Beiträge von schlossschenke

    Um sicherzustellen das es keine Schichtung ist

    2,5V/Z für 1h dazwischen schieben

    Schon versucht und es tut sich trotzdem nichts mehr? Es kann sein, dass die Gasung bei 2,4V/Z mit neuen Zellen zu gering ist, um ausreichend stark für eine Durchströmung des Elektrolytraums unter den Platten zu sein.


    Waren es bei Inbetriebnahme denn exakt 1,24kg/l bei identischem Elektrolytstand und Zelltemperatur?


    Gruß


    schlossschenke

    Ich finde die Vorschläge von HomerJay1 echt gut.

    Mich würde interessieren, weshalb dieser Beitrag soviel Zustimmung erhält. Vermutlich nur, weil er sich gut anhört und ein PV-Zubau besser ins Weltbild des grünen Forums passt. Die vorgeschlagene Lösung ist aber leider nicht zielführend und im Beitrag steht auch einiges an Unsinn, welcher deutlich macht, dass es sich lediglich um gefährliches Halbwissen handelt und der Beitrag nicht auf echten Erfahrungswerten beruhen kann. Etwas Gutes steht dennoch drin: "Einmal ordentlich machen, hast du deine Ruhe für die nächsten Jahre."


    Alleine schon die Idee, den Generator zu verkaufen und durch 5kWp zu ersetzen kann nicht euer Ernst sein. Eine PV müsste zuverlässig zum richtigen Zeitpunkt liefern, was sie nicht kann. Wenn man den Generator verkaufen möchte, müsste man also ein Ganzjahres-Inselsystem bauen und dafür bräuchte es schon "etwas" mehr als nur 5kWp und 15kWh Speicher. Auch 20kWp und 15kWh Speicher funktionieren nicht. Ein richtiges Off-Grid System kostet Unsummen an Geld und selbst wenn man eines hätte, würde man den Generator immer noch als Backup behalten.


    Eine Erweiterung der PV-Anlage gibt es nicht geschenkt, man muss sie kaufen. Die Stromgestehungskosten dürft ihr für den Standort gerne berechnen, aber nicht davon ausgehen, dass bei einem PV-Zubau 100% des möglichen Ertrags abgenommen werden, was die Gestehungskosten entsprechend in die Höhe treibt. Einspeisung ist - soweit ich das mitbekommen habe - auch nicht erlaubt. Bei 8ct Netzbezugskosten wird sich eine größere PV zum aktuellen Zeitpunkt (noch) nicht rentieren. Man würde höchstens mehr PV bauen, wenn sich dadurch die Generatorlaufzeiten signifikant reduzieren ließen. Das erledigt hier aber größtenteils schon der Pufferspeicher, indem er die meisten Ausfälle überbrückt. Da langanhaltende Ausfälle selten sind, werden die Generatorlaufzeiten zukünftig so gering ausfallen, dass eine PV kaum noch einen Vorteil bringt. Wie soll man hier Geld sparen?


    Eine PV im großen Maßstab könnte das Netz stabilisieren, sodass es nicht mehr so leicht einknickt. Mit einer einzelnen 10-20kWp Anlage und einem 1~ 7,4kW Hausanschluss würde man hier aber nichts reißen können, es müssten dann schon "alle" mitmachen oder jemand eine große Freiflächenanlage bauen. Die Probleme mit der Freileitung bestünden jedoch weiterhin.

    Wenn man aus ideologischen oder Umweltschutzgründen gerne PV zubauen möchte, ist das etwas anderes, aber das hat halt nichts mit dem eigentlichen Problem zu tun. Letztendlich muss hier jeder für sich selbst entscheiden, d.h. darauf hinzuweisen ist durchaus richtig, den eigenen Willen aufzwingen allerdings nicht.


    Ein Inverter, der netzparallel im ESS betrieben wird, muss die entsprechende Einspeisenorm erfüllen und reagiert auf Änderungen bei Spannung, Frequenz sowie Netzimpedanz sehr empfindlich (siehe ständige Störungen am bestehenden Einspeise-WR). Würde man den Multi/Quattro im ESS laufen lassen, könnte man den Stromanschluss auch gleich kündigen, denn durch die ständigen Trennungen wäre man mehr Off-Grid als On-Grid. Die Netzausfallerkennung zu deaktivieren wäre wiederum fahrlässig, da regelmäßige Wartungsarbeiten am Stromnetz die Regel sind.

    Wir haben deshalb beschlossen vorerst kein ESS zu bauen, sondern lediglich eine USV, wobei die Bestands-PV dennoch eingebunden wird. Die Inverter sind in dieser Konfiguration deutlich toleranter gegenüber "unsauberem Strom".


