Beiträge von green-it

    Ich war 2016/2017 dort. In vielen grossen Städten gibt es mit Overtourism Probleme! In einigen habe ich schon gelebt: Barcelona, Amsterdam und aktuell Berlin. In allen Städten die gleichen Problem die sehr real sind. Das war aber auch nicht der Punkt, denn du hast geschrieben: "Amsterdam (reine Dekostadt für Touristen). Ich habe dort gearbeitet und weiss, dass sich dieses Problem nicht auf alle Bereiche von Amsterdam bezieht und man dort immer noch super leben und arbeiten kann. Einfach weil es eine wunderbare Stadt mit den nettesten Menschen ist die ich bisher kennengelernt habe. Manchmal hatte ich eher das Gefühl, dass Amsterdam mehr Booking.com-Mitarbeiter als Einwohner...


    Wenn deine Aussagen etwas differenzierter wären könnte ich sie ernster nehmen.

    Als jemand der schon in Amsterdam gelebt und gearbeitet hat attestiere ich dir: du hast keine Ahnung. Es gibt unglaublich viele Leute die in Amsterdam leben und arbeiten, nur der Bereich um den Bahnhof ist wirklich schlimm was die Touris angeht. Und wenn jemand weiss wie man bezahlbaren Wohnraum schafft sind es die Niederländer. Echt Unsinn von dir! :)

    Du hast eine interessante Art zu argumentieren bzw. Verbindungen herzustellen wo keine sind.

    Ja, viele Projekte in den USA wurden und werden vom Militär finanziert, aber welchen Schluss zieht man daraus?

    Bei den Projekten geht es - so wie ich das sehe - um Grundlagenforschung und die wird überall von staatlichen Organisation durchgeführt und gefördert. In Deutschland haben wir Max-Planck-Institute, Fraunhofer, Helmholtz...


    Du kommst zu der sonderbaren Schlussfolgerungen, dass weil der Staat/Militär gute Voraussetzungen schafft die Ergebnisse nichts mehr wert sind?! Ahja okay...


    Ich würde es begrüßen wenn das deutsche Militär es auch schaffen würde solche Innovationsprozesse anzustoßen.

    Die Hauptarbeit wird nämlich immer noch von Unternehmen geleistet.

    Was du da erzählst ist die Arbeitgeberpropaganda die von Arbeitgeberorganisationen wie dem IWD oder der INSM verbreitet wird um die Forderungen der Arbeitgeber nach noch mehr Ausbeutung legitim erscheinen zu lassen, der INSM verbreitet ja z.B. auch Propaganda gegen EE und nicht nur gegen soziale Sachen, sollte man eigentlich wissen wenn man hier im Forum unterwegs ist, wurde hier schon öfter angesprochen.

    Weil ich bezweifele, dass die Probleme an einem einzigen Punkt liegen betreibe ich also Arbeitgeberpropaganda? :roll:

    Du hast praktischerweise meinen ersten Satz nicht zitiert:


    Zitat von green-it

    Ich halte die Lohnzurückhaltung in Deutschland auch aktuell für ein Problem.


    Zitat von NoOne

    Wenn man hingegen die Nachrichten von Arbeitnehmerorganisationen liest dann sieht man das die etwas vollkommen anderes schreiben, hier z.B. die IG Metall:

    Dort findet man auch folgende Grafik zur Entwicklung:

    Im Vergleich dazu verbreitet die Arbeitgeberorganisation wie das "Institut der deutschen Wirtschaft" Nachrichten die das Gegenteil behaupten um Leuten wie dir oder Bondholder etc ein falsches Weltbild einzureden und halbwegs schlüssige Argumente - welche eigentlich Pseudo Argumente sind - zu liefern, natürlich, was auch sonst, hier ein Beispiel:

    Wenn wir mal davon ausgehen, dass die Daten richtig sind und nicht kreativ zusammengestellt wurde.

    1. Wie man auf der Grafik sieht steigen die Löhne seit 2007 stärker in Dtl. als im restlichen Europa

    2. Sind die Probleme dadurch irgendwo wieder kleiner geworden? Oder müssen dafür die Löhne in Deutschland erst schlagartig um 10% steigen? (Womit sicher niemandem geholfen wäre)

    2. Willkürlich ausgewählter Zeitraum - wie würde die Grafik z.B. von 1990 - 2019 aussehen?

    Zitat von NoOne

    Man sollte also schon mal hinterfragen woher man seine Argumente hat und nicht einfach blind die Propaganda der Arbeitgeber weiter verbreiten!

    Weißt du, ich schaffe es mir meine eigenen Gedanken zu machen. Meine Welt ist nicht schwarz/weiß, sondern grau.

    Deshalb finde ich sowohl die Argumentation die einzig auf einen kurzen Zeitraum von deutscher Lohnzurückhaltung fußt, als auch Bondholders-Anti-Euro-Geheule Quatsch.


    Der desolate wirtschaftliche Zustand in Süditalien, Griechenland und Südspanien besteht schon länger als die EU oder Euro besteht. Diese Gegenden kommen aus den verschiedensten Gründen nicht auf die Beine. Dort sind strukturelle Reformen und eine Vision für die Zukunft notwendig.

