Beiträge von pvx

    Was die Spannungsreihe betrifft: Man hat doch IMMER unterschiedliche Elektro-Negativität, wenn man unterschiedliche Metalle miteinander verbindet. Also müsste es eigentlich IMMER an einem der Metalle zur Kontaktkorrosion kommen.

    Oder gilt das nur für reine Metalle und nicht für Legierungen?

    Ja, karokaffee, verschiedene Metalle und Legierungen haben in der Regel unterschiedliche elektrochemische Potentiale - das ist der korrekte Begriff - Elektronegativität ist was Anderes.

    Sofern Elektrolyt, z.B. Wasser mit gelösten Mineralien oder Salzen organischer Verbindungen , wie z.B. Grund- oder Sicker- oder Salzwasser an elektrisch leitend verbundene Metallteile mit unterschiedlichem elektrochemischem Potential gelangt, fließt ein Strom, der die Korrosion verursacht, wenn da keine eine Passivierungsschicht entsteht, die den weiteren Stromfluss und damit die weitere Korrosion verhindert bzw. stark verlangsamt. Diese Passivierung entsteht nur bei einigen wenigen Legierungen z.B. bei sog. Edelstahl, nicht jedoch bei Kupfer, Aluminium, Zink, Messing und "unedlem" d.h. niedrig legiertem Stahl bzw. Eisen.

    Auch eine spezielle, wasserdichte Isolierung, die den korrodierenden Strom weitestgehend reduziert, bewirkt dasselbe. Siehe Gleichstromkabel für den Außenbereich. Dabei müssen die Metalle, wo sie aus der Isolierung herausschauen, im Trockenen liegen. Das ist die Kunst, die bei Blitzerdern nicht zu machen ist. Deshalb sollten Erder und Leiter unter der Erde aus demselben Metall sein. Das vom Dach kommende blitzableitende Kupferkabel oder verzinkte Stahlband kann dann oberirdisch - im die meiste Zeit Trockenen - angeklemmt werden, so wie man das bei modernen Blitzableitern sehen kann.


    Freundliche Grüße

    pvx

    Wenn im Haus die Kabel in den Außenwänden verlegt sind hast Du einen Faradayschen Käfig. Wenn die Kabel sternförmig vom zentralen Zählerkasten ausgehen liegen die Enden der "Strahlen" des Sterns am Rande des Faradayschen Käfigs und sind da ungeschützt. Ideal wäre daher, die Steigleitung in der Außenwand zu verlegen und die Enden der "Äste" auch vertikal zu verbinden.


    Der Blitz entwickelt seinen Pfad durch die Bereiche mit der höchsten Feldstärke. Dabei wird sein Weg durch lokal auftretende Ionenwolken beeinflusst. Sie entstehen durch Strahlung ( UV-, Höhen- und radioaktive Strahlung ) und chemische Reaktionen. Klar ist die elektrostatische Feldstärke in der Umgebung der Spitze eines Blitzableiters höher als oberhalb der flacheren Umgebung. Deshalb schlägt der Blitz auch in diese Spitze ein und nicht ein paar Meter daneben. Das kann anschaulich als "Anziehen" beschrieben werden, ist aber rein elktrostatisch erklärbar.

    Egal, wie hoch der Spannungsabfall zwischen Deinem Biltzableiter und der Erde bei Blitzschlag ist, der (hoffentlich) wie ein Faradayscher Käfig ausgebildeter Schutzleiterkäfig Deines Hausnetzes geht mit. Zerstörerisch ist nicht die Spannungsspitze des Käfigs sondern die vom Blitzstrom innerhalb des Käfigs induzierten Spannungs- und Stromspitzen. Die kann man aufwändig abschirmen. Macht aber nur das Militär, denn bei uns armen Würstchen zahlt die Versicherung den Schaden, wenn du Blitzschlag nachweisen kannst. Rücke Deinen Rechner vorbeugend etwas vom Blitzableiter ab. Je weiter, umso besser, aber innerhalb des Käfigs.

    Die bei Blitzschlag entstehende Spannungsspitze zwischen der Phase des Hausnetzes und dem Schutzleiterkäfig sollten die Geräte aushalten, sonst braucht es dafür einen oder mehrere Überspannungsableiter.


    Übrigens: Ein Tiefenerder muss ins Grundwasser. Wo keines ist nützt er nur dem Bauunternehmen. Viel wichtiger und auch ohne Grundwasser realisierbar ist der Faradaysche Käfig - siehe Blechauto bzw. Blechflugzeug. Im Deutschen Museum in München kannst Du selbst beobachten, wie gut das funkioniert.

    "... oder mit einem Schütz etwas bauen, das das für mich automatisch erledigt."

    Ja, bei Stromausfall wirfst Du das Netz ab und den Generator an. Wenn dann das Netz wieder da ist. wirfst Du den Generator ab und schaltest das Netz wieder auf. Zwei Schütze also.

    Den Generator musst Du unbedingt abwerfen sonst läuft er bestenfalls als Motor und frisst Netzstrom, schlechtestenfalls brennt er durch.

    Ach pezibär,

    "... eine Schichtung aufbauen.."

    Eine AGM ist keine Torte. :)

    "Eine AGM mit kleinen Ladeströmen und niederiger Spannung zu laden war schon immer Mist."

    Geladen und angetrocknet hat er sie mit 13,8 V. Nur zu selten, in der Regel zu kurz und über Gasungsspannung. :-(

    Es geht jetzt um Entsulfatieren.

    Klar sagst Du als "Groß"händler: Verschrotten und Neue kaufen.:)

    Ich sage: Probieren. Kaputter kann er sie kaum noch machen.

    "Wenn mein Akku 4 Stunden nach der Ladung noch 12,8-12,9 V hat ist eigentlich alles gut." Denkste. Du siehst ja das Ergebnis dieses Irrtums bzw. des warum auch immer falsch arbeitenden Ladereglers: Der Akku ist weitgehend sulfatiert. Deshalb hat er nur noch wenig Kapazität. Geschätzt noch ca. 20 Ah.

    Das wird durch reset des LR nicht wieder besser. ... und auch nicht durch ein paar Tage "Schnarchladung". Das dauert Wochen, u.U. Monate, wenn es überhaupt noch mal deutlich besser wird.

    "Durch den hohen Ladestrom sind die 13,8V momentan schnell erreicht.

    Auch hat die Batterie danach eine Ruhespannung von 12,7-12,8V."

    Die 13,8 V sind gemessen während Ladestrom fließt? Das ist der übliche Fehler. Du siehst an der Ruhespannung 12,7 -12,8 V dass der Akku nicht voll ist. Wenn das schon länger so gelaufen ist, ist der Akku sulfatiert. Du kannst versuchen, ihn ein paar Monate lang mit 13,4 V zu laden (Wenn Gas austritt Spannung senken ! ) und dann alle zwei Wochen die Ruhespannung (Zwei Stunden nach Abschalten des Ladestroms) messen. Nur so erkennst Du den SoC. Dann die kontrollierte Entladung zur Kapazitätsbestimmung.

    "meine Batterie verkraftet eine Ladespannung bis 14,8V (BIG AGM 110Ah deep cycle)."

    Ja, das verkaftet sie, aber nicht lange, denn es wird Gas austreten und sie wird austrocknen.

    Prüfe das, indem Du einen Luftballon an das/die Überdruckventile dicht anschließt und beobachte was geschieht, wenn er Akku voll ist und Du mit 14,8 V weiterlädst.