Beiträge von STK

    Zitat von kalle bond

    Die PWM Frequenz beträgt 30 Hz.


    Ok, also ziemlich hoch. Sollte man nicht mehr sehen können. Vermutlich ist dann die Hysterese bei einem ordnungsgemäßen Gerät auch deutlich kleiner als 1V?!
    Ich frag nur deshalb, weil der Laderegler in meinem Meanwell TN-3000-248 mit einer Hysterese von 4V (!) arbeitet. Bei 57V Module aus, bei 53V Module ein. Mit dem deshalb gekauften Mornigstar MPPT bin ich hingegen sehr zufrieden.

    Zitat von webrush

    hier das video wie die spannung springt, ist an den batterien auch so
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    Ich habe noch eine andere Theorie:
    Du hast geschrieben, während Du das Video gemacht hast, lief auch der Wechselrichter mit ca. 200W Last. Außerdem hast Du den Laderegler auf 27,6V eingestellt.
    Für mich sieht es einfach danach aus, als ob der PR3030 die Module abschaltet, weil PWM-Regler und 27,6V erreicht. Dann geht die Spannung sofort runter, weil der Wechselrichter ja 10A zieht. Da ist der Spannungseinbruch von 13,9V auf 13,4V (je Akku) in der kurzen Zeit völlig normal. Der Steca merkt das (und ist dabei entweder so langsam beim Messen, oder die Hysterese ist auf knapp 1V eingestellt), schaltet die Module wieder zu, Spannung steigt langsam wieder, bis zum oberen Endpunkt.


    Also diese Spannungsschwankung sieht für mich eigentlich plausibel aus, ich weiß aber nicht, mit welcher Frequenz und Hysterese der Steca PR3030 arbeitet.


    Bei 12V ist die Hysterese sicher auch nur halb so groß, weshalb dort die Schwankungen dann entsprechend kleiner ausfallen.
    Nach dem Ab- und Anklemmen der Module hat es auch nicht geschwankt? Weil dann die Akkus erstmal wieder aufgeladen werden mussten...


    EDIT: Das beschriebene Verhalten gilt natürlich dann, wenn die Akkus wirklich voll sind (und nicht nur bei ~95%).

    Nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Sicherungen.
    Ich möchte mit meinen kritischen Anmerkungen nur das Bewusstsein dafür schärfen, dass man sich nicht in falscher Sicherheit wägt ("ist ja eh 'ne Sicherung drin"), weil man dabei sehr viel falsch machen kann.
    z.B. zu hoher Sicherungswert, falscher Sicherungstyp, Übergangswiderstände, fliegende Kabel, mangelhafte Anschlüsse, schmelzende Sicherungshalter ;-), Abrissfunken usw.
    Manchmal ist ein dickes Kabel Typ "Bockwurstleitung" besser und fehlerunanfälliger als eine Sicherung.


    In diesem Anwendungsfall hätte ich die Sicherungen für die parallelen Akkus kleiner gewählt, kleiner als die Gesamtsicherung.

    Zitat von pezibaer

    Wo hast den die Charakteristik bitte her ?

    http://www.tme.eu/de/Document/…5d2df1c5/MEGAVAL-250A.pdf
    Anderer Hersteller, gleicher Sicherungstyp. Die Kochen auch nur mit Wasser.

    Zitat von pezibaer


    Abgesehen reden wir hier von Kurzschlußstrom .. auch 1000A wäre dann kein prob.. allein der CCA sind hier 1000A und das für 15 bis 30Sec.. in den ersten milli sec des Kuschlußese hast da auch noch mehr.. das macht Bruzzel und durch ist sie


    Passt ja dann "super" zu den 1000A Abschaltvermögen.


    Wann hat man denn einen Akku in Parallelschaltung komplett kurzgeschlossen? Also außer wenn man sonntags versehentlich ein Kanteisen hindurchtreibt? Der so kurzgeschlossene Akku ist trotzdem nicht abgesichert.
    Dass die Verbindungsleitungen isoliert und so kurz sind, dass sie sich nicht versehentlich berühren, sollte klar sein.

    Zitat von egn

    Ja, funktioniert direkt nur mit einem 12/24 V System. Ich habe ihn nur wegen der Features erwähnt.


    Aber was spricht dagegen den BTM zur Spannungsmessung nur an der unteren Hälfte des Batterieblocks anzuschließen?


    Ob er jetzt 24 V oder 48 V anzeigt ist doch letztlich für die Funktion egal. Natürlich sollte die Spannungsversorgung über einen kleinen nicht-isolierten Spannungswandler von der ganzen Batterie erfolgen, damit ein gemeinsames Minus vorhanden ist und keine ungleiche Entladung erfolgt. Diese könnte aber gegebenenfalls auch mit aktiven Balancern ausgeglichen werden.


    *gefällt mir*
    Darauf hätte ich mal kommen sollen, bevor ich den BMV700 mit seinem Minidisplay verbaut habe... :cry:

    Zitat von swissembedded

    Wenn Du Pech hast, scheint gerade noch die Sonne und der Lader hält dagegen, wenn der Zellschluss eintritt. Nimm irgendwelche Autosicherungen, die Fassungen verkraften 30A und die Sicherungen kosten weniger wie einen Euro.


