Beiträge von Andre78

    Was brauch ich wirklich? Meiner PV-Förderung endet am 31.12.20. Danach werde ich nicht mehr an das Bayernwerk liefern.


    Wo soll ich dann die 230 V herkriegen,


    Wenn Du wirklich getrennt arbeiten willst, dann mußt Du eine (Halb-)Insel aufbauen.

    230V reichen hier nicht.

    Du hast einen Tripower, brauchst also 400V Drehstrom.

    Dazu eigenen sich nur bidirektionale Wechselrichter.

    Da bleiben nur Victron MultiPlus und Studer Xtender übrig.

    Davon brauchst du drei Stück, um ein Drehstromnetz aufbauen zu können.


    Der Speicherhersteller hat mir gesagt, daß eine Umstellung im SMA Tripower möglich und notwendig ist,

    Ja, eine Anpassung der Einstellung am Tripower ist erforderlich um in einer Insel arbeiten zu können.

    Das schließt aber immer noch aus, daß der Tripower als Insel arbeiten kann.



    Aber mal ganz ehrlich:

    Bei dem bescheidenem EEG21-Entwurf, der momentan ansteht, ist es langsam Zeit für ein wenig zivilem Ungehorsam.

    Laß die alte Anlage weiterlaufen, bis wirklich feststeht, wie das EEG21 aussieht.

    Beim Ablesen des Zählers zum 31.12.20 kann es ja "versehentlich" zu einem Zahlendreher zu Deinen Gunsten kommen. ;-)

    Das würde etwas Puffer schaffen.

    Oder klemm die Anlage vorübergehend auf den Haushaltsstrom um, sofern Du hierfür noch einen Ferrariszähler hast.

    Kein reiner Stringwechselrichter kann und darf ohne Netz laufen!


    Es gibt zwar bei SMA-WR die Einstellung "Offgrid", aber das bedeutet nicht, daß er ohne Netz laufen kann,

    sondern ist für den Betrieb an (bidirektionalen) Inselwechselrichtern oder an Generatoren gedacht, die das Netz bilden.

    Es sind einfach nur andere Parameter, wie z.B. der Betrieb von 45,5 Hz bis 54,5 Hz, ohne daß der WR auf Störung geht.

    Standardvorgabe ist hier auch die lineare Leistungsreduzierung beginned bei 51,0 Hz bis 0 W bei 52,0 Hz.

    Also ca. 1500kg.

    Das dürfte aktuell inkl. Abholung so bei € 500 bis € 550 liegen.

    Ich denke mal, noch etwas zu warten kann sich lohnen. Einfach die Rohstoffpreise beobachten.

    Dann könnten auch gut über € 600,- drin sein.

    Ich habe meine alten OPzS dieses Jahr (März) für 48ct/kg Bruttogewicht entsorgt. Für die Abholung gab es einen pauschalen Abzug.

    Am Ende waren es ca. € 800,-, die übrigblieben. (Hatte noch alles an Bleibatterien, die noch (defekt) rumstanden, dazugepackt.)


    Wichtig ist, sich mehrere Angebote einzuholen.

    Ich hatte mich für batterieentsorger.de entschieden, da ich hier den besten Preis bekam.

    Alle anderen hatten deutlich weniger geboten

    Regional gibt es aber deutliche Unterschiede.


    Der Bleipreis ist momentan wieder am steigen.

    Ich würde mit der Entsorgung eher auf Anfang kommendes Jahr warten, wenn man sich die Rohstoffcharts an der Börse so ansieht.

    Dann könnten durchaus wieder 50ct/kg und mehr für Altbatterien drin sein.

    Erst jetzt kommt die Rückmeldung, das Bayernwerk lehnt dieses Messkonzept wie folgt ab:


    "Das von ihnen vorgeschlagene MK kann so nicht umgesetzt werden. In erster Linie, da EA2 < 30kW sein muss.

    Man beachte den Verweis auf "BMF-Schreiben IV D 2 - S 7124/07/10002:003" von 2011.

