Beiträge von Kallenpeter

    Longi (einer der größten Solarkonzerne der Welt) zieht seine ausbaupläne vor, ursprünglich war der plan Ende diesen Jahres 35GW Waferkapazität zu haben, nächtes Jahr dann 50GW und übernächstes 65GW.


    Jetzt wird man das ganze aber beschleunigen und schon ende nächsten Jahres 65GW Waferkapazität haben.



    Außerdem noch interessant ist dieser Satz

    Zitat


    A press release published to announce the first-half figures trumpeted a 31.75% decrease in Longi’s non-silicon production costs from the same period of last year

    Daraus verstehe ich das man die Produktionskosten (Siliziumproduktion außen vor) um 31,75% senken konnte. Innerhalb von nur 12 Monaten!



    https://www.pv-magazine.com/20…capacity-plans-by-a-year/

    Außerdem geht man von einer Komplettversorgung mit Windenergie (nur onshore?) aus. Das ist extrem unrealistisch und wirkt so als musste man bewusst übertreiben um überhaupt ein Ergebnis zu bekommen. Solarenergie dürfte langfristig eine deutlich größere Rolle spielen und es gibt ja auch noch Wasserkraft und offshore Wind.


    Und was wäre die Alternative? Weiter Kohle- und Gas zu verbrennen?

    Ergeben sich die fallenden Preise eigentlich ausschließlich aus den sinkenden Kosten der PV-Panele oder gibt es auch andere Aspekte wo angesetzt wird, wie etwa dass das Montagematerial oder die Montage selbst billiger wird?


    Der größte Anteil kommt schon durch die Module. Früher haben Module weit über 50% der Gesamtkosten ausgemacht, heute vielleicht noch 30-40% (bei Freiflächenanlagen). Aber auch Wechselrichter wurden und werden günstiger, sogar relativ schnell, aber das sie insgesamt halt nur einen kleinen Teil der Kosten ausmachen, fallen die alleine nicht so ins Gewicht.


    Ansonsten wird praktisch alles andere auch billiger und/oder besser. Neue, bessere Montagesysteme, maßgeschneiderte Baumaschinen, Schraubfundamente, effizientere Verkabelung und vieles Mehr. Auch die Planungen werden effizienter, z.B. wenn es um die Erfassung der Topografie geht oder um Genehmigungsprozesse bei Behörden. Und nicht zu vergessen ist die Kapitalmarktentwicklung. Die niedrigen Zinsen sind für PV eine extrem glückliche Fügung.


    Bei den Modulen ist noch anzumerken, das eine Steigerung des Wirkungsgrades einen großen Hebeleffekt hat. Wenn ich für eine bestimmte Leistung weniger Module brauche (weil die, bedingt durch einen höheren Wirkungsgrad, mehr Leistung liefern), spare ich indirekt bei allen anderen Kosten: Ich brauche weniger Fläche, weniger Zeit für die Montage, weniger Kabel etc. etc.

    ein Modell, bei dem viele Energiesteuern erhöht werden (vor allem auf Benzin, Diesel, Erdgas, Heizöl)

    Und wo kommt das Geld her, wenn keine fossilen Energieträger mehr gekauft werden, was ja Ziel der Energiewende ist? :/


    Die EEG-Umlage wird ja auch abnehmen. Wenn wir z.B. 2025 aufhören neue Anlagen zu vergüten, gäbe es spätestens 2045 keine EEG-Umlage mehr. Theoretisch könnte man die Förderung schon heute einstellen, wenn es einen vernünftigen CO2 Preis geben würde (50€+)

    Wenn die EEG-Umlage abgeschafft wird, wird dann auch die EEG-Vergütung (rückwirkend) abgeschafft, oder wie muss ich mir das vorstellen?

    Nein, viele (Unions-)Politiker, aber auch andere Akteure, befürworten derzeit ein Modell, bei dem viele Energiesteuern erhöht werden (vor allem auf Benzin, Diesel, Erdgas, Heizöl) und dafür im Gegenzug die Stromsteuer reduziert wird und/oder die EEG-Umlage (zumindest zum Teil) aus Steuermitteln finanziert wird.


    Das wird aber alles nur hinter vorgehaltener Hand besprochen. Offiziell ist da noch nichts, man will da scheinbar die Landtagswahlen abwarten. Das Klimakabinett will seine endgültige entscheidung ja am 20. September bekannt geben, ein paar Tage nach den Landtagswahlen, ist bestimmt reiner Zufall....

    Abwarten, momentan deutet vieles daraufhin das die Groko im September eine (teilweise) Abschaffung der EEG-Umlage und/oder Stromsteuer beschließen wird.

    Woher hast du dein Wissen?

    Kaffeesatz leserei oder sitzt du mit im sogenannten Klimakabinett?;)


    Das entnehme ich dem Grundrauschen aus Politnachrichten, Podcasts, Interviews, Hintergrundartikeln etc.


    Die Union will momentan höhere Energiesteuern v.a. durch Entlastungen beim Strompreis kompensieren. Eine CO2 Steuer will man nicht.

    Eine ganz allgemeine Bewertung: Wir werden nicht über Nacht eine neue Wundertechnologie bekommen.


    Meine Meinung: Das best case Szenario ist, wenn Wirkungsgradsteigerungen und andere Dinge dazu führen, dass PV Module in den nächsten 20 Jahren weiter so im Preis fallen wie in den letzten 20 Jahren. Das wäre schon verdammt gut.