Beiträge von Henning_PV

    4 Anmerkungen aus der Praxis mit dem Hyundai Kona EV:

    1.) Der Kona hat 150KW Spitzenleistung und 28KW Dauerleistung. Die 150KW sind zum beschleunigen ganz nett, aber haben eben auch den Vorteil einer höheren Rekuperationsleistung. In der Praxis ist 150KW Bremsleistung relativ praxisgerecht. Die 28KW Dauerleistung reichen dann eben um auch auf der deutschen Autobahn konstant 160km/h fahren zu können oder eine längere Strecke den Berg hochzukommen ohne gleich abzusterben.

    2) Wir teilen in der Familie 2 Autos für potentiell 4 Fahrer. Das eine ist ein alter Diesel der jetzt deutlich weniger als 20% genutzt wird und zu 80% der Kona.

    3) Wir hatten vorher einen Ioniq mit ca 200km Reichweite und nun den Kona mit ca 400km Reichweite. Das macht FÜR UNS einen großen Unterschied in der Praxistauglichkeit. 200km Reichweite bedeutet in der Praxis leider oft, daß man keine 100km irgendwo hin fahren kann ohne gleich eine Ladung planen zu müssen. Mit dem Kona muß man so gut wie nie woanders laden - ist total stressfrei im Vergleich. Und wenn ich über 400km fahre (wie in den Urlaub nach Südtirol) dann habe ich auch genug Zeit mal eine Stunde irgendwo zu laden.

    Aus meiner Sicht war der Ioniq perfekt für sehr planbares berufliches Pendeln zu Hause -Arbeitsplatz und für die nähere Umgebung. Der Kona paßt bei uns für (fast) alles, könnte aber ein wenig schneller laden (nur 70KW im Sommer und eher so lahme 30KW im Winter). Wenn sowas wie der ID3 mit 125KW Ladeleistung verfügbar ist, dann werde ich evt auch den Zweitwagen Diesel beerdigen.

    4) Letztlich muß jeder für sich selber entscheiden was paßt. Ich muß für mich sagen, daß die Praxiserfahrung doch viel geändert hat im Vergleich zu dem was ich mir vorher theoretisch überlegt habe.

    Hallo Ingo, anscheinend kennst Du die Grundlagen des elektrischen und ein magnetischen Feldes nicht.

    Mal so als Start bitte durchlesen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Faradayscher_K%C3%A4fig

    Schon nach dem durchlesen der ersten 4 Sätze wirst Du (hoffentlich) merken, daß Du eben groben Unfug geschrieben hast.

    Natürlich bist Du als Bahnfahrer auch im Fahrzeug elektromagntischen Feldern aus der Fahrleitung und aus dem Antrieb ausgesetzt.

    Als Autofahrer hingegen ist Dein Umfeld Deinen von deinem Fahrzeug emittierten Schadstoffen und der Lärmbelästigung ausgesetzt, die ziemlich sicher um ein vielfaches schädlicher ist als diese elektromagnetischen Felder.

    Man kann in dieser Welt nicht leben ohne irgendwelche Auswirkungen auf die Umwelt zu haben. Und 50Hz elektrische Felder sind nachweislich eine der für Menschen unschädlichsten Emissionen. Wir haben diese Leitungen seit mehr als 100 Jahren und das Thema ist umfassend erforscht. Lieber ein Jahr unter der 380KV Hochspannungsleitung als 10 Minuten am Auspuff deines Autos schnüffeln. Am besten ist es natürlich von beiden ein wenig Abstand zu halten. In der Regel reichen ein paar Meter und alles ist gut.

    Naja, je nachdem wo man herkommt ist 500KW dann auch wieder nicht SOOO beeindruckend auf dem Bauraum.

    Ein 4MW Wechselrichter und Antrieb kann man auch in ganz kleine Bauräume reinbauen, z.B. hier

    https://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_407#Technik

    Von außen kann man überhaupt nicht erkennen wo hier die 4MW durchlaufen. Als Halbinsider könnte man manchmal fast ein wenig Angst bekommen, wenn man weiß, daß nur wenige Zentimeter neben dem eigenen Sitzplatz im gleichen Moment 15KV oder 4MW durchlaufen.

