Beiträge von Litholas

    ...


    Oberleitungsinfrastruktur kostet Geld, der Erhalt auch, ist aber im Vergleich zu allen anderen Energiebereitstellungen Steinzeittechnik, grundsätzlich erforscht, schnell Umsetzbar, und Haltbar dazu. JETZT verfügbar!


    Aber pro 10.000km Oberleitung gehen jedes Jahr dutzende Tonnen Kupfer für immer verloren.

    Bei der Recherche für den Windkraftthread bin ich grad auf Folgendes gestossen:


    Wikipedia: Nickel-Eisen-Akkumulator


    "2016 wurde eine Variante eines Nickel-Eisen-Akkumulators präsentiert, die zugleich zur Herstellung von Wasserstoff per Elektrolyse fähig ist. Die Zelle kann wie ein herkömmlicher Akkumulator geladen und entladen werden. Erreicht der Akkumulator seine Kapazitätsgrenze und wird weiter Strom zugeführt, wird Wasserstoff produziert, der anschließend gespeichert für andere Zwecke zur Verfügung steht. Laborergebnisse zeigten Wirkungsgrade von 80–90 %, womit der Wirkungsgrad höher ist als bei herkömmlichen Nickel-Eisen-Akkumulatoren als auch bei alkalischen Elektrolyseuren. Auch deuten Tests auf eine sehr gute Haltbarkeit der Zellen hin. Gefertigt werden die Zellen aus den reichlich vorhandenen Elementen Nickel und Eisen, edle Katalysatoren wie z. B. Platin bei der PEM-Elektrolyseuren werden nicht benötigt."


    Dazu ist wichtig zu wissen, dass Nickel-Eisen-Akkumulatoren sich wegen ihrer extrem grossen Lebensdauer als Speicher für Windkraft, Dunkelflauten und eventuell sogar als Saisonspeicher eignen.

    Eine mehrtägige Dunkelflaute in Deutschland mit Akkuspeichern in TWh-Größe ausbügeln zu wollen wäre die Königsdisziplin ...


    Es wäre eine langfristige Investition, deswegen unwahrscheinlich. Obwohl die Chancen dafür noch nie besser waren, jetzt wo die Zinsen so niedrig sind.


    Langfristig deswegen, weil solche Dunkelflauten nur ein bis 5mal im Jahr vorkommen. Diese Akkus kommen nur auf wenige Vollzyklen pro Jahr, und müssten deswegen entweder sehr billig sein - oder eben viele Jahrzehnte lang genutzt werden.


    Da fällt mir nur Nickel-Eisen ein. Da ergibt sich dann sogar eine Verbindung zum Wasserstoffthread hier im Forum:


    Wikipedia: Nickel-Eisen-Akkumulator


    "2016 wurde eine Variante eines Nickel-Eisen-Akkumulators präsentiert, die zugleich zur Herstellung von Wasserstoff per Elektrolyse fähig ist. Die Zelle kann wie ein herkömmlicher Akkumulator geladen und entladen werden. Erreicht der Akkumulator seine Kapazitätsgrenze und wird weiter Strom zugeführt, wird Wasserstoff produziert, der anschließend gespeichert für andere Zwecke zur Verfügung steht. Laborergebnisse zeigten Wirkungsgrade von 80–90 %, womit der Wirkungsgrad höher ist als bei herkömmlichen Nickel-Eisen-Akkumulatoren als auch bei alkalischen Elektrolyseuren. Auch deuten Tests auf eine sehr gute Haltbarkeit der Zellen hin. Gefertigt werden die Zellen aus den reichlich vorhandenen Elementen Nickel und Eisen, edle Katalysatoren wie z. B. Platin bei der PEM-Elektrolyseuren werden nicht benötigt."


    Nichtsdestotrotz entsteht am Draht so viel Verschleiss, dass er alle 20 Jahre ausgetauscht werden muss. Batterien müssen zwar auch ausgetauscht werden - aber die Materialien können bis zu 100% recycelt werden. Sie sind ja noch alle da.

    die Dinger sind doch zumeist Dieselelektrisch? Diesel raus, Akku rein, fertig. Nicht optimal aber wenn Oberleitung nunmal zu teuer oder was auch immer ist.

    Die ganzen Anhänger elektrifizieren hört sich dagegen nach einer Mammutaufgabe an. Warum habe ich nicht verstanden wenn es auch ohne geht.


    Dadurch sind die Dinger selbstfahrfähig, und in die Lokomotive müssen nicht so starke Motoren. Die Traktion der Antriebsräder ist viel besser, und der Schlupf der Antriebsräder ist viel geringer, was die Schienen und die Räder schont. Ausserdem hat dann jeder Waggon eine eigene autarke Stromversorgung.


    Die Kurvenradien können wahrscheinlich geringer sein. Und man spart die Rangierlokomotiven ein.

    Es war eigentlich Intuition. Die Oberleitungen verbrauchen nicht nur Material, sondern auch Raum, und stellen eine erhebliche Gefährdung dar.


    Jetzt hab ichs mir genauer angesehen - die Fahrdrähte z B haben 120mm² und bestehen aus Kupfer. Pro 10.000km Leitungen (die Länge des Streckennetzes beträgt 33.000km) macht das etwa 8000t Kupfer aus. Dem gegenüber stehen 1200 Lokomotiven. Auf eine Lokomotive kommen dabei also allein schon 6,7t Kupfer. Und der Verschleiss an Kupfer dürfte erheblich sein.


    Dazu kommt ein Mehrfaches an Stahl und Beton. Ausserdem benötigt ein so ausgedehntes Leitungsnetz sicherlich sehr viel Wartung.


    Dem gegenüber würden die Aufwände für etwa 2000 Akkumulatoren von etwa 50 bis 100 Tonnen stehen. Und zehntausende Akkus von einigen Zentnern. Damit würden allerdings gleichzeitig eine Menge dieselgetriebene Schienenfahrzeuge ersetzt.

    Es ist schwierig, die Verbräuche von Zügen zu erfahren.

    Aber Züge haben einen deutlich geringeren passagierspezifischen Luftwiderstand und einen geringeren passagierspezifischen Rollwiderstand

    Das gilt aber nur, wenn sie voll besetzt sind. In der Realität brauchst du im BEV weniger pro Person und km.


    Aber sag doch mal, was für Speicherpreise nimmst du für diese Szenarien an?


    Ich nehme überhaupt keine Speicherpreise an. Weisst Du wie teuer das Oberleitungsnetz ist?

    Nein, sondern ein 3000GW-HGÜ Leitungsfeld, das je 10.000GWp Solaranlagen in Westeuropa/Westafrika, Südafrika und Südostchina verbindet und alle Verbraucher in Europa, Asien und Afrika anbindet.

    Es ist schwierig, die Verbräuche von Zügen zu erfahren.


    Aber Züge haben einen deutlich geringeren passagierspezifischen Luftwiderstand und einen geringeren passagierspezifischen Rollwiderstand als PKW - die sollten sich deutlich besser mit Akkumulatoren betreiben lassen als PKW.