Beiträge von hfrik

    nun, unsere Netzkosten für Strom sind aktuell deswegen so hoch, weil man aus früherer Zeit mit hohen Abgaben den Verbrauch möglichst von Strom auf die direkte Verbrennung verschoben hat, da man Strom als das Problem angesehen hat. Was sich als Fehler erwiesen hat. Zieht man das wieder gerade, und betreibt man mehr mit Strom steigt der Strombezug gerade bei den Hausanschlüssen mit den aktuell hohen Netzkosten spürbar an, und die Netzkosten verteilen sich auf viel mehr kWh und der Strom wird entsprechend billiger. In Amerika sind die Kosten je Netzanschluss ähnlich wie hier, aber da dort 2-3 mal so viele kWh je Anschluss verkauft werden, sind die Netzkosten nur bei 2-3 ct/kWh.

    Ich sag ja auch nicht dass es gut ist dass die AKw nicht stärker runterregeln. Aber man fürchtet halt wohl das langsame wieder hoch fahren nach dem tiefen runterregeln inkl Xenonvergiftung mehr als die kurzftistig negativen Preise. Wurde schnell unter 80% runtergeregelt kommen die AKW danach nur noch extrem langsam aus dem Quark...

    nö die AKW zahlen die 4ct schon. Und sei es dadurch das jemand (Eigentümer AKW) den Strom den er lt Vertrag zu liefern hat für 2-5ct/kWh variablen Kosten im AKW produzieren lässt statt ihn für -2ct/kWh an der Börse zu kaufen (entgangener Verdienst. )

    Zu der Zeit war der Börsenpreis aber mit 7,5 ct schon ganz schön hoch, was sicherlich der Brisanz der Situation entsprach!

    Dabei sollte man bedenken, dass in den 90'er Spitzenlastpreise bis 500€/MWh (+Inflation seither) in der Mittagsspitze völlig normal waren, und erst dann die teureren Vorschaltgasturbinen etc. angeworfen wurden....

    Haha.

    Realität ist (der angesprochenen 3 Wochen) , 80-90 % der europäischen elektrischen Verbundnetzenergie kommt von Wasserkochern und damit von Dampferzeugern aus Kohle, Gas und Uran.


    Es gibt KEINEN Ausweg bei CO²- und Uranfreier saisonalen Wasserstoffspeicherung !

    Nö, kommt er nicht. Und in Zukunft noch weniger. Aktuell haben wir noch eine extreme Anhäufung von Windkraft onshore auf kleinem Raum um die südliche Nordsee, aber das löst sich so langsam auf. Frankreich will z.B. primär mit schwimmender Windkraft an der Atlantikküste im Westen und vor Marseilles ausbauen, und Spanien baut sowieso fleißig zu - und in UK sind auch die Standorte nördlich von Schottland sehr beliebt.

    Außerdem ist saisonaler Ausgleich auch bei den lokal-Netz-Betrachtern außer Mode gekommen seit dem das Sommerloch bei der Windkrafterzeugung mit PV zu vertretbaren Preisen gefüllt werden kann.

    Tja Inist scheint nicht zu gefallen dass große Stromnetze den Schwankungsausgleich räumlich machen ohne die ganze teure Gastechnik die den Ausgleich zeitlich bewerkstelligen kann....

    nö die Lastkurven und Erzeugungskurven bei Agora sagen dazu rein gar nichts, da wir und nicht in einem deutschen Inselnetz sondern im europäischen Verbundnetz bewegen das zudem noch mit den angrenzenden Verbundnetzen gekoppelt ist.

    Dorthin kann bei hoher lokaler Erzeugung in D der Strom abfließen und von dort kann bei niedriger Produktion in D Strom zufließen. Bei den Gasbefürwortern wird deswegen immer eine Stromundurchlässige Landesgrenze angenommen, durch die man aber komischerweise immer jede menge Gas hindurch importieren darf. Strom importieren und exportieren darf man aber genauso wie Gas importieren.

    Man braucht ein Backup für besonders extreme Wettersituationen, das aber nur alle paar Jahre zum Einsatz kommt, und aus praktikabilitätsgründen eher mit flüssigen Brennstoffen laufen wird. Den üblichen Ausgleich werden die wesentlich billigeren Stromnetze abhandeln.