Beiträge von darwin

    Zitat von citystromer



    Nein nein. günstige Strompreise sind ein Naturgesetz... und im Zweifel wird die FDP schon dafür sorgen, dass wir weiterhin günstige Energiepreise haben...


    In 20 Jahren fallen die PV-Anlagen aus der Vergütung, dann gibt es Strom für 2-3 ct/KWh ... Behauptet man.


    Wenn man zweifelt, ob sich ne Anlage lohnt. Dann sollte man die potentiellen Verluste begrenzen. Dann halt ne kleinere Anlage 5-10 KWp sollte den EV Anteil hochtreiben (eben bei 8.000 KWh abnahme). Hat man Platz später noch nachzulegen.

    Zitat von baernibaer


    Wie wirst Du der energieintensiven Industrie die NetzleitungsBörse erklären (Befreiungsregelungen?) ???


    Wenn man am Bahnhof A ein und am Bahnhof B aus hat es die Bahn gewöhnlich geschafft einen Preis festzulegen. Dort gibt es Zeitabhängige Rabatte, Mengen Rabatte, Flatrates oder auch nur Einzelfahrscheine. Man kann sich sogar entscheiden ob man Erster oder Zweiter Klasse fährt. Alles nicht so Kompliziert. Man muss nur A und B kennen.


    Wenn man irgendwann nicht mehr so oft Bahnfahren will oder es zu teuer wird. Kann man sogar nach C umziehen das Näher an B liegt.

    Zitat von buergersolar

    @ darwin: Denkst du, wenn EEG-Strom an der Börse vorbei vermarktet wird, wird die Nachfrage nach konventionellem Strom an der Börse (und damit das preisbestimmende Kraftwerk) höher?
    :arrow: Nein, wird es nicht. Kommt 1:1 aufs gleiche raus. Linke Tasche, rechte Tasche.


    Nein der Rest-EEG-Strom der an der Börse gehandelt wird ist Mengenmässig niedriger. Damit kommt weniger Strom an die Börse der den Preis ins Bodenlose drückt. Und EEG-Strom kann zu einem brauchbaren Preis vermarktet werden, wenn er nicht zwangsweise an der Börse gehandelt wird.


    Zitat von buergersolar


    Denkst du, wenn der EE-Teil seine Lücken und Überschüsse an der Börse ausgleicht, ändert sich irgendwas an der Volatilität des Börsenstrompreises?
    :arrow: Nein, tut es nicht. Kommt 1:1 aufs gleiche raus. Linke Tasche, rechte Tasche.


    Selbstverständlich ändert sich dann etwas. Wenn man ständig Verluste macht, zieht man Konsequenzen. Versucht die Verluste zu begrenzen, sucht Alternativen in der Vermarktung, Schaut sich nach Speicher und Lastmanagementmodellen um.


    Alles das was die EEs nicht machen, weil es das EEG mit seiner Subvention gibt.


    Zitat von buergersolar


    Was du beschreibst, ist das jetzige System in einer neuen Verpackung. Gewonnen wäre dadurch garnichts. Macht genau 0,0 Unterschied zu heute.


    Gewonnen wäre damit ein ganze Menge. Das EEG-Konto heute würde gewaltig entlastet. Das System EE das man im Moment aufbaut, würde sich darauf ausrichten eigenständig zu funktionieren.

    Zitat von open source energy

    @ Darwin


    DU hast wohl noch nicht ganz verstanden dass PV eine Wettbewerbsförderung erhält oder?


    Welche Wettbewerbsförderung ? PV hat über das EEG eine Einspeise- und Vergütungsgarantie. Die steht mit niemanden im Wettbewerb. Jeder Zubau im Rahmen des EEGs beinhaltet diese Sonderstellung.

    Hadl:


    http://www.agora-energiewende.…aaa2880921a7d99535c5a23_a


    Schau dir den Verlauf der Konventionellen an. Alle anderen einfach rausklicken.


    PV bringt an fast jedem Tag eine Mittagsdelle. Die Teuersten Kraftwerke laufen also nicht mehr zur PV Zeit - sondern um 8 Uhr Morgens und 20 Uhr abends. Genau dann wenn PV keine Leistung bringt. Man ersetzt also 8-12 ct GasStrom durch 30 ct PVStrom am Mittag. Während man morgens und Abends Spitzenlast braucht - 10-15 GW.


    Der MOE mag den Börsenpreis in den Keller treiben, aber er ändert wenig an den Kosten der Erzeugung. Diese werden über den Tag verschmiert.


    Die 3-5 Mrd sind eine theoretischen Größe. Der MOE hat den Börsenpreis zur Preisfindung defakto wertlos gemacht und schlägt in der Konsequenz auf das EEG Konto durch.


    Die Reaktion müsste eben nicht die MOE-abgabe sein, sondern eine Reform des Börsenmechanismus.


    Strom sollte man dem *Alten* Muster bepreist werden- Grundlast 24h billig, Mittellast 10h teuerer, Mittellast 5 h teuerer und Spitzenlast richtig teuer. Im Moment verdient das Kohlekraftwerk an der Mittel- und Spitzenlast und kann sonst zur Not auch mit Verlust durchlaufen/Exportieren. Das heist wer ein 24 StundenBand anbietet bekommt nur seine Grenzkosten.


    Die EEs haben diesen Zustand geschaffen, sie Unterbieten jederzeit - jeden Preis und senken somit das Börsenniveau ab. Sie haben die Konventioellen in die jetzige Situation gezwungen.


    Deshalb der andere Teil. Die EEs stehen für ihren Marktanteil von 25% jeder*zeit* ein - Kaufen zu wenn sie zuwenig produzieren und verkaufen über die Börse, wenn sie *zuviel* bringen. Das nimmt einen Großteil der Leistungen von der Börse weg. Dann kann sich wieder ein sinnvoller Preis bilden.
    Im Moment würde damit sogar das EEG Konto entlastet. Da der Konventionelle Strom billiger als der EEG Strom ist.


    EEG-Strom ist eh Graustrom. Also auch kein Problem mit dem *Öko*aspekt.


    In der Konsequenz könnte man den EEG Strom /eben die 25%/ vermarkten. Und zwar ein Band das 100% den Lastverlauf entspricht. Wenn dabei nicht mehr als 3,5 ct rausspringt .. verdammt, wann den sonst. In den meisten Bilanzen stehen 6-8 ct als Erzeugungs/Strombezugskosten.

    Zitat von hadl


    Zur Zeit haben wir ja noch kein 100%tiges EE System. Wir überlegen ja noch wie der Übergang finanziert wird.


    Wir sind gerade mal bei 25% EE da kann man bei den Konventionellen noch „abknabbern“ sprich Rechnung schreiben. Wird natürlich immer weniger, weil der konventionelle Kuchen nach unten dünner wird.
    Wenn wir bei 100% EE sind, ist aus geknabbert, da kann man natürlich keine Rechnung mehr schreiben. Dann müssen die EE auf eigenen Füßen stehen
    Bis dahin ist mit Sicherheit eine Lösung gefunden.


    Oder die Konventionellen schreiben jetzt schon die Rechnung für den 25% Anteil - das hilft dabei die Überlegungen zur Finanzierung des Übergangs in die richtigen Bahnen zu lenken. Dann finden sich die Lösungen ganz schnell.

    Zitat von Wade

    Die Gewinne die "unten" eingefahren werden fließen doch in die Taschen der Drecksschleuderbetreiber und nicht zu PSW-Betreiber... man könnte und man müsste hilft nicht...


    Du hast einfach vergessen zu vernünftig zu zitieren.