Beiträge von Lockyy


    Erste und wichtigste Frage: Willst du einfach nur verpachten oder die Anlage umsetzen? Suchst du eine Firma, die dir das baut/entwickelt oder pachtet?


    Pauschale Antwort auf deine Fragen: Ja, ist rentabel. Kommt aber sehr auf die Gegebenheiten an (Kabeltrasse usw.). Leistung muss man sehen aber wie schon geschrieben 1-2 MWp. Kommt auf die anderen Rahmenbedingungen an.

    Ich vermute mal, es liegt kein B-Plan vor bisher (B-Plan =/ Genehmigung). Da kannst du wenig machen. Die Gemeinde stellt den auf. Kannst nur noch mal versuchen denen die Vorteile nahezubringen. Grünes Image, Gewerbesteuer, lokale Beteiligungen etc.

    Wie begründen die das denn? Gibt es ein Hauptbedenken o.ä.?

    Genau wie Jonnycash das sagt. Kommt drauf an wie gut das Grundstück und die Anbindung ist.

    Du kannst ein 10 MW-Projekt mit 1km Kabeltrasse haben oder ein 1 MW-Projekt mit einer 10 km-Kabeltrasse.

    Im ersten Fall wirst du viel Pacht bezahlen können, der Zweite rechnet sich selbst bei einer Pacht von 0€ nicht.

    Irgendwo daszwischen wirst du liegen. Wir gehen normal eher mit den 1500 ran, würden uns je nach Projekt hochhandeln lassen. Wo da der Endpunkt ist, keine Ahnung. Hängt von vielen Faktoren ab.


    Erste Möglichkeit:

    Vergleiche wie viel Pacht du sonst bekommen würdest, und freue dich an den Mehreinnahmen. Wie viel der Anlagenbetreiber dann verdient kann dir dann egal sein. Das Risiko liegt nicht bei dir.


    Zweite Möglichkeit:

    Baue und betreibe die Anlage selbst, erfreue dich an den Renditen. Das Risiko liegt dann bei dir.


    Dritte Möglichkeit (und die fahren wir in der Regel wenn gewünscht):

    Verpachte deine Anlage an eine, vom Solateur gegründete Projektgesellschaft, mit einem Pachtpreis, den du verantworten kannst. Dann lass sie das Projekt entwicklen und hol dir eine Kaufoption für das Projekt. Passt der Preis und die Rendite - kauf die Gesellschaft und damit das Projekt (inkl. Risiko) und mit laufender Finanzierung. Passt dir das nicht - erfreue dich am Pachtpreis. Ist eine faire Lösung für beide.

    Kurze pauschale Antwort: Wenn du das mit der Genehmigung hinbekommst (B-Plan, Baugenehmigung) und keine großen Hindernisse - dann lohnt sich das wahrscheinlich schon.


    Um da jetzt aber genau rechnen zu können braucht man mehr Infos zu allem. Wie viel Leistung geht, wo ist der Anschlusspunkt, WANN ungefähr wird gebaut (-> Baugenehmigung/B-Plan?), Vergütungsfähig oder nicht, usw.?Aber so fängt jedes große Projekt an und pauschal gesagt kann man jedes "normale Projekt" wirtschaftlich umsetzen. Wir machen das in unserer Firma nicht anders. Zumindest wenn du keine zweistelligen Rendite erwartest. Aber das kann man nur Stück für Stück machen. Wenn du nicht bauen "darfst" oder die Flächen nicht gesichert hast, ist der Rest egal. Wenn das geht ist das Projekt zu 99% umsetzbar.

    Grundsätzlich entweder von vorne rein weniger AC Leistung (=weniger/kleineren WR) oder eben mehr und durch den Speicher/selbst verbrauchen. Dann kannst du auch 300 kWp bauen und nicht mehr als 99,3 kVA einspeisen. Übertrieben gesagt. Das müsste man sich aber mal genau anschauen und analysieren.


    Auch definitiv die Größe des Speichers. Egal jetzt von welchem Hersteller. Da müsste man aber wirklich mehr wissen was abgeht. Z.B. "40 kWh Leistung" ergibt keinen Sinn. Geht es da jetzt um Spitzenlastkappung, Eigenverbrauch in der Nacht oder beides zusammen. Da kann man viel rumrechnen/simulieren. Aber das muss man mal in Ruhe machen. Wenn z.B. @bauerkiel sich das aber anschaut wird das schon werden.


    Wie schon geschrieben, bleib unter den 135kVA. Mehr brauchst du da nicht erzwingen.

