Beiträge von Xerx

    was hat denn die Anzahl der Windräder damit zu tun ? Es geht um die Leistung.

    Genau es geht um Leistung bzw. Nichtleistung. Nebenbei, ich verteidige NRW nicht, auch hier wird gebremst. Meine Betonung lag auf strukturellen Nachteilen. Finde den Punkt selbsterklärend (Bevölkerungsdichte, Landesgröße, Windstärken, Einstrahlung, Geomorphologie, industrieller Stromverbrauch, Renditechancen, ...). Du hättest auch fragen können, warum eigentlich in den Städten keine Windräder etc. gebaut werden.

    Mich wundert,warum wir das in diesem Strang diskutieren und dass die lokale Überförderung von (vereinfacht) PV im Süden und Windkraft im Norden nicht mal angegangen wird.

    Hat sich schonmal jemand die Frage gestellt warum in NRW keine Windräder gebaut werden ?

    Oder warum haben die überhaupt so wenig EE Erzeugung ?


    Zitat


    Warum klickst du nicht einfach mal auf der Webseite rum, z.B. auf Anteil Windstromerzeugung und beantwortest dir die Frage selbst? Nebenbei müssen wir - hust - uns unter den Stromleitungen ständig den - hust - Kohlestaub und - hust - Stahlspäne vom Buckel streifen. Da ist kein Platz für Windräder :) NRW hat geografische Nachteile und ist kein Bauernbundesland.

    Woher die diese 1000W-Grenze haben, solltest du dort mal anfragen

    Ist das von pvplug.de/faq? Dann steht das unten drunter, wenn man auf Hintergrund klickt. Gesetzlich sei da nichts verlangt.


    Interessanter fand ich die Begründung mit AG Herford 12 C 1008/15 vom 17.05.2018. Bei Mangel an Konkludenz (u.a. bei 0 kWh gemessenem Bezug), kann bei einer Volleinspeiseanlage nichts für den Bezugszähler/ 1.8.0 verlangt werden. Sachlich begründet sei er sogar unnötig.


    Umgekehrt könnte das auch für Null-Einspeisung bei 2.8.0 gelten. Bei der Anmeldung einer PV müsste man dann den Passus prophylaktisch streichen, der die Beantragung des Zweirichtungzählers enthält? mhm


    Die 1000 W Grenze habe ich beim schnellen Durchblättern im Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende §29 ff. nicht gefunden. Könnte auch veraltet sein. Hab mich mal für Westnetz geupdated, beim aktuellen Preisblatt wurde beim iMS die unterste Grenze für Einspeiser geändert in “bis einschließlich 7 kW“ für 60 €. Unsere Anlage ist nicht > 7 kWp und somit nur optional vom iMS betroffen, also eher nicht, da keine Neuanlage. Wenn jetzt Montag auf einen geraden Wochentag fällt, die Sonne scheint, gestern die Kuh gestolpert ist, dann aber vielleicht doch :)

    Moin. Wir haben noch einen “alten“ digitalen Zweirichtungszähler mit 1.8.0 und 2.8.0.


    Die Moderne Messeinrichtung mME wird mit der Funkeinheit zum Intelligenten Messsystem iMS (Smartmeter). Das ist ein anderes Preisblatt.

    Der mME ist gedeckelt auf 20 €/ a. Nur sind das beim Zweirichtungszähler als mME dann 40 €?

    Beim Smartmeter gibt es 2 Preistabellen. Die Bezugsseite verbrauchsabhänging ab 20 € brutto und die Einspeiseseite, die bei > 1 kWp bis 7 kWp beginnt mit 60 € brutto. Gehe halt vom bisherigem System aus, dass ich die Kosten addieren muss. Deine mini Mini-PV hätte hier allerdings keine Auswirkungen.


    Bin mir bei dir nicht ganz sicher, ob du einen neuen “alten“ Zähler hast und die Messstelle einfach teuer ist.

