Beiträge von Serin

    Ich habe zufällig eine sehr ähnliche Anlage mit 19,8 kWp.

    Halb und halb nach südwest und nordost ausgerichtet und mit 15% Dachneigung.


    Ich habs nach 70% weich ausgelegt.

    Meiner Meinung nach ist die Kappung bei derartigen Bedingungen fast nicht nachweisbar (Standort NRW). Ich merke zwar im Frühsommer oder Sommer ein paar mal die Begenzung, aber das ist SO wenig, dass ich mich wundern würde wenn ich überhaupt 1-2% abregelung bekommen würde.


    Wenn du den RSE quasi kostenfrei bekommen kannst, dann machs ruhig, aber sobald du dafür deutlich Geld latzen müsstest lohnt sich das meiner Meinung nach nicht.

    Hallo und willkommen im Forum :-)


    Eigenen Strom substituieren ist erstmal voll löblich, super :-)


    Alelrdings musst du dir die Frage stellen "warum" möchtest du das? Um Geld zu sparen?

    Wenn du Geld sparen möchtest (also maximale Rendite haben möchtest), dann lass den Speicher weg (der alleine die Hälfte der Kosten ausmacht wenn ich das richtig sehe?!? ).

    Setz stattdessen erstmal auf "das Dach so voll wie geht".

    Vielleicht könntest du bei quetmontage noch ein paar Module aufs Dach bekommen? da könnten dann evtl. je zwei Reigen zwischen die Fenster passen? (ich kanns nicht genau sehen).


    Wenn du allerdings den Speicher aus Hobby haben möchtest, dann sags, dann reden wir auch gerne da weiter :-)

    Hi Squid und willkommen im Forum.


    Bevor hier was zur Auslegunf etc. gesagt wird eine kurze Frage von mir.


    Wie kommst du auf die PVGIS Prodnose von fast 1300 kWh/kWp?

    Also selbst unter optimierten Bedingungen sehe ich für deinen Standort "nur" ca. 1050 kWh/KWp in der PVGIS Cilmate SAF.

    Ich wüsste jetzt nicht wie man auf 1270 kommen kann?


    Die Ertragsprognose vom Lieferanten halte ich bei deinen Annahmen für relativ realistisch, wenn auch optimistisch gerechnet (Ich komme auf ca. 830 kWh/KWp bei den ausrichtungen und Dachneigungen für diese Anlage).

    Das teilt sich natürlich auf in ein sehr gutes Sürddach mit ca. 981 kWh/kWp und ein eher suboptimales Nordach mit 600 kWh/kWp.

    Das bedeutet natürlich, dass jedes Modul, dass du vom Nordach auf das Süddach legen könntest, würdest du deinen Ertrag von dem Modul um mehr als 50% steigern.


    Vielleicht puzzelst du nochmal ob da nicht noch ein paa rModule eher auf das Süddache gehen?


    Außerdem halte ich einen String mit 6 Modulen auf dem Norddach schon für relativ kurz. Im MPP Bereich kommst du grade mal auf 192 V (bei 150 V Mindestspannung). Das Kann natürlich funktionieren, aber wenn da Schatten drauf kommt (so wie du gesagt hast), dann bricht der String schon schnell ein denke ich.

    Hallo zusammen,



    bitte keinen Stress und nicht wieder eine grundsatzdiskussion ob EFH-Speicher nun gut für die Umwelt sind oder nicht, das hatten wir schon zu häufig ;-)


    Martina S. vielen Dank für deine erste Erklärung.

    Man kann (siehe oben) jetzt geteilter Meinung sein ob es nun sinnig oder unsinnig ist "das Netz zu entlasten" oder ähnliches. Es gibt von beiden Seiten her Argumente. Ich tendiere eher dazu dass "das Netz" erst dann entlastet werden muss, wenn wirklich zuviel grüner Strom im Netz ist, aber ich werde mich dazu nicht weiter äußern ;-)


    Bezüglich der anderen Argumentation, "selbst erzeugten Strom auch selbst zu verbrauchen", so kann ich nur sagen, dass das natürlich lobenwert und richtig ist. Allerdings sollten Kosten/Nutzen immer in einem Sinnvollen Verhältnis zueinander stehen.


    Der "normale" Speicher (also nicht Sonnenflat oder ähnliche Kombi-angebote) ist in den meisten Fällen nach aktuellem Stan noch zu teuer, da er über die Lebensdauer mehr Gel kostet als er dir einspart. Daher lehnen Ihn viele in diesem Forum aktuell noch ab (das sind schließlich mehr als nur 50 € Investition).

    Wenn du auf der anderen Seite auf Technik stehst und das Ding toll findest, kannst du Ihn dir natürlich holen, denn auch die Kombination EEG Anlage + Speicher ist in Summe noch positiv, auch wenn nicht ganz so sehr wie eine EEG Anlage ohne Speicher.


