Beiträge von darwin

    Zitat von Michael Dzsida


    Wenn dann jeder Mieter noch seine Grundlast von mir bekommt ist doch schonmal was geschafft.


    Du spekulierst darauf das sich das Verhältnis von Billiger Grundlast und Teurer Spitzenlast umkehrt ?


    Ich meine wenn du für deine Mieter als Energieversorger auftrittst muss DU ja die *Lücken* in Erzeugung-Verbrauch ausgleichen .. also sozusagen Spitzenlast einkaufen oder abspeichern. ..
    Falls du über 100 KWp auf einem Grundstück kommst, würde eine Lastgangmessung fällig. Blöde wenn irgendwann die Tarife darauf bezogen würden.


    Vielleicht wäre es sinnvoll die Anlagen an die Mieter weiterzuvermieten ? Dann ist der Mieter EEG-Betreiber auf Zeit und deckt seinen EV aus der Anlage.
    Bezieht sich jetzt nicht direkt auf deine Situation, aber das wäre eine Alternative - für eine Mietpartei.

    Zitat von Logik-Ratio

    darwin wind und pv machen sich selbst die preise kaputt? Und die Braunkohle und die Kernkraft, warum powern die durch? Die G4 freuen sich, dass sie den EE Strom an der Börse fast geschenkt bekommen und ihn dann an die kunden über langfristverträger weiterverkaufen können....


    Wenn Braunkohle und KKW durchpowern unterliegen sie doch auch den Börsenpreisen - besonders wenn man argumentiert das der Strom ins Ausland verkauft wird. Für die G4 sind das dann also durchlaufende Kosten.


    Und es ändert nichts daran das PV/Wind die Preise drücken, da sie Grenzkosten Null fahren.


    Der Grund warum die Kraftwerke durchlaufen ist doch eigentlich auch klar. Sie werden mindestens 1 mal pro Tag gebraucht - genau das muss man ändern.


    http://www.agora-energiewende.…merzeugung-und-verbrauch/


    Schau dir die Konventionellen an. Jeden Tag werden die Leistungen um 10-15 GW hoch und runtergefahren.


    20 uhr Maximum - 4 Uhr Minimum - 8 uhr Maximum -14 Uhr Minimum - 20 uhr Maximum

    Zitat von Michael Dzsida


    Wir bezahlen heute die Summe der Preise die jemals gezahlt wurden geteilt durch die produzierte Strommenge (PV)
    je mehr jetzt zu dem "günstigen" Preis zugebaut wird, desto günstiger wird die einzelne kWh der Summe an Strom (PV)


    Man kann sich heute schon eine komplett autarke Insel für 30ct/kWh auf die "Lebenszeit" der Teile hinstellen. Machen nur die wenigsten, weil es halt aktuell noch etwas günstiger aus dem Netz geht.


    Je mehr man zubaut ohne die nötigen Anpassungen zu machen, umso teuer wird die ganze Peripherie.
    Schön wenn die PV für den EV*ler Billig wird. Aber Insel ist eben die Ausnahme. Realität ist das man 10 KWp aufs Dach setzt und davon 30% selbstverbraucht. 70% werden eingespeist, genau dann wenn alle anderen auch einspeisen. Dafür braucht es dann den ganzen anderen Mist.


    Zitat von Michael Dzsida


    All das von dir genannte außer Speicher brauchen wir nur in dem Umfang, wie die Leute die kein PV und Wind können Strom brauchen. Wenn man das im kleinen für 30ct/kWh schafft, wirds im großen deutlich günstiger.


    Aber wie war das:
    „Ich habe es noch nie verstanden, warum es Gier genannt wird, das eigene, verdiente Geld behalten zu wollen,
    es aber keine Gier ist, sich das Geld anderer Leute aneignen zu wollen.“


    Die Leute die in Zukunft Strom haben wollen, müssen sich halt irgendwie darum kümmern, sonst gehen irgendwann bei den ganzen Ignoranten einfach die Lichter aus ... denk mal drüber nach


    Damit sind die ganzen dummen Mieter gemeint die keine PV auf dem Dach haben ?


    Und den ganzen anderen Mist braucht man, weil der Winter böse für die PV ist. Bestenfalls kommt das dann aus Wind und dem Netz


    Und möchtest du ernsthaft behaupten man kann den Energiebedarf eines Haushaltes mit PV für 30 ct deckt? Oder meinst du den Strom ?


    Im Großen kosten die EEs den Endkunden heute bei 25% 45 ct/KWh, ohne das man sich um Netz, Reserven, Speicher oder sonstwas schert. Egal wie Billig die PV oder Wind noch wird. Preiswerter wird es nicht mehr.

