Beiträge von schlossschenke

    Servus Uli,

    und in den Alpen ist auch noch eiskalt.

    komme soeben von dort und stimmt, besonders warm ist es nicht mehr. :)


    Ich will jetzt noch die fehlenden Teile großteils kaufen

    Eigentlich hatte ich gehofft, dass du das in der Zwischenzeit alles schon in Ruhe erledigt hast.


    vom Quattro muss mindestens ein 6 mm² Kabel zum Verteilerkasten gehen, wo dann alles verteilt wird, und nach den verschiedenen Absicherungen es mit dickeren Kabeln (weil es Entfernungen ohne zu großes ΔU zu überbrücken gilt) zu den einzelnen Häuschen läuft?

    Alles unter 6mm² macht am AC-Ausgang vom 8kVA Quattro wenig Sinn.

    Bei sternförmiger Verteilung wird der Querschnitt zu den Endstromkreisen hin höchstens verjüngt und nicht zwischendrin wieder erhöht! Immer wenn es dünner wird, muss die Leitung neu abgesichert werden.


    Welche Querschnitte für die Gebäudezuleitungen Sinn machen, hängt von der Belastung, der Entfernung und den Temperaturen ab. Zeichne doch mal eine bemaßte Skizze was wie weit auseinander liegt. Für Gebäude, die auch zukünftig nicht mehr als 10A benötigen, brauchst du natürlich nicht das dickste Kabel verlegen. Bei Küche, Werkstatt etc. besser nicht sparen.


    Wieso 3 oder 6 NH00?

    Die Sammelschiene (1cm dick) ist dein zentraler Ausgangspunkt. Alles was dort abgeht oder ankommt gehört abgesichert. Das sind auf der Plusseite (weil jeweils doppelt ausgeführt): 2x Batterie, 2x Laderegler, 2x Quattro


    Es reicht also nicht, dass ich im Sicherungskasten, der ganz in der Nähe des Quattro angebracht ist, einen RCD einbaue

    In dem Fall führt ein einziger Fehler - egal wo - zu einem Komplettausfall der gesamten Stromversorgung in allen Gebäuden. Auch summieren sich kleinste Fehlerströme und können dann zu Fehlauslösungen führen. Anschließend muss auch noch jemand zu den Batterien rennen. Ziel sollte sein, dass sich Fehler nur auf den jeweiligen Teilbereich auswirken. Mehrere RCDs und separate Unterverteilungen sind deshalb die Regel. Außerdem: Selektivität.


    Deshalb haben die normalen Leute alle ein großes Haus, damit sie nur einen RCD verbauen müssen. Oder wie?

    Nein. Falls ich mir jemals ein (kleines) Haus leisten können sollte, was eher nicht passieren wird, hätte das auch mehr als einen RCD ;).



    Also brauche ich auch kein Erdkabel, was unnötig schwer und wahrscheinlich teuer ist, sondern ein normales Kabel, was irgendwo im inneren eines Hauses auch verlegt werden würde.

    NYM-J im Schutzrohr ist im Außenbereich eher die Notlösung. NYY-J ist der Standard, deutlich robuster und auch UV beständig. Trotzdem sollte das Kabel vor Hitze soweit möglich geschützt werden.


    Gruß


    schlossschenke


    sobald der Elektro-Kumpel Zeit hat

    PS: die Themen Erdung und Potentialausgleich klären!

    Servus,


    kann er bzw. sollte er können, aber mit dem virtuellen Schalter klappt lediglich an/aus in Abhängigkeit der Batteriespannung.

    Mit Firmware 209 kannst du den PV Inverter bzw. Grid Inverter Support Assistenten verwenden.


    Sinn macht es bei deiner Konstellation aber (wahrscheinlich) keinen und wird auch nicht zufriedenstellend funktionieren.

    Kauf dir dafür besser einen Laderegler.


    Gruß


    schlossschenke

    Servus,


    Überstromschutz ist bereits bei 1-poliger Absicherung gewährleistet, ein Trennschalter sollte aber 2-polig ausgeführt werden.

    Für PV Module wurde die Kennlinie gPV entworfen, die es meines Wissens nicht in Automatenbauweise gibt.


    Hersteller und Typ

    https://new.abb.com/products/de/2CSM204703R1801/e-92-32-pv


    Einsätze: 10x38, 20A, gPV


    Das Ganze natürlich pro Strang und nicht pro Doppelstrang.


    Gruß


    schlossschenke

    dass es nicht möglich ist mit HV Akkus im inselbetrieb zu fahren

    Servus Markus,


    das ist/wäre prinzipiell schon möglich und kommt bei großen Systemen im MVA-Bereich auch so zum Einsatz.

    Für kleine bis mittelgroße Systeme baut solche Geräte allerdings (fast) niemand, weil es weder nachgefragt noch benötigt wird. Dafür gibt es auch gute Gründe. Zum Beispiel gelten Spannungen bis 60V DC noch als ungefährlich. Es braucht außerdem keine Step-Up-Regelung zur Ladung und man ist mit 48V insgesamt simpler und flexibler unterwegs.


    Hochvolt-Speicher sind für eine Insel mit kleinem 10-20kWh Speicherchen, wie du ihn planst, vollkommen uninteressant.

    Alles was im kleinen Leistungsbereich über 48V hinaus geht sind Exoten, die einen Nischenmarkt bedienen. Selectronic hätte hier beispielsweise 120V Inverter ab 7,5kVA im Sortiment und beherrscht AC-Coupling mit ABB und Fronius.


