Beiträge von mdmd

    Danke für eure Antworten und Anregungen pezibaer und kalle bond.


    Angedacht ist ein autark messender Sensor, der seine Daten per WLAN übermittelt. Das ganze im privaten Umfeld.

    Das 'Budget' dafür sollte unter 100 Euro liegen. Falls im Winter dann mal ab und zu eine Powerbank zum 'Nachladen' dran müsste, wäre es kein 'Drama'. ;)

    Ist auch als Bastelprojekt mit den Kindern zu verstehen. Eignet sich IMHO gut, um eine paar grundlegende elektrische Zusammenhänge zu lernen und bringt etwas Leben in den Corona Alltag.


    Der aus Datenblättern ermittelte Verbrauch soll 5 Wh pro Tag sein.

    Den hatte ich verdoppelt (10 Wh/d) und pauschal einen 70% Wirkungsgrad unterstellt (14,3 Wh/d). Diesen dann aufgerundet auf die in PVGIS verwendeten 15 Wh/d.


    Die Schaltung wird jetzt erstmal aufgebaut und der reale Verbrauch gemessen. Evtl. sehen Welt und Vorstellungen dann ganz anders aus...


    Beim 'Rumspielen' mit den verschiedenen PVGIS Variablen kann man ja ein gewisses 'Gefühl' für die Auslegung bekommen. Ich war mir nur unsicher, ob ich damit 'grob' daneben liegen würde.

    Eine grundsätzliche Frage zum off-grid Modus von PVGIS.


    Es geht um die Frage, ob PVGIS zur Auslegung einer 'Mini-Insel' eine hinreichend genaue Abschätzung generiert.


    Hier geht es um einen Verbrauch von 15 Wh pro Tag, der ganzjährig abgedeckt werden soll.


    - Ist eurer Erfahrung nach PVGIS auch zur Abschätzung solch kleiner PV Anlagen verwendbar?

    - Welchen Verlust (system loss) verwendet PVGIS im off-grid Modus?

    - Welche anderen frei verfügbaren Online Rechner könnten bei der Abschätzung helfen?


    Eine in PVGIS erstellte Auslegung wirkt erstmal ermutigend. Ist als PDF Datei angehängt.


    Ich erahne bereits die 'Sinnhaftigkeitsfrage'. Bitte nicht diskutieren. Danke.

    Darüber, dass Kabel vergraben oder regelmäßig Akkus tauschen auch eine Option sind, bin ich mir im Klaren. ;)

    https://stromliste.at/versorger/awattar

    Zitat

    5. Strommix von aWATTar

    Der Strommix ist nicht wie bei anderen Stromanbietern festgelegt, sondern variiert je nach Anteil der Windenergie und des aus Photovoltaik generierten Stroms in der eingekauften Energielieferung. Somit kann an sonnen- und windreichen Tagen ein Anteil von über 50% regenerativer Energie erreicht werden. An regnerischen und/oder windstillen Tagen kann jedoch der Beitrag der erneuerbaren Energieträger rapide sinken.

    aWATTar in Österreich und Deutschland sind energiewirtschaftlich zwei verschiedene Unternehmen. Das obige Zitat bezieht sich auf aWATTar Österreich.
    aWATTar Deutschland hat die Stromkennzeichnung auch erst seit Kurzem, da sie noch nicht lange am Markt sind.
    Natürlich wäre aWATTar noch 'grüner', wenn sie zertifizierten Ökostrom vertreiben würden. Mehr als die Label OK-Power, Grüner Strom und TÜV-Nord fallen mir dazu jetzt nicht ein. Und ja, das ist eigentlich ein eigenes Thema für sich. ;)

    Morgen gibt es Preisunterschiede an der Börse von 4,8ct/kWh im Tief zu 10,89ct/kWh am Morgen. Im späteren Verlauf sogar 12,66ct/kWh.

    So werde ich morgen früh um 3:00 1,5kWh in den Speicher laden, um dann das Morgenhoch abdecken zu können.


    Die Frage ist halt, ob sich das lohnt!

    Kommt auf die Annahmen an, die du machst. ;)


    Pro zu Hochpreiszeit aus dem Speicher verbrauchter kWh müssen wegen EIn-Ausspeicherverlusten 1/Wirkungsgrad mehr kWh zur Niedrigpreiszeit eingekauft werden.


    Mal einfach gedacht ist der Grenzpreis für die Ladung:

    Einkaufspreis zum Verbrauchszeitpunkt mal Wirkungsgrad [als Fraktion].
    Plus Kosten für Akku-'Verschleiß'... ;)


    Mit der Annahme eines Sockel-Arbeitspreises von 20 Ct/kWh und einem Gesamtwirkungsgrad von 80% wäre der Ladungs-Grenzpreis mit deinen Zahlen:

    - für morgens 30,89 Ct/kWh * 0,80 = 24,71 Ct*kWh

    - für abends 32,66 Ct/kWh * 0,80 = 26,13 Ct*kWh

    Bei nächtlicher Ladung zum Preis von 24,80 Ct/kWh würde es sich morgens knapp nicht lohnen, abends schon.


