Beiträge von Bunzlaus

    Moinsen,


    kurzes Update an dieser Stelle: Vorgestern ist mein Dopower WR das zweite mal abgeraucht. Erneut geschah es während hoher Last bei sehr niedriger Batteriespannung und erneut traf es Mosfets des Typs IRFB3306, nur sind dieses mal 4 Stück durchgegangen. Ich habe welche bestellt und werde berichten, sobald sie eingelötet sind. Die restlichen Innereien scheinen optisch, wie beim ersten Defekt vor 1,5 Jahren, in Ordnung zu sein.

    Zitat von stromsparer99

    Durch die Ausbeulung sind die Batterien an den Polen nicht mehr dicht. Jetzt weist du auch warum er die Batterien verkauft hat. In der Praxis kannst du solche Batterien nicht benutzen, weil da immer Säure ausläuft. Das hat nix mit dem Füllstand zu tun, das passiert beim Gasen. Theoretisch könntest du das Gasen mit geringerer Spannung vermeiden, dann bekämmen die Batterie aber Säureschichtung und würde auch kaputt gehen.
    Du weist ja, wer billig kauft, kauft 2 mal.


    Die Ausbeulung kommt von der Sulfatierung, die Kristallbildung drückt den Deckel hoch.


    Gruß
    Thomas


    Moinsen,
    die Ausbeulung entsteht nicht durch Sulfatierung, sondern durch Plattenwachstum. Ist ein ganz natürlicher vorgang, da die positiven Platten bei jedem Zyklus durch Bleisulfat gedehnt werden. Beim laden wird es zwar wieder abgebaut, die Gitter bleiben jedoch gedehnt. Umso tiefer entladen wird - umso mehr werden die Gitter somit mechanisch beansprucht. Der gehobene Pol ist also ein Indikator dafür, dass die Batterie bereits rangenommen wurde. Bedeutet allerdings nicht, dass sie sulfatiert, oder anderweitig eine Leiche ist. Sie kann u.U. noch lange ihren Dienst tun, wenn die Säuredichte in allen Zellen stimmt und die Soße nach dem schütteln noch einigermaßen transparent ist.

    Zitat von seppelpeter

    BTW: Wenn die Fenster nicht dicht sind, sollten die mit Prio 1 getauscht werden!
    Feuchtigkeit im Haus fördert Schimmel.


    Wenn die Fenster nicht dicht sind, ist es in dem Fall eher ein Vor - als Nachteil!


    Und Feuchtigkeit im Haus fördert schimmel nur dann, wenn sie auskondensieren kann. Das tut sie natürlicherweise an kalten, ungedämmten Bauteilen. Abhilfe schafft weniger Hausbewohner, weniger duschen, kochen und atmen und mehr lüften, oder isolieren und die Isolierung mittels Dampfsperre vor Feuchtigkeitseintrag schützen.

    Moinsen,


    Schimmel entsteht, wenn der Taupunkt der betreffenden Teile unterschritten wird. Seit die Anlage auf dem Dach ist, ist es mit Sicherheit ein Tick kühler geworden auf dem Dachboden. Außerdem kann auch das durch den Eigentümerwechsel veränderte Lüftungs/Koch/und was auch immer - Verhalten eine nicht unerhebliche Rolle spielen. So oder so kann das unterschreiten des Taupunktes nur eine 100% dichte Dampfsperre effektiv verhindern. Die natürlicherweise erhöhte Innenraumfeuchtigkeit darf nicht an die kalten Bretter ran. Ganz einfach. Sonst kondensierts und anschließend faults. Man kann es sich auch einfach machen und das Fenster gekippt lassen, zwecks Taupunktabsenkung, aber dann verlagert man sich den Taupunkt in die Geschossdecke, abgesehen von erhöhten Heizkosten. Daher isolieren und eine perfekt dichte Dampfsperre anbringen. Selbstverständlich vorausgesetzt das Dach ist 100% dicht. Alternativ kann auch ohne zu isolieren eine Dampfsperre angebracht werden, allerdings wird dann in kalten Nächten das Wasser an der Folie Kondensieren und auf den Boden tropfen.

    Vor allem der Fleck an dem Ast im letzten Bild spricht rein theoretisch für Schimmel, da das Holz am Ast dichter ist und damit eine Kältebrücke darstellt.
    Ich würde mal ein, zwei Wochenenden Zeit für eine Isolierung inkl Dampfsperre investieren. Dann hast Ruhe und im Winter Heizgeld gespart. Die Dampfsperre muss sorgfältig angebracht werden und dicht sein. Sehr wichtig!

    Moinsen, wenns Nordseite ist und vor 1 Jahr noch nicht da war, dann ist es Schimmel. Ist aber nicht schlimm. Dadurch wird das Holz nicht gleich morsch. Wegmachen, imprägnieren und dichte Dampfsperre anbringen. Ggfs in einem Zug isolieren. Geht ganz schnell und bringt viel..

    Moinsen,
    der Mast inkl Schüssel gehört auf die andere Dachseite versetzt, sonst gibts Schattenwurf vom Mast und Kabel und das über mindestens 20 Jahre, wäre einfach nur ärgerlich. Das tut den Modulen, Dioden und Erträgen nicht gut. Vogelrastplatzschiss inklusive.

    Zitat von mdmd

    ....'Energieaufwand vom Dach holen' ist bei den zwei bis drei dafür benötigten Heizungspumpen, im Vergleich zur in diesem Setup gewonnenen Wärmemenge, vernachlässigbar...


    Moinsen,


    den Solarkreislauf bewegt eine 12vdc Umwälzpumpe (1,4A), angeschlossen an meine Insel. Wenn sie läuft, ist die Sonne eh aktiv :wink: . Und der Wärmeabtransport vom Pufferspeicher geschieht wie von Zauberhand mittels Schwerkraftprinzip. Den Konvektor habe ich gleich neben dran im oberen Bereich des Speichers platziert. Ich muss nur ein Ventil öffnen. Von daher ist der sommerliche Wärmeüberschuss ein völlig kostenloser Dauerbautrockner. Wer da seine ST in Stagnation schickt im Sommer, strapaziert unnötig die Kollektoren und - falls vorhanden - vor allem das Frostschutzmittel.

    Zitat von passra

    12 m2 Solarthermie an 800 Liter Speicher, da wirst du im Sommer das totale Fiasko erleben. Die Anlage wird ständig auskochen und stillstehen. Oder ist das Drain-Back oder Steam-Back?


    So in etwa ist meine ST auch ausgelegt. Trotzdem seit Inbetriebnahme 2009 niemals in Stagnation gewesen. Mit einem ganz einfachen Trick: Ab 70°C in Puffer und Solarspeicher lasse ich die Wärme durch einen Heizkörper im Keller raus. Nebeneffekt ist, viel Wärme gespeichert im Kellermauerwerk und Erdreich, welche im Herbst und Winter ihren Teil zur Heizersparnis beiträgt + trotz offener Wand zum Erdreich (Bj 1954) furztrockener Keller.