Beiträge von Miraculix


    Wenn du so eine Folie zusätzlich auf das Modul - also über das Glas kleben würdest, hast du zusätzliche Transmissionsverluste. Auf der Zelle kommt also weniger Licht an.
    In dem Datenblatt wird der Einsatz der Teflonfolie anstelle eines Frontglases beschrieben.
    Das Frontglas hat bei Modulen ja auch eine mechanisch stabilisierende Funktion.
    Eine flexibele Folie birgt bei kristallinen Modulen auch eine höhere Gafahr für Mikrorissen in den Zellen.


    Gruß
    Miraculix

    Zitat von pezibaer

    Darf ich jetzt mal ganz blöd fragen .. aber wenn die Antireflexschicht so porös an der Oberfläche ist das nicht mal der Handabdruck weg geht. Dann werden die Teile ja mit der Zeit so verdrecken und unreinigbar sein?? .. da geht ja jeglicher Vorteil der Schicht verloren, im Gegensatz zu eine Antischmutzschicht mit Nanoversiegelung wo es sich einfach abwischen lässt.. Will man sowas wirklich?


    Sofern hier wirklich eine Schicht drauf ist.. bezüglich reinigen mit chemischen Lösungsmitteln müßte man halt beim Hersteller anfragen was für Material hier genommen wurde. Dann kann man das Lösungsmittel drauf abstimmen. Lösungstechnisch ist Lack aus der Spraydose hier schon etwas anderes, als ein Material das >20 Jahren den Umwelteinflüssen standhalten muß/soll


    Hallo Pezi,


    Fingerabdrücke gehen durch Sonne (UV-Licht) und Regen mit der Zeit wieder weg.
    Miraculix

    Zitat von Weidemann

    Ich meinte auch eher der Vollständigkeit halber, falls das gleiche Problem an neuen Modulen mit AR-Schicht auftritt. Dann sind wohl fast alle Optionen schlecht (wenn man schon die fettigen "Handabdrücke" der Monteure auf den Modulen sieht)? ;-)


    Und sind AR-Schichten genauso glatt nach oben geschlossen wie unbeschichtetes Solarglas (mal abgesehen von der Spezialvariante "Pyramidenglas"), oder auch an der Oberfläche leicht porös? Dann könnte sich Lack ja viel besser festsetzen, und man bräuchte wohl mehr Chemie, um den Lack da "rauszuwaschen"...


    Hallo Weidemann,


    die fettigen "Handabdrücke" sieht man ja gerade deshalb so gut, weil die AR-Schichten meist oben nicht ganz geschlossen sind, das Fett von den Fingern in die poröse Schicht geht und die optischen Eigenschaften (AR-Wirkung) verändert werden.


    Bei Graffiti Atacken auf Module mit AR-Schicht hat ma in der Tat deutlich schlechtere Karten.
    Zu heftige mechanische Reinigungsversuche mit Radiergummi können evtl. die AR-Schicht beschädigen.
    Beim Einsatz von Reinigern und Lösemitteln kann die Farbe in die Poren der AR-Schicht gelangen - wenn sie nicht beim Sprayen sowieso schon in die Beschichtung eingedrungen ist - wo sie dann vermutlich nur noch schwer rauszubekommmen ist.


    Miraculix

    Zitat von Weidemann

    Was passiert, wenn eine Antireflexschicht auf den Modulen ist? Die wird mechanische Reinigung (Schmutzradierer) wahrscheinlich recht leicht angegriffen, aber chemisch vielleicht auch?


    wenn die PV Anlage von 2008 ist, halte ich es für eher unwahrscheinlich, dass die Module schon mit einer Antireflexschicht auf dem Glas ausgestattet sind.
    Dann ist die Radiergummimethode sicher die erste Wahl, wenn es damit funktioniert.
    Wenn man irgendwelche Lösemittel zur Hilfe nehmen muss, sollte man dafür sorgen, nur 'feucht' zu wischen, damit nichts zu den Rändern läuft und das Laminat schaden nehmen könnte.


    Miracukix


    Hallo Reinhold,


    mit S-Energy wäre vorab zu klären, ob sie einen Kennlinenmessung vor Ort akzeptieren oder ansonsten ein mobiles Testlabor.
    Die Module in ein Labor einzuschicken wäre ungleich teurer.
    Die nächste Frage ist, ob S-Energy die Messkosten für den Fall übernimmt, dass bei den Modulen tatsächlich ein Minderertrag nachgewiesen werden kann.