    Hier einmal meine Ideen:

    1. EEG Anlage ohne Speicher:

    Wenn es dir vorallem darum geht, Geld zu sparen oder einzunehmen, dann ist die EEG Anlage ohne Speicher aktuell die richtige Wahl.

    In diesem Fall solltest du dir das Dach vollmachen lassen und möglichst viel kWp aufs Dach hauen.

    Der Grund hierfür ist, dass eine größere Anlage im Angebot günstiger pro kWp kommt als eine kleinere Anlage. Es ist zwar richtig, dass du einen Teil der EEG Umlage zahlen musst für den Eigenverbrauch, aber nach aktueller Bemessungsgrundlage dürften das nicht mehr als vielleicht 80 € pro Jahr sein, was deutlich weniger ist als der zusätzliche Umsatz, den du mit einer 17 kWp Anlage gegenüber einer 10 kWp Anlage einnimmst.

    Rechnen wir einmal GROB durch:


    Investition bei 17 kWp: ca. 17.000 € (plus minus ein bisschen)

    Produktion laut PVgis : ca. 1000 kWh/kWp/a

    Eigenverbrauch: vielleicht 1.500 kWh/a ohne Speicher (kommt sehr auf deinen Lastgang an)

    EEG Vergütung: ca. 11,7 Ct/kWh

    Eigene Stromkosten (NETTO): 25 Ct/kWh


    Einnahmen im Jahr:

    15.500 kWh * 11,7 Ct + 1.500 kWh * 25 Ct = ca. 2.200 €/a


    Ausgaben:

    Rückstellungen/versicherung/etc/: 1% der Anlagenkosten im Jahr = 170 €/a

    EEG Umlage: 1.500 kWh * 2,54 Ct = 40 €/a


    Bleiben pro Jahr noch etwa 2.000 € übrig.

    (Bei 70% Regel werden es vielleicht 5% weniger, aber die Größenordnung stimmt)


    Die musst du natürlich versteuern nach deinem eigenen Steuersatz (aber das lasse ich jetzt außen vor). Macht eine Amortisierung selbst nach Steuern von irgendwo um die 10 Jahren.



    2. EEG Anlage mit Speicher

    Wenn du dir einen Speicher holen möchtest, dann tust du das nicht aus zusätzlicher Renditesicht, sondern aus "Spass". Ich würde trotzdem die Anlage nicht kleiner wählen, da man das Dach am besten nur einmal anpackt (und nicht in zwei Schüben, weil meistens lckt man doch Blut und möchte das Dach voll haben)


    Investition bei 17 kWp + 8 kWh Speicher: ca. 25.000 € (das kann deutlicher schwanken muss ich allerdings zugeben)

    Produktion laut PVgis : ca. 1000 kWh/kWp/a

    Eigenverbrauch: vielleicht 3.500 kWh/a mit Speicher (kommt sehr auf deinen Lastgang an. Ich nehme zugunsten des Speichers eine Autarkie von 80% an)

    EEG Vergütung: ca. 11,7 Ct/kWh

    Eigene Stromkosten (NETTO): 25 Ct/kWh

    Speicherverluste: ca. 15%


    Einnahmen im Jahr:

    13.200 kWh * 11,7 Ct + 3.500 kWh * 25 Ct = ca. 2.400 €/a


    Ausgaben:


    Rückstellungen/versicherung/etc/: 1% der Anlagenkosten im Jahr = 250 €/a

    EEG Umlage: 3.500 kWh * 2,54 Ct = 90 €/a



    Bleiben pro Jahr noch etwa 2.100 € übrig.


    Also man spart sich schon etwas mehr Geld, aber für die 100 -200 € im Jahr direkt mehrere tausend Euro mehr Ausgeben halte ich für nicht so gut....


    Jetzt kann man natürlich ALLE Parameter noch ändern, also noch Strompreissteigerungen, Batteriewechsel, etc. reinbringen. Allerdings soll diese REchnung nur zeigen, dass ein Speicher nicht aus renditesicht geholt werden sollte.



    Ich persönlich würde eine "normale" EEG Anlage ohne Speicher holen. Mach das dach voll und gut ist. Und wenn dir nach etwa 10 Jahren der WR durchbrennt, dann schaust du nach den Speicherpreisen und deinem aktuellen Strompreis nochmal. Wenn dann die Rechnung ansers aussieht, dann baust du einen Speicher ein. Aber dann hat sich die PV schon selbst abbezahlt :-)


    Disclaimer:

    Bitte nicht als Speichergegner abstempeln, ich will auch einen Speicher haben. Aber ich hab mir die PV gekauft, weil ich gerne Geld sparen möchte, und dafür hilft mir der Speicher eben noch NICHT.

