Beiträge von schlossschenke

    Dann gehe ich zumindest erst mal einen kleinen Schritt, bei dem ich mir zumindest keine zukünftige Option verbaue.

    Siehe oberer Beitrag bezüglich keinen DC-MPPT nutzen und das ESS erstmal mit der Bestandsanlage bauen :).

    Technisch sind wir uns einig, dass der Rest DC gekoppelt schöner wäre, aber wenn das in Deutschland so kompliziert ist hilft es nichts.

    Zitat

    Über 5 Monate wird fast das komplette Haus damit versorgt werden können.

    Hast du schonmal daran gedacht nur das ESS zu bauen um zu sehen ob du überhaupt eine Erweiterung (die leider bereits montiert ist) benötigst? Es gibt dann eben nur Notstrom und kein Backup. Keine weiteren Zähler, wenig Papierkram, dafür optimierten Eigenverbrauch.

    Die bereits montierten Module kannst du dann immer noch auf einen SMA in einen Strang legen und als Zweitanlage anmelden. Dann sind zwar die Zähler erforderlich, aber das System wäre einphasig backupfähig und letztendlich erfüllt dann jede Komponente ihren Sinn.


    Das einzige was dann hilfreich ist, wenn man länger autark sein möchte, ist ein großer Speicher.

    Aber den muss man dann auch im Winter wieder voll bekommen ;-) PV und Speicher muss irgendwie in einem gesunden Verhältnis stehen.

    An einem guten Wintertag bekomme ich bei 5KWp 14KWh raus. Also brächte ich schon 2 ideale Sonnentage um den Speicher wieder voll zu bekommen.

    Du musst schon voll zitieren. Ich schrieb:

    "Das lohnt sich nicht für das was es bringt. Weder der Speicher, noch das Norddach."



    Gruß


    schlossschenke

    bau einfach mal und schau wie es in der Praxis aussieht

    So ein Tipp bekommt tatsächlich zwei Daumen?

    Ich denke, so werde ich es auch machen. Erst mal als kleine Insel aufbauen

    Wenn du meinst, dann mach mal. Für eine Insel benötigst du einen DC-MPPT. Du weißt was das für ein ggf. zukünftiges ESS bedeutet.


    Ich bin der Meinung eine gute Zahlenbasis (PV Ertrag & Verbrauch) zu haben um abschätzen zu können das ich die Insel zum Großteil des Jahres effektiv betreiben kann.

    Eine Meinung ist aber nicht gut. Entweder du hast eine gute Zahlenbasis und kannst es abschätzen oder du hast eine Meinung :)


    Fehlt generell PV Leistung, dann wird halt da nachgelegt.

    Die Große Anlage bekommst du ja nicht mit rein. Und die Geschichte mit dem Norddach ... nun gut "bau einfach mal und schau wie es in der Praxis aussieht"


    Und wenn es ein kompletter Fail werden sollte, dann bin ich mir auch nicht zu schade und werde es hier im Detail darlegen. Aber ich denke mal so schlecht liege ich mit dem Plan gar nicht.

    Es wird kein kompletter Fail, man kann es schon so betreiben. Aber netzparallel wäre halt schöner und wesentlich sinnvoller.



    Gruß


    schlossschenke

    Bezüglich ESS bin ich immer noch skeptisch wie man das offiziell mit DC gekoppelter PV offiziell sauber angemeldet bekommen soll.

    Die PV einfach nicht DC-koppeln?


    Zumindest der Strom Eigenbedarf wird versteuert werden müssen (also nicht EEG Umlage).

    Finanzamt und NB sind zwei verschiedene paar Schuhe. Aktuell dürftest du keinen Erzeugungszähler haben, musst die Umsatzssteuer dafür aber dennoch bereits abführen, wenn du keine KUR gewählt hast. Dafür verwendest du vermutlich den integrierten "Zähler" des Kostals und rechnest mit dem Zwei-Richtungszähler gegen? Das klappt doch danach auch noch. Ich sehe darin keinen wirklichen Mehraufwand.


    So mache ich es bei mir. Meine alten SunnyBoys (konfiguriert auf Offgrid) hängen per RS485 und werden bei erreichen der Absorptionsphase entsprechend per globalem Kommando in 1% -Schritten gesteuert.

    Du bist kein Maßstab, aber das ist natürlich der Königsweg :)


    Aber ich bezweifle, daß die EVTs das können.

    Die EVTs wahrscheinlich nicht, aber der SE1000M möglicherweise.



    Aber gerade die DC-Einbindung macht das Victron System ja so charmant ;-)

    Die ist bei Netzparallelbetrieb mit stabilem Netz nicht so wichtig. Hinsichtlich der Ladeleistung ist es ab einer gewissen Speichergröße natürlich blöd ohne dreiphasiges System, aber bei deiner geplanten Größe sehe ich da kein Problem.


    Ich beschäftige mich jetzt mit dem Thema schon die letzten Monate recht intensiv und es scheint da gerade in Bezug auf ESS keine einfache sinnvolle Lösung zu geben welche nicht merklich in irgendwelche Grauzonen reingeht.