    Oder vom Einkaufspreis her gerechnet:

    24,80 Ct/kWh * 1,25 [1/0,8] = 31,00 Ct/kWh

    Solange der Börsenpreis zum Verbrauchszeitpunkt unter 11,00 Ct/kWh ist, hättest du gespart.

    Für 80% Gesamtwirkungsgrad müssen alle vier Teil-Wirkungsgrade (Ladegerät, Einspeichern, Ausspeichern, Wechselrichter) einen Wirkungsgrad von ~95% haben.


    Neben dem reinen Preis kann man auch noch diese Gedanken mitdenken:

    - Preiswerter Strom ist mit höherer Wahrscheinlichkeit 'grüner'.

    - Hohe Strompreise decken sich häufig mit Zeiten hoher Nachfrage. Nutzung gespeicherter Energie zu diesen Zeiten entlastet Netze und verstetigt die Nachfrage (netzdienlich). Zu dieser Zeit produzierter Strom ist mit höherer Wahrscheinlichkeit 'grauer' ('nicht-grün').

    Und das gibts noch nicht?

    Ich kenne keine vergleichbare Lösung.
    Solar ist bei nowlight absolute Nebensache. Primär sind die Produkte von deciwatt Beleuchtungslösungen. Bisher mit Schwerkraft betrieben (GravityLight). Jetzt beim nowlight mit Muskelkraft (Riemenantrieb). Im Ausgangspost hatte ich es "emissionsfreie Beleuchtungslösungen für Länder mit wenig ausgeprägter elektrischer Infrastruktur" genannt. Um es als PowerBank Ersatz im Rucksack spaziern zu tragen, ist nowlight sicher nicht konzipiert worden. ;-)


    Manchmal sollte man als Entwickler auch mal die Nutzer fragen. Die haben oftmals einfache Lösungen für komplexe Probleme gefunden. Ich kenne einige, die ähnlich reisen - und alle haben eine einfache, billige Powerbank dabei. Solar schleppt heute keiner mehr mit sich rum...

    Wie versucht darzulegen, für Reisen ist und war noch kein GravityLight Produkt konzipiert. Auch wenn es vielleicht dort für den ein oder anderen speziellen Anwendungsfall geeignet sein mag. (Bei mir Almhütte und Campingplatz. Wenn der Laptop mit darf oder muss, habe ich eine größere Lösung.)
    Wenn ich meine elektrische Energie selber tragen muss, halte ich es wie du. Wenig Geräte, sparsam verwendet, kleine Powebank, im Ausnahmefall auch solar. (Habe da noch ein kleines CliccSwing aus den Anfangsjahren von Sonnenrepublik. Das reicht auf der Rucksack Deckeltasche zum Powerbank 'nachtanken'.)

    Die Firma Deciwatt hatte schon mehrere IndieGoGo finanzierte Projekte, bei denen emissionsfreie Beleuchtungslösungen für Länder mit wenig ausgeprägter elektrischer Infrastruktur entwickelt wurden. Siehe: GravityLight [englischer Wikipedia Artikel]


    Das neuste Deciwatt Projekt - nowlight - ist nicht wie die GravityLight Vorgänger Schwerkraft-betrieben, sondern durch Muskelkraft (über eine Art Riemenantrieb per Hand) oder über ein kleines Solarpanel.


    Ich habe bereits beide GravityLight Versionen und jetzt auch das nowlight genutzt. Vor allem auf Almhütten und beim Zelten. [Rucksackgeeignet ist aber nicht.]

    Das nowlight kann ich als Mischung aus Powerbank (USB Anschluss) und Beleuchtung (integriert & kabelgebundene Zweitleuchte), mit der Möglichkeit von Hand oder mittels PV Panel geladen zu werden, aus eigener Erfahrung empfehlen.


    Nach mittlerweile erfolgter Zertifizierung, wird das nowlight jetzt auch nach Deutschland vertrieben: Deciwatt Shop

    Mit 115 Euro nicht preiswert, aber für manche Anwendungszwecke evtl. eine gute Nischenlösung.


    PS Mit dem Code indie15 soll es 15% Rabbat geben.

    PPS Das mit Martin Riddiford der Psion Series 5 Designer mit beteiligt war, macht mich befangen. ;)


    Hier noch ein nowlight Bild


    Kann sich einer irgendwie erklären wo das herkommen könnte?

    Ich schau dann gerne bei electricityMap nach.
    So sah es am 27.08.2020 um 20:00 Uhr aus:




    Solar- und Windenergie haben wenig zur Deckung der abends etwas höheren Last beigetragen.


    Ein Beispiel, dass zur hier gezeigten Korrelation von Börsenstrompreis und Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion passt.