    Aber die Ladestationen mit 350KW die Lieschen Müller einfach selber ein- und ausstecken kann

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ionity#Ladestationen

    hätte ich vor 10 Jahren auch noch für eine ziemlich absurde Idee gehalten und jetzt ist es Stand der Technik.

    Und natürlich habe ich mich auch schon selber getraut die rein und rauszustecken und zu benutzen ;-)

    Aber wenn man sich vostellt es würde schief gehen und man hätte dann so einen Elektroschmelzofen in der Hand - grusel....

    unbeeindruckt vom fast toten deutschen Markt scheint die Windkraft weltweit zu boomen.

    "Das wachsende Interesse an hochwertigen großen Windenergieanlagen bei Nordex bestätigt indes den allgemeinen Weltmarkt-Trend für die Branche. So hatte Weltmarktführer Vestas im Sommer für das abgeschlossene zweite Quartal im Geschäftsjahr den unternehmenseigenen Vierteljahres-Auftragsrekord von 5,7 GW bilanziert. Im gesamten Halbjahr hatte Vestas sogar Aufträge für 8,7 GW an Land gezogen – nach 5,4 GW im ersten Halbjahr 2018. Das angesammelte Auftragspolster betrug zu diesem Zeitpunkt weit über 20 GW. Auch der Wettbewerber um die Weltmarktkrone Siemens Gamesa hatte im zweiten Jahresviertel ein Rekordauftragsvolumen inklusive der Service-Aufträge gemessen am Umsatz von 4,6 Milliarden Euro eingefahren. Die Kunden hatten Windparks an Land und auf See mit 3,6 GW bestellt.

    https://www.erneuerbareenergie…frage-nach-vier-mw-klasse

    Vestas, Siemens und Nordex räumen weiterhin den Weltmarkt ab.

    Eine Alternative zum Trassenneubau wäre ähnlich wie ULTRANET

    https://www.transnetbw.de/de/ultranet

    bestehende Hochspannungstrassen von AC auf HGÜ umzubauen.

    Technisch wäre es mit der VSC Technologie möglich das AC Netz komplett auf HGÜ umzubauen und damit ohne einen einzigen Trassenneubau die Kapazität erheblich zu erhöhen. An die Konverterstationen könnte man relativ einfach Akkuspeicher anbinden um das Netz weiter zu stabilisieren.

    Genehmigungen für so einen Umbau sind vergleichsweise einfach möglich.

    Ich vermute mal ganz stark, daß das auch passieren wird, wenn der Neubau von Trassen weiter verzögert wird.

    Es ist hoffentlich gut nachvollziehbar, daß man die Leistung einer Gasleitung im Vergleich zu einer Stromleitung mindestens um den Faktor 4 niedriger bewerten muß.

    Begründung:

    - Wärmepumpen arbeiten mit JAZ von 4.

    - Elektroautos verbrauchen weniger als 25% als ein Verbrenner (mit Erdgas oder Benzin)


    Wenn man anfängt darüber mehr nachzudenken ist es aus Gründen der Versorgungssicherheit sehr viel intelligenter, 4 Leitungen a 10GW zu bauen als z.B. eine Leitung mit 40GW. Insofern ist der Aufbau des Ferngasnetzes imho ein Beispiel wie man es eher vermeiden sollte zu machen.

    Was VSC angeht gebe ich Chris absolut recht. VSC hat den extrem großen Vorteil nicht nur für Punkt zu Punkt Verbindungen gut zu sein. Anschaulich (hoffentlich für alle nachvollziehbar) - wenn ich eine HGÜ Leitung mit 12GW habe an einem einzigen Einspeisepunkt, dann ist das EXTREM kritisch. Wenn dieser Punkt ausfällt, dann wird es extrem schwierig das umgebende Netz noch stabil zu halten.

    VSC ist da im Grunde so wie das heutige AC Hochspannungsnetz, man kann an vielen Punkten ein- und ausspeisen mit viel niedrigerer Leistung (und auch besser regeln aber da geh ich jetzt mal nicht drauf ein) - eine erheblich bessere Technik.