Beiträge von photoenchen4me

    Ich häng die Fortsetzung an, weil hier eh nix los ist.


    Meine kleine Bastelei am Fronius IG war erfolgreich, soviel vorneweg.
    Allerdings mit Irrungen und mMn überaus interessanten Wirrungen bzw Umwegen.
    Am ENS hatte es jedenfalls nicht gelegen, obgleich es erst so aussah.


    Der WR macht am Netz allein tatsächlich keinen Mucks, das ist offenbar normal.
    Hat man am DC etwas über 150V (minimale MPP Spannung) dann tut sich auch noch nicht viel. LED und Display erwachen zwar zum Leben, aber die Gaudi endet mit einem "WAIT PS", worüber im Handbuch kein Aufschluss gegeben wird (jedenfalls nicht in jenem welches mir zur Verfügung steht)


    Nach etwas weiterer Recherche kann man herausfinden, dass mindestens 170V erforderlich sind damit der WR auch wirklich loslegt.


    Das hat er dann auch getan.
    Mit einem lauten Knall.
    Wahrscheinlich haben die Nachbarn geglaubt, dass grad Tontauben geschossen werden.


    Bei den dicken Elkos war Feuerwerk zu sehen, aber auch nach Ausbau der Hauptplatine mit genauer Inspektion der Unterseite war absolut kein Schaden erkennbar.




    Auch auf der Hauptplatine hat es so einen weissen Klotz wie auf der ENS Karte, und auch dieser hat diese dunklen Verfärbungen welche aussehen als hätte es intern ordentlich gefunkt. Diese dunklen Verfärbungen rühren aber daher, dass Fronius üppig mit Schutzlack hantiert und dieser offenar die Beschriftung dieser weissen Klötze anlöst und die dunkle Sauce dann verläuft.




    Also hab ich mir ein Herz gefasst und habe die EPCOS 470uF 450V LL Elkos ausgelötet, was zugegebener Massen nicht die einfachste Übung ist.
    Die drei Becher sind sich berührend angeordnet und mit bereits erwähntem Schutzlack miteinander verklebt.
    Zudem ist die Platine doppelseitig und beide Seiten haben riesige Kupferflächen welche die Wärme ruckzuck ableiten. Eine 1000W Heissluftpistole mit kleiner Düse auf 500Grad eingestellt war hier hilfreich, wenngleich man höllisch aufpassen muss, dass man die in der Nähe angeordneten SMD Teile nicht versehentlich mit ablötet.
    Da ich die drei Elkos vor dem auslöten nicht voneinander trennen konnte, habe ich die äusseren zwei ihres Schrumpfschlauchmantels entledigt, die nackten Becher dann ausgelötet und den mittleren Eklo zum Schluss.


    Bei den beiden äusseren Elkos war nichts ungewöhnlich, aber beim Mittleren hatte es sich abgespielt.
    Auf der Unterseite und auf der Platine war alles schwarz mit rötlichen Kupfereinfärbungen.





    An der Platine ausgefressene Stellen und an der Elkokontaktierung richtige kleine Krater wo die Entladungen stattgefunden hatten.






    Diagnose?
    Designfehler gepaart mit Alterung der Elkos!


    Der freie Abstand zwischen dem land und der flächigen Kaschierung entgegengesetzter Polung war einfach zu gering gewählt, insbesondere da die "Snap-In" Laschen der Elkos am Boden mit relativ grossen "Nieten" befestigt sind, welche über das land hinausreichen und dann die kürzeste Funkenstrecke ergeben.




    Die Alterung der Elkos hat ganz offenbar zu einer ausreichenden Erhöhung des Innenwiderstandes für schnelle Transienten geführt, was übermässigen Spannungspeaks förderlich ist welche sonst glattgebügelt würden.