    Das passiert laut Murphy (nicht murray) sowieso. :)
    Im Akku mit Zellenschluss sinkt der Widerstand auf 5/6, der Strom durch den Akku steigt dadurch auf 6/5, also 120%. Welche Sicherung soll da auslösen? Stichwort Kennlinie.


    Aber nochmal zurück zu den parallelen Absicherungen.
    egn hat ja ein Dokument verlinkt, in dem diese Empfohlen werden. Und es macht durchaus Sinn, die parallelen Absicherungen einzusetzen. Und zwar zum Schutz der Leitungen zu den einzelnen Batterien.
    Bei 10 parallelen Akkus, die mit 100A ent-/geladen werden sollen, sind es rechnerisch nur 10A je Akku, so dass 1,5mm² zu jedem Akku reichen würde. Diese dünne Leitung muss dann aber auch entsprechend separat abgesichert sein! Denn wenn einzelne Akkus/Stränge nicht mehr am Ladungswechsel teilnehmen weil sie z.B. keine Kapazität mehr haben oder intern unterbrochen sind, oder hochohmig geworden sind, verschieben sich die Ströme auf die anderen Akkus, so dass deren Anschlussleitungen überlastet werden könnten.
    Aber auch hier helfen die Sicherungen weder bei Zellenschluß, noch bei Überladung. Nur die Leitung wird vor Überlast geschützt.


    Ich habe die Sicherungen nicht, weil bei mir die Leitung zu jedem einzelnen Akku dick genug ist (45mm²), um den gesamten Strom der Hauptabsicherung (100A) zu verkraften.
    Und eine Autobatterie/AGM-Akku, die keine 100A verkraftet, hätte lieber ein Eisststiel werden sollen. Will meinen: da brennen keine internen Verbinder weg.

    Zitat von egn

    Eine Startbatterie kann einen sehr hohen Startstrom bringen. Nimm mal an es sind 10 davon parallel geschaltet und eine davon hat eine Zelle mit einem Kurzschluss. Bei einem Innenwiderstand von 10 mOhm wären es bei etwa 2 V Spannungsdifferenz etwa 200 A die durch die defekte Batterie fließen würden. Die anderen Batterien halten dagegen die Belastung sehr lange aus da jede nur 1/9 des Strom liefern muss.


    Eine Batterie kurz vor Zellenschluss hat keine 10mOhm Innenwiderstand. So wenig haben meine nicht mal im Neuzustand. Ich denke, mindestens 20mOhm sind realistisch. Damit wäre der Strom nur noch 100A. Hinzu kommt der Innenwiderstand der anderen Akkus (2mOhm) plus der der Leitungen.
    Was passiert mit den 5 anderen Zellen, wenn diese nur 1/10s 100A bekommen? Deren Spannung schießt sofort in die Höhe. Daher sind keine 2V Spannungsdifferenz vorhanden.
    Weiterhin ist es so, dass der Widerstand der defekten Zelle nicht plötzlich auf 0 sinkt, ebensowenig sinkt die Spannung plötzlich auf 0. Das ist ein schleichender Prozess, und die 5 anderen Zellen erhöhen entsprechend ihre Spannung.
    Natürlich werden diese dabei langsam überladen. Das wird eine Sicherung aber nicht verhindern. Der Strom ist dafür zu gering.



    Zitat von egn


    Die Spannung der defekten Batterie steigt und die ganze Energie geht in die Elektrolyse und Wärmeentwicklung.


    Richtig. Die Sicherung löst dabei trotzdem nicht aus.


    Zitat von egn


    Und das Schlimme dabei ist dass sich das gasen durch die Erwärmung noch weiter verstärkt.


    Das ist auch richtig. Aber auch hier hilft die Sicherung nicht.


    Zitat von egn


    Es ist letztlich wie bei parallel geschalteten PV Strings. Diese vertragen auch nur einen bestimmten Rückstrom und müssen in der Regel bei mehr als 3 mit Strangsicherungen einzeln abgesichert werden.


    Nicht ganz gleich: die PV-Strings verändern ihre Spannung nicht, egal welcher Strom hinein- oder hinausfließt.


    Zitat von egn


    Dafür gibt es den Zellschluss durch Dendriten.


    Auch die entstehen nicht von jetzt auf gleich und die Spannung der Zelle sinkt auf schlagartig auf 0V.


    Zitat von pvx

    STK
    da kann ich egn nur in jedem Detail zustimmen. Und das will was heißen.


    Ich bin neugierig, was heißt es denn? Ich kann jedenfalls nicht in jedem Detail zustimmen.


    Zitat von pvx


    Unklar ist, was Du mit Deinem Experiment zeigen willst. Solange Du unter der Gasungsspannung bleibst, wandelt sich weiteres Bleisulfat um - der Akku wird voll, Sulfatierung wird, wo noch möglich, abgebaut. Erreichst Du die Gasung, verschwendest Du die Energie und machst die Elektroden kaputt. Bei AGM verlierst Du Wasser, das Du nicht ersetzen kannst.


