Beiträge von An_dre_as

    Liebe Forumsgemeinde,


    ich habe mich hier im Jahre 2011 angemeldet als mein Interesse für die PV-Batteriespeicher "anfing".
    Ich habe 2012 meine Diplomarbeit über die Wirtschaftlichkeit von netzgekoppelten Anlagen verfasst. U. a. mit Hilfe dieses Forums, durch das mir zeitlich hoch aufgelöste PV-Produktions- und Haushaltslastprofile von Usern zur Verfügung gestellt wurden (Note: 1.0). Danke!


    Heute stehe ich kurz vor Fertigstellung meiner Dissertation, welche sich mit den "economies of decentral flexibily options" befasst. Teil der kumulativen Doktorarbeit ist ein Paper, welches aktuell im renommierten internationalen Journal "energy economics" (natürlich peer reviewed) erschienen ist. "Energy Economics is the premier field journal for energy economics and energy finance."


    Titel: What drives profitability of grid-connected residential PV storage systems? A closer look with focus on Germany


    Auch für diese Arbeit konnte ich wieder vom Forum profitieren, die Daten zur Ableitung der Investitionskostenfunktionen habe ich u. a. hier in der Datenbank "Angebote einholen" recherchiert.


    Liebes Forum, vielen Dank für alles, auch dass ich mir eine eigene PV-Batteriespeicheranlage zusammenbauen konnte, die seit 4 Jahren problemlos läuft!


    Was kann ich nun zurück geben?
    Wissenschaftliche Arbeiten wie diese sind, wenn sie in internationalen Journals veröffentlicht werden, fast immer kostenpflichtig. Ein PDF-Download kostet schnell mal 30-50 Euro.


    Ich habe vom Verlag einen Link bekommen. Dieser ist bis Anfang September 2018 gültig und gewährt "free access and PDF download", Falls sich jemand für das Thema und meine Arbeit interessiert:


    https://authors.elsevier.com/a/1XMvkW3fceK1v


    Ich weiß, das Thema ist nicht neu. Ich greife in dem Artikel aber Aspekte auf, die bisher in der Literatur stark vernachlässigt worden sind:



    Abstract
    This paper examines the drivers for profitability of grid connected residential PV battery storage systems for the German market setting and gives a short-term outlook on possible developments until 2020. For this purpose, we develop a mixed-integer linear optimization model of a PV battery storage system that minimizes the electricity cost from grid purchases and employ it to study two exemplary households. In contrast to most existing studies, we consider the following issues: Our calculations are based on households' electricity demand and PV production profiles in high temporal five-minute resolution. We take regulatory and fiscal treatment of so-called “prosumers” explicitly into account. Furthermore, we derive cost functions characterized by size-dependent, non-constant specific PV investment cost as well as by separated cost factors for the sizing of the storage systems´ capacity and its power electronics. In this context, we also clarify the interaction between possible peak demand coverage, rates of self-sufficiency and profitability of different system configurations. Finally, our analysis compares different modelling approaches regarding assumptions about perfect foresight horizons. Results show that modelling assumptions for regulatory and fiscal treatment as well as for specific investment cost can have significant impact on the economic assessment, and therefore should receive more attention in future. Besides this, our calculations reveal that economic incentives for investments in residential PV storage systems can gain great momentum within the next few years.




    Viele Dank nochmals, Grüße an alle und viel Spaß beim Lesen!
    Andreas

    Mein Tip: Kaufe Dir eine große Powerbank mit 12 V-Ausgang und das Problem ist gelöst :-)
    Oder sind Deine LED-Stripes für einen USB-Ausgang (5 V)? Nur soviel kann das kleine AA-Zellen Ladegerät nämlich liefern-


    Kostet ca. 50 €, keine Bastelei, keine Probleme mit zu wenig Sonne/zu kleinen oder falschen Solarzellen/Modulen und die Powerbank ist auch für andere Zwecke nutzbar...

    Gut zu wissen, dass man mit dem 700€ 150W Modul im Schatten des Balkongeländers die Waschmaschine und den Backofen betreiben kann :-D


    Aber grundsätzlich ein guter Beitrag!

    Hier meine Statistik über die letzten drei Jahre.


    PV mit ca. 2 kWp (aber zusammengewürfelt und unterschiedliche Ausrichtungen), Standort Ruhrgebiet, keine Einspeisung
    Verbrauch 2016 so hoch da zeitweise 3 statt zwei Personen.


    Erzeugungsmäßig war 2017 bei mir also auch ganz schön schlecht.


    Was mir jetzt auffällt: Wirkungsgrad der Anlage verschlechtert sich stark über die Jahre! OK, kann sein, dass bei geringen Verlusten einfach mehr Direktverbrauch angefallen ist und die Batterie weniger genutzt wurde. Aber die 28 % Verluste in 2017 schocken mich schon. Ich weiß aber auch, dass ein paar Zellen (PzS) kurz vorm abkacken sind...werde die jetzt mal aussortieren und 2018 mit etwas weniger Speicherkapazität/kleinerer Batteriebank fahren.

    Klein hin oder her...wenn das Ding wirklich heißes Wasser auch bei niedrigen Vorlauftemperaturen machen soll wird er um die 20 kW Leistungsaufnahme haben.


    Jetzt kannst Du den Verbrauch ausrechnen: 1h Duschen 20 kwh, 6 Min Duschen 2 kWh, 3 Min Duschen 1 kWh....
    Wenn das Teil einstellbar ist und es nur warn/lauwarm werden soll kommt ihr wohl mit der Hälfte hin.
    Schlecht wäre es, wenn es ein altes Teil ist das immer "volle Pulle" läuft und ihr die Temperaturregulierung über die Beimischung von kaltem Wasser macht --> Energieverschwendung


    Kosten hängen natürlich von Eurem Stromtarif ct/kWh ab.


    Also alles eine Frage der Nutzung :-)

    Sorry habe mich nicht klar genug ausgedrückt. Der Vorteil ist nicht in beiden Fällen 4 ct, sondern der Vorteil bzw. der zusätzliche Gewinn des Eigenverbrauchs beträgt 12 ct wie du es rechnest, also die Differenz zwischen Deinen beiden Gewinnen.


    Einfaches Beispiel:
    Ich habe 24 ct auf dem Konto und benötige 1 kWh
    Ich produziere 1 kWh aus der PV und habe die Wahl diese einzuspeisen oder selbst zu verbrauchen.


    Einspeisung: Kontostand 24+12-24 = 12
    Eigenverbrauch: 24+-0 = 24


    Wenn ich nun noch einen Speicher habe um die kWh später und nicht sofort zu verbrauchen, kann ich 1 geteilt durch den Wirkungsgrad also 1,XY kWh NICHT verkaufen, d.h. der Vorteil schmilzt.