    Was ist an einer zweiten Netzanlage, wie sie viele haben, jetzt so unsinnvoll? Bei dir hängt sie eben backupfähig am AC-Out. Es kommen Erzeugungszähler dazu, mehr nicht? Dafür gibt es Vergütung und du hast die große Anlage mit am Speichersystem und den Speicher am kompletten Haushalt. Nach ein paar Jahren wechselst du - falls möglich - in die KUR, dann fällt der Käse mit der Umsatzsteuer auf Eigenverbrauch wahrscheinlich weg?


    Zitat

    Von Nord kommt eh recht wenig runter. Aber gerade wenn es komplett zugezogen ist macht es kaum was aus ob Nord oder Süd-Belegung. Und gerade dann sind 40% mehr PV-Leistung ganz hilfreich.

    Das einzige was dann hilfreich ist, wenn man länger autark sein möchte, ist ein großer Speicher. Das lohnt sich nicht für das was es bringt. Weder der Speicher, noch das Norddach.



    Gruß


    schlossschenke

    Servus renmet,


    ob sich eine OPzS lohnt hängt davon ab wie häufig die Anlage genutzt wird und auch wie lange sie halten soll.

    Die schlechte Nachricht ist: Der Axpert ist für Blei nur bedingt geeignet, weil er nur max. 30V Ladespannung zulässt und afaik keine Temperaturkompensation bietet. Insofern passt der Axpert wahrscheinlich besser zu Li, die Li-Batterie aber vermutlich nicht zur Anlage.


    Die gute Nachricht ist: Eine Lösung mit separatem Laderegler kommt dich wahrscheinlich trotzdem noch günstiger als die Li-Geschichte, die sich für Umgebungen mit niedrigen Temperaturen nicht eignet.


    Aber fangen wir einmal von vorne an:

    Wo steht die Anlage denn, wie und wann wird sie genutzt und welche Verbraucher werden über welchen Zeitraum betrieben? Außerdem: wie ist die vorhandene PV ausgerichtet und um welche Module handelt es sich?


    Läuft der Inverter durch? Der Leerlaufverbrauch ist mit 25W angegeben. Nicht gerade sparsam. Das wären täglich 600Wh für nichts.



    Gruß


    schlossschenke

    Moin Pezi,

    Wenns das EEG nicht zulässt echt blöd, aber dann bau ich das schlichtweg so nicht.

    Die EEG- und Zählergeschichte soll mal jemand abklären, der sich da auskennt (also nicht ich). Ich meine das Problem ist höchstens die PV am DC-Regler. Löst man das ausschließlich über Netzwechselrichter kann dort einfach ein Erzeugungszähler ran und über den AC-Out bleibt das System weiterhin backupfähig. Außerdem bekommt man den Überschuss bezahlt. Den Verbrauch muss man ab November nicht mehr ermitteln, weil es nach einem Jahr als eine eigene Anlage angesehen wird und man damit nicht über diese 10kWp Grenze kommt, ab der das nötig wäre. Die Kaskade würde mich jetzt nicht stören für das was man dafür im Vergleich bekommt.


    Schön wäre es, das ganze per ESS einbinden zu können.

    Das klappt doch auch. Wie gesagt, die 9 Module können in einen Strang auf einen kleinen SMA. Der kommt auch noch damit klar, wenn die 3 auf der Garage nach Mittag wegfallen. Und alles unterschiedlich ausgerichtete übernimmt ein SolarEdge. Beides dürfte über SunSpec Modbus kompatibel zum Victron Monitoring sein.


    Der einzige "Spezialfall" bei mir ist, dass ich die Last auf der Insel Jahreszeit-spezifisch anpassen kann.

    Damit komme ich auf kleinster Stufe auch problemlos über den Dezember/Januar

    Zugegeben: Ich finde deine Lösung an sich spannend, weil es mal was Anderes wäre und deshalb bestimmt Spaß macht es aufzubauen. Nur ist die Lösung weniger durchdacht als du meinst. Ab Mittag fallen schonmal 1/3 der gut ausgerichteten Module in den Schatten. Im Winter müsste die große Anlage mitarbeiten. Das Wetter ändert sich ständig, sodass du da mehrmals wöchentlich am rumschalten der Gruppenschalter wärst. Das mag am Anfang noch Laune machen, aber nach einem Jahr wirst du dir eine Automatisierung wünschen oder eben ein System, um das du dich nicht kümmern musst. Mit Bordmitteln hast du ein paar Relais und den AC-Out2 aber damit klappt das nur begrenzt. Mit einem ESS klappt es out of the box - und zwar alles, einfach so. Lediglich die Ladung im Backup-Modus wird nicht optimal sein, aber wann haben wir schonmal Stromausfall...


    Damit komme ich auf kleinster Stufe auch problemlos über den Dezember/Januar. Falls nicht, muss mehr PV rauf (zur Not Nordseite)

    Du bist lustig. Machst dir im Sommer Sorgen darum den Strom nicht wegzubekommen, willst aber noch das 50° Norddach belegen, das dir im Winter gar nichts bringt und im Sommer noch mehr Überschuss ^^


    Da wird das E-Auto und Pool-Pumpe ran müssen um den Strom auch irgendwie wegzubekommen. Und spätestens mit dem E-Auto an der Insel wird es spannend.

