Beiträge von Sonnenmelker

    Viel Freude hat mir heute meine 2009er Anlage gemacht - 6,83 - war den ganzen Tag recht kühl, windig und klarer Himmel

    Ansonsten alle Anlagen für April über 100

    Moin Joe,

    irgendwie reden wir aneinander vorbei.

    Ja sicher hat eine Inselanlage einen Einfluss auf den Strommix, hatte ich sogar weiter vorne geschrieben.


    - Nur ist es so, dass die Nichtentnahme lediglich der Ausgleich für den nicht eingespeisten Strom ist, vorausgesetzt man würde Strom in der Höhe der Einspeisung beziehen.


    Also ob Du 100kWh einspeist und anschließend wieder 100kWh entnimmst um Dein BEV zu laden oder ob Du Dein BEV direkt mit Deinem selbst erzeugten Strom lädst, macht keinen Unterschied.


    Da es keinen Unterschied macht, ist es auch nicht zulässig zu sagen:

    - speise ich ein und entnehme - arbeite ich mit dem Strommix

    Verbrauche ich direkt - habe ich 100% EE


    Nehme mal an alle EE Anlagen speisen nicht mehr ein, weil die Betreiber den Strom selbst verbrauchen.

    Diese Betreiber würden - nur für sich selbst betrachtet - 100% EE Strom verwenden

    Im Netz wären dadurch jedoch keine EE Anteile mehr verfügbar

    Alle Verbraucher ohne EE Anlage müssten dann 100% konventionell erzeugten Strom verwenden.


    Betrachte ich bei dieser Annahme den Energiemix, welcher im Mittel für alle Akteure gilt, bin ich genau beim gleichen Wert welcher auch bei Volleinspeisung gefunden wird.


    An der CO² Bilanz hat sich gar nichts geändert, lediglich die Verteilung auf die einzelnen Verbraucher ändert sich.


    Ein weiterer Zubau oder Einsparung der Energie wird eine Änderung herbeiführen, nicht die Verteilung.

    ......,und worin ist denn der Unterschied,ob ich ein E-Auto fahre ,oder einen Elektroherd einschalte,bei Letzterem wird doch auch nicht nach Stromherstellung gefragt.... :shock:

    Doch sicherlich, warum sollte man einen Unterschied machen ob für E-Herd oder Auto ?

    Oder weshalb sollte man einen Unterschied machen wer den Strom erzeugt hat ?

    40%EE sind im Topf , wer wie in welchem Verhältnis entnimmt, einspeist oder selbst erzeugten Strom dem Markt vorenthält, am Ende bleibt es bei 40%, solange bis es durch neue Anlagen mehr als 40% werden.

    Angenommen alle E-Mobilisten wären Selbstversorger mit EE wäre der Strommix zwar noch der gleiche, die Fahrzeuge aber trotzdem beinahe CO2 neutral unterwegs, was den Verbrauch betrifft.

    Dieser EE Strom wird von den Fahrzeugen verbraucht, kann jedoch nicht gleichzeitig im Netz zur Verfügung stehen.

    Die Fahrzeuge sind scheinbar CO² neutral unterwegs, allerdings können Dritte nicht auf diesen EE Strom zugreifen und verwenden konventionellen Strom -

    Durch das Nichteinspeisen verursache ich den Verbrauch von konventioneller Energie.

    Es spielt keine Rolle wer diesen EE Strom verbraucht, Du oder sonst wer.

    Es fühlt sich nur besser an, macht aber keinen Unterschied.


    Du hast mit der Erzeugung des EE Stromes einen wertvollen Beitrag zur Energiewende geleistet, bist jedoch nicht Emissionsfrei unterwegs -

    Eine PV Anlage ist kein Ablassbrief

    Das ist völlig richtig und auch logisch für jeden der sich mit dem Thema EE ohne Scheuklappen befasst.
    Ich lese über diese Probleme und Lösungsmöglichkeiten seid Jahren.

    Was also ist daran so neu, dass man ausgerechnet den restlichen Unsinn von Prof. "Sinn" lesen muss?

    Du musst Sinn nicht lesen, falls er dann doch etwas zu sagen hat, wirst Du es eben nicht erfahren.



    Ich versuche soweit wie möglich auch andere Lösungsansätze zu verstehen, nachdem ich die Ansätze verstanden habe und dann der Meinung bin, es ist ein Irrweg, verwerfe ich diese Ansätze.


    Z.B. mit 8kWp auf dem Dach und BEV bin ich Emissionsfrei -> verworfen

    Ich habe 72kWp und wir werden vermutlich ein BEV anschaffen, werde mir jedoch nicht einreden, dass alle damit verbunden Verbräuche emissionsfrei sind, 40% mehr ist nicht.


    Was mir im Übrigen meist fehlt, ist die Ansage, dass man auch über unser Verhalten welches an den Status Quo angepasst ist nachdenken muss.
    Die Schwankungen in der Erzeugung sind ja ein umso grösseres Problem, je weniger wir Verbraucher uns anpassen.


    Und folgende Zeilen volle Zustimmung.


    Wer 100% EE haben möchte muss umdenken, bequem wird das nicht aber notwendig.

    Wer sich auf einzelne Techniken festlegt und andere komplett verwirft hat schon verloren.

    Es wird nötig sein ein ganzes Bündel von Maßnahmen und Techniken zu verwenden um das Ziel zu erreichen, die Welt wird deutlich komplexer, wenn auch u.U. nicht für den Endverbraucher.

