Beiträge von Bastel

    Wenn der Fachmann mit Laienmeinungen konfrontiert ist, hat er wenigstens zwei Möglichkeiten:

    • Er kann sich in seiner Fachmann-Eigenschaft verletzt fühlen, wüst schimpfen und sich lieber solche Kunden suchen, die keine Ahnung von nix haben und deshalb auch nichts hinterfragen,
    • oder er ist eben Fachmann und erklärt dem Kunden, warum dies und das der bessere Weg ist - geltende Normen, Stand der Technik, bewährte Praxis und so weiter. Wenn der Kunde dann immer noch alles anders haben will, als es nach dem Stand der Technik sinnvoll wäre, kann der Fachmann es sich immer noch schriftlich geben lassen und seine Haftung ausschließen für Schäden, die aus dem Kundenwunsch resultieren.

    Was für ein Fachmann du sein willst, musst du natürlich selbst entscheiden. Mit dem Forum hat das rein gar nichts zu tun, denn schlecht beraten worden sein können deine Interessenten auch anderswo.

    Hast zweimal den gleichen Bildlink kopiert ... wie werden denn Einspeisung und Bezug von der Sonnenbatterie gemessen?


    Wie viel Bezug hattest du im November oder auch im Dezember des Vorjahres laut EVU, sprich wie viel Verbrauch hättest du erwartet?

    Ich verstehe die Diskussion teilweise nicht.

    Als Kunde kann ich "von der Stange" billig bei KiK kaufen - oder ich gehe zum Herrenausstatter und bekomme Maß genommen mit etwas mehr Stoff in der Naht, um den ggf. auch mal raus lassen zu können.

    Genau so ist es - und der TS will anscheinend am liebsten KiK-Anlagen verkaufen zu den Preisen von Maßanzügen :lol: klar, dass das nicht gut gehen kann und auch schon mal vor Gericht endet.

    Wie heißt es so schön: Klappern gehört zum Handwerk, und wenn die Preise sinken, wird eben besonders viel geklappert ;-) dass es letztlich ums Geld geht, klingt ja in den beiden Posts des TS durch.


    So ist das nun mal, wenn man Unternehmer ist - man darf sich seine Kunden aussuchen und ist dafür im Gegenzug für den selbst verzapften Mist auch allein verantwortlich.

    Wenn die PV groß genug ist, kommt auch im Winter noch einiges rüber, sobald mal ein paar Sonnenstrahlen da sind.

    Da hast Du einen der Hauptpunkte angesprochen. Um einen Speicher im Winter einigermaßen sinnvoll zu betreiben, ist eine ganze Menge PV notwendig. Das wird gern vergessen, wenn zu den 4 kWp 10 kWh Speicher geplant werden. Zweiter Punkt wäre für mich, dass man, um einen Speicher - egal ob Sommer oder Winter - sinnvoll betreiben zu können, einen gewissen Grundumsatz braucht. Für Leute wie mich, die nachts selten über 150W kommen, lohnt sich so ein Teil überhaupt nicht, weil da der Wirkungsgrad im Keller ist und auch das Einsparpotential zu klein ist. Ich bräuchte ja einen möglichst kleinen Speicher, der mir aber wieder den Strom für den Weihnachsbraten nicht liefern könnte. Diese Zwickmühle aus geringem Grundverbrauch und relativ hohen, aber seltenen Lasten kann der Speicher nicht lösen, solange er auch einigermaßen wirtschaftlich sein soll. Von daher, lasst bitte diesen Kleinkrieg um die Speicher sein, für den einen bringt er eben was, für den anderen nicht. Keiner sollte seine Lebensumstände zum Standard für die Allgemeinheit erheben wollen.

    Wenn aber Speicherbetreiber mit Umweltargumenten versuchen, sich als die besseren Menschen darzustellen, geht mir der Hut hoch. Strom kann nur einmal verbraucht werden. Wenn der Verbrauch der Deckung von Speicherverlusten dient, ist das auch ein Verbrauch. Der gesamte Verbrauch muss erzeugt werden. Also erhöht ein Speicher den Gesamtverbrauch bei gleichbleibender Erzeugung erneuerbarer Energie. Wo kommt nun der zusätzliche Verbrauch bilanziell her? Wer was für die Umwelt tun will, erzeugt so viel wie möglich und verbraucht so wenig wie möglich.

    Das ist aber wieder nur die eingegrenzte Sicht aus Richtung Umwelt. Soll also nicht heißen, dass das Umweltargument das einzige ist, was über Speicher oder nicht Speicher entscheiden darf. Aber bitte, liebe Speicherbetreiber, lasst es in Eurer Argumentation einfach weg.

    Uneingeschränkte Zustimmung (in diesem Fall von einem Speicherbetreiber, gelle AGE ?).