    Die Auffassung OPzS < LFP < LTO stammt wahrscheinlich aus Youtube oder Kurzrecherchen, da hier stark pauschalisiert wird, anstatt sich näher mit den entsprechenden Einsatzbereichen sowie Vor- und Nachteilen der Techniken zu beschäftigen. Und die Aussage, OPzS müsste man selbst mit Rekombinationsstopfen ständig nachfüllen und sie würden gar nicht so selten ausfallen, kann nicht auf Erfahrungswerten beruhen. Es sei denn man hat sie in einem ESS-System genutzt, also falsch eingesetzt und behandelt, wobei sie auch hier bis zum Schluss kämpfen und sich ein Ausfall frühzeitig ankündigt. Man könnte vorher also durchaus Gegenmaßnahmen ergreifen, sodass es nicht zum Ausfall kommt.

    Dass Blei in Privathaushalten kaum noch zum Einsatz kommt stimmt, liegt aber daran, dass die meisten Heimspeicher in Deutschland zur Eigenverbrauchsoptimierung genutzt werden und nicht ausschließlich als USV. Unabhängig davon bin ich doch etwas schockiert, was manche Leute heutzutage schon als "Arbeit" ansehen.


    Zur Auslegung und Empfehlung des "Goldstandards" sag ich jetzt mal nichts. Der Beitrag widerspricht im Grunde allem hier Geschriebenen, ohne die jeweiligen Behauptungen hinreichend zu belegen, und erhält dafür trotzdem Daumen. Obwohl der Beitrag sicher gut gemeint war und man lediglich versucht hat zu helfen, bleibt wenig sinnvoller Inhalt nun mal wenig sinnvoll. Das scheint im Forum leider ein neuer Trend zu sein, dass Meinungen mittlerweile mehr zählen als Fakten und Verstand.


    Gruß


    schlossschenke

    HarryBG Weshalb kauft man denn lieber Noname-Ware in einem Land, in welchem einen scheinbar jeder übers Ohr hauen möchte und keiner Ahnung hat, anstatt fabrikneue OPzS Zellen direkt bei einem etablierten Hersteller zu bestellen? Dass eine 600kg schwere Palette auf dem Versandweg einfach so verschwindet halte ich - im Gegensatz zu kleinen Postsendungen - für doch eher unwahrscheinlich. Wie häufig ist dir das bei versicherten Speditionssendungen schon passiert?


    Staplerbatterien sind hier schwer zu bekommen...warum?

    Weil solche Zellen in der Regel nicht bei privaten Endverbrauchern eingesetzt werden, sondern in der Industrie.

    Auch wurde jetzt bestimmt schon 3x erklärt, dass OPzS-Zellen keine Staplerbatterien sind.

    Es gibt sie auch bei Händlern in Bulgarien zu beziehen, kostet halt mehr als direkt beim Hersteller:

    OPzS
    tristan02.com

    12x die "6 OPzS 600" 2V Zelle, immer noch.

    Dürfte ähnlich viel kosten wie dieses 10kWh LFP-Noname Ding fragwürdiger Qualität und eignet sich deutlich mehr.


    Staplerbatterien wären das hier:


    Toni1965 Hallo :)

    Die Trojan haben in diesem Shop einen deutlich zu hohen kWh-Preis (über OPzS-Niveau). Und ob man sich verhältnismäßig wartungsaufwendige Traktionsblöcke mit Gitterplatten in einer USV antun möchte .. ich weiß nicht so recht.


    Gruß


    schlossschenke

    Da spricht auch nicht viel für Blei....75 Ah bei 1/3 C aus 150 Ah-Blöcken. Bei LFP geht man von Peukert 1.01 aus

    In der Tat gibt Trojan die 150Ah als C20-Rating an, was für Traktionsbetrieb (C5) recht ungewöhnlich ist. Ganz so tragisch wie deine Berechnung ausfällt, ist es aber auch nicht (Datenblatt). Die 102Ah@56A gelten außerdem nur, wenn die Entladung am Stück erfolgt, was bei ganztägiger Entladung eher nicht der Fall sein dürfte. Gibt es längere Standzeiten, regeneriert sich die Batterie zum Teil wieder, sodass durchaus mehr Kapazität zur Verfügung steht. Ist ja auch logisch, da man bei schnellen Entladungen ansonsten Faktor 2-3 nachladen müsste, was natürlich nicht der Fall ist. Vollständig verloren ist lediglich der Anteil, welcher am Innenwiderstand verbraten wurde.