    Das besagte BMF-Schreiben hat rein gar nichts mit Zählerkaskaden für Direktverbauch zu tun.

    Somit ist die Begrenzung bei Meßkonzept B4 auf 30kW völliger Bullshit.

    Der Titel des BMF-Schreibens lautet "Umsatzsteuer für den Bezugstrom kleiner Erzeugungsanlagen".

    https://www.clearingstelle-eeg…es/default/files/0162.pdf

    Da geht es einzig und allein um Volleinspeiseanlagen mit Einrichtungszähler ohne Rücklaufsperre.

    Was das mit dem Meßkonzept B4 zu tun haben soll, ist fraglich.

    Das einzige, was man konstruieren könnte, wäre, daß die 10kW-Altanlage hochvergüteten Strom produziert, der von der Neuanlage zeitgleich verbraucht werden könnte.

    Solange sich aber die beiden Anlagen nicht im Abstand von mehreren Zeitzonen befinden, sehe ich hier keine Gefahr. ;-)



    Bestehe auf das Meßkonzept mit Wandlermessung (2RZ) + 2RZ Direktmessung mit 50A Vorsicherung als Abgrenzung zur Altanlage.

    Wenn die weiter sich blödstellen, bleiben nur rechtliche Schritte.

    Aber vorher würde ich über die Clearingstelle gehen.

    Damit wäre es "theoretisch" möglich, dass über die Leitung nach rechts in Summe mehr als 50A fließen.

    Dann setzt man nach der Verknüpfung zu den Verbrauchern einfach 3x C50A LSS und fertig.


    Daß im HAK von 63A auf 50A gesenkt wurde, ist nicht OK.

    Am HAK gibt es keinerlei Begründung, den Wert herabzussetzen.

    Die Sammelschienen im UAR des Zählerschranks sind i.d.R. 5x12mm, also für 250A ausgelegt.

    Ich bekomme ja eine Vergütung nur für die Einspeisung, nicht für die Generatorleistung. Deshalb müsste m.e. die Einspeisevergütung auch an der max. Einspeisung orientiert sein und nicht an der maximalen Generatorleistung.

    Dann lerne bitte den Unterschied zwischen Leistung (W) und Arbeit (Wh).

    Du mußt die Leistungsbegrezung von 70% nicht nutzen. Dir steht es frei einen RSE zu nutzen. Dann bist Du nicht mehr auf 70% der Generatorleistung begrenzt.

    So nebenbei:

    Abregelung auf 70% hart bedeutet bei einem idealem Süddach ca. 95% der Arbeit gegenüber 100% Leistung.

    Bei Ost/West-Belegung bewegt sich der Verlust je nach Dachneigung zwischen 2% und 0%.


    Die mit der Größe der PV sinkende Einspeisevergütung trägt dem Rechnung, daß mit Größe der Anlage die Kosten pro kWp abnehmen.

    Ich finde das durchaus sinnvoll.

    Sonst könnte jemand auf die Idee kommen, sich 20kWp auf's Dach zu setzen und auf 50% zu begrenzen, um dann die volle Vergütung für die ersten 10kWp zu verlangen, während er noch 80% er Arbeit einspeist. Wäre doch unfair.

    Guter Grundlagenthread. :thumbup:


    Das zeigt ganz gut, warum man bei Einspeisung über einer 5x2,5er "Garagenleitung" diese mit einem 4poligen Leitungsschutzschalter versehen sollte. (z.B. typische einphasige 3kWp-PV)

    "Schlimmer" wird es mit dem Neutralleiterstrom noch, wenn am WR eine falsche Blindleistungsvorgabe eingestellt wird, dieser z.B. gerade mit 3kVA mit cosPhi 0,95 einspeist und auf einem anderem Außenleiter 3,6kW(cosPhi 1) gezogen werden.

    Das kann 27A auf dem Neutralleiter ergeben.

    Also immer beachten: Die Scheinleistung ist ausschlaggebend.