Beiträge von Zellenschaden

    Eben hat sich das Transferrelais wieder geöffnet, irgendwo zwischen 25 und 29% SOC; perfekt! Jetzt muss ich quasi gar nichts tun und kontrollieren, lediglich den SOC für den Winterbetreib definieren, das wars dann :)

    So, nach 2 Tagen dunkelstem Novemberwetter sank der SOC jetzt unter die Schwelle für das Reservepuffer von 20%. Wie gewünscht schlossen sich die Transferrelais und seitdem läuft alles auf Netz unter Ausnutzung der Sonnenstrahlen. Prinzipiell ideal für den Winterbetrieb, wobei ich hier noch im richtigen Winter die Schwelle höher setzen werde, wahrscheinlich auf 40%.


    Jetzt bin ich aber gespannt, ob, wenn die Sonne wieder Gas gibt, das Transferrelais auch automatisch wieder öffnet; eine Einstellung hierzu gibt es nämlich nicht; entweder ist die in der Xcom automatisch programmiert, oder ich muss wahrscheinlich auf die nächste Spitzenleistung warten, damit die Leistungssteuerung der Hilskontakte das Relais wieder öffnet; schlimmstenfalls müsste es manuell geöffnet werden; warten wir mal ab, was passiert.


    Ich habe übrigens die Speicherung der Einstellungen im Flash für Xtender und Variotrack jetzt auf Nein gestellt; wer weis wieviel Parameter die Automatik intern umstellt; nicht das der der Flash überläuft...

    Bussystem mit Hausautomatisierung würde ich mir überlegen, Bussysteme sind teuer. Ich hatte in der Vergangenheit meist einfache Zeitschaltuhren eingesetzt, damit kann viel erledigt werden.

    Tatsächlich beginne ich aber gerade auch mit der Automatisierung. Gerade für Ferienhäuser ist das eine ziemlich gute Sache. Ich versuche allerdings, die Hausautomatisierung über Apple Homekit mit diversem Zubehör zu erreichen und bis dato funktioniert das gar nicht soo schlecht. Ich bin z.b. in der Lage über ein Aqara Subsystem der Klimaanlage in Portugal zu sagen, wenn Temp <X, dann heize, oder kriege Meldungen bei Leckagen dank Wassersensoren, dito Bewegungsmelder und Türkontakte. Dazu können diverse Steckdosen gesteuert werden. Ich bin ziemlich begeistert, wie einfach und doch realtiv zuverlässig das Ganze funktioniert; das Nadelohr ist letztlich die mobile Netzverbindung in Portugal, aber das dürfte bei einem von außen zu steuernden Bussystem genauso sein.

    Zellenschaden: Dein Beitrag sind Beiträge die ich liebe. Fakten die die Realität widerspiegeln. Du wohnst in ähnlichen Breitengraden und kommst mit 3,6 kWp über den Winter. Das lässt mich hoffen mit dem 4-fachen kWp und einem Speicher ebenfalls hinzukommen. Wie viele Personen hast du dann wenn du belegt bist?

    Die Studer Xtender (wie auch schlossschenke schon vorgeschlagen hat) werde ich mir gerne die Tage auch anschauen. Wie machen sich eigentlich die Pylontech? Die sind schon erstaunlich günstig.

    In Portugal ist aber aktuell keine Inselanlage, entweder hast Du das falsch verstanden oder falsch ausgedrückt. Im Winter kamen bis 12 kwh am Tag, der Verbrauch wenn 2-3 Personen dort sind ist aber im Dezember bei ca. 25 kwh. Aber mit der 10-12 kwp kommst Du da wahrscheinlich dicke aus.

    BIs dato sind meine Pylontech Erfahrungen positiv, aber wir reden über ca. 4 Wochen. Sie tun was sie sollen, aber es scheint wichtig zu sein, wie Akkus dieses Typs an die Anlage angebunden sind. Im Idealfall erfolgt die Steuerung dann ziemlich automatisch und es sind keinerlei Eingriffe nötig. Ich habe nur noch eine obere Abschaltung in meine Laderegler einprogrammiert, da man oft liest, Li sollte eher im mittleren SOC Bereich gefahren werden. Ob das allerdings final weise ist, werden wir erst in 10 Jahren erfahren. Vielleicht ist ein Top-Balancing wichtiger, oder irgendwie abwechselnd etc....


