Beiträge von Ralf Hofmann

    Was ich aber vermisse sind Aussagen von ein einer Reihenschaltung aus jeweils zwei (oder gar mehr) parallelgeschalteten Modulen in so einer Situation. Geht so etwas gar nicht oder was sind die Nachteile.

    Hi Jürgen,


    Wenn Du eine 48 Volt Batterie (Blei?) laden willst, brauchst Du 2x 72-zellige Module in Reihe, die machen eine passende Spannung.

    Da kannst Du dann einen PWM-Regler ohne große Verluste anwenden und musst keinen teuren MPP-Regler nehmen.

    Du kannst selbstverständlich 16 Module zu 8x 2er Pärchen zusammenschließen, die Du dann parallel an den Eingang des Reglers hängst.


    Um bei Verschattung oder Zelldefekten aber nicht die Module anzufackeln brauchst Du passende Stringdioden oder Stringsicherungen an jedem der 8 Ministrings.


    Solche Stringboxen werden ab und zu gebraucht verkauft, die sind aber arschteuer.

    Mit Glück bekommst Du eine für 'nen Hunderter.

    Strings 1,2 sind mit jeweils 8 Modulen Parallel geschalten und String 3 hat 9 Module

    Die Strings 4,5 sind mit jeweils 7 Modulen parallel geschalten und String 6 hat 10 Module.

    Hat das einen Grund, dass die Module so komisch verschaltet sind?

    Sind doch alle in der gleichen Ausrichtung und Neigung auf dem gleichen Dach.


    was mir noch auffiel ist dass die gemessene Leerlaufspannung von der auf dem Typenschild abweicht. 42,85V gemessen, 44,2 ausgewiesen? ist das ok?

    Die Werte auf dem Typenschild sind eigentlich komplett irrelevant, da die bei STC gemessen sind, also bei 25°C.

    Wird's kälter, steigt die Spannung, wird's wärmer sinkt sie.


    Kann ich String 4(7x) und String 6(10x) in Reihe schalten Sowie String 1(8x) und String 3 (9x) ebenfalls in Reihe und diese dann parallel mit jeweils 17 Modulen an den einen MPP Tracker, dann blieben noch die Strings 2 und 5 mit insgesamt 15 Modulen für den 2.?

    Wenn es so ist wie von Dir gemessen kannst Du das so machen.

    Da ich ja ein absoluter Einsteiger bin, muss ich kurz fragen was ein „SE“ ist?

    SE ist die Abkürzung für SolarEdge.

    Das ist ein Hersteller, der Wechselrichter anbietet, die nur mit Optimizern arbeiten, die an jedes Modul einzeln oder im Duo mit zwei Modulen angeschlossen werden.


    Diese Optimierer machen ein MPPTracking auf Modulebene, was das Verschattungsmanagement, insbesondere bei verschiedenen Ausrichtungen und/oder kurzen Strings verbessert.


    Ich denke, das SolarEdge (PV-Anlage wird ca. 10% teurer) bei Dir wahrscheinlich die Lösung sein wird.

    Das sehen wir aber erst, wenn wir die Dachbelegung fertig haben und die Auslegung von Strings und WR machen.


    Meinst du das mit die Bäume nur den Spaß am Nachmittag auf der Westseite verderben oder auf dem kompletten Dach?

    Keine Ahnung. Du kannst mal versuchen, eine Verschattungssimulation mit PV-Sol zu machen.

    Soweit mir bekannt kann man damit 30 Tage kostenfrei arbeiten, das würde ja für Deine Zwecke reichen.


    Was die genauen Firstlänge ist messe ich heute Abend nochmal nach. Sie müsste aber 4,60 sein. Die Traufe müsste im Süden 11,44 plus 3,85, im Westen 10,35, im Norden 15,77 und im Osten 11,45 sein.

    Angenommen, die Angaben passen so.

    Das bedeutet, die Nord- und Südfläche hat von First zu Traufe ein Maß von gut 5 Metern, dort passen also 5 Reihen quer drauf.


    Module, z.B. von Jinko (andere Hersteller haben diese Größen evtl. auch):

    Wir haben 120er Halbzeller zur Verfügung, die sind etwa 1 x 1,69 m und haben um die 340 Wattp.

    Wir haben 132er Halbzeller zur Verfügung, die sind etwa 1 x 1,86 m und haben um die 390 Wattp.

    Wir haben 144er Halbzeller zur Verfügung, die sind etwa 1 x 2,01 m und haben um die 400 Wattp.

    Wir haben 156er Halbzeller zur Verfügung, die sind etwa 1 x 2,17 m und haben um die 440 Wattp.

    Falls Du verschiedene Typen mischen solltest, müssen die möglichst die gleichen Zellen haben, damit die optisch nicht zu sehr abweichen auf dem Dach.

    Auch elektrisch müssen die bei einem normalen WR zusammenpassen, bei SE dagegen ist's elektrisch fast egal.


