln in Pachtverträgen nur als greifend an, wenn die Dienstbarkeit VOR Monatgebeginn bestellt wurde. Dann hat man nicht mehr mal eine Abbauanlage, egal was im Pachtvertrag steht. 3. Ich persönlich kenne keine einzige Anlage, die bei Insolvenz des Verpächters mit einer erst. DiBa wegen der Insolvenz abgebaut werden musste. Das hatte stets andere Gründe.


    Grüße
    Lesandro

    Hallo,


    oft hilft die Abgabe einer sogeannnten "Nichtkapitalisierungserklärung" seitens des Betreibers und der finanziernden Bank der PV-Anlage. Kurz gesagt, versichert die Bank im Falle der Zwangsversteigerungn die Dienstbarkeit nicht zu bewerten und somit bestehen zu lassen. D.h. die Grundstücksbank muss hier keinen Wertverlust bei der Versteigerung befürchten. Wird meist von den Sparkssen, die sich immer noch manchmal bei DiBa für PV quer stellen, akzeptiert.


    Grüße
    Lesandro

    Moin,


    natürlich können die Geschäftsbanken ohne die Zentralbanken Geld schöpfen (einschänkend ist nur die Mindestreserve und die notwenige EK - Hinterlegung).


    Bei Kreditvergabe bucht die Bank Forderung gg. Kunden (Aktivseite) und gleichzeitig Verbindlichkeit gg. (den gleichen) Kunden (Passivseite). Damit ist dieser Vorgang abgeschlossen (Bilanzverlängerung). In dem Moment hat sich die Geldmenge schon erhöht (Giralgeld).


    Getrennt davon ist jetzt die Auszahlung der Kredite. Gerne können wir die im zweiten Schritt auch betrachten. Solange der Kredit aber nicht getilgt wird, bleibt die Geldmenge auch erhöht.


    Grüße
    Lesandro

    Hallo PP,


    nachfolgend meine Erfahrungen:
    Ist das Durchsetzbar?
    Ja, bis auf die 20 Jahre LfZ sind deine Bedingungen durchsetzbar, bzw. werden von den Banken auch so vorgegeben.
    Nach meiner Erfahrung bei deiner Projektgröße max. ca. 18 Jahre. Eigenkapitaleinsatz kann, natürlich in Abhängigkeit vom Projekt, auch geringer sein.


    Welche Banken sind am flexibelsten?
    DKB, GLS und UmweltBank sind bundesweit tätig und wahrscheinlich auch am flexibelsten.


    Mit welchen Banken lässt sich am besten verhandeln?
    Hm ...


    Mit welchen Konditionen ist zu rechnen?
    Meist werden die Projekte über die KfW /landw. Rentenbank refinanziert. Mit 10 Jahren Zinsbindung ohne Haftung liegst du ca. bei 2%.


    Viele Grüße
    Lesandro

    Zitat von Gueldnerfan


    Einziger Vorteil wäre eine Trennung und Haftungsbegrenzung. Die ist hier (bei a) PV und b) Motiv Altersvorsoge) aber für mich absolut nachrangig. Warum? Wenn ich Gefahr sehe, bei den Invest Risiken einzugehen, darf ich es vor dem Hintergrund der Altersvorsorge nicht machen. Darüber hinaus muss Risiko immer "verzinst" werden - dafür ist die Marge zu gering. PV ist wenn man es ordenlich macht (u.a. ordentliche Planung, Verträge und Versicherungen absolut risikoarm). Jede Abweichnung in der Konstellation (z.B. Objekt kann nicht versichert werden) führt dazu, dass man sofort die Finger davon lassen.
    Ist man nicht sicher und hat keine Erfahrung, sollte man die Finger ganz davon lassen.


    Das ist sicher richtig. Wenn man es richtig macht/plant ist PV risikoarm. Aus meiner Sicht aber trotzdem vorhanden, z.B. Standortrisiko (Standort brennt ab, wird nicht wieder aufgebaut), nicht versicherbare technische Mängel in den Modulen/WR und, wenn auch sehr unwahrscheinlich, politische Risiken (Sonnensteuer, etc.).


    Zitat von Gueldnerfan


    Die Profis, die ich kenne und erhebliche Engagements in PV haben, führen es als Privatperson.Des weiteren ist man viel flexibler usw.
    Ab mehreren Mio-Beträge, wo die lfd. Grundkosten eine nachgeordnete Rolle spielen, kann man gerne überlegen.


    Sämtliche Profis, die mir bekannt sind, gründen Betreibergesellschaften. Allerdings sind die Projekte immer größer, bzw. gleich im MW-Bereich.