    Hi Martina,


    schön, dass du den WEg ins forum gefunden hast :-)


    Ich sehe du hast dir schon grundlegend Gedanken gemacht, as ist auch schön so.


    Um allerdings festzustellen, WAS für dich am besten wäre ist es notwndig zu wissen, WAS möchtest du mit der PV erreichen?

    Die meisten sehen hier die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Das heißt, man möchte mit seinem Invest möglichst viel Geld sparen oder sogar einnehmen. Dies wird bei den aktuellen Preisen am ehesten mit einer "normalen EEG Anlage" ohne Speicher erreicht.

    Jetzt schreibst du schon, dass die Wirtschaftlichkeit nicht im Vordergrund steht, sondern du gerne einen Speicher haben möchtest, auch wenn du weißt, dass der Speicehr mehr GEld kostet als er bringt.


    Also stellt sich nun die Frage, WAS erhoffst du dir von der Anlage? Weil wir können dir Infos zu der für DICH am besten passenden Anlage nur geben, wenn wir wisseen, WAS genau du möchtest mit der Anlage.

    Häufig kommt dabei rum, dass man es nicht so genau weiß und man eben gerne "seinen eigenen Strom verbraucht". Das ist zwar grundlegend nett, aber um die Auslegung der Anlage festzulegen müssen wir da tiefer einsteigen, welcher Part der Eigenversorgung dir am wichtigsten ist :-)


    Also erklär mal :mrgreen:

    Hallo Poegg,


    wie meinen Vorrednern schon anzumerken ist, muss man ein wenig enthusiasmus mitbringen, da man schon etwas machen muss bis die Anlage endlich steht und alles läuft. Wenn man da schon mit "null bock" rangeht wirds problematisch ;-)


    Aber ich sehe, du suchst irgendwo Informationen, um hier vielelicht enthusiasmus zu erzeugen.


    Fangen wir also mal an:


    Eine 60 kWp Anlage klingt ja schonmal ziemlich gut. mit den Kosten die du veranschlagt hast dürftest du größenordnungsmäßig richtig liegen.
    Also würdest du irgendwas um die 50.000 € investieren um eine 60 kWp Anlage mit 800 kWh/kWp zu bekommen (stimmen die Werte? ist das deutlich von Süden weggedreht? Ich krieg ja in NRW mit meinem NORDost Dach schon 750 kWh/kWp ;-) )


    Also gehen wir mal von 48000 kWh/a aus. Bei einer ungefähren Einspeisevergütung von 11 Ct/kWh macht das in etwa Einnahmen von etwa 5.300 €. Davon ziehen wir jetzt versicherung und Rücklagen ab, dann bleiben noch grob 5.000 € übrig. Das macht in etwa 10 Jahre amortisationszeit bei reiner Einspeisung.


    Bei Selbstverbrauch sieht es noch besser aus, aber ich gehe mal davon aus, dass die Nettostromkosten von deinem Kollegen nicht so hoch sind wie bei einem "normalen" EFH (immer nur Netto Kosten nehmen).


    Also wenn du ihn damit nicht kriegen kannst, dass er seinen eigenen grünen strom erzeugt und auch nicht, dass er für 50.000 e Invest nachher 100.000 € nach 20 Jarhen rausbekommt, dann ist das ganze ziemlich vergebene Liebesmüh denke ich ,-)


    Hi Randy




    1. Punkt. Ertrag
    Kannst du in etwa sagen, wo die Anlage stehen wird?
    Laut Angebot hast du eine Ertragsprognose von fast 1.200 kWh/kWp im jahr.


    Selbst für Südbayern mit der Climate SAF und optimaler Ausrichtung komme ich nicht auf diese Menge, sondern eher so in Richtung 1.070 kWh/kwp (was dann eher so 10.500 kWh ergeben würde). Das MAG zwar funktionieren, aber ob das kontinuierlich so sein wird weiß ich nicht. Normalerweise geht man da konservativer ran und freut sich eher über Mehrertrag.


    2. Punkt. Einspeisung
    Laut Angebot speist du also etwa 6.250 kWh im Jahr ein. Das bedeutet einen Eigenverbrauch von ca. 5.250 kWh. Mit einem Jahresverbrauch von 8.500 kWh und einer 12,5 kWh Batterie ist das zumindest plausibel.


    3. Strompreissteigerung.
    Diese ist leider Glaskugelleserei. Man kann zwar sagen, dass der Strompreis in den letzten Jahren stark gestiegen ist, aber dieses auf die nächsten 20 Jahre in die Zukunft zu prognostizieren ist gewagt. Hiermit würdest du in 20 Jahren fast 60 Ct/kWh zahlen.
    Das MAG zwar auch hier stimmen, aber seine Wirtschaftlichkeit darauf auszurichten ist auch hier optimistisch. Normalerweise rechne ICH zumindest eher konservativ und freue mich über „mehreinsparung“.




