Beiträge von Sonnenmelker

    Runterregeln ist kein wirtschaftlicher Betrieb. Warum kein Blue Crude oder H² mit dieser überschüssigen Energie erzeugen ?


    Es gibt jetzt schon Tage da wollen auch unsere Nachbarn keinen Strom geschenkt, teilweise lässt man die Leistung einfach im Netz totlaufen ( Übertragungsverluste )

    Abgesehen davon, es ist weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll EE Kapazitäten durch runterregeln nicht zu nutzen.

    Bei 100% EE wäre an manchen Tagen die runtergeregelte Kapazität höher als der Verbrauch - ohne Speicher wohlgemerkt

    Genau so ist es.

    Das würde zum radikalen Umdenken zwingen.

    Da ist das mit dem BEV als universellen Heilsbringer deutlich bequemer.

    Im Nahbereich halte ich BEV's auch für eine sehr gute Lösung, auf langen Strecken ökologisch ( durch hohes Gewicht, den dadurch verbundenen Nachteilen und massiven Materialeinsatz ) untragbar.


    Gruß

    Manfred

    Man hat Rekuperation, wodurch der Bremsabrieb fast gegen 0 geht. -> Falsch, die Rekuperation kann nur ein Teil der Verzögerung liefern - abgesehen von milden bis mittleren Verzögerungen - Zwischen 30kW und ( 150KW I Pace ) je nach Fahrzeug --> FALSCH, dann fährst du nicht korrekt/vorausschauend. Ich nutze die mechanische Bremse nur noch, im Winter, wenn die Rekuperation begrenzt ist, wenn ich an der Ampel anhalten muss oder ein anderer Fahrer auf der Autobahn vor mir raus zieht.

    -> Am Ende müssen aber 2,5t Fahrzeug gebremst werden, bei einem häufiger beim anderen weniger, je nach Fahrweise.

    Da die benötigte Bremsenergie vom Gewicht des Fahrzeuges abhängig ist, wird der Vorteil der Verzögerung durch Rekuperation teilweise zunichte gemacht, besonders bei stärkerem Bremsen.


    Man emittiert lokal keine Schadstoffe/Feinstäube. Zumindest wenn man nicht gerade in der Nähe des Kohlekraftwerkes steht knappe 40% sind EE, der Rest konventionell - egal wie man sich aus dem Energietopf bedient --> FALSCH, oder zeig mir, wo ich am Elektroauto die Schadstoffe/Feinstäube emittiere.

    -> Am Kohlekraftwerk mehr wie 40% EE sind nicht im Netz und damit musst Du rechnen- was Du an EE verbrauchst müssen andere mit nicht EE ausgleichen.


    Die Energie kann zu 100% CO2 frei und Feinstaub frei hergestellt werden. -> Kann- allerdings nur zu 40%, mehr EE sind nicht im Netz --> Es wird immer mehr. Ich für mich betrachtet habe meinen Stromkauf von 13.000-16.000kWh auf unter 500kWh reduzieren und speise gleichzeitig noch über 20.000kWh sauberen Strom ein. Da der intern verbrauchte saubere Strom nie ins Netz kommt, kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass ich mit 95% EE mein Auto lade. (Unterwegs kann ich nur bedingt was zu sagen) Und ja ich weiß, dass überall im Netz der gleiche Strommix herrscht. Aber auch physikalisch kann bei mir kein "dreckiges" Elektron mehr hin fließen, da ich Strom über produziere.

    Spielt keine Rolle was Du mit Deinem erzeugten Strom machst, die Menge an EE wird dadurch weder größer noch kleiner.

    Ich speise im Jahr ca. 80 000 kWh ein und rechne mir meinen eigenen Stromverbrauch auch nicht auf Null Emission schön.

    40% mehr ist nicht, der Rest kommt von Kohle Gas oder Atom



    Es müssen 100% EE werden ohne Speicher oder massiver Überkapazität bei den Produktionsanlagen geht das nicht.

    Hatte ich schon geschrieben, lieber mit Verlusten speichern, als massive Überkapazitäten runterregeln.