    Ich wollte ermitteln in welchem Maße der Strom durch die (fast?) vollen Akkus steigt, wenn die Spannung erhöht wird. Genau diesen Effekt hat man ja, wenn teilweise nur noch 5 Zellen in Reihe geschaltet sind.
    Laut Hersteller haben die Akkus Rekombinationsdeckel. Bei 0,27A je Akku dürfte das noch funktionieren. Also kein Wasserverlust, hab es ja auch nicht Stundenlang gemacht.


    Zitat von pvx


    An dem Minimum des Ladestroms kannst Du den Umschwung zwischen beiden Prozessen erkennen. Das heißt aber nicht, dass das Minimum des Ladestroms das Optimum für den Akku ist. Das Optimum ist die maximale Ladeendspannung laut Hersteller, denn der hat die Erfahrung, für die Du 200 Jahre alt werden müsstest.


    Das glaube ich gerne.


    Trotzdem bleibt für mich die Frage, wie hoch wird der fließende Strom, wenn die Ladespannung 2V höher als die vom Hersteller angegebene Ladeendspannung ist.
    Reicht dieser Strom aus, um eine vor den Akku geschaltete Sicherung zum Auslösen zu bewegen? Das ist doch die zentrale Frage oder sehe ich das falsch?


    Es wäre mal interessant, welcher Strom bei den Leuten mit offenen Staplerakkus während der Ausgleichsladung fließt. In Abhängigkeit der Kapazität. Ich bin mir sicher, dass es keine 200A je 40Ah sind. Auch nicht bei 16,5V.


    Noch ein Gedanke: Autobatterie im PKW mit Zellenschluss. Lichtmaschine bringt 14,5V und könnte 100A in den Akku schieben. Passiert da was? Da ist auch keine Sicherung zwischen.

    Ich sehe das wie Murray. Parallelschaltung sollte auch ohne Absicherung kein Problem sein.


    pvx : Wie groß sollen die Sicherungen denn sein? 5A? Dann kann die schon beim normalen Entladen fliegen. 20A?
    Solche hohen Ausgleichsströme fließen nicht. Und wenn doch, dann nur für wenige Sekunden, dann haben sich die Spannungen der Batterien so weit angenähert, dass kaum noch ein Strom fließt. Jedenfalls kein so hoher, der eine Sicherung zum Auslösen bringen würde.
    Ein Kurzschluss in einem Block betrifft nur eine Zelle in einem Block. Dass alle 6 Zellen gleichzeitig (oder auch nur 2 gleichzeitig) in einem Akku kurzgeschlossen sind, ist äußerst unwahrscheinlich. Daher sinkt die Spannung des Akkus von 12,5V auf 10,5V. Die parallelen Akkus haben 12,5V und laden den 10,5V Akku auf. Dessen Spannung steigt schnell, die Ladespannung sinkt schnell.
    Übertragen auf einen intakten 6-Zellen Akku wäre das eine Ladung mit 15V, was nicht sooo dramatisch ist, vor allem fließt da auch kein großer Strom. Sicher fängt er an zu gasen, aber nur so lange die parallelen Akkus die höhere Spannung aufrecht erhalten können.
    Außerdem entsteht der Kurzschluss nicht schlagartig, die Zelle geht nicht von jetzt auf Peng auf 0Ohm runter.
    Übrigens ist die Ladespannung bei meinen Akkus mit 14,5V +-3% angegeben. Das sind 14,07V bis 14,94V. Entspricht 2,34 bis 2,49V/Zelle. Das ist nah dran an den 2,5V/Zelle, die die 5 verbliebenen Zellen eines Blocks bekommen würden.


    Ein dauerhaftes Laden mit 14,5V wäre für den 5-Zellen Akku aber nicht gesund! Hier helfen dann aber auch keine Sicherungen.
    Daher habe ich eine Spannungsanzeige für jeden Strang um zu sehen, ob sie auseinander driften.


    Ich habe gestern nachmittag folgendes Experiment angestellt:
    Bei mir sind 40 AGM-Akkus in 10P4S verschaltet (siehe Fotos).
    Akkus sind voll und floaten bei 53,4V. Der Strom beim Floaten durch die gesamte 400Ah-Akkukapazität liegt bei 1,7A (also weniger als 0,5%C). Ich habe dann die Spannung am Laderegler erhöht (Equalize) auf 57,8V.
    Auf 12V runtergerechnet wäre das eine Erhöhung von 13,35V auf 14,45V.
    Dabei ist der Ladestrom um unglaubliche 1A, also auf 2,7A gestiegen! Nach 5 Minuten war der Strom schon wieder auf 2,3A gefallen.
    Abgelesen am BMV. PV-Leistung war genug vorhanden. Wahrscheinlich müsste ich auf 16V gehen, um da 5A mehr in die 10 parallelen Akkus zu drücken. Das wäre immer noch nur 0,5A je Akku!


    Aber wichtiger Hinweis: Ich habe AGM-Akkus! Da ist ein Zellenschluss durch Schlammablagerung sehr unwahrscheinlich. Das ist bei normalen Autobatterien anders!