Beiträge von pvx

    Hi friedolino,


    Du kannst die Schrittweite in dem Maße verkleinern wie sich Delta P verkleinert. Wenn dann eine Wolke kommt oder geht Wird Delta P wieder groß -> Schrittweite wieder groß.

    Vom schwarm-Algorithmus verspreche ich mir nicht viel, weil die PV prinzipiell nur einen MPP hat.


    Aber, bevor wir hier weiter diskutieren, back to your desk, please. Der master wartet.


    Freundliche Grüße und viel Selbstbeherrschung

    pvx

    Hi wend,


    zu 1 und 2: Du kannst die Schrittweite in dem Maße verkleinern wie sich Delta P verkleinert. Dann gibt's bei Überschreitung des MPP keinen Einbruch sondern nur eine kurze minimale Verringerung und sogleich Umkehr der Schritte.

    Zu 3: Wenn die Strombegrenzung greift hast Du einen zu kleinen Akku oder kannst den zeitweiligen PV-Energieüberschuss nicht verwerten. Schade drum. Manche verheizen ihn dann bzw. erwärmen das Duschwasser. Dann hast Du kein Plateau mehr.

    Im ersten Fall (ohne Überschussverwertung) sollte der Algorithmus das Signal "Imax erreicht" dazu verwenden, die Schrittweite auf Null zu setzen oder die Schleife anzuhalten bis Imax unterschritten wird. Wenn Imax fließt ist es egal, an welchem Punkt des Plateaus die Anlage arbeitet.


    Wie unterscheidet das Platinchen CV und CC?


    Ich denke auch, dass man gar keinen µC braucht. Ich will mittels zweier Einstrahlungssensoren in die Nähe des MPP kommen und dann mit kleiner Schrittweite um das Maximum herum integrieren. Wenn Integral = 0 dann MPP eingekreist. :) In der Nähe des Maximums ist die Kurve ja flach. Man verschenkt also praktisch nichts, spart aber den µC und seine Störungen. Wenn dann ein Vogel über einen string fliegt läuft die Anlage eben für diese Sekunden suboptimal. Wenn ein Blatt auf ein Modul fällt und da anhaftet, wird die Differenz zwischen ungefährem MPP und dem durch den Integrator ermittelten groß werden. Dann "Modul Putzen!" anzeigen. Wenn längere Zeit große Differenzen zwischen den Signalen der beiden Sensoren, dann "Sensoren putzen".


    Freundliche Grüße

    pvx

    Hi Jan,


    danke auch für Deinen Beitrag. Hört sich gut an. Dass Du nur die Modulspannung verarbeitest führt natürlch zu dem von Dir beschriebenen Zusammenbruch mit der Notwendigkei eines Neustarts. Strommessung ist doch gar nicht so aufwändig und bringt Dich näher an's Optimum.


    Freundliche Grüße

    pvx

    Hi wend,


    bei meinem Beitrag habe ich grade noch bißchen was ergänzt: "Für höhere Ströme brauchst Du doch in Deinem step down nur einen kleineren Strommesswiderstand (vulgo "shunt") und höher belastbare Schalttransistoren. Dito. für höhere Spannungen. Die Entstörglieder müssen natürlich auch angepasst werden, sonst baust Du einen Störsender. Das wird teuer."


    Statt Poti und Motor nimm einen Photowiderstand (LDR) und eine LED. So habe ich schon mal ein "Poti" mit 100 MOhm gebaut.


    Freundliche Grüße

    pvx

    Hi wend,


    viele MPPT-Regler stellen den Arbeitspunkt entsprechend Temperatur und Einstrah-lung empirisch ein. Das sind also keine Regler sondern Steller.

    Ein Regler hingegen verändert den Arbeitspunkt ein wenig und berechnet die sich am neuen Arbeitspunkt ergebende geerntete Leistung. Ist die höher als die alte probiert er es weiter, bis der Punkt erreicht ist, bei dem sich die geerntete Leistung nur noch minimal ändert, wenn der Arbeitspunkt geändert wird. Ist sie niedriger probiert er die andere Richtung.

    Dieses try and error, gnau das was Du programmiert hast, läuft ständig. Vorgeben muss man das Zeitintervall zwischen zwei Versuchen. Den Leistungsabfall durch den Schatten eines über einen string fliegenden Vogels oder ein drübergewehtes Blatt sollte der Regler ignorieren. Einen sich auf die Modulkante setzenden Vogel jedoch nicht. Das abschätzend komme ich auf ein Zeitintervall von 1 s. Die Schrittweite dynamisch anzupassen ist ein guter Ansatz, doch sollte sie nicht zu klein sein, damit das System nicht zu langsam wird. das muss man austesten.


    Warum findest Du Deinen Algorithmus suboptimal? Die Parameter machen's. Vielleicht kannst Du auch von der mechanischen Komponente wegkommen, denn die ist störanfällig. Ein Poti ist nicht zum dauernd dran rumstellen gebaut. Wie wär's mit einem analogen Optokoppler?

    Warum soll jedes Modul einen eigenen MPPT-Regler bekommen? Wenn die Module hinsichtlich Temperaturkoeffizient und Kennlinie ähnlich sind, kannst Du doch alle mit einem Regler optimieren.

    Für höhere Ströme brauchst Du doch in Deinem step down nur einen kleineren Strommesswiderstand (vulgo "shunt") und höher belastbare Schalttransistoren. Dito. für höhere Spannungen. Die Entstörglieder müssen natürlich auch angepasst werden, sonst baust Du einen Störsender. Das wird teuer.


    Sehr interessant jedenfalls, was Du da für Erfahrungen machst. Bleib dran.


    Unabhängig von dieser laufenden Optimierung des Arbeitspunktes ist die Wandlung der verfügbaren Spannung auf das Niveau, das die optimale Akkuladung erfordert. Das ist ein anderes Thema.


    Viel Erfolg und freundliche Grüße

    pvx

    "Unbegrenzt" ist natürlich unbegrenzter Unsinn. Spätestens wenn die Zellverbinder abschmelzen erreicht der Ladestrom die konstruktiv vorgegebene Grenze.

    Empfehlenswert ist die Lektüre des Datenblattes.


    Bei >120 A vom Generator ist der Wirkungsgrad natürlich ziemlich schlecht. Kannst Du den Generator nicht runterregeln? Hat er denn überhaupt eine Spannungsbegrenzung?