    Bei LFP lässt sich die Peukert-Formel nicht anwenden, aber der Einfluss des Entladestroms auf die Kapazität ist deutlich geringer.


    Das mit den BMS in Reihe - das ist wirklich mein einziger Sorgenpunkt. Aber da werde ich eine Lösung finden.

    Für das BMS-Problem gibt es keine Lösung, lediglich für das Balancing. Dafür hatte ich bereits zwei Möglichkeiten genannt.


    Hab ich doch. Schau mal ein paar Seiten zurück Verständlicherweise interessiert das aber niemanden

    Also ein paar Seiten vorher steht als Reaktion auf Stefans Selbstbau-Vorschlag:

    Hallole, ja nkon.nl ist mir bekannt. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich eine Selbstbastellösung will.

    Plötzlich ist Verantwortung also doch ein Thema. ;)

    Gleichzeitig zu behaupten, dass "Bastler und Experimentierer mit Neigung zu eventuell riskanter Sparsamkeit nicht geliebt werden" ist dann aber auch nicht richtig, weil dir diese Option hier durchaus angeboten wurde.


    Ich denke übrigens nicht, dass es einen nennenswerten Unterschied macht. Wenn vom Hersteller Trojan (Pb) vorgeschrieben sind und du baust plötzlich ganz etwas anderes ein (LFP), dann ist das versicherungstechnisch beides gleich schlecht. Die vier Blöcke sind genauso wenig freigegeben wie ein Selbstbau. Für den billigen China-Stepup sowie das PV-Modul auf dem Dach gilt das genauso.


    Gruß


    schlossschenke

    Was ich erreicht habe: Wir konnten den Neukauf der Batterien um zwei Jahre aufschieben

    Was euch allerdings einen 1000€ Controller gekostet hat (für den dann plötzlich Geld da war), weil durch das verstärkte Ausgasen verbrauchter Batterien (Antimonvergiftung) alles kaputtkorrodiert ist, da sie über ihr Lebensdauerende hinaus betrieben wurden, wofür sie nicht ausgelegt sind. Die Ladekurve wurde trotz Hinweis und starker Erwärmung nicht abgesenkt. Unterm Strich also leider nichts gespart. Das ist zumindest meine Sicht der Dinge, auch wenn du der Meinung bist, das wäre sowieso passiert.


    das in diesem Forum Bastler und Experimentierer mit Neigung zu eventuell riskanter Sparsamkeit nicht geliebt werden

    Das ist teilweise richtig, liegt aber nur daran, dass die meisten "sparsamen" Vorhaben nach hinten losgehen, weil sie entweder keinen Sinn machen, nichts taugen oder sogar gefährlich sind. Zum Beispiel verbrauchte Bleiakkus künstlich am Leben zu halten, obwohl sie dadurch nur Schaden anrichten.


    Wenn du hier allerdings vor deinem LFP-Einkauf gefragt hättest, hättest du gerne basteln und experimentieren können und jetzt trotzdem eine bessere Bank mit doppelter Kapazität sowie echtem 16s BMS inkl. Ersatz. Brauchbare prismatische Zellen gibt es mittlerweile auch innerhalb der EU günstig in unterschiedlichsten Größen zu kaufen.

    Stattdessen hast du jetzt kaum Kapazität und vier Daly BMS in Reihe, was aus technischer Sicht schon wieder suboptimal ist.


    Gruß


    schlossschenke

    Q-batteries 48 V-System (4 Flüssigsäure-Blei-Akkus) zieht im Laufe des Tages auch mal die Akkus auf Null

    Gekauft hab ich jetzt recht mutig nur 50 Ah. Vorher waren 150 Ah Blei

    Ich werde die Akkus auch nicht bei 80% Restkapazität raus werfen. Vielleicht bei 50%.

    Von 150Ah auf 25Ah. Okay. :/


    "Nun der Hersteller meint: 200 A @ 1 Sekunde. Schauen wir mal was stimmt."

    Was das BMS aushält und was für die Zellen gesund ist, sind zwei verschiedene Paar Schuhe.


    "wie ich ne einfache Strommessung realisieren kann? Ein starker Shunt von 0.01 Ohm? Wie bastelt man sowas für 200 A?"

    Kannst du dir eine gute Stromzange mit Inrush-Funktion ausleihen? Für eine einmalige Messung vollkommen ausreichend.

    Ansonsten mal über einen BMV700 nachdenken, wenn die Batteriebank schon dermaßen knapp dimensioniert sein muss.


    "Die würd ich dann auch auf 12.8 V (3.2V) setzen. Damit bleiben wir bei DOD 80%."

    12,8V bei 1C Last und mehr? Eher nicht.


    Gruß


    schlossschenke