    Nutzen und Sinn und Zweck eines Speichers in der ganzen Diskussion auszublenden, wäre doch komplett sinnlos. Wer wissen will, ob ein Speicher im Winter seinen Zweck erfüllt, sollte schon in der Lage sein, den Zweck zu benennen. Und da gibt es hier im Forum viele sehr unterschiedliche Motivationen. Die Forderung von AGE , pappnase , Holla_Solar , Holla-Solar und einigen anderen, einen Teil dieser Beweggründe pro-Speicher auszublenden, nur weil sie nicht zur eigenen Ideologie passen, empfinde ich deshalb als willkürlich und einer offenen Diskussion nicht angemessen.

    Ja mei was erwartest du denn, dass man Speicher im luftleeren Raum diskutiert, Speichern um des Speicherns willen? Damit das Ganze mit Sinn und Verstand geschieht, muss man (meiner Meinung nach) natürlich auch den Kontext betrachten, weil man nur dann sagen kann, ob der Speicher seinen Zweck erfüllt oder nicht. Was ist denn der Zweck?


    Für DICH mag das ein anderer sein als für mich. Ich betrachte den allgemeinen Fall, der sich danach richtet, was ich hier oft wahrnehme als Gründe WARUM ein Heimspeicher angeschafft wird. Und das sind nunmal stets die gleichen Gründe wie Netzentlastung, Unterstützen der Energiewende, mehr EE-Strom und weniger Kohle/Atom, Kostenersparnis, Technik, Hobby, Spieltrieb.


    Da mag ich jetzt irgendwie versnobt sein, aber wenn man mich fragt, ob ein Speicher "gut arbeitet", frage ich zurück: Wie definierst du "gut", was (von den genannten Dingen) ist dir dabei wichtig?


    Darum sieh es mir bitte nach, dass ich Heimspeicher eben *nicht* ohne den genannten Kontext sehen kann - Speicher ist kein Selbstzweck.

    Gestern und heute schon wieder Sonne satt, ich kann mich an keinen Dezember mit so vielen Sonnentagen erinnern. Der Grundlastspeicher war wieder randvoll und hat auch die ganze lange Nacht lang durchgehalten.


    Es wäre schön, wenn es immer so wäre. Über die ganz überwiegend triste Winter-Realität kann das trotzdem nicht hinwegtäuschen, wo über längere Zeiträume nur 3, 2 oder gar weniger als eine kWh von der 10 kWp-Anlage kommen. Die werden natürlich sofort verbraucht bzw. decken halbwegs die Grundlast am Tage.

    Wie kommst du darauf, dass 9-10 Cent je kWh Einspeisevergütung ein Witz seien? Das sind 100 EUR je Megawattstunde, mehr als doppelt so viel wie der mittlere Preis an der Strombörse.


    Speichern kostet Geld und ist verlustbehaftet, deshalb wird dir niemand einen besseren Deal anbieten. Einzuspeisen ist derzeit der beste Deal, wenn es um die nackten Zahlen geht.

    Mal ne Frage zu Ursache und Wirkung:

    Ohje, und das von einem, der offenbar nur schreibt aber gar nichts liest. Fangen wir mal an:

    Punkte, die angeblich niemand aufgeworfen hat: Autarkie, Netzentlastung, Netzverluste usw. waren in diesem Thread vielfach Thema, aufgeworfen sogar von dir.
    Zum Thema habe ich mich bereits auf Seite 2 geäußert. Ach ja, dich hat's ja erst auf Seite 5 in den Thread verschlagen (warum eigentlich - was hatte dein Post mit dem Thema zu tun, und warum hast du dir nicht mal die Mühe gemacht, Seiten 1-4 zu lesen?).
    Was haben wir von dir bisher zum Thema gehört?

    Scheinbar verlinkst du auf dein erstes Traktat hier im Thread. Hab nochmal nachgelesen, bis dahin steht leider nichts von Autarkie, Netzentlastung, Netzverlusten drin? Scheint dir ja aber ein persönliches Anliegen zu sein, vieleicht machst du einen eigenen Thread auf wenn du darüber reden und dich mit anderen austauschen möchtest?

    Eingangspost nicht gelesen? Da wurde nach Erfahrungen mit Speicher im Winter gefragt. Meine Erfahrungen sind: entlastet das Netz nicht, bringt der Umwelt nichts, spart kein Geld. Bin ich jetzt doof, weil ich berichte, oder doch eher du, weil du etwas anderes erwartet hast und deshalb mit meinem Beitrag nicht zufrieden bist?


    Wenn es hier nur um geschönte Beweihräucherung (Stichwort Cherrypicking) geht, dann bin ich raus. Wenn eine kritische Auseinandersetzung gewünscht ist, und so verstehe ich dieses Diskussionsforum, dann bleibe ich dabei und habe Mitleid mit allen, die etwas anderes erwartet haben oder damit nicht umgehen können.