    Ich halte die Lohnzurückhaltung in Deutschland auch aktuell für ein Problem. Damals war sie, meiner Meinung nach, der richtige Schritt. Außerdem ging es auch darum die Lohnnebenkosten deutlich zu senken und insgesamt wettbewerbsfähiger zu werden.


    Aber du tust so als wäre dies der einzige Grund und das ist (sorry) ziemlicher Unsinn. Deutschland stellt keine/(wenige) Produkte für den Export her die über den Preis konkurrieren. Ob die Maschinen, Autos oder Medikamente die hier hergestellt werden ein paar Cent mehr oder weniger kosten macht nicht den Erfolg aus. Du tust so als wären die Lohnkosten ein entscheidender Preis-Faktor für die exportierten Produkten - was ich auch mal bezweifeln möchte.


    Deutschland hat einige Industrien die sehr gut funktionieren, indem sie sich vom Wettbewerb durch Angebot und Qualität unterscheiden. Das gleiche kann man in anderen Ländern beobachten, z.B. in der Schweiz, dort sind die Löhne deutlich höher und trotzdem werden viele Maschinen exportiert - gleiches Prinzip.


    Das Problem entsteht durch den einheitlichen Wirtschaftsraum und die gemeinsame Währung. Dadurch wird den Ländern mit schlecht funktionierendem Wirtschaftsmodell die Möglichkeit zur Abwertung genommen. In Italien war das Jahrzehnte lang das gelebte Prinzip - die Wettbewerbsfähigkeit wurde anstatt über Strukturreformen über die Abwertung der Währung aufrecht erhalten. Die Leute merken es vielleicht nicht direkt so, aber die Ergebnisse sind die gleichen.


    Noch etwas: Viel wichtiger als niedrige Lohnkosten sind funktionierende Firmen und Wirtschaftsmodelle. Dafür müssen die richtigen Rahmenbedingungen herrschen. Komischerweise schaffen es die nordeuropäischen Länder das deutlich besser als der Süden. Was ich meine: Italien oder Griechenland werden nicht durch Lohnkürzungen gerettet, sondern durch das Entstehen von innovativen und fähigen Firmen. Es gibt in so vielen Branchen Potentiale: Software, Automatisierung, Erneuerbare Energien, Pharma, Biotech... Wo sind diese Firmen dort? Wo sind die Politiker die versuchen die Voraussetzung zur Ansiedlung solcher Firmen zu schaffen? Diese Firmen sind nicht interssiert ob die Leute 1-2€ mehr oder weniger verdienen...


    Bitte hör auf diese Märchen von der Lohnzurückhaltung als Erklärung für alle Probleme in Europa heranzuziehen und erweiter mal den Blick.


    Vielleicht waren das aber auch Argumente für unseren Reichtum in Deutschland.

    Die Punkte 1-3 zeigen für mich unseren Reichtum in Deutschland und deshalb ist unser Land bei Einwanderern ja auch recht beliebt habe ich gehört.


    Ich weiß auch gar nicht warum ihr euch gegenseitig mangelnde Intelligenz vorwerft, euch eint doch der Glaube am Untergang - auf die ein oder andere Art. Wer hat jetzt die tolleren Untergangsszenarien, gehts darum?

    Mein Goldkauf von 300.000 auf Kredit vor drei Jahren sieht jetzt nicht mehr so schlecht aus looser

    Wird immer besser looser


    Glückwunsch zu dieser Spekulation! Der Goldpreis hat gerade in den letzten zwei Monaten stark zugelegt durch die Verunsicherung an den Märkten.


    Mit einer Spekulation auf auf den MSCI World hättest du aber +26,6% gemacht vs. +9,8%. Also doch keine großartige Leistung?

    Wenn die Probleme in einem der Felder zunehmen und sich auf die Wirtschaft auswirken werden die Zinsen weiter gesenkt und das QE wird auf ein neues beginnen.

    Tja, nur wohin sollen sie denn gesenkt werden? Ich kann mir auch negativ Zinsen aus Sichteinlagen (Privat) nicht vorstellen. Das gibt sofort einen bank run. Das ist eine psychologische Geschichte, Inflation wirkt ja ähnlich aber dabei werden die Zahlen auf dem Konto wenigstens nicht kleiner und bei der Inflation macht es keinen Unterschied ob ich es auf dem Konto oder unter dem Kopfkissen habe.

    Da hast du recht! Es wird auf dem Giro-Konto keine negativen Zinsen geben, da würden alle das Geld Zuhause bunkern.

    Die Banken werden die Gebühren erhöhen oder sich andere Möglichkeiten suchen um an ihr Geld zu kommen.

    Bei Flatex gibt es z.B. schon -0,4% auf dem Verrechnungskonto, andere Banken machen das über Gebühren oder werden nachziehen.


    In der Schweiz sind die Zinsen noch niedriger und dort betrifft es nur größere Vermögen wenn ich richtig informiert bin.


    Wenn du Beiträge von vor 5 Jahren anschaust konnte sich auch keiner vorstellen das die Zinsen weiter sinken. Schau uns heute an: die Zinsen sind weiter gesunken und die Welt dreht sich weiter. Eventuell sehen wir nächstes Jahr negative Bauzinsen? Dafür müsste die Umlaufrendite noch um 0,3-0,4 Prozent sinken...