Beiträge von Bonden

    Hallo Verona,


    wie bei vielen anderen ist bei meinem SL 2000 (zum zweiten Mal) die SD-Karte hin. Das erste Mal wurde sie kostenpflichtig von SDS gewechselt. Aktuelle Firmware [4.2.3 Build 112-12.02.2019]


    Ich würde gern bei Dir eine passende Karte bestellen.


    Wenn ich es im Forum richtig verstanden habe erfolgt die Installation prinzipiell wie auf Seite 1 beschrieben nur ohne Formatierung und Firmware von SDS direkt, oder liege ich da falsch?


    Viele Grüße und Danke


    Bonden

    Hallo,

    leider hat es für uns schlechte Nachrichten gegeben.

    Zum einen ist der ursprüngliche Hersteller insolvent, eine Garantieübernahme hätte es grundsätzlich nur gegeben wenn eine Garantieübernahmebetätigung durch den übernehmenden Konzern vorgelegen hätte.

    Es hätte für uns trotzdem nichts genützt, da die Produktgarantie zum Lieferzeitpunkt nur 5 Jahre betragen hat. Wären die Module drei Wochen später geliefert worden hätte sie 10 Jahre betragen, Q-Cells hatte seinerzeit kurz nach der Lieferung die Produktgarantie der Module auf 10 Jahre erhöht.

    Hier gibt es auch noch einiges zum Thema:

    https://www.haustec.de/energie/pv-module/pv-backsheets-gibt-es-eine-riss-pandemie-bei-den-folien?page=all

    https://www.haustec.de/energie/pv-module/fehlerhafte-pv-backsheets-es-ist-gefahr-im-verzug


    PS: Unsere Module sind aus 5/2010 nicht 2011.

    Wasserdampfdiffusion ist ein interessantes Stichwort, daran hatte ich noch nicht gedacht.

    Was mir an den Modulen auffällt ist die raue Oberfläche des Backsheet. Ich weiß nicht wie sie im Neuzustand waren, aber bisher sind mir nur glatte Oberflächen untergekommen. Möglicherweise sind es auch Mikrorisse, die eine Wasserdampfdiffusion begünstigen. Mikrorisse könnten die Vorstufe zu dem kompletten Aufreißen der Folie sein.

    Bei einem Teil der Module sind keine Risse erkennbar, aber Busbars sind im unteren Bereich angelaufen und der Isolationswiderstand ist stark reduziert.

    Nach DIN EN 61646 sollte ein Modul mit 1,6 m² Oberfläche einen Isowiderstand größer als 25 MOhm sein und da liegen wir weit drunter.

    Mich beschäftigt auch noch die Frage ob wegen der Ableitwiderstände eine mögliche Brandgefahr besteht.

    In der Großaufnahme kann man erkennen, dass die Rückseitenfolie gerissen ist und zwar jeweils exakt an den Zellrändern.



    Bei Betauung der Module wird offenbar Wasser durch Kapillarkräfte in das Modul hineingezogen und es führt zu einer Oxidation und den Verfärbungen an den verzinnten Sammlern.



    Stecker, Leitungen und Anschlussdosen zeigen keine Auffälligkeiten, der Isolationswiderstand liegt im Bereich von einigen hundert Kiloohm(!). Zwischen Stecker und Modulrahmen sind stabile Spannungen entsprechend des Teilerverhältnisses zu messen was auf eine punktuelle Ableitung hindeutet. Die Leistung der Module ist prizipiell ok.

    Fehlerfeststellung erfolgte durch einen unabhägigen Sachverständigen.

    Im geprüften String sind sieben von 18 Modulen betroffen.

    Auf Bild1 sind die Risse in der Rückseitenfolie deutlich zu erkennen, bei einigen anderen Modulen kann man eine starke Porosität feststellen. Ab der Vorderseite erkennt man die betroffenen Module deutlich an der Korrosion/Verfärbung der Busbars.

    Die Unterlagen/Rechnungen sind vorhanden.

    Ich habe die Zentrale von Q-Cells angerufen.

    Guten Tag liebe Fachleute,

    wir haben Probleme mit Q-Cells Modulen aus dem Jahr 2011, Modultyp QC-C05

    Wechselrichter gehen aufgrund niedriger Isolationswiderstände nicht ans Netz.

    Messtechnisch konnten die Module als Fehlerursache festgestellt werden.