    Bei SocondSol kriegst Du Xtender aktuell gebraucht nachgeschmissen (ca. 800€ pro stück). Ich hatte mit xtm 2600 begonnen und innerhalb eines jahres auf 4000er umgestellt, alle gebraucht und noch nie was dran. Ich würde nicht zögern und die Gebrauchten dort kaufen, vielleicht noch einen in Reserve oder eben für mehr Leistung. (Auch wenn die (Software)-Technik veraltet erscheint, die Dinger laufen. Und nach 8 Jahren konnte ich die Anlage shcmerzfrei von Blei auf Lithium umstellen, das müssen andere Hersteller auch erstmal können. Der größte Haken bei Studer ist letztlich der Preis. )Und trotz Wenn das Haus einphasig aufgebaut werden kann, würde ich wie bereits gesagt 2-3 parallel hängen, dann hättest Du eine Maximalleistung von 10-12kw, das sollte für alle Eventualitäten reichen, aber besonders wenn die Xtender günstig wären würde ich wahrscheinlich eine verstärkte Phase mit 2 xtendern und die anderen Phasen nur mit einem ausstatten. dann hättest Du Drehstrom , oder eben verschiedene einphasige Kreise, davon einer verstärkt, so dass auch ein E Auto mit 4-5 kw geladen werden könnte, dass ist zwar realativ langsam, reicht aber privat in der Regel völlig aus, meinen Kia lade ich zu Hause mit knapp 3kw aber nur tagsüber. für komplette Autoladung aus dem Akku reicht die Inhouse Akku Kapa natürlich nicht, aber ich schau meist, was im Akku ist und häng dann das Auto ein-zwei Stunden dran, was mir gewöhlich locker ausreicht, dazu am Wochenende bei Sonne durchgehend und die Reichweite steht im Sommer auf "kostenlosen" 500km...


    Den Ausführungen von Schlosschenke kann ich auch ziemlich zustimmen. Eine Inselanlage könnte wie folgt aussehen:


    10-12 kwp Module (Ausrichtung eher Ost-West und auf Winter optimiert (also steiler) (15.000€???)

    Entsprechende Laderegler passed zum Restkonzept (<2000€)

    2-4 Inselwechselrichter guter Qualität, also z.B. Victron oder Studer. Bei einphasig sollten mindestens 8kw Spitzenleistung verfügbar sein. (Geht ganz schnell, wenn Fön im Bad, Wasserkocher für Tee und Kaffeemaschine gleichzeitig angeworfen werden). (neu ab 6.000 bis 12.000€, gebraucht <4.000)

    BAtterie: rechnerisch reichen wahrscheinlich von der Kapazität in Süditalien gesehen 4-6 kwh um über die Nacht zu kommen, aber auch hier sehe ich zusätzlich die Spitzenleistungen. Winterabend, elektrishcer Herd, Backofen an, dazu Kaffeemaschine, schon fließen wieder locker 6-8kw oder bald 200A, da würde ich bei Pylontech mit 48 V und 50A max pro Modul schon wieder eher 6 MOdule kaufen; da liegst Du dann bei den Stromen bei 2 3erBlöcken a 100A im grünen Bereich.

    (>5.000€)

    Dazu noch der teure Kleinkram wie Kabel, Sicherungen etc, läuft alles zu Deutschland Preisen auf 28-30.000€ raus. Damit hast Du aber auch alles Eventualitäten abgedeckt und brauchst Dir wegen Geschirrspüler, Wäschetrockner, Poolpumpen etc. keine Gedanken machen; ich würde auch die Wassererwärmung dann elektrisch über Boiler (zeitversetzt getaktet) machen anstatt noch Solarthermie einzubauen. Letztlich brauchst Du die viele Hardware nicht für die benötigte Leistung, sondern für die auftretende max. Spitzenleistung; die macht alles teuer. Bist Du in der Lage, diese immer und überall vollständig zu kontrollieren, gehts deutlich günstiger.


    Folge deshalb Schlosschenkes Rat und mache zuerst eine Liste mit allen in Frage kommenden Verbrauchern und den Leistungen.

    Ich habe ein Ferienhaus in Portugal mit 3,6kwp Solar auf dem Dach. Zuhause habe ich eine 3phasioge Halbinsel….

    Aus den 3,6 kwp kamen im vergangenen Dezember 244 kwh, bei Tagesmaximalwerten von bis zu 12 kwh. Bei Belegung imDezember werden bis zu 25kwh täglich verbraucht, dann ist aber die Luft/Luft Wärmepumpe, neudeutsch Klimaanlage auf 21 Grad Erwärmung eingestellt, das haus ist schlecht isoliert und die Brauchwassererwärmung erfolgt über Elekroboiler. In Portugal kommt im Winter übrigens ca. 1/3-1/4 der Junileistung; hier in D ca. weniger als 1/6…


    Wenn ich permanent dort leben wollte, würde ich die PV auf ca. 10kwp erweitern und 2 (oder 3)Studer Xtender XTM4000 (die hab ich hier seit 8 Jahren ohne geringste Probleme im Einsatz, parallel auf eine Phase schalten, was eine Spitzenleistung von 8kw bedeuten würde. (Das Haus ist sowieso einphasig). Dazu noch 8-14 kwh Kapa Lithium, (ich habe gerade auf Pylontech umgestellt) und das wärs dann.