    Gruß

    Manfred

    Moin Kaju,

    Da der intern verbrauchte saubere Strom nie ins Netz kommt, kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass ich mit 95% EE mein Auto lade. (Unterwegs kann ich nur bedingt was zu sagen) Und ja ich weiß, dass überall im Netz der gleiche Strommix herrscht. Aber auch physikalisch kann bei mir kein "dreckiges" Elektron mehr hin fließen, da ich Strom über produziere.


    Das ist eine gerne verwendete Betrachtung, die aber so nicht tragfähig ist.


    Dein erzeugter Strom ist Teil des Strommix, er wurde erfasst und trägt zu den 40% EE bei.

    Ob Du den jetzt selbst verwendest, gar nicht erst einspeist oder Lieschen Müller Ihre Schnitzel damit brät- spielt keine Rolle.

    Der Strom Mix bleibt wie er ist - weniger als 100% EE sind nicht akzeptabel.

    Alles andere ist Schönrechnerei.


    Und genau bei den gewünschten 100% liegt das Problem, die müssen auch bei dunkel Flaute lieferbar sein.

    Entweder arbeite ich mit einer massiven Überkapazität um auch im "worst case " die 100% zu haben oder ich speichere den Strom.

    Den Strom speichern, geht - aus meiner Sicht - nur chemisch - also H² P2G oder Blue Crude

    Diese Speicherprodukte passen ideal zur Mobilität - besonders für Fahrzeuge für Langstrecke.

    Also wozu Tonnen von Accus verbauen um beim BEV langstreckentauglich zu sein ?

    BEV und Kurzstrecke passt doch viel besser.



    Gruß

    Manfred

    So sieht das aus.

    Und ganz schnell wird aus einer Halbwahrheit eine Tatsache auf Grund derer Entscheidungen getroffen werden.

    Viel Zeit ist nicht mehr um Entscheidungen zu treffen welche dann wieder revidiert werden müssen


    Andere sehr gerne zitierte Halbwahrheiten sind:



    Zitat

    Fakt ist aber unbestritten:

    Beim E-Auto:

    Hat man mehr Gewicht, was zu mehr Reifenabrieb führt. -> Stimmt

    Man hat Rekuperation, wodurch der Bremsabrieb fast gegen 0 geht. -> Falsch, die Rekuperation kann nur ein Teil der Verzögerung liefern - abgesehen von milden bis mittleren Verzögerungen - Zwischen 30kW und ( 150KW I Pace ) je nach Fahrzeug


    Man emittiert lokal keine Schadstoffe/Feinstäube. Zumindest wenn man nicht gerade in der Nähe des Kohlekraftwerkes steht knappe 40% sind EE, der Rest konventionell - egal wie man sich aus dem Energietopf bedient


    Die Energie kann zu 100% CO2 frei und Feinstaub frei hergestellt werden. -> Kann- allerdings nur zu 40%, mehr EE sind nicht im Netz


    Der Akku kann zu über 90% recycelt werden und erzeugt dabei über 70% weniger CO2 bei der Rohstoffgewinnung. Kann ich nix zu sagen, habe ich mich noch nicht damit beschäftigt


    Na und dann noch die pure Polemik:

    Zitat

    Im Gegensatz zum Diesel, muss die e-SZM auch keine 400 bis 600 Liter Diesel plus 50 Liter Pisse mitschleppen.

    Es ist sicher Harnstoff gemeint, wurde zwar im Harn nachgewiesen, entsteht unter anderen durch biologische Prozesse und hat daher auch seinen Namen.

    Hat ansonsten nichts mit Pisse zu tun - macht sich aber gut bei Stammtischparolen, ab dem 3ten Bier spielt es ohnehin keine Rolle mehr, da zählen nur noch markige Sprüche.


    Abgesehen davon is es ein viel verwendeter Rohstoff, welcher für fast alle Anwendungen synthetisch hergestellt wird, selbst dient er zur Synthese sehr vieler Stoffe. Zudem ist Harnstoff in sehr vielen Hautpflegeprodukten vertreten - als Urea - hört sich besser an.

    Zitat

    Es widerstrebt allem was sie bisher getan haben.

