Beiträge von dornfelder10

    Dabei ist doch viel wichtiger welche Strommengen noch fossil erzeugt werden. Und diese werden nicht durch Stilllegungen reduziert (wenn dann andere öfter laufen),.....

    Ich denke schon, dass es sehr wichtig ist Fakten zu schaffen. Solange die Kraftwerke am Netz sind wird ewig diskutiert, lobbyiert und Propaganda betrieben. Wenn die Kraftwerke abgeschaltet sind dann gilt "aus den Augen aus dem Sinn". Und mit jedem Kraftwerk weniger schrumpft die Anzahl der "Interessenvertreter". Es ist wichtig dass wir mit dem Ausstieg anfangen.

    Und die Entwicklung der Kohleverstromung der letzten 3-4 Jahre ist ja schon sehr geil. Innerhalb von 4 Jahren weniger als die Hälfte ist schon ein sehr starker Rückgang.

    Kraftwerk Westfalen macht zum 31.12.2020 zu.

    Kraftwerk Moorburg geht auch vom Netz.


    Schon seltsam, bislang laufen die tatsächlich ziemlich viel.

    Nein, die laufen nicht viel. Vor allem Morburg hat eine extrem schlechte Auslastung.



    Trotzdem finde ich die Ausschreibung gut. Für relativ wenig Geld (317 Mio.) geht relativ viel Leistung (4,8GW) vom Netz.

    Wenn dann aber weniger Zellen eingebaut werden, bzw die gleiche Speichermenge (kWh) dann sollte der Vorteil wieder kleiner sein.

    Ja, ich vermute dass die neuen Zellen je kWh sogar minimal langsamer laden. Wenn man aber den vorhandenen Bauraum vollmacht und dann für den selben Preis und für das selbe Gewicht 50% mehr Speicher hat, dann kann auch 50% schneller geladen werden.


    Hier als Beispiel was ich meine:

    Heute braucht das Model 3 mit dem 75 kWh-Akku angenommene 25 Minuten für die 10-80% Ladung an V3. Ein 110 kWh Model 3 mit den neuen Zellen (gleicher Bauraum, gleiches Gewicht, gleicher Preis) würde ganz geringfügig länger für 10-80% brauchen (z.B. 26 min) aber natürlich viel mehr Energie in der Zeit laden. So interpretiere ich das Diagramm.

    Also deutlich schnelleres Superchargen, oder?


    Oder sehe ich das falsch?

    Ich denke, dass die Kurven kapazitätsbereinigt sind (also die C-Rate ausdrücken). D. h. es ist immer der Zeitraum für z.B. eine 10-80% angegeben. Wenn die neuen Zellen 50% höhere Energiedichte haben, dann laden sie auch 50% mehr Energie in der selben Zeit. Aber eben nicht 6x so schnell pro kWh.

    Aber da lässt das Diagramm Interpretationsspielräume.

    naja eine Kwh fernwärme kostet mal eben 10, irgendwas cent.

    wieviel die im Verkauf an die Stadt Leipzig z.B. einbringt weiss ich nicht aber es ist mehr als es für den Strom gibt.

    Für den Endverbraucher kostet eine kWh Strom 30 Cent - das Kraftwerk bekommt aber nur 3 Cent.


    Ich habe keine Ahnung wie das Verhältnis bei Wärme aussieht aber da muss auch ein Netz bezahlt werden. Und Wasser mit 110°C ist auch kein Abfallprodukt. Abfall wäre es mit 50° oder so. Da ist mir deine Behauptung zu dünn um daran zu glauben.

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    Die Rechnung hat nur einen Kleinen Fehler:


    die Kohlekraftwerke produzieren quasi als Abfallprodukt Fernwärme die verkauft wird und welche einen hohen Anteil der Einnahmen ausmacht.


    Da du dass jetzt so selbstbewusst in die Runde wirfst würden mich nachvollziehbare Zahlen dazu interessieren. Hast du da welche?


    Ich hab nur Wikipedia und das sagt:


    Neurath: Wärmeauskopplung 9 MWth (da stehen echt 9 niedliche Megawatt:D)

    Niederaußern: Wärmeauskopplung 245 MWth

    Jänschwalde: Wärmeauskopplung 349 MWth

    Weisweiler: Wärmeauskopplung 183 MWth

    Boxberg: Wärmeauskopplung 125 MWth

    Lippendorf: Wärmeauskopplung 330 MWth

    schwarze Pumpe: Wärmeauskopplung 120 MWth


    Im Vergleich zur Feuerungswärmeleistung sind das minimale Anteile im einstelligen Prozentbereich. Ich bezweifle dass die dadurch überleben - aber über Zahlen von dir wäre ich dankbar.

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    Laut statista waren im Jahr 2019 noch 20.336 Mitarbeiter in der Braunkohle beschäftigt (inkl. Ktaftwerke).


    https://de.statista.com/statis…in-deutschland-seit-1950/


    Ein Industriearbeitsplatz inkl. Nebenkosten und Overhead liegt im Bereich 100.000 EUR/Jahr

    Die Stromerzeugung aus Braunkohle lag 2019 bei 102 TWh

    => (20.336 Mitarbeiter * 100.000 EUR/Mitarbeiter) / 102.000.000.000 kWh = 0,0199 EUR/kWh = 1,99 cent/kWh


    Der CO2-Zertifikatepreis schwankt zur Zeit um die 20-Euro-Marke => CO2-Kosten = ca. 2 cent/kWh


    Der durchschnittliche Börsenstrompreis lag 2019 bei 3,66 cent/kWh

    Der durchschnittliche Börsenstrompreis lag 01 bis 04/2020 bei 2,33 cent/kWh


    Auf Basis der 2019er Zahlen verlieren Braunkohlekraftwerke Geld wie blöd.


    Dieses Jahr wird die Produktion auf max. 80 TWh sinken => umgelegte Lohnkosten steigen auf 2,5 cent/kWh und die Gesamtkosten auf >4,5 cent/kWh. So teuer war der Börsenstrom letztmalig in 2011.


    Braunkohle ist fertig.

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    Aufgrund der Coronakrise und der dadurch reduzierten Stromnachfrage haben wir gerade die großartige Möglichkeit ein paar Jahre in die Zukunft zu blicken. Was heute eine Sondersituation ist wird in 3 Jahren alltäglich sein. Ich beziehe mich auf folgenden Beitrag der unten als Vollzitat steht.

    Darf man Kohle abschreiben?


    Die Braunkohle regelt auf Minimallast (10.04. - 12.04.) zurück und zahlt trotzdem noch bei jeder kWh drauf. CO2-Preise überhalb von 20EUR/t werden die Kohle bis 2025 töten.




    Ich frage mich ja sowieso, wieso ausgerechnet Viecher die aus 50m Entfernung ne Maus sehen und - nach Sturzflug - fangen können reihenweise (!) (1) zu blind oder zu dämlich sein sollen, um den Windmühlen auszuweichen.

    Weil sich die Flügelspitzen mit 200 km/h und mehr bewegen.