    Durch Parallelschalten lassen sich die Xtender individuell skalieren und wenn es unbedingt sein müsste könntest Du auch ein 3 phasen System aufbauen, dann brauchst Du allerdings 3 xtender, evtl sogar 4, damit wäre generell dreiphasig und eine verstärkte Phase möglich…

    Ich habe auch schon öfter über Gleichstromhäuser nachgedacht, finde sie aber für mich nicht zielführend. Hauptkritikpunkt ist, dass egal welche Spannung man wählt, ich immer noch DC Wandler an den Geräten brauche, da die gewählte Spannung quasi nie stimmt. Inwieweit dies Verluste bringt, keine Ahnung. Dazu sind alle Gleichstromkomponenten teuer, insbesondere wenn mal höhere Leistungen bedient werden müssen. Und dann ist Gleichstrom eben auch etwas kritischer zu sehen, besonders bei höheren Leistungen. Eine Kabelklemme nicht fest angeschraubt und schon kann es einen Lichtbogen geben, der eben nicht wie bei Wechselstrom selbständig abreisst.

    Meine Lösung für das geplante Haus, wo die Paneele schon liegen wäre ein Inselwechselrichter mit 230V AC am Ausgang. Der Gleichstrom ist beschränkt auf das nötigste und der Rest ist allgemeiner Standard. Allein die Differenz des Gleichstromkühlschranks zum normalen Kühlschrank im Preis zahlt einige der benötigten (Klein-)KOmponenten.

    Bei Wechselrichter würde ich gleich auf 48V gehen und wahrscheinlich auch gleich eine Li Batterie wählen.

    Und dazu mögen die meisten Elektriker eben auch keinen Gleichstrom. Hier eine Spezialisten zu finden, der einem auch nicht ausnimmt, ist wohl schwierig; es ist schon schwer genug einen zu finden, der sich mit Inseln auskennt.

    Also die Lösung von EigenverbrauchUser funktiniert auch mit VT80 ohne externe Hilfskontakte; über AUX 1 wird der "neue" interne Fernsteuereingang des VT geschaltet und der kann die VT in Abhängigkeit des SOC der XCOM CAN den oder die VT ein- und ausschalten, das Ganze funktioniert ziemlich smooth. Es besteht allerdings nur die Einstellmöglichkeit des SOC in 5% Schritten, aber das sollte genügen. Aktuell krieg ich bspw. eine Spannung von 51,4V bei 91% SOC (unter bald 60A Batterieladung) am VT angezeigt. Da die 100% ung. 52,5V entsprachen sollte die 95% noch unter 52V bleiben, was ich für zielführend halte. Die Ladung ist damit im oberen Bereich gut definierbar; evtl. verknüpfe ich den VT Hilfskontakt noch zusätzlich mit einem Zeitfenster, so dass er an bestimmten Tagen auch mal die 100% erreichen kann; ich weis aber nicht was besser ist, im nierigeren SOC Bereich fahren oder mit hoher Spannung manchmal, dafür aber ein evtl. Top-Balancing durchführen zu können. Leider weis niemand, was die Pylontechs intern machen, aber bis dato bin ich mit den Teilen super zufrieden und denke schon wieder über ein weiteres Modul nach; andererseits ist noch Sommer und ich komme super mit dem Strom aus; wenn abends noch >60% SOC häng ich sogar noch mein Auto zum nachfüllen an; Ziel ist bei mir ein morgen SOC von 30%, der auf 20% sinken darf.

    Und demnächst ist Herbst, die Sonne sinkt, mal sehen, ob ich da den Automatismus etwas umstelle, evtl. drossele ich die Entnahme auf 35-40%. Damit habe ich immer noch genug Kapa für jeden Sonnenstrahl, aber wenn die Kiste dann irgendwann länger am Netz hängt noch einen SOC im hoffentlich unschädlichen niedrigen Bereich. Hier sehe ich übrigens den Hauptvorteil von LI gegenüber Blei. Im sommer ist es ziemlich egal, da kriegt man Blei immer auf die 100%, aber im Winter muss der Bleipanzer gut gefüllt sein und wenn dann mal die Sonne scheint, ist sofort voll und der Strom wird abgeriegelt. Ich bin mal gespannt, ob das messbar wird, aber der winterliche Eigenverbrauch könnte dadurch signifikant steigen, bzw. der Netzbezug weiter sinken....

    So, es gibt Positives zu berichten, die Regelung über den Variotrack funktioniert, aktuell wurden 95% SOC erreicht, die VT schalten ab, da mein Boiler lief, reduzierte sich der SOC in ca. einer Stunde wieder auf 89% und ja, die VT schalteten sich wieder zu. Das lass ich jetzt mal laufen und pass im Zweifel die Werte nochmal an. Auf jeden Fall funktioniert das Prinzip; man kann damit die Höhe des oberen SOC einstellen. :)

    Ich dachte ich komme über die Fernsteuerung per Download dran, aber scheinbar kann man nur die Logs downloaden. Also muss ich die Karte doch manuell auslesen. Schick mir Deine Email Adresse per PM und gib Info. welche Datei Du genau brauchst, bzw. in welchem Ordner ich die finde, dann lass ich Sie Dir zukommen.

    Der finale Test der Variotracksteuerung steht aber noch aus, ich konnte gestern di e95% SOC nicht mehr erreichen. Ist aber eh für Dich dank Victron Laderegler nicht so wichtig...