Beiträge von schlossschenke

    Wir möchten ein 24V System aufbauen. Weil man dafür für den Anfang zwei Akkus bzw 'Autobatterien' mit 12V Spannung verwendet, ist der Knoten im Kopf entstanden..

    Nun I=P/U.

    In einem 24V System verwendest du bei bei 2x12V Blöcken eine Reihenschaltung. Somit fließt der identische Strom durch beide Batterien, also bleibt dein Ladestromlimit identisch zum 12V-Block. Das siehst du auch recht gut an der Verkabelung, denn Plus und Minus haben nur einen Abgang.

    Bei der Parallelschaltung trennt sich der Strom auf - idealerweise zu jeweils 50%. Das bedeutet aber nun nicht, dass du die Batterien in einem 24V System höher belasten könntest. Die Ströme werden zwar geringer - was von Vorteil ist - für die einzelnen Zellen bleibt die Belastung aber nahezu die selbe (auf die Leistung bezogen).


    Der Schutz vor Tiefentladung (bis 0V und wieder zurück), die perfekte Receyclebarkeit und die versprochene Zyklenanzahl lassen mich irgendwie schon fast lächeln

    Ja, mich auch, denn bei 0V ist die Batterie tiefentladen. Ein Schutz würde verhindern, dass es dazu kommt. Eine komplette Entladung macht jede AGM-Batterie mit und wird es anschließend mit verkürzter Lebensdauer danken. Erst recht, wenn anschließend keine komplette Vollladung mit Zellenausgleich statt findet. Bei diesen "Wunderbatterien" :) ist das leider ebenfalls der Fall. Sie sind im Vergleich zur Flüssig-Blei-Säure etwas robuster dagegen, aber keinesfalls werden sie das des Öfteren schadenfrei mitmachen. Das ist leider nur Marketing-Geschwafel, also aufpassen!


    Unterm Kopfkissen oder wo auch immer Platz im Haus ist kann der Akku aufgestellt werden und ist für die Spedition kein Gefahrgut mehr, sondern nur noch schwer.

    In meinen Augen, bis auf den Preis, ist das der heilige Gral.

    Auch verschlossene Akkus müssen Überdruck ablasen können und sollten deshalb nicht unbedingt im Schlafzimmer aufgestellt werden. Wo Energie gespeichert wird lauert auch Gefahr. Also nicht zu locker nehmen :)


    Grundlast wird zukünftig bei ca 200W - 460W liegen, in den Abendstunden grob 1kW und der Rest vom 3kW Wechselrichter ist schlicht Reserve.

    200% Reserve!? Dann sollte das Gerät äußerst effizient sein.


    Vor lauter Reihe und Parallel Vor- und Nachteile hier und da und dort war ich mir überhaupt nicht mehr sicher was richtig ist.. Danke für die eindeutige Antwort. Hätte die Akkus sonst gebraten.

    Als langjähriger stiller Mitleser ist deine Vorgehensweise schon etwas verwunderlich.

    Komponenten kaufen ohne vorher bei der Planung nachzufragen? Puh, das ging doch schon öfter schief :|


    5 Module an einem 150V Regler?

    Strom im Winter mit kleiner Batterie?

    Laderegler am Ladestromlimit der Batterie?

    niedrige Grundlast im Winter aber ein Oschi von Wechselrichter?

    Batterie bis auf 0V fahren?


    Weshalb und wie hast du das denn geplant :)?



    Gruß


    schlossschenke

    Servus Fex,


    ob sich der Strom aufteilt kommt darauf an ob du ein 12V oder ein 24V System aufbauen möchtest.


    Auf den ersten Blick würde ich sagen: nochmal neu planen.

    Du hast im Winter in der Regel mehr davon, wenn du den Akku größer wählst anstatt den Akku kurzzeitig öfter am Ladestromlimit zu betreiben.

    Besser etwas mehr PV und einen kleineren Regler wählen und den Rest in einen ausreichend großen Akku investieren.