    Den "unschätzbaren Vorteil von Wasserstoff und Methan als Langzeitspeicher" wird bspw. kaum jemand bestreiten. Fragwürdig wird es dann, wenn damit plötzlich wieder Autos betrieben werden sollen, statt saisonbedingt stationär el.Energie zu erzeugen und gleichzeitig die Wärme mit zu nutzen. Denn am schlechten Gesamtwirkungsgrad des H2-BSZ-Autos und des CNG-Autos mit Verbrennungsmotor ändert sich ja nichts ...

    Genau das wird zum Thema, je mehr EE im Netz sind, nur weil es Sinn anspricht wird es nicht falsch.


    Diese Themen müssen angegangen werden, sehe ich wie Sinn

    5. Das Problem der Volatilität und die Notwendigkeit von Parallelstrukturen

    6. Überschießende Stromspitzen und die Rolle des Wasserstoffs


    Ohne entsprechende Speicher wird es keine 100% EE geben


    Ob H² die Lösung ist bleibt fraglich.

    Methanol ist sehr vielversprechend, was spricht dagegen Langstreckenfahrzeuge mit Elektrisch / Methanol zu betreiben ?

    Macht aus meiner Sicht deutlich mehr Sinn als riesige Akkupacks.

    Weshalb das Methanol zentral verstromen, zu Ladestationen leiten, AKKU laden und rein elektrisch fahren ?

    ...oder Alkohol.

    Von diesem Prinzip (katalytische Ethanolgewinnung) las' ich bereits 1992 in einem Physiklehrbuch der Sekundastufe 1 und nur kurze 26 Jahre später machte sich ein "StarUp" daran, dieses noch mal aufzugreifen.

    Leider weiß ich nicht mehr ob das damals nur ein Gedankenmodell war, oder ob sich dahinter eine bereits industriell verwertbare Technologie verbarg.

    Hallo Wurmwichtel,

    was Ethanol angeht ist mir nichts bekannt, abgesehen bei der Herstellung von Blue Crude mittels Fischer-Tropsch-Synthese, dort fällt wohl auch als Nebenprodukt Ethanol an.

    Aber ein anderer Alkohol und zwar Methanol, ist im Gespräch.

    Dazu kann ich Dir auch den Link zum Solaren Förderverein geben, ganz gute Seite, die machen sich sehr weitreichende Gedanken zur Energiewende.

    https://www.sfv.de/artikel/pow…anol_multifunktionell.htm

    Ich bin der Meinung Sonnenmelker betrachte wie Herr Dr. Unsinn den Istzustand.


    Unsinn benutzt den Status quo (heutiger Strommix usw.) als Argument, um an ihm fest zu halten und um EE und E-Mobilität zu diskreditieren. Warum auch immer. Ich behaupte das ist ein Mix aus Engstirnigkeit und Lobbyismus.
    Provokativ ausgedrückt: Das ist dummer, einseitiger und propagandagesteuerter Blödsinn.

    So ein Unfug.

    Mein Ziel sind 100% EE

    Mit Blauäugigkeit, Phrasendreschen, Träumen, Mathematik beugen, wird das nichts werden.


    Abgesehen davon, hast Du die Arbeit gelesen oder nur die Überschriften dazu ?

    http://www.hanswernersinn.de/d…-motoren-2019-04-25_0.pdf

    Alle getroffenen Aussagen kann auch ich nicht unterstreichen, allerdings werden viele Punkte angesprochen die es zu lösen gilt.

    Auch wenn es Dir nicht gefällt, der Weg zu 100% EE ist deutlich komplexer als 8kWp auf das Dach zu schrauben und BEV zu fahren.

    Wie auch immer, jede EE Anlage zählt, egal mit welcher Motivation die Anlage installiert wurde.

    Aber ich kann jetzt durchaus behaupten, dass ich zu großen Teilen EE-Strom lade /verbrauche, der eben nicht im Strommix erfasst ist. Selbst die Entscheidung für "naturStrom" beim restlichen Bezug verbessert ja stetig den Energiemix - da sie neu in EE-Stromerzeugungsanlagen investieren.


    Dass ich mittlerweile mehr Strom erzeuge, als ich mit Haus (WP für Heizung und WW), Mobilität (Auto, Roller, Pedelec) und Haushaltstrom (Licht, Kochen, usw.) verbrauche, lässt auch viele Argumentationsgegner verstummen.

    Hört sich gut an, ist aber von der Betrachtungsweise inkorrekt.

    Es ist wichtig EE zu erzeugen, darin sind wir uns einig, mache ich auch.

    Mit dieser erzeugten Energie erhöhe ich den Anteil an EE im Netz.


    Wenn ich Insel betreibe und nicht einspeise, erhöhe ich den Anteil durch geringeren Bezug aus diesem System.

    Speise ich ein, erhöhe ich durch die Einspeisung.


    Egal wie ich meine Energie beziehe.

    Die erzeugte Menge an Energie ( EE ) bleibt gleich und die verbrauchte Menge bleibt auch gleich.

    Ob der Strom jetzt im Netz war und ich Ihn mir zurückhole, nicht verbrauche ( das machen dann Andere ) oder erst gar nicht einspeise und den Strom damit anderen vorenthalte.


    Egal wie ich es mache, es muss mit dem aktuellen Mix gerechnet werden.