    Die Pool-Pumpe kannst du mit Bordmitteln recht einfach über ein Relais oder sogar den AC-Out2 schalten lassen. Das E-Auto gehört eher nicht an die Insel. Du hast eine große 10kWp Anlage, mit der du es laden kannst. Es kommt von Victron aber eine Wallbox, die dann vermutlich sowas wie Überschusssteuerung beherrscht - vermutlich in Kombination mit einem ESS. Zumindest gehe ich davon aus, denn weshalb sollten sie sonst eine Wallbox bringen.


    Also eine win-win-win-Situation ;-)

    Die Win-Win hast du mit ESS und so schlimm ist der Papierkram bestimmt auch nicht.


    Der Speicher passt perfekt für eine Überschuss ESS Nacht Haussystem mit Eigenbedarfsoptimierung

    :thumbup: ich meine ich hatte das anfangs auch schon erwähnt.



    Gruß


    schlossschenke

    Servus Markus,


    das mit dem 50° Norddach lass mal lieber.


    Dein Argument für die zusätzliche, manuelle Netzumschaltung bei Systemausfall ist übrigens ein gutes.


    Die automatische Um- oder auch Zuschaltung halte ich mit Standardsoftware - ebenso wie auch pezi - dennoch für unbedenklich. Die Voraussetzung dafür wäre natürlich, dass die EVTs oder der vorgeschlagene Solaredge erstmal bis November wegbleiben.

    Du hast durch die Kombination verschiedener Assistenten die Möglichkeit diverse Umschaltkriterien festzulegen. Das Schöne ist, es funktioniert automatisch und unterbrechungsfrei.



    Zur Messung: Ahnung habe ich davon keine, deshalb alles ohne Gewähr. In deinem Fall müsstest du wohl einfach nur bis November warten, dann interessiert zumindest der Eigenverbrauch schonmal nicht mehr. Ich meine das mit den unterschiedlichen Vergütungen kann man irgendwie anteilig berechnen lassen, aber ggf. klappt das auch nur bei selber Ausrichtung und innerhalb eines Jahres. André weiß da sicherlich bescheid.


    Du schneidest da übrigens gerade ein recht komplexes Thema an. Bei Bestandsanlagen >10kWp oder allen Kombinationen, in denen du Eigenverbrauch und Erzeugung erfassen musst würde ich jetzt mal sagen: vergiss es.

    Die DC-Seite interessiert erstmal nicht, also wird ein Zähler dort weder etwas bringen, noch würdest du einen finden, der zugelassen wäre. Man müsste die Erzeugung AC-seitig messen, denn der Multi ist auch das Gerät, das angemeldet wird. Nun schiebt das Gerät aber auf 3 Seiten (AC-in, AC-Out 1&2) Energie raus und funktioniert auch noch bidirektional. EVTs und Plenticore gibt es auch noch. Viel Spaß Erzeugung und Eigenverbrauch zu erfassen =O.

    Wenn das wirklich so kompliziert ist, dann ist eine DC-gekoppelte PV-Erweiterung in einem ESS bei bereits bestehender Anlage eine Vollkatastrophe.

    Die bessere Lösung wäre dann wohl den MPPT Laderegler wegzulassen und die 9 Module auf einen SMA zu legen sowie die 3 verschiedenen auf den SE. Beides kann man dann am AC-Out im ESS betreiben und gemeinsam anmelden. Wäre um einiges einfacher, denn dafür ist nur eine Kaskade mit einem Erzeugungszähler nötig. Soweit zumindest meine wirre Logik zu später Stunde. Sowas Blödes.


    Jetzt weiß ich zumindest wieder weshalb ich lieber Inseln mag - und du aktuell kein ESS :lol:



    Gute Nacht


    schlossschenke

    Danke. Schon wieder etwas was mich wundert. Im Datenblatt wird die max. Einspeiseleistung mit 4kVA angegeben. Ihr habt doch auch 4,6kVA Schieflastgrenze?


    So lässt sich der Sunny Boy 5.0 in Deutschland z.B. auch offiziell einphasig legal betreiben, wenn er softwareseitig auf 4,6kVA begrenzt wird.



    Gruẞ


    schlossschenke

    Ich bin auch schon auf Andrés Erklärung gespannt.


    Weshalb eigentlich nicht bis November mit der Inbetriebnahme warten? Dann ist das Jahr rum und man kann sofort mit ESS starten.


    Gruß


    schlossschenke

    Muss man nicht, aber wenn am DC-System eine PV hängt und der Batteriewechselrichter eine Verbindung zum Netz hat könnte man ihm ggf. einen Strick daraus drehen.


    Mein aktueller Stand ist auch, dass das zulässig ist (eben weil es USVs auch sind), aber wenn André meint er würde es auch ohne den EVTs nicht riskieren wird er sich etwas dabei gedacht haben.



    Gruß


    schlossschenke