    Ein grundsätzliche Problem bei der Einsparung bei Sonnen sehe ich darin, dass ich nicht genau weiß welche MwSt auf den Eigenverbrauch abzugeben ist.
    Wenn du NICHT die KUR wählst, dann musst du die MwSt auf deinen Eigenverbrauch an das Finanzamt zahlen. Die MwSt ist mit dem Einkaufspreis zu berechnen.
    Da du aber keinen Einkaufspreis hast für die ersten 8000 kWh ist dies schwierig zu berechnen.
    Soweit ich weiß, kostet aber jede weitere kWh über 8000 einen „relativ normalen“ Marktpreis.
    (auf der Website stehen „AB 23Ct“ also genau kann ich es nicht sagen):



    Also rechne
    ich das ganze mal kurz etwas konservativer durch:


    Prognose: 1070 kWh/kWp/a
    Ohne Strompreissteigerung
    Wartung von ca. 1% der Investkosten im Jahr


    Einspeisung: 630 €/a
    Gesparte Stromkosten in den erste 5 Jahren: 5250 * 19Ct + 2750 * 23 Ct = 1630 €
    Ausgaben: 30 * 12 Communitybeitrag + 220 € im Jahr an Wartungskosten = 580 €


    Ich weiß, in den ersten Jahren ist die Wartung vermutlich nicht so hoch, aber wer weiß.


    6 – 20 Jahre:
    Einspeisung: 630 €/a
    Gesparte Stromkosten ab Jahr 6: 5250 * 23Ct + 2750 * 23 Ct = 1840 €
    Ausgaben: 30 * 12 Communitybeitrag + 220 € im Jahr an Wartungskosten = 580 €



    Also verdienst du deine 22 k€ rechnerisch nach etwa 12-13 Jahren zurück.
    Das ist das etwas konservativer gerechnet.


    Ich habe keine Strompreissteigerungen drin, allerdings fehlt auch eine neue Batterie, wenn der erste Block nach 10 Jahren oder so evtl. mal aufgibt.


    Also JA Sonnen kann sich lohnen deutlich innerhalb der EEG Zeit und es ist vom Konzept her auch eine interessante Sache, allerdings bindest du dich wirklich für die ganze Laufzeit an Sonnen.
    Sonnen behält sich hier vor, deinen Tarif anzupassen falls notwendig und keiner weiß wielange Sonnen besteht (nein ich habe nichts negatives gehört, aber heute eine private Firma für die nächsten 20 Jahre zu prognostizieren ist schwierig).


    Im Grund kannst du dir das so vorstellen:
    Du schließt Sonnen die Stromkosten der nächsten 13 Jahre vor und kriegst dafür von denen die nächsten 20 Jahre lang quasi kostenlos Strom.
    Wenn Sonnen den Tarif solange aufrechterhält ist alles klasse. Du wärst nicht der erste und ich wünsche dir auch alles Gute :-)
    Wenn Sonnen den Tarif allerdings einstellt, dann stehst du mit einer Anlage da, die deutlich weniger Rendite liefert als du gedacht hast.





    Jetzt vergleiche ich as ganze mal mit einer „normalen“ EEG Anlage von 9,8 kWp:


    Kosten: 11.500 €
    Aktueller Strompreis von ca. 26 Ct
    Prognose: 1070 kWh/kWp/a
    Ohne Strompreissteigerung
    Wartung von ca. 1% der Investkosten im Jahr


    Einspeisung: 1080 €/a
    Gesparte Stromkosten in den erste 5 Jahren: 1500 * 22 Ct = 330 €
    Ausgaben: 115 € im Jahr an Wartungskosten



    6 – 20 Jahre:
    Einspeisung: 1080 €/a
    Gesparte Stromkosten ab Jahr 6: 1500 * 26 Ct = 390 €
    Ausgaben: 115 €


    Macht eine Amortisierung nach ca. 10 Jahren.
    (Ja ich weiß, 1070 kWh/kWp ist optimistisch und evtl. dauert es länger, aber ich vergleiche hier mit den gleichen Werten wie in der anderen Anlage).




    Wenn ich das jetzt objektiv betrachte heißt das:


    Meiner Meinung nach lohnt sich es RENDITEmäßig eher eine „normale EEG Anlage“, auch wenn die Sonnencommunity schon sehr nah rankommt und bei Strompreissteigerungen auch besser sein könnte.
    Der Cashflow ist bei der Sonnenanlage natürlich höher und daher hat man (wenn denn alles 20 Jahre lang gut läuft) mehr gespart.


    Falls ich deutliche Dinge vergessen habe, bitte meldet euch, das ganze ist grade mit der heißen Nadel von mir gestrickt ^^