Beiträge von Lockyy

    Wie ich schon öfters geschrieben habe (schau mal nach anderen Beiträgen):


    Du brauchst einen B-Plan, sonst fehlt dir das Baurecht. Dauert ca. 1 Jahr und kostet Zeit und Nerven. Dann bzw. gegen Ende parallel Bauantrag. Gebaut ist das Ding in einem Monat.


    Vergütungsrechtlich sollte es an der Bahn passen - müsste man sich genau anschauen. bei der Größe bis 750 kWp ist ja alles noch einfach.


    Knackpunkt Einspeisung: Bei der Größe nicht mehr als 1 km Kabeltrasse möglich. -> Netzanfrage starten

    Da ich ja selbst Planer bin für eine Planungsfirma, habe ich da zwei Sichtweisen. Ich könnte privat und beruflich beraten. :)

    Aber so oder so wird das mehr oder weniger chronologisch oder chaotisch abgearbeitet:


    1) Schauen ob das Projekt grundsätzlich realisierbar ist.

    - Baurechtlich und Vergütungsrechtlich


    2) Größenordnungen aufstellen

    - Faustformel 1 Ha = 1 MW.

    -> Mehr als 10 MW werden wegen der Ausschreibung trotzdem nur 10 MW


    3) Netzanfrage stellen


    4) Verträge schließen und absichern (Grundstückssicherung)


    5) B-Plan erstellen!?


    6) Tarif über Ausschreibung sichern


    7) Baugenehmigung


    Erst wenn das alles passt, richtige Ausführungsplanung beginnen

    Vermesser rausschicken, Angebote für Komponenten, Modulleistung, Ertrag optimieren usw.

    -> Ausführungsplanung


    Da steht also ganz viel davor. Wenn man einen B-Plan erstellen musst, braucht man sich das nächste jahr noch keinen Plan über die Komponenten und den Reihenabstand zu machen. Selbst in der Genehmigungsphase braucht man das quasi noch nicht bis wenig.


    Für die Feinplanung:

    PVSyst und PVKalk, potenziell Excel Stift und Papier und alles so lange im Kreis drehen, bis eine optimale Planung raus kommt. Das ist noch mal ein Thema für sich. Aber wie gesagt, Elektroplanung kommt viiiel später.


    Wenn ersthaftes Interesse besteht mit einem Planer, kannst du gerne mit mir Kontakt aufnehmen und mir was schicken.

    Für Freifläche kannst du wahrscheinlich ebenso PVGIS nehmen, da du damit ja wohl kaum Probleme mit Verschattung, Modulmismatch, unterschiedlichen Ausrichtungen und Verstringung etc. haben wirst.

    Kein Mensch baut eine Freifläche komplett verschattungsfrei. Die Frage ist schon, welchen Reihanabstand mit welcher Neigung ist noch okay vom Ertrag her. Bauen kann man viel aber dann wird es halt nicht so gut wie es sein könnte. Da habe ich schon viel Quatsch gesehen. Zu uns kommen auch öfters Leute mit den Vorstellungen alles selber zu machen aber meistens ist das nicht durchdacht bzw. kann deutlich verbessert werden.


    Du kannst auf 1Ha 1MWp bauen oder 0,5 oder 1,2. Je nach dem mit mehr oder weniger Ertrag. Was sinnvoll ist kommt immer drauf an. Das kann man auch pauschal überhaupt nicht sagen. Da spielen schon noch so einige Faktoren mit rein. Für Freifläche würed ich mir auch PVSyst holen anstatt PVSol.


    Mein Tipp: Hol dir einen Profi. Welche Größenordnung ist es denn und wo?

    Leider hast du dich bei uns ja nie wieder gemeldet hmaulwurf, sonst hätte ich dir da mehr sagen können und auf was man achten muss.


    Die 1130 können zwar in den letzten Jahren erwirtschaftet worden sein (die Sonne performt deutlich mehr als prognostiziert) aber das sind einzelne Jahre und kein Durchschnitt über 20 Jahre. Das ist einfach nur unseriös...

    Man müsste einen Plan sehen um es gesamt bewerten zu können, ich hätte eher ein paar mehr Module mit weniger Leistung genommen. Das ist in der Regel wirtschaftlicher. Den WR kann man nehmen, würde ich aber nicht.

    Aber mit Inbetriebnahme März müsste ja eh schon alles gegessen sein, da sind die Komponenten ja schon fest und alles genehmigt. Trafo bestellt, usw.


    Oder bist du noch am Angebot und ohne Genehmigug? Dann wäre März eh unrealistisch...

    Ich hatte dazu öfters mal was geschrieben:


    Zuerst Baurecht: B-Plan muss gemacht werden. Kostet Zeit und Geld. Das muss jeder selbst bewerten. Keine Ahnung wie groß der 600m entfernte Acker ist.