    Zum Thema Kosten. Wie kpr schreibt, die Gründungskosten (UG, GmbH, etc. ) sind überschaubar. Eine Bilanz bekommt man auch noch selbst hin. Zugegeben ist aber mehr Arbeit. Hinzu kommen noch die IHK Gebühren. Das war es aber auch schon.
    Für größere Projekte bestehen die Banken auf Projektgesellschaften. Ein persönliche Haftung ist hier seltenst das Thema.


    Zusammengefasst sehe ich das ganze so. Eine für mich interessante Pachtanlage muss um die vorgenannten Kosten, den Arbeitsaufwand mit abdecken zu können, einen Jahresumsatz von ca. 50.000 € erwirtschaften. Die Investitonssumme liegt dann schnell bei über einer halben Mio. €.
    Bei der Summe muss dann jeder, abhängig von seiner persönlichen Lage, entscheiden, ob er einen Schaden aus dem sonstigen Vermögen mittragen kann. Mir ist es die "Versicherungsprämie" wert, keinen Rückgriff auf mein privates Vermögen befürchten zu müssen.


    Grüße
    Lesandro

    Zitat von binepeter

    Tja, welche Vorteile, gute Frage....
    Ich dachte nicht unbedingt an finanzielle, sondern eher an abgegrenzte durch Privat- und Firmensplitting.


    Ich gebe Dir vollkommen recht, dass es derzeit als Privatperson mit der Einbringung der privaten Vermögenssituation vermutlich einfacher ist, Finanzierungen anzufragen als eine neu gegründete Firma ohne Geschäfts- und Umsatzhistorie. Das hatte ich ja auch in meinem Erst-Posting erwähnt.


    Mir ging es am meisten darum, mich auszutauschen, wie es eventuell weitere Forumsteilnehmer handhaben, die auch mit mehreren Anlagen aktiv sind - alles privat verbucht oder separiert.


    Hallo Peter,


    der Ansatz die Anlagen vom Privatvermögen zu trennen ist sicher sinnvoll. Ich persönlich bevorzuge die GmbH (oder UG) & Co. KG. Die genannte Anlagengröße ist hier aus heutiger Sicht allerdings zu klein. Ich empfehle bei Neuanlagen neue Betreibergesellschaften zu gründen, wenn der Jahresumsatz mindestens die 50.000 € übersteigt.


    Eine Bank zu finden ist, bei normalen Eigenkapitaleinsatz (also zw. 10% und 25%) und ohne persönlich Haftung, auch kein Problem. Die üblichen verdächtigen sind die DKB, GLS oder UmweltBank. Sicher macht macht es auch sinn, mal bei der Sparkasse vor Ort nachzufragen.


    Grüße
    Lesandro

    Andi_HB: 0,950 GWp
    FISO: 1,000 GWp
    Rhein-PV: 1,106 GWp
    NoOne: 1,112 GWp
    Garagendachnutzer: 1,170 GWp
    bettina: 1,224 GWp
    PV-Berlin: 1,225 GWp
    Buchonia: 1,314 GWp
    seppelpeter: 1,330 GWp
    svenson_ms: 1,351 GWp
    Alexander: 1,395 GWp
    Spekulatius: 1,450 GWp
    Kollektor: 1,500 GWp
    qualiman: 1,53 GWp
    Duke_TBH: 1,54 GWp
    Bauerkiel: 1,563 GWp
    Ralf Hofmann: 1,625 GWp
    PV-Express: 1,650 GWp
    Elwood_Blues: 1,690 GWp
    win_solar: 1,700 GWp
    Braun1: 1,750 GWp
    dirk78: 1,777 GWp
    green-it: 1,820 GWp
    rollkopp: 1,837 GWp
    Flyer5884: 1,870 GWp
    maka: 1.900 GWp
    Dringi: 1,950 GWp
    Kallenpeter: 2,000 GWp
    tomas-b: 2,120 GWp
    solarteur0502: 2,155 GWp
    Elektron2000: 2,200 GWp
    Freyer: 2,222 GWp
    Jovi: 2,345 GWp
    benchfrooser 2,390 GWp
    Lesandro: 2,450 GWp
    Rene Mey: 2,800 GWp
    Litholas: 3,700 GWp
    Alexander_Z: 4,100 GWp
    Bento: 4,2 GWp
    Eisbaer: 4,500 GWp
    MrMrsMiller: 5,000 GWp

    Zitat von Duke_TBH

    Das habe ich mir auch gerade gedacht. Wer baut den im Dezember, da ist ja das Installationsjahr futsch. *kopfschüttel*


    Morgen,


    naja, allen PV-Anlagen in der Ausschreibung ist das Rumpfjahr egal und sämtliche Freiflächen auf baulichen Anlagen mussten zwingend in 2016 ans Netz. Ansonsten wäre die Ausschreibungsbeteiligung fällig gewesen. Ca. 324 MW waren Anlagen > 500 kW...


    Grüße
    Lesandro