    Insgesamt also in meinem Fall ca. 80€ Messstellenkosten jährlich.

    Ich werfe nochmal die Frage in den Raum an die Mitleser: Gibt es irgendwo in D vergleichbare Fälle? (Doppelte Messstellenbetriebskosten)

    Bei Westnetz zahlen wir den digitalen Zweirichtungzähler doppelt. Man beantragt ihn allerdings relativ deutlich bei der Vereinfachten Anmeldung. Wobei die Kosten sicherlich übersehen werden könnten, also wie bei größeren Anlagen auch.

    Unser Stromanbieter weist die Kosten des Messstellenbetriebs aus (Bezug), was identisch zu den Kosten ist, die in der EEG-Abrechnung für den Messtellenbetrieb (Einspeisung) abgerechnet werden. Im Preisblatt kostet der Zähler das doppelte vom Einfachen. Das sind glaube seit 2017 um die 30 € brutto (2 x 15 € je Zählrichtung des Zählers). Davor wurden auf der Bezugsseite (mind. seit 2011) zusätzlich etwa 10 € für die Abrechnung kassiert und 2-3 Jahre auf der Einspeiseseite etwa 1,60 € für irgendwelche Technikinvestitionskosten (gab nen ellenlangen Thread dazu im Forum, lol). Der Vollständigkeit halber, für die Kosten der Einspeiserichtung wird ein eigener Abschlag kalkuliert von 1 € und verrechnet mit dem Abschlag der Einspeisung, was meinen pedantschen Humor voll trifft.

    Ob bei einer Modernen Messeinrichtung dann 20 € oder 40 € verlangt werden, frage ich mich seit Jahren.


    Zu deinem Anliegen, wenn es dich interessiert, dann lass dir deine Messstellkosten aufschlüsseln. 80 € erscheinen mir hoch. Wichtiger ist jedoch immer eine nachvollziehbare Begründung. Vergessen auch viele hier im Forum, ein Bsp. bei dem ich immer giggeln muss (will allerdings i.d.R. keinen Fisch, ich will Angeln können):

    Lohnt sich PV? Antwort: Ja! Ok, danke.

    Die Begründung würde ich bei der Chefetage einfordern. Also sehr sachlich und ohne Aluhut, verständlich deine Interessen vetretend: ich bin zufriedener Netzkunde, habe 275 W PV, gab keine Vereinfachte Anmeldung, verlangt werden xy Kosten, ... hätte gerne eine Begründung/ ihre Sichtweise verstanden.

    haha, wie die 1er Option wirtschaftlich bis 2021 darstellbar sein soll für Prosumer (= Ottos mit Anlagen bis 30 kWp) steht aktuell in den Sternen oder kennt jmd. 5 Vermarkter und die Preise?

    edit: ok, die grüne Krawatte ist der Lieferant, ändert das meine Zahlen?

    Ja, du bist Prosumer...

    Die richtige Antwort ist nein. Wenn auf der Netzseite 350 € gezahlt werden und 1200 € kassiert werden, kann auf der Prosumerseite sich genau das nicht ändern. Bei 3 kannst du lange mit dem Strompreis rechnen, es ist Volleinspeisung in der Abrechnung. Der Basispreis zieht dir das Ergebnis runter auf Volleinspeisung, genau dafür ist er da. Die Netzagentur (die Erfinder) erklären 3 ist wirtschaftlich identisch mit 2 und 2 ist Volleinspeisung. Zusätzlich wird erklärt, dass die Eigenverbrauchsoptimierung keine wirtschaftlichen Vorteile mehr bewirkt. Die Grünen fassen 2 und 3 zusammen und erklären, die Berechnung soll sich an Volleinspeisung orientieren. Bedeutet übersetzt, man soll Volleinspeisung vergütet bekommen. Kein EV-Vorteil und Bezug wird voll bezahlt.

    Du willst es einfach, dann verzichte auf den EV-Vorteil oder nimm Option 1, scheint der Vorschlag zu sein.

