Beiträge von Litholas

    Natürlich kann und sollte man sich Gedanken darüber machen woher der Strom für Wärmepumpen kommen könnte/sollte.


    Aber mit Blick auf das grosse Ganze ist diese Erörterung äusserst nebensächlich, weil


    1. Nur etwa 30% der Menschheit in Breiten mit signifikantem Heizbedarf leben


    2. Dieser Heizbedarf mit Wärmepumpen gedeckt nur einen kleinen Anteil am Gesamtenergiebedarf dieser 30% ausmacht


    3. Selbst dieser Heizbedarf zu grossen Teilen mit alternativen Konzepten gedeckt werden kann (Erdwärmekraft, Müllverbrennung, Saisonspeicher)


    Selbst wenn dann noch ein Restbedarf an fossilen Energieträgern für den Heizbedarf übrig bleibt - mässige Mengen an Treibhausgasen sind für die Biosphäre kein Problem.


    Wichtig ist, dass es jetzt schnell geht mit den Anteilen am Energiebedarf, die einfach durch Windkraft und Solarstrom zu decken sind. Und das sind über 70% des Gesamtenergiebedarfs. Sich über die Solarstromerzeugung im Winter den Kopf zu zerbrechen ist Zeitverschwendung.

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    Bei Wärmepumpen fehlt derzeit zum einen die übergeordnete Steuerung für solch einen Einsatz und ich sehe aktuell auch keine Bestrebungen, hier etwas zu ändern. Zum anderen werden zukünftig Wärmepumpen immer häufiger auch im Bereich der Altbauten nicht nur im Kombination mit Flächenheizung sondern auch mit klassischen Radiatoren eingesetzt. Ich habe gerade eine entsprechende Planung für ein großes EFH am Wickel. Das Haus ist so gut gedämmt, dass ich in der Kombination PV+Sole-WP mit den bestehenden Radiatoren (nur minimale Änderungen nötig) mit einer Vorlauftemperatur von 45 Grad gut hinkomme.


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    Das sind Konvektoren. Radiatoren heizen hauptsächlich per Wärmestrahung und laufen weit über 100 Grad Celsius.

    Das ist fuer mich ein Widerspruch. Ich gebe aber zu, nicht viel vom Stromnetz und dessen Regulierung zu wissen, daher lasse ich mich sehr gerne korrigieren. Aber ist es nicht so, dass es hauptsaechlich Fixkosten sind?

    Ein Experte bin ich zwar auch nicht, aber klar ist schon, dass je mehr Strom fließen soll, je mehr Metall muss in die Erde (oder in die Luft) und je dicker muss der Trafo sein.


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    Das stimmt zwar - aber deutlich dickere Leitungen zu verlegen erhöht die Kosten nur sehr wenig.

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    Der Hinweis mit der Höhe ist aber interessant. Eine Windenergieanlage mit 150m Höhe kann man aus 5km bei klarer Sicht nur erahnen...


    Nein auf 5km sind die extrem gut sichtbar. Hier in der Gegend sind letztes Jahr welche gebaut worden, und ich wollte immer mal da hin und sie mir ansehen - hab sie aber nicht gefunden weil ich dachte die wären nur 2 oder 3 km weit weg. Irgendwann hab ich sie dann in fast 6km Entfernung gefunden.


    Sie sind auf die Entfernung aber so niedrig dass sie meist von Hügeln, Vegetation oder Gebäuden verdeckt werden.

    Fernwärme hat aber u.a. auch diese hohen Temperaturen, damit da auf Kilometer am Ende noch was ankommt.

    Wenn der Erzeuger näher am Wohnblock mit Fernwärme steht … und wenn es ein zentrales Gasheizdingsbums ist … dann kommt die VL einiges runter und nebenbei kann das Ding noch Strom machen.


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    Dafür gibt es das Konzept der Fernkälte. Da sind die Temperaturen im Verteilnetz moderat, und werden erst direkt beim Verbraucher per WP hochgepumpt.

    Was ist an 100 TWh auszusetzen? Das ist eine sehr realistische Zahl, und dass wir dafür den kompletten Sektor Verkehr dekarbonisiert kriegen, ist ein wirklich gutes Geschäft.


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    Allein die PKW werden etwa 150TWh im Jahr benötigen. Im Moment kommen die PKW noch mit 15 bis 20kWh auf 100km hin, aber mit dem Sinken der Akkukosten wird der Verbrauch wegen grösserer Fahrzeuge und höherer Geschwindigkeiten steigen.

    Das kann man nicht vergleichen. Mit Investitionen in EE wird die Coronaviruskrise ja nicht besser.


    Aber mit Investitionen in EE (nicht Kosten) würde der Strompreis gesenkt. Die "Kosten" sind schon lange nicht mehr das Problem, sondern die Leute die ihre Pfründe sichern oder die wegen Dummheit oder Eitelkeit gegen EE agieren oder agitieren.

    Ne Gazprom nicht... Die haben doch schon den Schrödi im Sack. Könnte ihn mir bei Linde oder nem andere blauen H2-Produzenten vorstellen. Gerne auch irgendwo in der Wüste... ;)


    Da kommen manchmal wirklich überraschende Wendungen zustande.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftsforum#«World_Economic_Forum»


    "Kurz vor Weihnachten 2013 wurde bekannt, dass der ehemalige deutsche Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Philipp Rösler mit Wirkung zum 20. Februar 2014 in das Management des Weltwirtschaftsforums berufen worden war.[328] Der frühere Bundesvorsitzende der FDP übernahm dort Verantwortung für die weltweiten Regierungskontakte des Forums[329] und wurde zuständig für die regionalen Aktivitäten ausserhalb der Schweiz.[330][331]"

    Ich möchte mich eigentlich nicht so tief in die Materie einarbeiten dass ich entscheiden kann, wie solide die einzelnen Projekte sind. Es geht mir auch nicht um maximalen Gewinn, sondern darum, Geld vernünftig anzulegen ohne dabei an Waffen oder Fossil/Nuklear beteiligt zu sein. Und Solar scheint mir einfach am zukunftsträchtigsten und nachhaltigsten.


    Ich dachte es gäbe vielleicht Fonds, die unter Anderem auch solche Beteiligungen an Solarparkgenossenschaften halten!?

    Ich soll einer Familienangehörigen helfen, Geld anzulegen. Da ich der Sparkassenberatung nicht traue, weil deren Ratschläge in den vergangenen Jahrzehnten statt Renditen vor allem Gebühren brachten, und ich Solar für die grösste Wachstumsbranche halte, frage ich hier um Rat: Weiss jemand ein möglichst breit gefächertes solides Finanzprodukt, das vor allem/ausschliesslich in Anteile an Solarfirmen investiert?