    Zum Netz: Da müsste man eine Anfrage beim Netzbetreiber machen. Nur der kann sagen wo du einspeisen kannst. Das kann dein 150m entfernter Strommast sein oder wo ganz anders.


    Dann Vergütung: Wenn du nicht zufällig benachteiligtes Gebiet oder sonst ein Sonderfall hast, bekommst du nichts. Dann kannst du höchstens über einen PPA ca. 4,5 Ct. bekommen. Damit sieht es bei der Fläche schon schlecht aus.

    Wenn du doch EEG bekommen solltest, dann beachte, dass zwischen 2 Anlagen 2 km bzw. 2 Jahre liegen müssen. Bei dem Acker in 600m wird es also knapp.


    Zu den Kosten: Je nach dem Komplettpreis ab 600€/kWp bis ?


    Alles in allem will ich dir die Hoffnung nicht nehmen - sehe da aber eher schwarz. Außer du hast wirklich einnen starken Abnehmer und bekommst für deinen Strom richtig Geld.

    Aufschiebende Bedingung in den Vertrag mit rein. Voraussetzung ist ein gehemigter Bauantrag. Dann bist du da sicher.

    Wer macht denn die Genehmigung?


    Was muss ich beachten, damit ich auch wirklich die PV-Anlage bauen und betreiben kann?

    - Wenn du einen GU hast, der dir eine gute, sinnvolle Anlage baut, nicht so viel. Die Planung müsste man halt bewerten.


    Wer kann mir den Bau verbieten?

    - Wenn du dich an alle Auflagen des B-Plans hälts, niemand. Einspruch muss immer gerechtfertigt sein.


    Auf was muss ich im Bebauungsplan achten?

    - Prinzipiell: Darf PV gebaut werden oder ist es nicht genau formuliert. Abstandsflächen, Höhenbeschränkung, GRZ,... Das sollte dein Planer aber schon wissen.


    Wie lange dauert die Erteilung einer Baugenehmigung?

    - Wenn alles da ist in der Regel 3 Monate


    Ein drittes Grundstück liegt in einem Mischgebiet (Wohnbau und stilles Gewerbe)? Geht da PV?

    - Baurechtlich ja, aber du bekommst keine Vergütung.


    Prinzipiell würed ich aber schon noch jemandins Boot nehmen, der sich da auskennt. Ganz alleine ohne Ahnung wird es schwer.

    Wurde hier schon öfters beantwortet:

    Benachteiligte Fläche geht nur mit Ausschreibung >750kWp.

    Außerdem brauchst du einen B-Plan, damit du bauen kannst. Das ca. 1 Jahr dauert und kostet Geld. Falls die Gemeinde überhaupt mitmacht.


    Ob sich der Aufwand lohnt, musst du entscheiden...Meine Firma würde daraus kein Projekt machen (Aufwand-Nutzen). Sorry für die pessimistische Antwort aber darauf läuft es meistens raus.

    Nochmal kurz um einige Sachen klarzustellen und das raten zu beenden.


    Vergütung:

    1) 750kW ist an dieser Stelle definitiv NICHT gegeben, da die Voraussetzungen laut EEG nicht erfüllt sind (z.B. alter B-Plan, Konversion,...).

    2) Ausschreibung >750 kW ist aber durch die benachteiligte Fläche wohl möglich. Da sind die Tarife aber in der Regel deutlich niedriger.

    3) Du kannst dir ohne Vergütung jemand suchen, der dir über Jahr den Strom abnimmt. PPA nennt sich das. Da wirst du aber nicht mehr als 4-5 Cent bekommen.


    Baurecht:

    Ohne B-Plan wirst du nicht bauen können. Das dauert min 1 Jahr den aufzustellen und kostet. Außerdem muss die Gemeinde mitmachen. Sonst hast du da gleich verloren. Für externe Projektierer ist das deswegen eher uninteressant, da gibt es "besser" Flächen. Aber sonst frag bei der Gemeinde nach.


    Netzanschluss:

    Vergiss die 110 kV. Da bräuchtest du ein Umspannwerk, was mal locker im 7-Stelligen Bereich liegt. Stattdessen wird der Anschluss zu 99,9% entweder an einem 20-kV-Kabel oder ein einem bestehenden Umspannwerk auf der 20kV-Seite sein. Da hilft nur eine Netzanfrage beim Betreiber.


    Schlussfolgerung: Ichwürde es lassen.

    Baurecht:

    Die kurze Antwort, da wir gerade diesen Fall (Mischgebiet) auch haben: Muss man mit dem Bauamt klären.

    Bei uns wollten Sie uns nur einen Teil für die PV lassen, da sonst der Gebietscharakter verloren geht.


    Vergütung:

    Und das ist der Knackpunkt. EEG gibt es nicht. Kannst du nur eine PPA-Lösung machen und da bekommst du 4-5 Ct/KWh.