    Ja was haben die denn getan ?

    Autos gebaut die der Markt verlangt hat - recht erfolgreich sogar.

    Jetzt bauen sie immer noch Autos die der Markt verlangt und in Zukunft bauen Sie auch Autos die der Markt verlangt.

    Wenn es BEV sein sollen, dann eben BEV


    Gruß

    Manfred

    Moin Joe Haus,

    hab das schon verstanden, was Du gemeint hast.

    Nur sehe ich Wasserstoff bzw. Wasserstofffolgeprodukte für mobile Anwendungen nicht als Irrweg an.

    Besonders Wasserstofffolgeprodukte halte ich für eine sehr sinnvolle Ergänzung, besonders im Fernverkehr.

    Im Nahbereich sollte man sich auf die einfachste Technik, E Motor - Accu , beschränken, da bin ich bei Dir.


    Was man gar nicht machen sollte ist schwarz / weiß Denken


    Es sollten alle Chancen genutzt werden, jede Technik dort einsetzen wo der maximale Nutzen erzielt werden kann.

    Jede Technik hat Ihr Optimum wenn mit entsprechenden Rahmenbedingungen gearbeitet wird, es wird auch außerhalb dieser Bedingungen funktionieren, jedoch nicht mit optimalen Ergebnissen.


    Grüße

    Manfred

    Zitat

    Wer solchen bullshit in einem technischen Forum los lässt, sollte wieder in die Baumschule zum Lehrer Ast gehen und den Bienen den Weg zu den Apfelblüten vortanzen.

    Du bist ja ein richtiger Lyriker


    Technisches Verständnis auf maximal Stammtisch Niveau vorhanden .


    Für eine tiefergehende Betrachtungsweise reicht es leider nicht aber es muss auch Djangos geben :thumbdown:

    Gleichlaufende Turbinen kommen inzwischen auf 60% Wirkungsgrad.

    Was ist das ?

    Turbinen welche mit konstanter Last und Drehzahl laufen.

    Dadurch, dass man hierzu nur einen sehr kleinen Bereich - Drehzahl und Last - optimieren muss, erreicht man sehr hohe Wirkungsgrade, bei großen Gasturbinen ( im MW Bereich ) ist man inzwischen bei 67%

    Gleiches gilt auch für Motoren welche für einen sehr engen Drehzahlbereich optimiert sind - siehe BKW

    Zitat

    Dass mobiler (erst recht "grüner", über Hydrolyse teuer erzeugter) Wasserstoff "tot" ist, weil er nie wirtschaftlich sein kann (erst recht nicht, als Strom direkt zu laden und zu verbrauchen) - das sollte jedem einleuchten.


    Nö, leuchtet nicht.

    Wasserstoff bzw. Wasserstoff als Zwischen oder Vorprodukt wird einer, wenn nicht der Eckpfeiler auf den Weg zu 100% EE sein.

    Zur Zeit sind knappe 40% EE im Netz und schon jetzt muss teilweise massiv abgeregelt werden, bei 100% wird das zur Regel.

    Dann doch lieber nicht abregeln und gut lagerbare EE erzeugen - H² - Methan - Blue Crude


    Damit lassen sich dann echte Langstreckenfahrzeuge betreiben, ohne Tonnen an Akkus durch die Gegend zu schleppen.

    Der Antrieb kann deshalb trotzdem elektrisch sein, die Energie ist eben nicht in Batterien sondern in Chemischer Form in einem Tank gespeichert. Gleichlaufende Turbinen kommen inzwischen auf 60% Wirkungsgrad.

    Alle Vorteile der Elektromobilität, z.B. Rekuperation, währen damit nutzbar, von den Nachteilen ( große Batterien für lange Strecken ) hätte man sich entledigt.


    Feinstaub kommt zum großen Teil durch Reifen und Bremsenabrieb, trotz Rekuperation, je schwerer das Fahrzeug um so mehr Abrieb.

    Damit sollte die Feinstaubbelastung, wenn schon nicht niedriger, zumindest nicht höher sein, verglichen mit der recht simplen - viel Batterie hilft viel - Strategie.