    Ich würde bei einem 12/24V System gar keinen 150V-Regler verwenden (zu teuer). Wenn ich einen verwenden würde wäre es wahrscheinlich kein 48V System mehr.



    Gruß


    schlossschenke

    Ein Radio und LED-Leuchten mit insgesamt maximal 40W klingen nicht nach zyklischer Belastung. Auf wieviel Betriebsstunden kommst du denn in der Woche - täglich? hauptsächlich abends oder untertags?

    Ein zyklisch genutzter Akku braucht die 14,4V Ladespannung in der PV, unabhängig vom Gasaustritt.

    Man kann die Spannung aber auch bei einer PV niedriger ansetzen, wenn die Akkus quasi sowieso ständig voll bleiben.


    Gruß


    schlossschenke

    Achso, jetzt macht das Sinn :). Das kannst du so machen, falls Typ A von SMA zugelassen ist.

    Für die Endstromkreise solltest du einen (oder mehrere) mit 30mA nehmen.


    Ob die B16 bleiben können kann man pauschal nicht sagen. Anbei ein Dokument von ABB, das dir dabei weiterhilft:


    https://library.e.abb.com/publ…C401002D0106_viewfile.pdf


    Zitat


    Generator wird mit B25 LS näher am Generator abgesichert plus Lasttrennschalter. Da wäre meine Frage, wenn der LS näher am Generator sitz müsste ja auch der Generator den LS auslösen. Der SI kann nämlich nur bis B16 auslösen.

    Die Frage verstehe ich leider nicht. Ein LSS löst seiner Charakteristik entsprechend beim Überschreiten des entsprechenden Stromes aus und ist nach Kabelquerschnitt und Verlegeart zu dimensionieren. Warum soll der Generator oder der SI diesen auslösen?



    Gruß


    schlossschenke

    Hallo cyran,


    BYD meint wahrscheinlich die Erdung des Gehäuses. Das wird SMA nicht stören :)


    Ein Typ A RCD bei Gleichstrom? Das ist keine gute Idee, aber wofür möchtest du PV-seitig überhaupt einen RCD und LSS? Ggf. habe ich da etwas falsch verstanden.


    Den RCD würde ich - nach erfolgter Erdung - lieber im Wechselstromnetz installieren, dann aber mit 30mA.


    Gruß


    schlossschenke

    Hallo Costi,


    die Leistungsangaben auf den Geräten entsprechen meistens dem dauerhaften Maximum. Die Anlaufströme können hingegen ein Vielfaches davon betragen. Multiplizierst du diese Leistungsangaben mit der Zeit, erhälst du einen Verbrauch.

    Die bereitzustellende Gesamtleistung (W) ist wichtig für die Auslegung des Wechselrichters, der Verbrauch (Wh - Leistung*Stunden) für die Größe der Batteriekapazität sowie der PV-Anlage.

    Bei konstanten Lasten, wie z.B. deinen Leuchtmitteln, die 4 Stunden lang bei selber Helligkeit leuchten kann man mit 100W*4h rechnen und erhält für die Leuchte einen Tagesverbrauch von 0,4kWh.


    Bei Computern, Waschmaschinen und einigen anderen Geräten kommt es hingegen sehr auf das Nutzungsverhalten und die Beanspruchung an. Eine Waschmaschine fordert meistens eine 10A-Absicherung und reizt diese auch aus. Die 2300W werden aber lediglich in der Aufheizphase benötigt. Das bedeutet der Stromverbrauch hängt nicht unbedingt von der Laufzeit ab, sondern eher von der gewählten Temperatur. Kochwäsche bei 95°C benötigt um einiges mehr Energie als ein Waschprogramm mit 30°C.

    Hier brauchst/kannst du also nicht 2300W*2h rechnen. Eine moderene Waschmaschine wird für ein 2-stündiges 30° Buntwäscheprogramm deutlich unter 1kWh verbrauchen während die 2-stündige Kochwäsche bei >2kWh liegt.


    Die 410W vom Kühlschrank kommen mir etwas hoch vor - ist das ein moderner Kühlschrank? Auch der Backofen mit 700W scheint mir kein richtiger Backofen zu sein.