    Habe allerdings die Vermutung, dass 1 EU-konform ist und, dass Besitzer kleinerer Anlagen sich eher auf den EV konzentrieren werden und den Bürokratiekram (Finanzamt) bei den Krümelbeträgen gerne vom Hals hätten oder Repowern. Letzteres werden die Strategen sicherlich einkalkulieren. Der BDEW wird doch aktuell von nem Grünen regiert. Wenn die Grünen dafür sind, kann das doch aus Ökosicht nicht schlecht sein?

    Wo soll ich das falsch betrachten? Ich bin der Eierkopf mit der grünen Krawatte.

    Man ist Lieferant (speist ein für Wert EEG oder Marktpreis) und man ist Konsument (Bezug a 30 ct). Bei beiden Optionen werden 3500 kWh mit 350 € vergütet und 4000 kWh sind im SLP mit 1200 €.


    Ich vermute man kommt am Grundprinzip nicht vorbei. PV-Strom hat einen sehr geringen Wert, da er nur ohne Abgaben/ Umlagen/ Steuern bezahlt werden kann. Bezug wird man immer mit Abgaben/ Umlagen/ Steuern bezahlen müssen, eingebildete Verrechnung zu 30 ct hin oder her. Mir fehlt das Argument warum bei 3 der Versorger nicht einfach Volleinspeisung bezahlt und das so kompliziert berechnen soll. Und, es sieht für mich nach Marketinggesabber aus (Net-metering, Cloud, bio, Netz als Speicher, ...), die abgerechnete Volleinspeisung also verschleiert.

    Mir fehlen reihenweise weitere Argumente, wie lösen Option 2 und 3 das Problem mit den doppelten Strommengen im Netz? Es wird doch eher dem Fehlen der Entgelte entgegen gesteuert (?). Nur weil ich bei 2 den EV nicht sehe, haben dennoch alle Optionen physisch den gleichen EV. Das kleine Anlagen, die aus dem EEG fallen, als Volleinspeiser rentabel betreibbar sind, puh(?). Warum sollte man nicht umbauen und die Einspeisung kappen (3500 Volleinspeisung * 4 ct vs. 1500 EV * 30 ct)? usw.


    edit: ok, die grüne Krawatte ist der Lieferant, ändert das meine Zahlen?

    abzgl. Grundgebühr 29,52 kwp x 12 x 14,6 = - 5.172 €


    Er würde dann noch 2.208 € vom Lieferanten bekommen. Zuzüglich ersparter Stromkosten wären das 4.008 Euro Ersparnis oder 13 Cent je erzeugter kWh Strom. Man mag es kaum glauben...

    Glaube deine Rechnung nicht. Sehe bei Option 3, wenn dann abgerechnet wird, keine Stromkostenersparnis. Die Gebühr solltest du auch nochmal kalkulieren, die stimmt nur für das Beispiel.


    Die Grünen beschreiben das so

    Mit dem monatlichen Grundbetrag wird ausgeglichen, dass die Anlage über den symmetrischen Preis eine Überförderung genießen würden. Die Berechnung müsste sich aus unserer Sicht am Betrag einer Volleinspeisung von bspw. 12 Cent pro kWh orientieren.

    Man bekommt für jede erzeugte kWh seine relevante Vergütung, Ende. Option 3 ist eher eine 2b.

    Und genau das findet man auch in der Grafik zur Option 3 der BNA und zwar hier


    edit: zum Vergleich hier Option 2, sieht jemand Unterschiede?


    Danke Morchel, ich hatte hier

    Wenn man das mit dem laufenden EEG mit Kleinunternehmerregelung vergleicht, das bei einer 4kWp (3500kWh Produktion) ca. 440€ nach Steuern im Jahr erwirtschaftet, wäre 3500kWh*0,12€= 420€ schon ziemlich gut für die einfachere Handhabung.

    nicht verstanden, dass die 440 € und die 420 € Cash flow sind und die Zahlen als Gewinn interpretiert.