Beiträge von Erratika

    "70% weich mit Sunny Home Manager 2.0": Wie haeufig wirst Du denn abgeregelt?

    Erstaunlicherweise hatte ich im Juni öfter 1000W über den 70%. Ich hatte gedacht, dass das mit Inbetriebnahme der neuen Norddachanlage nicht mehr passiert. Das Norddach macht immerhin 50% der Gesamtleistung aus.

    Übers Jahr gerechnet ist das über 70% bei mir aber sicher nun unter 0,5%.

    Noch ein Zusatz:

    Es wird ja vom zunehmenden Export von PV Strom gesprochen.

    Laut neuem Frauenhofer Bericht stimmt das so nicht, denn am meisten exportiert D im Winter, ergo in erster Linie billiger Braunkohlestrom.

    S. 24 in https://www.ise.fraunhofer.de/…oltaik-in-deutschland.pdf

    Auf S.38 wird bestätigt: aktuell lohnen Speicher noch nicht.


    Wenn der Wunsch nach der E-Mobilität Realität wird, dann haben wir die Speicher ja auf der Straße stehen und brauchen keine mehr im Keller.

    Tagsüber wirds langsam hui und nachts bleibt pfui.

    Das wäre schön, wenn wir schon so weit wären.

    Aktuell deckt die PV an guten Sommertagen gerade den Tagespeak und auch den nicht ganz. Damit macht die nur den anderen den teuren Spitzenstrom kaputt. Eine Notwendigkeit zu speichern sehe ich aktuell aus ökologischen Gründen noch nicht, dafür ist das noch zu wenig PV, denn wenn wir mittags PV Strom speichern würden, müssten dafür andere Erzeuger tätig werden. Siehe https://www.energy-charts.de/p…sources&year=2019&week=29 .


    In Zukunft mag das irgendwann mal Sinn machen, aber davon sind wir noch ein Stück weit entfernt.

    Für mich wäre der Speicherverlust doppelt schädlich, denn mein Keller ist jetzt schon im Sommer deutlich zu warm. Im WInter macht der Speicher dann zu wenig Umsatz, um spürbar zu heizen, außerdem kann das die WP deutlich besser.

    CO2-Einsparung durch Batteriespeicher.

    So ist ein Artikel im "pv magazine September 2019" überschrieben.


    Das Fazit gleich zu Beginn halte ich leider für in Teilen fehlerhaft. Eventuell habe hier ja Speicherhersteller mitgeschrieben?


    "Das Wichtigste in Kürze:

    Eine Kilowattstunde Solarstrom, die mittags in das Netz eingespeist wird, kann durchschnittlich 400 Gramm CO2 vermeiden. Nachts sind es dagegen oft 500 Gramm CO2 pro Kilowattstunde.

    Daher kann ein Heimspeicher im Eigenverbrauchsbetrieb zur CO2-Einsparung beitragen. Sehr effiziente Systeme können im Betrieb sogar die CO2-Emissi-onen, die während der Produktion der Batterie entstanden sind, kompensieren. Dagegen sind Photovoltaik-Batteriesysteme mit hohen Umwand-lungs- und Standby-Verlusten im Vergleich zu Photovoltaik-Sys-temen ohne Batteriespeicher nicht in der Lage, eine positive CO2-Bilanz zu erzielen. Im Sinne des Klimaschutzes sollte daher bei der Auswahl eines Spei-chersystems auf eine hohe Effizienz und Langlebigkeit geachtet werden. Die erzielbare CO2-Einsparung der Batteriespeicher wird in Zukunft noch steigen."


    Die besten Speicher haben nur leider auch eine Wirkungsgrad als Gesamtsystem von max. etwa 80%, also 20% Verlust. Damit ergibt sich, dass in der Nacht eingespeiste kWh dort 500 Gramm CO2 vermeidet, nur entspricht dies durch den Speicherverlust im besten Fall etwa 1,2kWh am Tag und damit am Tag einem Äquivalent von 480 Gramm (im besten FAll!!).

    Nicht berücksichtigt wird in der Studie übrigens die CO2 Emissionen bei der Herstellung des Systems, das geht dann on topp.


    Unter Berücksichtigung der CO2 Emissionen bei der Herstellung kann die CO2-Einsparung durch das System daher nur negativ sein, genau wie die Amortisation.


    Quelle:

    https://pvspeicher.htw-berlin.…eicher-Klimaschuetzer.pdf


    Speicher lohnen sich demnach zur Netzregulierung (aber das wird ja im Privathaushalt nicht angeboten) und im Auto (da verdrängen sie deutlich mehr CO2 als 500 Gramm pro kWh, je nach Modell so 1,2kg pro kWh).