Beiträge von Litholas

    Sagt mal, was habt ihr denn alle gefressen?

    Ich finde die Frage von Martin888 gar nicht von der Hand zu weisen und eure Reaktionen darauf ehrlich gesagt ziemlich unangemessen. Wie war das mit den getroffenen Hunden? Anstatt einfach mal darüber nachzudenken, wird hier geschossen, als wollte Martin888 irgendjemandem die Butter vom Brot stehlen.


    Also ich bin durchaus auch davon überzeugt, dass das Bedecken sonst hellerer Flächen mit dunkler PV einen nachteiligen Effekt hat. Ob der den positiven Effekt überwiegt, bezweifle ich, aber es gibt ihn sicherlich.

    So viel habe ich aus dem Physik-Unterricht und -Vorlesungen dann doch mitgenommen, dass ich weiß, dass es einen Unterschied macht, mit welcher Wellenlänge Strahlung von der Erde zurück richtung Weltall geschickt wird. Und infrarote Strahlung (das ist die von den schwarzen Strahlern) wird afaik ziemlich schlecht ans Weltall abgegeben im Gegensatz zu sichtbarem Licht.


    Der Erwärmungseffekt von Solaranlagen ist eine Kuriosität. Von daher im Off-Topic genau richtig aufgehoben. Besser wäre gewesen, dafür gleich einen Witze-Thread zu öffnen.


    Aber da es wohl Leute gibt, die die Bedeutung nicht einschätzen können: 1kg zusätzliches Kohlendioxid heizt die Erde mit etwa 1 Watt über etwa 100 Jahre (manche Quellen sprechen da von Jahrhunderten, andere von Jahrzehnten), der Wärmeeintrag beträgt dann etwa 900kWh.


    Um eine kWh Solarstrom zu erzeugen, benötigt man etwa 3 Quadratzentimeter PV über 30 Jahre. Die Sonne strahlt auf diese Fläche im Mittel 0,1 Watt. Der gesamte Energieeintrag beträgt also um 30kWh - bei einem Albedounterschied von 0 gegen 100%.


    Die Werte kann man nicht 1 zu 1 setzen, aber 1kg CO2 pro kWh in der konventionellen Stromerzeugung sind sicherlich die richtige Grössenordnung. Die mittlere Sonneneinstrahlung pro kWh ist sicherlich ein wenig geringer, und der Albedounterschied zwischen mit und ohne Photovoltaik sicherlich nicht gleich dem zwischen totaler Absorption und totaler Reflektion.


    Beim Verdunsten von Wasser wird die Temperatur zwar gesenkt, die Energie ist aber dem Klima nicht entzogen.



    EDIT:

    Wenn mans vom Wirkungsgrad her angeht, dann werden für eine kWh Solarstrom maximal 6 kWh Sonnenenergie in Wärme umgesetzt. Wenn die Module so tiefschwarz wären, dass sie 100% absorbieren. Die siebte wird dann in den Verbrauchern in Wärme umgesetzt - das wird sie aber auch mit konventioneller Stromerzeugung.


    1kg CO2 heizt jedenfalls für jedes Jahr seiner Verweildauer in der Atmosphäre das Klima etwa 50% stärker auf als eine kWh PV-Strom. Bei 2 Jahren mittlerer Verweildauer 3mal so stark, bei 100 Jahren 150mal so stark.


    Mit zunehmender EE-Prozentzahl muss natürlich immer mehr Überproduktion erzeugt werden.

    Danke hfrik , mein Dachboden bietet sich halt als Stellplatz für ne WP an. Früher lagen dort viele Tonnen Heu und Stroh, die Grundfläche beträgt ca 200m², die Deckenhöhe zwischen 4 und 6 Meter.

    Ja, es geht mir dabei um die Wärmenutzung im Sommer zur Warmwasserbereitung und natürlich eine Ausnutzung der relativ höheren Wärme in der Übergangszeit.

    Was passiert mit der Abluft der WP? Ich könnte ja innen ansaugen und ins Freie abblasen.

    Nur mal so als Idee.

    Ich glaube, ich muss dazu mal einen Extrafred starten.


    Dafür brauchst Du keine WP, sondern einen Wärmetauscher. Wärmetauscherbelüftungen sparen nicht nur viel Energie, sondern machen auch ein sehr angenehmes Raumklima, es ist immer gelüftet. Beim Duschen beschlägt der Spiegel nicht mehr.