    Na wenn die NS das mitmacht klar. Das kann man aber nicht mit Sicherheit sagen. Oder kennst du die Netzsituation Vorort?

    Vielleicht bezieht der Hof ja seinen anderen Strom eh schon aus der MS aber der Trafo ist trotzdem so nicht für die PV ausbaufähig. Vielleicht ist das kein Problem und man kann eben Geld sparen.


    Erfahrungsgemäß passen eh mehr als ursprünglich erwartet auf die Fläche. An 100 kWp würde ich mich da eh nicht festbeissen. Wie viel Fläche ist es denn?


    Wie gesagt: Es gibt Punkte die machen das ganze wirtschaftlicher und Punkte die machen es unwirtschaftlicher. Bei einer Freifläche bekommst du nächstes Jahr unter 6 Ct/kWh. natürlich kann man damit Projekte umsetzen. Aber der große Knaller ist es bei der Größe eben nicht. Kommt drauf an, was man für Erwartungen hat.


    Die viel wichtigere Frage ist aber Baurecht und Vergütungsrecht (sonst gibt es nicht mal 6 Ct.) . Sonst kann man da seh vergessen. Das ist bei dem Projekt schnell ein Ausschlusskriterium.

    Schau mal nach den anderen Beiträgen mit Freifläche von mir. Da hatte ich schon viel geschrieben.


    Sind immer zwei Sachen:

    - Baurecht (darf ich überhaupt?)

    - Finanzierung/Vergütung (rechnet es sich?)


    Bei einer Wiese mit 100 kWp kann ih dir zu 99% sagen, dass die antworten wahrscheinlich beide "Nein" sind. Du meinst im Zitat "Natürlich gibt es noch ein Bebauungsplan für PV." wahrscheinlich "keinen"?


    Sonst geht es baurechtlich aber die wirtschaftliche Seite wird nicht so toll sein außer du kannst viel Eigenverbrauchen oder brauchst keinen Trafo (weil schon vorhanden) oder oder.

    Da ich jetzt immer wieder dieselben Anfragen lesen und die selben Probleme.


    Wenn ihr Fragen habt, fragt mich. Ich mache das einerseits beruflich (d.h. würde auch beruflich einsteigen) aber berate natürlich auch gerne privat. Das muss ja weitergehen alles.

    Hier im Forum gibt es zu Freiflächen leider nicht viel Experten, viel Mutmaßung und wenig konkretes.


    Mit 2 Ha auf jeden Fall bauen soviel wie geht sofern das ins Netz passt. Bis 750 gibt es einen Festtarif, ab 750 eben mit Ausschreibung. Das kann sich allerdings in nächster Zeit auch wieder ändern, da das EEG ja gerade geändert werden soll.

    Der Festtarif ist aber auch gar nicht mehr so weit von der Ausschreibung entfernt.


    Wichtig ist die Genehmigung. Dafür braucht man einen B-Plan. Ist der nicht vorhanden, muss er erstellt werden. Dann Bauantrag. Dafür braucht ihr ne Firma.


    Die richtige Planung und Optimierung kann deshalb erst später passieren wenn man auch weiß, wann tatsächlich gebaut wird. Im Moment gehe ich bei 2 Ha von 2-2,2MWp aus. Die Optimierung kann wirklich noch viel bringen. Dafür braucht ihr ne gute Firma.

    Selber machen oder eine kleine Firma ohne Erfahrung würde ich nicht machen. Da kommt zwar was raus aber nichts sinnvolles.


    Anlagenzusammenfassung ist wichtig aber da ihr eh auf die gesamten 2 Ha gehen solltet erst erelevant wenn ihr in die Ausschreibung geht. Oder wenn ihr schon gesamt mit der anderen über 10 MW liegt. Aber da die 10 MW-Grenze gerade in der Diskussion ist und evtl auf 20MW gesteigert werden soll und die Anlagenzusammenfassung auch in Diskussion ist - bringt im Moment nichts, sich da Gedanken zu machen.


    Ich würde die ganze Fläche erst mal Entwicklen (mit evtl. Flächen drum herum?), schauen wir der Netzanschluss aussieht und die Baugenehmigung (B-Plan) holen. Dann wird optimiert.


    Bei Fragen einfach Fragen.

    EEG § 48 sagt dir was vergütungsfähig ist und was nicht. Ich vermute mal es ist nicht vergütungsfähig.

    Baurecht ist noch mal was anderes. Sind zwei paar Schuhe die man unabhängig voneinander sehen muss.