    Dann können wir belegen wie folgt:


    Nordfläche, alle Module quer montiert

    First: 2x 156er

    Darunter: 4x 120er

    Darunter: 5x 120er

    Darunter: 6x 132er

    Traufe: 7x 132er quer


    Module insgesamt 9 x 340 Wattp = 3,06 kWp + 13x 390 Wattp = 5,07 kWp + 2x 440 Wattp = 0,88 kWp

    Leistung insgesamt: 9,01 kWp


    Den Lüfter würde ich überbauen, ob beim Fenster nur ein oder zwei Module wegfallen musst Du mal selber prüfen.

    Ebenso ob das angenommene Maß von 5 Metern von First zu Traufe stimmen und ob in jede Reihe die angegebene Zahl von Modulen passt, ohne dass an der Schräge die Spitzen überstehen.


    Du musst auch checken, ob das Schneefanggitter weg kann oder bleiben muss und ob 5 Reihen draufpassen, wenn das Gitter rundherum bleiben muss.

    Von so einer Modulfläche können ganz schöne Dachlawinen abrutschen, aber an manchen Stellen ist das egal.



    Südfläche, alle Module quer montiert

    First: 2x 156er

    Darunter: 4x 120er

    Darunter: 5x 120er

    Darunter: 5x 120er

    Traufe: 5x 120er

    Kleine Fläche rechts: 3x 120er


    Module insgesamt 22 x 340 Wattp = 7,48 kWp + 2x 440 Wattp = 0,88 kWp

    Leistung insgesamt: 8,36 kWp


    Kann das sein, dass Du auf der Südfläche auch einen Schornstein hast?

    Dann müsste man die Belegung daran anpassen.



    Ostfläche, alle Module quer montiert

    First: 1x 156er

    Darunter: 2x 156er

    Darunter: 4x 132er

    Traufe: 5x 132er


    Module insgesamt 9 x 390 Wattp = 3,51 kWp + 3x 440 Wattp = 1,32 kWp

    Leistung insgesamt: 4,83 kWp


    Den Lüfter würde ich hier auch wieder überbauen.



    Westfläche, alle Module quer montiert

    First: 1x 144er

    Darunter: 2x 144er

    Darunter: 2x 144er

    Traufe: 2x 144er


    Module insgesamt 7 x 400 Wattp = 2,8 kWp

    Leistung insgesamt: 2,8 kWp


    Nördlich des Schornsteins würde ich nix montieren.



    Garage, quer liegend im Zickzack oder nur nach Süden aufgeständert montiert


    Ist die Garage L-förmig? Ich kann's auf dem Luftbild nur grob erkennen.

    Hat das Dach der Garage auf der Seite mit den Toren etwa 10 m und nach hinten auf der langen Seite etwa 12m?

    Je nach dem, wie das Garagendach verschattet wird macht's evtl. Sinn, doch keine Zickzack-Aufständerung zu bauen sondern nur nach Süden hin aufzuständern.


    Auf die Garage wird aber auch noch ordentlich Leistung passen, ich schätze um die 10 kWp.

    Das lohnt sich auf jeden Fall.


    Du kannst insgesamt eine Anlage um die 25 kWp bauen, das wird richtig gut! :thumbup:

    Der Baum rechts der Einfahrt und die große Tanne direkt neben dem Haus westlich werden Dir am Nachmittaag schon den Spaß verderben.

    Der Schornstein ist auch so groß, dass man die restliche Fläche auf dieser Dachseite nur mitnehmen kann, wenn mit SE gearbeitet wird.


    Wie ist denn die Firstlänge und die Längen der Traufen?

    Ich kann's auf der Skizze nicht wirklich erkennen.

    Evtl. kannst Du auch die Dachsteine zählen und das Deckmaß messen, dann können wir's errechnen.


    Das Garagendach würde ich mit belegen, aber Du kannst gleich einplanen, es mehrmals im Jahr abzufegen.

    Zum Glück kommt man da ja gut drauf.

    Ist so ähnlich wie bei meinem Garagendach, da stehe ich auch alle paar Monate drauf und fege Module ab.

    ca. 6,90 m breit * 4,60 m hoch auf der Gaube im Osten, 30° Dachneigung

    Hier würde ich 120er Halbzeller (ca. 1 x 1,7m mit etwa 340 Wattp) montieren, 4 Stück quer nebeneinander und 5 Reihen übereinander.

    Die oberste Reihe muss dann evtl. etwas schräg stehen gegenüber dem Rest der Module, weil sie einseitig (oben) auf dem steileren Dachteil sitzt, das macht aber nix.

    Die SAT-Schüssel etwas nach Norden versetzen hinter's Fenster.


    So müssten dort etwa 18 Module hinpassen, je nach dem ob wegen dem Fenster eins oder zwei wegfallen.