    Eine 5kVA-Wechselrichtereinheit scheint mir für dich ausreichend zu sein. Waschmaschine und Spülmaschine lässt du nacheinander, nicht zeitgleich laufen und idealerweise untertags, wenn die Sonne scheint, dann schonst du die Batterien. Bei ausreichend Kleidung lässt sich das Waschverhalten ja weitgehend an das Wetter anpassen ;).

    Zum eigentlichen Verbrauch kommen dann noch Verluste/Eigenverbrauch durch den Wechselrichter.


    Was deine verlinkten Angebote angeht würde am ehesten noch das letzte in Frage kommen. Ich bezweifle aber ganz stark, dass diese Anlage im Winter täglich die versprochenen 11,8kWh liefern wird.

    Siehe hierzu auch (durch Google gejagt, spreche kein spanisch :oops:):)

    "Die Produktionsschätzung wurde mit mindestens 3 Stunden Spitzensonne für den Winter erstellt"


    Also eine relativ unrealistische Berechnung, die einen guten Winter mit täglich Sonne voraussetzt. Nun möchtest du bei einem schlechten Winter aber nicht ohne Strom da stehen :)


    Mit deinem Budget wirst du wahrscheinlich leider nur mit gebrauchten Komponenten hinkommen.


    Wie hoch ist denn deine aktuelle Stromrechnung, bzw. genaugenommen der ausgewiesene Jahresstromverbrauch? Könnte man den vielleicht verwenden oder lebst du aktuell anders als dort?


    Gruß


    schlossschenke

    Zitat

    nur wer kauft sowas wegen "Dünnpfiff" Modulen

    Wer kauft heute überhaupt noch DS-Module? ^^ (dachte immer in Österreich heißt das "Spritzkack" :))

    Zitat

    ich habe hier das Benutzerhandbuch vom Victron MPPT 100/30 liegen, in der die Erdung des Minuspols empfohlen wird

    Der Victron schaltet doch Plus - oder? Wenn der Minus gemeinsam ausgeführt ist wäre PV-Minus damit automatisch mitgeerdet. Dann würde doch auch nichts dagegen sprechen eine Minus-geerdete PV-Anlage anzuschließen - oder wo ist der Unterschied?



    Gruß


    schlossschenke

    Zunächst mal: Der Pezi hat recht. Aber trotzdem noch eine blöde Frage.


    Bei manchen Dünnschichtmodulen erdet man den Minuspol (manche am Plus) zur Vermeidung einer Degradation, damit es keine unterschiedlichen Spannungspotentiale im Modul gibt und die Spannungsrichtung die selbe bleibt. Dadurch erreicht man ein stets positives (negatives) Potential gegen Erde (= die geerdete Unterkonstruktion) und vermeidet Leckströme.

    Nachdem am Netz der "N" ebenso Erdpotential hat ist ein galvanisch getrennter Netzwechselrichter nötig.


    Soweit so klar.


    Wo ist jetzt aber das Problem beim DC-MPPT? Was passiert wenn ich eine geerdete PV-Anlage daran betreibe? Wenn ich zusätzlich zum DC-System ein TN-Netz mit Trafowechselrichter aufbaue, wird es dann überhaupt gefährlich?

    Bei Victron arbeiten ja keine Deppen (außer denen, die regelmäßig unfertige Software freigeben :mrgreen:) also scheint es schon einen Grund zu geben, wenn der Hinweis in der Anleitung erscheint. Aber kann mir das jemand erklären? Danke :)



    Gruß


    schlossschenke

    Ein guter MPPT wählt den Arbeitspunkt so, dass er nicht überlastet wird. Falls der Phocos das kann, dann funktioniert das.

    Der im Thread erwähnte blaue Regler kann das offiziell.


    Zitat


    Warum nimmst den ich den ML2440 den ich vorgeschlagen habe ?

    Ist bei seinem Einkaufsverbund wohl nicht gelistet ^^



    Gruß


    schlossschenke