    Was genau ist das für ein Bauteil auf der ENS Karte? Der grosse weisse Block mit den schwarzen Verfärbungen.
    Der hat unten nur zwei Anschlüsse und keinerlei Aufdruck
    Ists eine Drossel? Aber wo ist dann das oft erwähnte Relais? Und wie bitte himmelt man eine einigermassen korrekt dimensionierte Drossel?


    Zusatzfrage
    Nur am Netz und ohne Paneele macht so ein Fronis IG30 wohl überhaupt keinen Mucks? Oder sollte zumindest was im Display daherkommen?




    Ist nur ein kleines Bastelprojekt, aber man lernt halt gern dazu. Die Vorgeschichte des Gerätes ist unbekannt.
    :)

    Zitat von Gru


    Dennoch, ich tue mich schwer, in meinem Alter und leider nicht dem besten Gesundheitszustand, eine Investition zu tätigen, die erst in 10 Jahren beginnt Gewinne abzuwerfen, obwohl das Geld da wäre. Und als Hobby betrachte ich die PV nicht.


    Wennst dir schon überlegst, obs dir noch Langspielplatten zulegen sollst, dann frag ich mich warum dir überlegst was irgendeine deiner Aktionen für einen Gewinn abwerfen wird...
    :kopfschüttel:

    Nunja
    Wir hätten hier wen, der mehrfach meinte er sei volkswirtschaftlich besonders beschlagen.


    Abseits dessen, dass man volkswirtschaftliches Denken sicher in jedwedere Sternenrichtung deuten und zurechtschustern kann, wärs für so einen Kopf bestimmt ein Leichtes mal so nebenbei vorzurechnen, was derzeit jährlich in D an Russenvergoldungsgulden für nichtthermische Gas-Anwendungen - sprich für den "Russensprit" für die Stromerzeugung durch Gas - ausgegeben wird.


    Dem gegenüberzustellen was - genau das selbe - Gas aus Überschuss PV und Windkraft hergestellt kosten würde, wäre eine nette Zapfenrechnung mit dem noch netteren Output, dass man grob wüsste was man für die Substituierung der tiefverdammten Russengasabhängigkeit (am Stromsektor!) jährlich zu blechen hätte - wenn man denn wollte.


    Mal sehen ob die volkswirtschaftlich beschlagenen dies hier nicht doch noch - nachvollziehbarer und mit belastbaren Daten unterfütterter Weise - aus dem Ärmel zu schütteln im Stande sein werden, oder obs - wie gehabt - bei effekthascherischem Gedröns bleiben wird
    :roll:


    Angesichts des mMn vergleichsweise minimen Gasanteiles in der Stromproduktion warte ich gespannt auf das Ergebnis.

    Zitat von machtnix

    mit der Wieland Einspeisesteckdose, die man nicht so einfach abstecken kann,
    gilt die PV Anlage als fest angeschlossene netzparallele Erzeugungsanlage.


    Jau, ist eine suuuuper durchdachte Sache => stolpert einer übers Pipifaxkabel der Pipifaxanlage, reisst man die Dose aus der Wand oder das Kabel aus dem Stecker.
    Oberschlau, isn't it!


    Vielleicht werden demnächst aber auch 20cm Schwerlastdübel und 5cm dickes Panzerkabel und eine Hoch-Umzäunung wie bei Umspannwerken für jede private Pipifaxanlage, TÜVmässig vorgeschrieben
    :juggle:

    Zitat von smoker59


    Das wäre erst der Fall wenn die technische Sicherheit für den Anwender dadurch sichergestellt wird wenn ein FACHMANN eine solche Anlage unter Beachtung der geltenden Normen anschließt.


    Naja, ob ein "Fachmann" die drei Schrauben hinten an ner Steckdose grossartig "fachgerechter" anziehen kann als ein durchschnittlich Behirnter, ist bestenfalls ein Steilvorlage für grossartiges Satire-Kino.


    Sorry, ich schätze normalerweise deine Beiträge, aber langsam driftets ins lächerliche.