    Zitat von Mühli

    Ja, aber dazu braucht es noch deutlich mehr PV und vor allem Leitungen für den Windstrom. Die Speicher sind tendenziell südlich gelegen und bis im Süden genug Windstrom für einen nennenswerten Überschuss produziert wird, vergehen noch locker 10 Jahre


    Der Börsenpreis sagt was anderes. Dort steht klar drinne das sich Wind und PV schon heute die Preis selbst kaputt machen/gemacht haben. Sofern man das als Problem auffasst, besteht schon heute Handlungsbedarf.

    Zitat von eggis


    Für mich bedeutet das Sterben der Pumpspeicher auch das Sterben der nächtlichen Grundlast. Ist die Grundlast Tod, werden auch wieder PSW gebraucht.


    Wer füllt dann die PSW auf ? Eigentlich sollten das PV und Wind machen. Dafür müsste man aber für ebenjene 2,5 ct Strom an die PSWs abgeben und für 8,5 ct zurückkaufen.


    Die Alternative ist die PSW aktiv einzusetzen. Um eben die Morgens und besonders die Abendspitze abzufangen. DAS hätte den Vorteil das man die Grundlastkraftwerke tageweise zurückfahren kann. Kappt man die Abendspitze, um 4-5 GW bedeute das das man die Kohlekraftwerke ganztägig um 4-5 GW aus dem Netznehmen kann. 5 GW x 24h x 365d = 44 TWh. Und das ganze zum Preis von 5,5 TWh (3 von 24h). 38 TWh weniger Kohlestrom...


    Wer also Interesse hat KohleStrom zurückzufahren, sollte das Geld dazu in die Hand nehmen.
    Es ist nötig den PSW-Betreibern eine Perspektive zu geben, damit sie ihre Anlagen anpassen.

    Zitat von Michael Dzsida

    Und wenn wir diese "Dummheit" nicht gemacht hätten, würde heute jeder noch das 3-Fache für PV bezahlen.


    Wir bezahlen das 3 fache für den PV-Strom. Ok, der Stromkunde, nicht der Betreiber.



    Zitat von Michael Dzsida


    Der maximale Strompreis wird wohl in (ferner) Zukunft bei den Grenzkosten der EE´s +Marge + Netzkosten + vielleicht Steuern liegen.


    +LangzeitSpeicher +KurzzeitSpeicher +Rentenaufschlag +Importkosten für Putins-Gas +Importkosten für Skandinavischen Strom+europäischen Verbundnetz +Miete der Pumpspeicher in der Schweiz

    Zitat von open source energy


    Bislang können die Kohlekraftwerke fast 6 Cent mit Ihren Überschüssen im Ausland erwirtschaften ...


    Und verdrängen dort Gaskraftwerke. Beides sind *Flexible* Anlagen wenn man sie mit PV vergleicht.
    Im Ausland werden bald genausoviele PV-Anlagen stehen wie bei uns - nur zu einen 1/3 des Preises errichtet.


    Es wird PV-Strom aus Frankreich nach Deutschland fliessen. Schliesslich haben die die besseren klimatischen Bedingungen und werden die nächsten 20 Jahre nicht die *Altanlagen* abbezahlen müssen.


    Die EEs haben erst die Kohle gezwungen sich zu flexibilisieren und jetzt baut man die Leitungen über die die Konkurrenz in Zukunft auftreten wird.


    Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über die Dummheit lachen.

    Zitat von Dringi

    ]
    Naja, Strom für WP und normalen Strom kann man heuute schon getrennt abrechnen. Das ist dann wohl nicht das Problem.
    Interessant könnte der Kfz-Strom werden. Aber da wird es sicherlich auch eine Lösung geben.


    WP tarif lohnen sich immer weniger, zuwenig böser Akwstrom. Und die PV*ler rücken den Strom nicht billiger raus


    Die Lösung wird darin bestehen ein eigenes Messwerk einzusetzen - also eine Grundgebühr.

    Zitat von Dringi

    Naja, es spricht ja nichts dagegen den Strom nach Verwendung unterschiedlich zu besteuern.
    Geschieht ja heute mit Öl bzw. Ölprodukten auch schon: Diesel/Benzin wird anders als Heizöl besteuert. Was spricht dagegen zwischen Heizstrom, Kfz-Strom und "Strom"-Strom zu unterscheiden?


    Eine Trennng der unterschiedlichen Verwendungszwecke. Heizöl wird eingefärbt damit man beim Bauern rausfinden kann ob er Diesel oder Heizöl fährt. Ich finde ja gelben Strom toll - als Marketinggag.


    Also genau genommen brauch es dann eine Unterscheidung .. also Zähler für verschiedene Verwendungszwecke, Kommt also darauf an ob es für jeden Zähler eine Grundgebühr gibt.