    Was hast du denn schon alles untenommen, um weitere mögliche Ursachen für den Minderertrag der Anlage ausschließen zu können? Oft haben Mindererträge andere Ursachen als eine generelle Minderleistung aller Module.
    Miraculix

    Zitat von olliausbs

    Typ II würde mir jetzt nicht passen, weil wir die WR direkt an den Dacheinführungen unter Dach montieren wollen.
    Ich könnte natürlich die WR auch ohne Überspannungsableiter bestellen und selber welche einbauen. Nur hätte ich dann gern diese Kombiteile Typ I + Typ II eingebaut. Naja, die Fage ist eben: Ist da Platz für zwei Kombiableiter mit je 72mm Breite oder kibt es einen Anbieter für PV-geeigntete Überspannungsableiter Typ I + Typ II mit weniger als 72mm Breite...


    Na, ich warte mal die Bilder von Hofe ab.


    Freundliche Grüße,
    Olli


    Hallo Olli,


    wenn du keine Blitzschutzanlage hast oder bei verhandener Blitzschutzanlage den Trennungsabstand einhältst, ist der Typ II Ableiter doch genau richtig. Die Norm VDE 0185-305 fordert SPD Typ II bei Gebäudeeintritt und vor/nach Wechselrichter.
    Wenn der WR wie du schreibst direkt bei der Dacheinführung installiert wird, erfüllst du die Norm mit den integrierten Typ II Ableitern in den Wechselrichtern.
    Typ I ist zur Ableitung von Blitzströmen gedacht und muss verwendet werden, wenn die PV-Anlage in die Blitzschutzanlage eingebunden ist, da dann auch Blitzströme in den DC-Leitungen auftreten und ins GEbäude geleitet werden können. Dann müssen bei Gebäudeeinführung SPD Typ I + II verwendet werden.
    Daher ist die Einhaltung der Trennungsabstände - sofern die Platzverhätnisse es - erlauben immer vorzuziehen.


    Miraculix

    Zitat von eggis

    Moin Blau197!


    Die Wechselrichter werden immer ins Verhältnis zur STC-Leistung der Module dimensioniert. Diese wird bei senkrechter Einstrahlung ermittelt. Da Pyramidglas angeblich seine Vorteile nufile:///C:/Users/KH/Downloads/ISFH%20Bericht_strukturierte%20Glaeser_Kurzfassung_August2009.pdfr bei schräg eintreffender Strahlung (20% bei 80% Abweichung) ausspielt, sollte hinsichtlich der Dimensionierung keine Änderung nötig sein. Evtl. aber doch, wenn es sich um relativ stark von der Optimalausrichtung und deshalb sehr stark unterdimensionierte Anlagen handelt. Ich zweifel aber noch sehr stark an den genannten Steigerungswerten. Wenn ein Institut dieses mal für einen Testaufbau verwendet, könnte mich das evtl. überzeugen.


    Hallo Blau,


    hier gibt es eine Untersuchung des ISFH in Hameln zum Mehrertrag von Modulen mit Pyramidenglas in Abhängigkeit zum Einstrahlwinkel.


    Interessant für die Forumsgemeinde wäre es sicher, wenn ihr eure Erfahrungen mitteilt, nachdem die Module jetzt mehrere Jahre im Einsatz sind.
    - gibt es irgendwelche Besonderheiten beim laufenden Betrieb.
    - wie beurteilt ihr die Blendwirkung, die im Vergleich zu glatten Glasoberflächen viel geringer sein sollte.
    - die größere Oberfläche des Pyramidenglases sollte besonders bei intensiver Einstrahlung bzw. bei hohen Modultemperaturen zu einer höheren Wärmeabstrahlung führen. Macht sich dieser Effekt in den Sommermonaten bemerkbar?


    Miraculix


    Ich denke, dass ist genau der Punkt.
    Ich vermute, dass bei vielen der Anlagen aus Boomzeiten, bei denen sporlich über den First hinausgebaut wurde, statisch überhaupt nichts berechnet wurde.
    Glücklicherweise ging es bisher offensichtlich trotzdem meistens gut aus. Ob die Aussage auch nach dem nächsten großfächigen Kyrill-Sturm noch stimmt, bleibt abzuwarten.
    Da muss jeder selber wissen, wie risikofreudig er ist und ob er ein Problem damit hätte, wenn einer seiner Module den Nachbarn beim nächsten Jahundertsturm durchs Wohnzimmmerfenster besuchen kommt.
    Miraculix