    Die Rückseitenfolie der Module ist porös, zeigt z.T. sichtbare Risse und es ist (kapillar) Wasser eingedrungen. Eine daraus resultierende Korrosion im unteren Bereich der Module (kurze Seite gegenüber der Anschlussdose) führt in Verbindung mit dem Wasser zu leitfähigen Verbindungen zwischen Busbars/Sammler und dem Modulrahmen.

    Gibt es in anderen Anlagen ähnliche Probleme?

    Die Installationsfirma gibt es leider nicht mehr.

    Zwar haben die Module eine zehnjährige Produktgarantie, aber ist die Garantie nach der Übernahme durch Hanwha noch gegeben?

    Gibt es hier Erfahrungen?

    (Anruf bei Q-Cells: Dauerwarteschleife)

    Grüße

    Bonden

    Isolationsfehler sind ein häufiges Problem in bestehenden PV-Anlagen, das mit der Alterung der Anlagen zunehmend auftritt.
    In der Praxis wird der Isolationswiderstand üblicherweise mit einem Isolationsmessgerät bestimmt, das mit Messspannungen bis zu 1000 V arbeitet. Ursache eines zu niedrigen ISO-Widerstandes ist häufig das Eindringen oder auch der kapillare Eintrag von Wasser in Steckverbindungen und Anschlussdosen. Bei der Messung kann es aufgrund einer hohen lokalen Stromdichte an der Fehlerstelle zu einem Verdampfen des fehlerverursachenden Wassers kommen und der Fehler ist damit temporär behoben und damit nicht mehr lokalisierbar.


    Die Fehlerortlokalisierung über zwei Spannungsmessungen wie sie in vielen Wechselrichterhandbüchern beschrieben wird ist nur hinreichend genau, wenn es sich um einen relativ niederohmigen Isolationsfehler handelt.


    Die Idee:
    Entwicklung eines Verfahrens das folgenden Anforderungen genügt:
    - exakte Bestimmung des Isolationswiderstandswertes eines Stranges ohne Fremdspannung
    - exakte Lokalisierung des Fehlerortes in einem Strang auch bei hohen Ableitwiderständen


    Die Umsetzung:
    Durchführung von drei einfachen Spannungsmessungen in einem Strang mittels zweier Voltmeter:
    - PV+ gegen PE
    - PV- gegen PE
    - PV+ und PV- gleichzeitig gegen PE


    In einem Excel-Sheet oder in einer App werden die Spannungsmesswerte und die Stranglänge eingegeben.
    Bei hinterlegten Daten der Spannungsmesser werden folgende Werte ausgegeben:
    - Strang-Leerlaufspannung
    - Isolationswiderstand des Stranges
    - Fehlerentfernungen in Anzahl von Modulen von der Plus und der Minusseite


    Anhand des Stringplans lässt sich jetzt der Fehlerort im Generatorfeld bestimmen und der Fehler beseitigen.

    Anhand der Thermografie lässt sich schon erkennen wo die Ursache des Ausfalls eines Substrings innerhalb eines Moduls liegt.


    Defekte Bypassdiode: Zellen innerhalb des Substrings sind heißer, weil keine elektrische Energie nach außen abgeführt wird, es fließt in diesem Bereich der Kurzschlussstrom. Aufgrund der Exemplarstreuungen der Zellen innerhalb des Substrings kommt es zu deutlichen Temperaturunterschieden zwischen den einzelnen Zellen, es bildet sich eine Art Patchworkmuster. Einige Zellen fungieren als Erzeuger (kälter), andere mutieren zum Verbraucher (heißer).


    Unterbrechung innerhalb eines Substrings: Es wird ebenfalls keine elektrische Energie abgeführt, es fließt jedoch kein Strom im Substring. Alle Zellen nehmen eine einheitlich höhere Temperatur im Gegensatz zu benachbarten intakten Substrings an. Der Strom des Strings wird in diesem Fall über die Bypassdiode an dem unterbrochen Substring vorbeigeleitet.


    Letzteres tritt bei dem erwähnten Modultyp häufiger auf.


    Gruß
    Bonden

    Hallo,
    wird bei den neuen Modellen bei Nutzung eines eigenen Servers (Selfmade) eine Configurationsdatei (configxxxxx.dat) auf diesen abgelegt?
    Lässt sich eine Konfiguration z.B eines 1000er auf einen 1200er übertragen oder muss alles neu eingegeben werden?


    Gibt es da schon Erfahrungen?


    Grüße
    Bonden