    Es gibt Wärmetauscher, die sogar die Verdampfungswärme der Luftfeuchtigkeit zurückgewinnen.


    Die sind billiger als ne ganze Heizungsanlage, und man kann das Meiste selber machen wenn man Zeit hat.


    Ihr könntet nen Luftbrunnen bauen. Das spart Energie beim Lüften. Das kann man grossteils mit geringen Mitteln nach und nach selber machen. Spart im Winter Heizung und hält im Sommer kühl. Eventuell nen Kristallisationsspeicher. Bei nem Bauernhaus gehört ja vermutlich ein grosser Garten dazu.

    Also, das scheint schon klar zu sein, mit längeren Strecken (Hochseeschiffahrt) wird es erst mal nichts mit E-Antrieb.

    Kurzstrecke könnte klappen.

    Elektro Containerschiff


    Doch, Superfrachter laufen so effizient, die könnten auch längere Strecken elektrisch fahren. Dazu müssten die Akkus aber um Grössenordnungen billiger werden.


    Man würde dann vielleicht vormittags irgendwo festmachen und die Akkus mit Solarstrom aus dem Mittagspeak laden, und von 14 bis 10 Uhr am nächsten Vormittag Strecke machen. 20 Stunden 50MW = eine Million kWh = etwa 15.000 Tonnen Akkus (Ich würde auf LiTi setzen).


    # Forum - Kann mal von den Experten jemand schreiben, mit welcher Akku Kapa man rechnen müßte, um mit einem 50.000 (?) BRT whatever Frachter von Rotterdam nach Dakar zu kommen? Die tuckern so mit 15 kn durch die Meere.


    Bei 500.000 Tonnen Zuladung muss man für 15kts 50MW rechnen.

    Asonsten habe ich nicht von nächstem Jahr gesprochen, wie Du auf die Idee kommst weiss ich nicht.

    Dein Beitrag war so optimistisch, das man auf diesen Gedanken kommen muß, es fahren ja schon 50% der Schiffe elektrisch ..... den Rest schaffen wir auch noch!


    Die Eisenbahn fährt elektrisch. Die reicht für Eurasien und Afrika (Neue Seidenstrasse). Australien und Amerika können dann per Elektroschiff angeschlossen werden. Von Westafrika nach Südamerika sinds nur 2000km (Ups - es sind 2900km).


    Die Solarkonstante beträgt 1367W/m², aber im Mittel erhält die Erde nur 218 W/m² von der Sonne. Die Gesamtfläche der Erde ist nämlich 4mal so gross wie der Querschnitt zur Sonne, und 36% der Sonneneinstrahlung wird reflektiert (Albedo).


    Ich denke eher dass es … Gesellschaften gibt, die enorme Anstrengungen unternommen haben um möglichst grosse Anteile der fossilen Energieträger in ihren Besitz zu bringen, und die auf ein tolles Geschäft gehofft haben wenn sie die verknappen können. Die sehen jetzt ihre Felle davonschwimmen, weil die Gefahr besteht, dass sie sie nicht mehr loswerden.


    Umgekehrt würde ich darauf wetten, dass die Besitzer von Erdöllagerstätten umfangreiche Anteile an PKW-Herstellern gekauft haben, die Besitzer von Kohlelagerstätten Anteile an Stromversorgern. Dann würde es Sinn machen, dass die PKW-Hersteller mit grossem Aufwand für den Verbrenner lobbyieren, die Energieversorger für die Kohlekraft.


    Der anthropogene Anteil am menschengemachten Klimawandel beträgt 100%. Und der beträgt 1 Grad plus für eine Verdopplung des CO2-Gehaltes der Atmosphäre - plus 0,5 bis 3,5 Grad durch Rückkopplungen. Dabei dürfte die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der tatsächliche Wert im Bereich zwischen dem geometrischen Mittel (1,3) und dem arithmetischen Mittel (2,0) der beiden Werte liegt, extrem hoch sein.


    Insgesamt können wir also mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von 2,3 bis 3 Grad ausgehen - für die Steigerung des CO2-Gehaltes auf 560ppm. Der Eisschild Grönlands dürfte nicht mehr zu retten sein, da bleibt im besten Fall Permafrost.