    Das ergibt dann einen String mit insgesamt 6,12 kWp.



    ca. 2,40 m breit * 4,30 m hoch auf der Gaube im Westen, 30° Dachneigung

    Hier würde ich 144er Halbzeller (ca. 1 x 2,1m mit etwa 420 Wattp) montieren, 5 Stück übereinander.

    Das oberste muss dann evtl. etwas schräg stehen gegenüber dem Rest der Module, weil es einseitig (oben) auf dem steileren Dachteil sitzt, das macht aber nix.

    Evtl. bekommst Du über der Gaube auch 2x 144er hin oder 3x 120er, da musst Du noch etwas puzzeln.


    ca. 6,60 m * 4,50 hoch im Westen über dem Balkon, 45° Dachneigung (allerdings Aussparung für Dachflächenfenster nötig und schräge Begrenzung durch die kleine Gaube ist zu beachten)


    Hier würde ich in der unteren Reihe 120er Halbzeller (ca. 1 x 1,7m mit etwa 340 Wattp) hochkant montieren, 6 Stück nebeneinander und eine Reihe drüber 5x 144er Halbzeller (ca. 1 x 2,1m mit etwa 420 Wattp).

    Hier solltest Du auf der Westseite für die Gaube und das Dach selbst Module mit identischen Zellen nehmen, dann kannst Du die 120er und die 144er in einem String mischen.

    Dann hast Du insgesamt 10x 144er 'a 420 Wattp = 4,2 kWp + 6x 120er 'a 340 Wattp = 2,04 kWp in einem String.

    Trotz der verschiedenen Neigungen auf der Westseite ist das die am ehesten akzeptable Lösung, die Mismatchingverluste sind hier noch akzeptabel.


    Du hast also einen Oststring mit 6,12 kWp und einen gemischten Weststring mit insgesamt 6,24 kWp.

    12,36 kWp an einem 10 kVA WR Deiner Wahl, da gibt's etliche am Markt.


    Im Zählerschrank sieht man einige Komponenten der EIB/KNX-Busanlage.

    Der für die PV nötige Kram müsste gerade noch so in den Schrank passen.

    Offenbar ist der SLS-Schalter vor dem Zähler bei Dir im oberen Anschlussraum verbaut, das ist recht ungewöhnlich und kann heute möglicherweise nicht mehr zulässig sein.

    Wenn ich einen größeren WR ohne Nachteile verbauen kann, würde ich das auch gerne tun.

    Ganz ohne Nachteile wird's nicht gehen, es kann aber sein, dass die Nachteile marginal sind.

    Entweder Du machst mit dem Tool von SE eine Auslegung mit den verschiedenen WR und vergleichst die Ergebnisse oder Du schaust Dir wenigstens die Wirkungsgradkurven beider WR an und überschlägst grob, wieviel % Du verlierst, wenn Dein WR nicht im Bereich des besten Wirkungsgrades arbeitet sondern darunter.


    Manche Wirkungsgradkurven sind so flach, da ist's fast egal, wenn der WR etwas zu groß ist.


    Außerdem musst Du noch schauen, dass Du bei dem größeren WR die Mindeststringlänge nicht unterschreitest mit den gewählten Optimizern.

    Danke für deinen Hinweis. Da das Garage Dach ein Flachdach ist, sollte ich nach deinem Hinweis die Module auf der Garage von der Neigung „aufstellen“ wie auf dem Dach. Sind solche Konstruktionen sehr teuer?

    Hallo,


    nach der Zeichnung haben die Dachflächen eine Neigung von 22°, das bedeutet es macht Sinn, ALLE Dachflächen zu belegen.

    Um den Schornstein herum etwa eine Modulbreite frei lassen außer Süden.


    Die Garage würde ich mit 15 oder 20° im Zickzack aufständern und zwar so, dass man damit die kürzeren Dachstrings sinnvoll verlängern kann. Bei einer geringen Abweichung von bis zu 10° Neigung kann man die Module bedenkenlos in einen String packen.

    Diese Zickzack Aufständerungen sind preiswerte Standardkonstruktionen für große Aufdachanlagen auf Industriedächern, also nicht teuer.


    Nördlich der Garage stehen viele Eichen. Die Eichel fallen im Herbst auf das Garagendach. Können diese die Module beschädigen? Wenn ja, sollte man sich dagegen versichern?

    Die Eicheln machen nix, es ist nur die Frage, ob dort ein erhöhter Reinigungsaufwand entsteht wenn Zeug vom Baum auf die Module fällt und dort evtl. länger liegenbleibt. Auch die Gefahr dass sich Moos bilden kann besteht in solchen Situationen. Kommst Du an die Dachfläche halbwegs gut dran?


    Nach der Zeichnung ist die Dachfläche etwa 18,77 x 11,45 m, habe ich das so richtig aus der Zeichnung gelesen?

    Für eine Planung brauchen wir noch ein Luftbild, um die Ausrichtung der Gebäude nach Süden und zueinander zu sehen.