Beiträge von hohmi

    Hallo Ziege-sen,
    ich habe von der EON Mitte für eine am 21.5.2012 ans Netz gegangene Anlage die Abrechnung 2012 vorliegen.
    Darin werden nur die ins Netz eingespeisten Kw abgerechnet, von eine Rücklieferung, wie sie in den älteren Abrechnungen enthalten war, ist da kein Thema mehr.
    Das deutet ja wohl sehr darauf hin, dass du mit deiner Ankündigung Recht behalten wirst.
    Andernfalls würde die EON ja auch die USt für die Rücklieferung hinterziehen?! Weiß man da vielleicht schon mehr?
    Steht in deinem Vorab-Script vielleicht auch noch was zum Teilwert drin?
    Ich habe von der Süwag eine Abrechnung vorliegen, bei der als eine von vielen Positionen der Arbeitspreis mit 0,11638€/kwh angegeben ist. Was geht mich bei der Ermittlung des Teilwerts z.B. die Stromsteuer an?
    Der Wiederbeschaffungswert ist für die Süwag doch nur dieser Arbeitspreis.
    Der Gedanke ist vielleich tein bisschen abwegig, aber eigentlich doch nicht von der Hand zu weisen.

    Hallo Saskia,


    deine Sonder-AfA hättest du ab 2011 auch mit Direktverbrauch bekommen, weil § 7g Abs. 1 Nr 2b EStG nur im Jahr der Anschaffung und im folgenden Jahr eine ausschließliche oder fast ausschließliche (90%) betriebliche Nutzung erfordert hätte.
    Bisher war man davon ausgegangen, dass bei einer Direkteinspeisung die Anlage teilweise privat genutzt wurde, jetzt sagt man, dass der erzeugte Strom -als Sachentnahme- eine Privatentnahme darstellt.
    Nach der jetzigen Meinung -auch der OFD Rheinland- verhindert die Direkteinspeisung also weder die Sonder-AfA, noch einen Investitionsabzugsbetrag.


    kpr
    Ich würde den Entnahmewert für den Strom wie die OFD Rheinland schreibt "in Anlehnung an den Strompreis für aus dem Netz des Energieversorgers bezogenen Strom" nur mit dem Arbeitspreis (0,11 bis 0,13 €) also ohne jegliche Zuschläge für EEG und Stromsteuer ansetzen wollen, da die Zuschläge ja nichts mit dem Teilwert der Sachentnahme zu tun haben.
    Kannst du dem zustimmen?


    Grüße an das Forum
    Hohmi

    Hallo Kpr,


    die Art der Entnahme stand meines Erachtens nach sehr wohl zur Debatte.
    Die Finanzverwaltung hatte doch bisher den IAB und die Sonder-AfA versagt, weil das Wirtschaftsgut Photovoltaikanlage privat verwendet wurde (Nutzungsentnahme)


    Zu der jetzt günstigeren Aussage kommen wir ja nur dadurch, dass gesagt wird, der erzeugte Strom wird für privat entnommen (Sachentnahme) und nicht die Anlage privat genutzt.

    Hallo Forum,
    hier ist der Text der Verfügung der OFD Niedersachsen:


    § 7g EStG bei Photovoltaikanlagen, deren Strom nicht vollständig in das allgemeine Stromnetz
    eingespeist wird

    OFD Niedersachsen Verfügung vom 26.03.2012 (S 2183b-42-St 226)
    „Nach Randnummer 46 des BMF-Schreibens vom 8. Mai 2009, BStBl I, S. 633 wird ein
    Wirtschaftsgut ausschließlich oder fast ausschließlich betrieblich genutzt, wenn es der
    Steuerpflichtige zu nicht mehr als 10 % privat nutzt. Dabei kommt es nach Auffassung der
    ESt-Referatsleiter des Bundes und der Länder maßgeblich auf die unmittelbare Verwendung
    des Wirtschaftsgutes an, für das ein Investitionsabzugsbetrag in Anspruch genommen
    werden soll.
    Eine Verwendung des durch die Photovoltaikanlage produzierten Stroms zu mehr als
    10 % für private Zwecke spricht nicht gegen die Inanspruchnahme eines Investitionsabzugsbetrages
    nach § 7g EStG. Auf die spätere Sachentnahme des produzierten
    Wirtschaftsguts „Strom“ kommt es bei der Beurteilung der betrieblichen Nutzung des produzierenden
    Wirtschaftsguts „Photovoltaikanlage“ nicht an.
    An meiner in der Bezugsverfügung vertretenen Rechtsauffassung halte ich daher nicht
    mehr fest und bitte, den letzten Absatz im Abschnitt Steuerliche Auswirkungen zu streichen



    Der Absatz, der in der Bezugsverfügung (OFD Niedersachsen v. 17.09.2010 - S 2240 - 160 - St 221/St 222 (NWB DokID: PAAAD-54027) zu streichen ist, lautete:
    "Liegen die Anspruchsvoraussetzungen des § 7g EStG n. F. – insbesondere die verbindliche Bestellung bei Bildung eines Investitionsabzugsbetrages in einem Jahr vor der Betriebseröffnung (vgl. Rdnrn. 18, 28 bis 33 des BMF-Schreiben vom 8. Mai 2009 , BStBl 2009 I S. 633 ) – vor, so kann für die geplante Anschaffung einer Photovoltaikanlage der Investionsabzugsbetrag und nach Anschaffung/Herstellung die Sonderabschreibung in Anspruch genommen werden. Ich weise darauf hin, dass in den Fällen, in denen der selbst erzeugte Strom unmittelbar nach Erzeugung zu privaten Zwecken verbraucht und nur der nicht selbst verbrauchte Strom in das Netz eingespeist wird, Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibung regelmäßig nicht zu gewähren sind, weil eine private Nutzung von mehr als 10 % vorliegt (vgl. Rdnr. 46 des BMF-Schreibens vom 8. Mai 2009, a. a. O.)".


    Wichtig für mich scheint jetzt noch die richtige Verbuchung des Direktverbrauchs als Sachentnahme und nicht als Nutzungsentnahme.
    Dann sollte sowohl der IAB als auch die Soder-AfA möglich sein.


    Das hört sich doch alles mal ganz gut an.

    Hallo Markus,


    steht in dem einleitenden Geplänkel vielleicht, dass sich die OFD Niedersachsen mit den obersten Finanzbehörden abgestimmt hat?


    Da ich in Hessen wohne, wäre es natürlich gut, wenn die OFD Frankfurt mit der Niedersachsen-Verfügung einverstanden gewesen ist.


    Grüße an das Forum


    Hohmi

    Hallo Markus,


    gibt es die OFD-Verfügung vielleicht im Volltext?
    Mit deinen Angaben konnte ich sie nicht finden.
    Ich habe die Verfügung der OFD Niedersachsen v. 17.09.2010 - S 2240 - 160 - St 221/St 222 gefunden, die aber das Gegenteil aussagt.
    Es wäre natürlich toll, wenn hier eine Änderung in der Verwaltungsauffassung eingetreten wäre.


    Gruß
    Hohmi