    Gruß


    schlossschenke

    Servus,


    wenn alles bis auf die Batterien abgeklemmt ist, muss der BMV ~0W anzeigen. Tut er das nicht, kalibrieren.

    Wird nun eine Last zugeschalten, muss eine negative Leistung angezeigt werden.

    Wird die Last abgeschalten und anschließend ein Erzeuger zugeschalten, muss die Leistung positiv werden.

    Falls eins von beiden funktioniert und das andere nicht, liegt der Fehler in der Verkabelung.


    Dass es vorher korrekt funktioniert hat und jetzt plötzlich nicht mehr, obwohl nichts geändert wurde, kann eigentlich nicht sein.


    An der Verkabelung wurde ja nichts geändert )und die ist auch fest)

    Mach mal ein paar Fotos, auf denen man erkennt was wo hin führt.


    Gruß


    schlossschenke


    PS: Verwendest du Traktionsblöcke, oder weshalb die hohen Ladespannungen?

    Servus Timo,


    wenn dir für ein Vorhaben wie deines jemand innerhalb kürzester Zeit ein Angebot raus ballert, kannst du davon ausgehen, dass die Auslegung nicht viel taugt. Die Versorgungssicherheit eines Inselsystems steht und fällt mit der Planung und die ist - wenn man es richtig macht - leider recht zeitaufwendig.


    In deinem Fall macht die aktuelle Zusammenstellung nur wenig Sinn und wäre so auch gar nicht zulässig. Ihr habt also entweder aneinander vorbei geredet oder die Firma hat von Inselsystemen keine wirkliche Ahnung. Letzteres scheint in Spanien recht verbreitet zu sein.


    Viel Zeit habe ich aktuell nicht, sodass ich dich leider nicht vollständig bei der Planung unterstützen kann, aber vielleicht kann ich dir zumindest ein paar grobe Details nennen.


    Wo steht das Objekt überhaupt (Ortschaft oder Koordinaten), wie und durch wen wird es genutzt (privat/vermietet, dauerhaft/sporadisch), wie ist es aufgeteilt (Anzahl Wohnungen)? Wie wurde das Anwesen bisher versorgt und um welchen Typen handelt es sich bei dem vorhandenen DG?


    Zunächst am besten mal mit der Verbrauchsoptimierung beginnen, dort also auf Effizienz und intelligente Regelung achten.


    Gruß


    schlossschenke

    Fünf Zellen zu mischen, da geht doch irgendwas nicht auf. Da müsste doch 18V auf 36V treffen.

    Wenn im ersten Strang 2s 130Wp verschalten wurden und im zweiten Strang 2p30Wp und dann in Reihe mit dem 50Wp Modul, würde sich das von der Spannungslage schon ausgehen. Wäre aber trotzdem Mist.


    Die geringe Leistung spricht aber eher dafür, dass irgendwas anderes verschalten wurde. Solange wir nicht wissen was, weil du die Dose nicht öffnen möchtest, lässt sich leider nicht ausschließen, dass die aktuelle Verschaltung potentielle Gefahren birgt. Im Worst Case läuft eines der kleinen Module als Verbraucher und es wird in diesem ein Großteil der Gesamtleistung in Wärme umgesetzt. Das kann im schlimmsten Fall zum Brand führen.


    Ich will aber wie gesagt die Dose nicht öffnen, wegen sonst bestehendem Garantieverlust.

    Prima Idee. Obwohl dir die Sache merkwürdig vorkam, erstmal in den Urlaub fahren. Jetzt am besten noch ein paar weitere Wochen mit dieser möglicherweise fahrlässigen Verschaltung rumfahren und die eigene Familie unter Umständen in Gefahr bringen, damit der Gewährleistungsanspruch bloß nicht verfällt. Anschließend die Firma, welche es jetzt schon zwei mal verbockt hat, noch ein paar weitere Male am Fahrzeug rumpfuschen lassen. Auf keinen Fall schnellstmöglich selbst die Gefahr beheben oder es für ein paar Kröten eine kompetente Firma in der Nähe richten lassen.


    :ironie:


    Alle Module parallel schalten und separat gegen (zu hohen) Rückstrom absichern. Querschnitte ausreichend dimensionieren und die batterieseitige Leitung entsprechend absichern. Außerdem die Klemmstellen vernünftig ausführen, sodass nix kokeln kann und schon hast du eine vernünftige und sichere Anlage.


    Gruß


    schlossschenke

    Wobei ich mich gerade frage, warum die Laderegler dann auf Kurzschluss gehen. Sie könnten ja auch genauso gut auf Hochohmig schalten am Eingang.

    Im regulären Betrieb wird der Arbeitspunkt bei erhöhter Batteriespannung natürlich auf Leerlaufspannung gefahren. Im Fehlerfall bzw, bei DC-Überspannung nicht, weil der Kurzschluss bei einer Stromquelle der schnellste, effektivste und sicherste Weg ist die Spannung in die Knie zu zwingen.


    Es macht aber im Übrigen sowieso nicht viel Sinn einen 4kW Generator bei optimaler Südausrichtung an einen Regler anzuschließen, der an deinen Pylontech nur max. 1,8kW schafft. Auch für die Lebensdauer ist es nicht förderlich, weil die Regler bei Dauernennstrom ordentlich warm werden.